EDEKA Südbayern lanciert eine fast fettfreie Wurst. Die Technologie basiert auf «mehr Proteinfreisetzung und höherem Wassergehalt». Laut Werbung ist der Geschmack nicht geschmälert.
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Nicht fettarm aber fettreduziert und im Geschmack gleichwertig ist dieser Lyoner nach einem Rezept der Metzgereifachschule ABZ in Spiez. Fett wird teilweise durch Inulin ersetzt.
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Die EDEKA Südbayern hält exklusiv für Kunden seit Mitte Januar eine besonders fettarme Wurst bereit: «VielLeicht» bricht mit höchstens drei Prozent Fettgehalt Rekorde. Herkömmliche Wurstwaren dagegen enthalten zwischen 25 und 40 Prozent Fett, Light-Varianten immer noch zehn bis 15 Prozent.
Das Besondere: «VielLeicht» bietet trotz niedrigstem Fettgehalt gemäss Werbung ein volles Geschmacks- und Genusserlebnis. Möglich wird dies durch ein speziell entwickeltes Produktionsverfahren. Die neue Wurst enthält zudem weder Laktose noch Gluten oder Geschmacksverstärker.
Zunächst ist das «VielLeicht»-Sortiment in den EDEKA-Geschäften Südbayerns erhältlich, später auch deutschlandweit. Die Idee geht zurück auf die Initiative von Metzgermeister Josef Pointner aus Mindelheim im Allgäu, der jahrelang experimentierte, damit fettarmer Wurstgenuss nicht mehr ausschliesslich aus Rohschinken oder Geflügelwurst besteht.
Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderung einer bewussten Ernährung, speziell des Problems einer zu hohen Fettzufuhr, ist es «auch aus ernährungsmedizinischer Sicht grundsätzlich zu begrüssen, wenn Wurstwaren mit sehr geringem Fettgehalt angeboten werden. Für Menschen mit Gewichtsproblemen kann dies eine interessante und hilfreiche Alternative sein», betont Professor Dr. med. Hans Hauner von der TU München.
Tochter des Grossverteilers Edeka vermarktet exklusiv
Mithilfe der wissenschaftlichen Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising gelang Josef Pointner der Durchbruch: Das Wissenschaftler-Team um Dr. Peter Eisner entwickelte eine spezielle Technologie, die es ermöglicht, fettarme Wurst bei «vollem Geschmack» in industrieller Lebensmittelproduktion herzustellen.
Für die Herstellung von «VielLeicht» werden ausschliesslich besonders magere Zutaten verarbeitet - zum Beispiel Schnitzelfleisch aus dem Schweineschinken. Aufgabe des Wissenschaftlerteams war es deshalb, «mehr Proteine freizusetzen als bei der üblichen Wurstherstellung und ihre Eigenschaften zu beeinflussen, um mehr Wasser zu binden. Damit kann der Fettanteil reduziert werden», erklärt Dr. Eisner. So erhält die kalorienarme «VielLeicht» -Wurst eine zarte und saftige Konsistenz, was für fettreduzierte Lebensmittel bislang unüblich war.
Und auch in Punkto Geschmack und Aussehen schneidet «VielLeicht» im Vergleich mit herkömmlichen Wurstwaren bei allen Testverkostungen bestens ab.
Die Südbayerische Fleischwaren GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EDEKA Südbayern, hat die Exklusivrechte für die Produktion und Vermarktung der «VielLeicht» -Wurst erworben.
Das «VielLeicht» -Sortiment umfasst in der Startphase Bierschinken, Weisswurst, Leberkäse, Paprikalyoner, Schinkenfleischwurst, Pfefferbeisser sowie Schweinsbratwürstel.
(Quellen: EDEKA Südbayern/Fraunhofer Gesellschaft)
EDEKA Handelsgesellschaft Südbayern mbH
Die EDEKA Handelsgesellschaft Südbayern mbH mit Sitz in Gaimersheim bei Ingolstadt ist mit einem Jahresumsatz von rund 3 Milliarden Euro die Nummer Eins unter den Einzelhandelsunternehmen im südbayerischen Raum. Zum Unternehmen gehören auch die Produktionsbetriebe Südbayerische Fleischwaren GmbH und die Backstube Wünsche GmbH. Einschliesslich der selbständigen Einzelhandelsbetriebe bietet der Unternehmensverbund EDEKA Südbayern Arbeitsplätze für insgesamt rund 18.000 Menschen. Aus seinen Logistikzentren in Betzigau, Gaimersheim, Straubing, Penzberg, Traunstein und Trostberg versorgt das Unternehmen rund 1.600 EDEKA-Verkaufsstellen, von denen etwa 1.330 durch selbständige Einzelhändler geleitet werden. Die übrigen betreibt EDEKA Südbayern in Eigenregie.
Fraunhofer-Gesellschaft
Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 56 Institute an über 40 Standorten in ganz Deutschland. Rund 12 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielen das jährliche Forschungsvolumen von 1,2 Mrd Euro. Davon erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft rund zwei Drittel aus Aufträgen der Industrie und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Niederlassungen in Europa, den USA und Asien gefördert. | |
(fma)
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