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1700 Milchkühe mit mehr Tierwohl

Seit der Einführung des neuen Branchenstandards «Swissmilk Green» haben sich 70 Milchproduzenten dazu entschieden, neu in das RAUS- oder das BTS-Programm einzusteigen.

von pd

Nachhaltigkeit, Swissness und Frische soll das Logo symbolisieren. (Bilder mos)

Rund zwei Drittel der Schweizer Molkereimilchproduzenten erfüllen die Anforderungen des Branchenstandards «Nachhaltige Schweizer Milch». Sie haben sich für den Standard angmeledet. 20 Firmen zeichnen ihre Produkte mit dem dazugehörigen Zeichen «Swissmilk Green» aus.

Seit dem Start des Branchenstandards Anfang September sind 70 Milchproduzenten und 1700 Milchkühe neu dazugekommen, wie die Branchenorganisation (BO) Milch in einer Mitteilung schreibt. Sie erfüllen neu entweder die Vorgaben von RAUS (regelmässiger Auslauf ins Freie) oder bon BTS, der besonders tierfreundlichen Stallhaltung.

Ein Schweizer Milchproduzent setzt laut BO Milch durchschnittlich 90 Gramm Kraftfutter zur Produktion eines Liters Milch ein. In Deutschland und in Italien sind es mit über 200 Gramm mehr als doppelt so viel, in den Niederlanden sind es 165 Gramm, in Frankreich 136 Gramm und in Österreich 119 Gramm. Hauptgrund für den tiefen Schweizer Wert seien die ertrag- und gehaltreichen Kleegrasbestände, heisst es weiter. Sie liefern den Kühen die nötigen Nährstoffe, wobei die Milchviehhaltung mit Kleegras aufwändiger ist.
In den letzten acht Jahren ist der Verbrauch von energiebetontem Kraftfutter um 15 Prozent gesunken. Die Akteure der Schweizer Landwirtschaft arbeiteten daran, ihn weiter zu senken, schreibt die BO Milch. Auch sollen energiebetonte Futtermittel wie Futterweizen vermehrt im Inland angebaut werden.