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Kaffee-Halbautomaten

Halbautomaten stellen mehr Ansprüche an die Bedienung als Vollautomaten. Aber dies tun auch die Gäste, welche nicht nur konsumieren, sondern auch etwas erleben wollen.

von Foodaktuell Importer

Ein Barista kann dem Gast mit Künstlerstolz eine kleine Show bieten. Der Gast kann sie doppelt geniessen – beim Zuschauen und beim Trinken. Aber nicht alle Cafés haben einen Profi-Barista, wie dies in Italien üblich ist. Bei Schaerer AG gibt man zu bedenken, dass «die personelle Situation bei Halbautomaten Probleme ergibt: Nicht nur Sorgfalt sondern auch Schulungen sind nötig. Die Kaffeequalität aus Halbautomaten ist sonst Schwankungen ausgesetzt».

Auch Johanna Bartholdi, Geschäftsführerin des Cafetierverbandes weiss, dass «Hektik und Stress hinter der Theke Qualitätsabweichungen ergeben können. Und die hohe Fluktuation stellt sogar den Nutzen von Baristaschulungen in Frage». Trotzdem muss sich die Gastronomie Mühe geben und auch aus Halbautomaten tadellose Kaffees servieren. Denn: nach einer Umfrage von Isopublic besitzen 44% der Haushalte eine Espressomaschine und können zuhause dieselbe Kaffeequalität aufbrühen wie ein Café.

So oder so: Schulung ist wichtig. Café-Ketten organisieren daher regelmässig interne Schulungen. Auch viele Kaffeemaschinen-Lieferanten sowie Röster bieten ihren Kunden Gratis-Schulungen an. Und die Speciality Coffee Association of Europe SCAE führt nicht nur Barista-Schulungen durch, sondern auch Schweizer sowie Weltmeisterschaften (Kontakt: Blaser Café, Samuel Zenger, Tel 031 380 55 55).

Innovationen und Spezialitäten

Die Qualität ist nur einer von mehreren Aspekten. Von Accessoires bis zum Design wetteifern Kaffeemaschinen-Marken untereinander und folgen dem Trend der Technik: d.h. sie werden immer besser, günstiger, vielseitiger und schöner. Einige bieten Cappuccino-Automatik an: In derselben Station wird Espressokaffee sowie Milchschaum ausgegeben – programmierbar in der Dosierung. Die Kaffeemaschine wird dazu an ein Milchkühlgerät angeschlossen. Die Ausgabe kann ausgezogen werden, um den Milchschaum in eine Kanne zu füllen.

Faema punktet mit technischer Perfektion: Der Halbautomat besitzt eine abgewandelte und patentierte Konstruktion: Das Kaffeewasser kann von der Brühgruppe in einem Kreislauf in den Kaffeewasser-Boiler zurücklaufen. Daraus ergibt sich ein Verkaufsargument: eine sehr geringe Wassertemperatur-Schwankung von nur einem Grad.

Cimbali bietet zwei Arten von überdimensionalen Brühgruppen für Kolbenkaffee. Die «Riesengruppe für 50 g gemahlenen Kaffee» sowie die «Thermo-Reservegruppe für 150 g». Letztere ergibt drei Liter, welche in einem Aufsatz bei 85 Grad warmgehalten werden. Sie liefert 35 Liter pro Stunde und kann somit mindestens fünfzig Personen stündlich mit Frühstückskaffee versorgen.

Nicht nur mit Technik sondern auch mit Design brilliert die Marke «Elektra», besonders attraktiv mit den Linien «Belle Epoque sowie Old America». Erstere turmförmig mit Adler auf dem Kugeldach. Letztere viereckig mit Reliefbildern an den Seiten aus Kupfer und Messing. Trotz Nostalgie – beide sind elektronisch gesteuert.