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Öko-Fleisch braucht das Land

Das Qualitäts-Sicherungsprogramm «QM-Schweizer Fleisch» erfüllt die Anforderungen der kürzlich lancierten Garantiemarke «Suisse Garantie». Gewerbliche Metzgereien haben noch griffigere Marketinginstrumente: Regionalmarken und Labelprogramme.

von Foodaktuell Importer

«QM Schweizer Fleisch» erfüllt die Anforderungen der im September 2004 lancierten Garantiemarke «Suisse Garantie». Dies hat Proviande kürzlich entschieden wie der Schweizerische Bauernverband (SBV) mitteilt. Somit können die Bauern im «QM-Schweizer Fleisch»-Programm ihre Tiere in den Suisse Garantie-Kanal liefern. Ab nächstem Jahr wird die Vignette von QM-Schweizer Fleisch mit dem Logo der Suisse Garantie ergänzt.

QM-Schweizer Fleisch versteht sich nicht als Label- sondern als Qualitätssicherungs-Programm und Vertrauensförderung. Im Vergleich zu den gesetzlichen Anforderungen ist es zwar nur geringfügig höher positioniert, verglichen mit Billigware des globalen Handels aber wesentlich sicherer.

Höheren Mehrwert bieten Regionalprogramme, denn «Nähe schafft Vertrauen, und die
Wertschöpfung bleibt in der Region», begründet Martin Widmer, Mitinhaber der Zertifizierungsfirma ProCert. Fleisch «aus der Region für die Region» ist ein Marketing- und Qualitätsargument. Besonders viel Vertrauen schafft eine Landmetzgerei, die sogar die Adresse des Produzenten angeben kann.

Labels versprechen Garantien

Noch mehr Gewähr versprechen die Bundesprogramme RAUS sowie BTS («Regelmässiger Auslauf im Freien», «Besonders tierfreundliche Stallhaltungsysteme»). Ebenso einige Labelprogramme, welche im Gegensatz zu den Bundesprogrammen auf der Ettikette kommuniziert werden.

Viele bieten eine bessere Fleischqualität dank artgerechter Haltung und Fütterung sowie züchterischen Leistungen: «IP SUISSE» zum Beispiel stellt hohe Anforderungen an Haltung und Fütterung», so Widmer. «Und die Produzenten werden durch unabhängige, nach der Norm EN 45004 akkreditierte Stellen kontrolliert».

Schweizer Fleisch generell, aber vor allem zertifiziertes, erfüllt höhere Anforderungen als importiertes. ETH-Ernährungswissenschafter Caspar Wenk ist überzeugt, dass letzteres das konventionelle noch mehr verdrängen wird. Erfolgreiche Qualitätslabels wie «SwissPrimGourmet» geben ihm Recht.

Das Fleisch dieses Labelprogrammes wird mit dem Argument «Gourmetfleisch der Extraklasse» vermarktet (Bezugsquelle: Traitafina). Es ist aber auch vom Teller bis zum Stall rückverfolgbar anhand eines Online-Tierpasses. Und die Betriebskontrollen erfolgen durch «beef control», eine neuerdings ebenfalls akkreditierte Kontollstelle.