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Story der Woche aus Afrika

Was kann das Lebensmittelgewerbe von Steppentieren lernen?

von Foodaktuell Importer

Jeden Morgen, wenn in Afrika über der Steppe die Sonne aufgeht, wacht die Gazelle auf.
Sie weiss: sie muss heute schneller laufen als die langsamste Gazelle, wenn sie nicht gefressen
werden will.

Jeden Morgen, wenn in Afrika über der Steppe die Sonne aufgeht, wird auch der Löwe wach.
Er weiss: er muss heute schneller sein als die langsamste Gazelle, wenn er nicht verhungern will.

Daraus folgt: Es ist eigentlich egal, ob du ein Löwe oder eine Gazelle bist. Wenn über der Steppe die Sonne aufgeht, musst du rennen.

Dieses Märchen aus Afrika hätte Wilhelm Busch gefallen, pflegte auch er doch seinen spassigen aber tiefsinnigen Gedichten «die Moral von der Geschicht’» anzufügen.

Was ist hier die Moral?

Gabriel Barell, Geschäftsführer von Sutterbegg Basel, hat sie kürzlich erklärt an der Innovationstagung der Bäckerfachschule Richemont in seinem Referat «Mit innovativen Ideen den regionalen Markt besetzen»: «Letzten Endes geht es stets darum, etwas entweder besser und/oder billiger als die Konkurrenz herzustellen, und dies auf dauerhafte Weise. Alles, was ein Manager oder ein Bäcker/Konditor/Confiseur tut, ist nur dann von Nutzen, wenn es höhere Preise («besser») und/oder eine Kostensenkung («billiger») ermöglicht».

Diese Moral gilt in gleichem Mass für alle «Tierarten» einer Branche. Die moderne Managementlehre weist darauf hin, dass heutzutage nicht die Grossen die Kleinen fressen sondern die Schnellen die Langsamen. Wie in der Steppe.

Bilder: Visipix.com (Gazellenfoto: Peter Glogg)