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Schweizer Guetzli legen zu

Die Schweizer Dauerbackwaren-Industrie hat letztes Jahr den mengenmässigen Absatz um 2,8 % gesteigert - trotz Export-Rückgang um 4,8 %. Der Umsatz erhöhte sich um 0,3 % auf 435,6 Mio. Franken. Aufgrund rückläufiger Importe gelang es den Schweizer Guetzliherstellern, ihren Marktanteil im Inland um 1,9 % zu steigern.

von Foodaktuell Importer

Der Gesamtabsatz (Inland und Export) von Schweizer Dauerbackwaren hat im Jahr 2004 gewichtsmässig um 2,8 % auf 46’709 Tonnen und wertmässig um 0,3 % auf 435,6 Mio. Franken zugenommen. Auf dem Inlandmarkt stiegen die Verkäufe der Schweizer Hersteller aus Eigenfabrikation um 7,1 % auf 31’087 Tonnen und um 2,3 % auf 301,9 Mio. Franken. Diese für den gesättigten Markt bemerkenswerte Steigerung fällt mit einem Import-Rückgang von 1,3 % zusammen.

Der Marktanteil der inländischen Produkte am Inlandverbrauch erhöhte sich von 64,0 % auf 65,9 %. Gesamthaft wurden 2004 in der Schweiz 47’191 Tonnen oder gegenüber dem Vorjahr 4,1 % mehr Dauerbackwaren konsumiert. Daraus resultiert eine leichte Zunahme des jährlichen Pro-Kopf-Konsums von 6,1 auf 6,3 kg.

Im Export konnte die Branche nicht an den letztjährigen Erfolg anknüpfen. Die Verkäufe ins Ausland nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % auf 15’622 Tonnen, bzw. um 3,9 % auf 133,7 Mio. Franken ab. Auf wichtigen Märkten wie Frankreich, Vereinigtes Königreich und Japan waren Einbussen zu verzeichnen. Der Rückgang muss jedoch relativiert werden: die Schweizer Hersteller halten seit 2000 im Export ein sehr hohes Niveau. An der Spitze der 134 Exportdestinationen folgen nach Deutschland (49 %) und Frankreich (23 %) Österreich (9 %) und die USA (2,5 %). Der Exportanteil beträgt gemessen an der gesamten Inlandproduktion 33,4 % (2003 war er 36,1 %).

Potenzial liegt trotz derzeitigem Rückgang im Export

Die 21 Unternehmungen der Schweizer Dauerbackwaren-Industrie mit ihren rund 2’400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnten mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Inlandmarkt zulegen. Das volumenmässige Entwicklungspotential der Branche liegt mit Blick auf den gesättigten Inlandmarkt aber zweifellos bei den Exporten. Die Firmen beurteilen deshalb das seit dem 1. Februar 2005 geltende revidierte Freihandelsabkommen mit der EU als günstige Voraussetzung, um das Exportgeschäft weiter auszubauen.

Zu den Dauerbackwaren zählen brotähnliche Gebäcke (wie Zwieback und Knäckebrot), Apéro- und Salzgebäcke, Standard-Biscuits, Spezialfabrikationen (Dessert-Halbfabrikate usw.), Spezialitäten (z.B. schokolatierte Gebäcke) und haltbare “Frischbackwaren”. Die Standard-Biscuits machen 37,9 % der Produktion aus.

Eckdaten der Schweizer Dauerbackwarenindustrie

Anzahl Unternehmungen: 21

Anzahl Mitarbeitende: 2’379

– davon Frauen 1’230

– davon Männer 1’149

Verkäufe in Tonnen: 46’709

– davon Inland 31’087

– davon Ausland 15’622

Verkäufe in Mio. Franken: 435,6

– davon Inland 301,9

– davon Export 133,7

Wichtigste Exportmärkte (Anteil am Exportumsatz):

Deutschland 47,1 %

Frankreich 23,3 %

Österreich 5,3 %

USA 5,8 %

Bedeutendste Produkte (Anteil an den Verkäufen):

– Brotähnliche Gebäcke 7,7 %

– Apéro- und Salzgebäck 14,1 %

– Standard-Biscuits 37,9 %

– Spezialitäten 36,9 %

– Spezialfabrikationen 2,6 %

– Haltbare “Frischbackwaren” 0,8 %

Quelle: Biscosuisse

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