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Fleischkonsum

Schweinefleisch ist nach wie vor der Renner, aber Poulet und Rindfleisch wetteifern um den zweiten Platz. Der Rindfleischkonsum hat 2004 leicht zugenommen. Beim Geflügel ist einheimisches gefragt.

von Foodaktuell Importer

Im letzten Jahr verzehrten Schweizerinnen und Schweizer 391’000 Tonnen Fleisch und Geflügel, hat kürzlich Proviande mitgeteilt. Speziell beim Geflügel wurden einheimische Produkte bevorzugt. Die Inlandproduktion konnte hier um 6 % gesteigert werden. Nach wie vor ungebrochen ist die Zunahme im Rindfleischkonsum. Hier konnte trotz knapper Inlandproduktion 1,3 % mehr abgesetzt werden als im Vorjahr.

In der Schweiz wurden im letzten Jahr pro Woche rund 7500 Tonnen verzehrsfertiges Fleisch verbraucht. Das ergibt bei einem Bevölkerungszuwachs von 0,5 % einen Tageskonsum von 140 Gramm pro Person.

Grosse Vorlieben hegen die Schweizer weiterhin für Schweinefleisch. Hier führten allerdings die hohen Schweinefleischpreise zu Jahresbeginn und vor allem zu Beginn der Grillsaison zu einem Rückgang im Gesamtkonsum von 0,9 %. Mit 24,8 kg pro Kopf und Jahr bleibt Schweinefleisch aber der Spitzenreiter unter den Fleischsorten.

Rindfleisch geniesst hohes Vertrauen und die Qualität der Inlandprodukte wird geschätzt. Der Konsum war 2004 wiederum höher als 2003 (+1,3 %) und konnte sich mit 10,2 kg pro Kopf und Jahr vor das Geflügel auf Rang 2 schieben. Die knappe Inlandproduktion wurde durch grössere Importmengen wettgemacht.

Deutlich zulegen konnte der Absatz von inländischem Geflügel. Obwohl der Konsum von Geflügel leicht rückläufig war (-0,6 %), konnte die Inlandproduktion um 6 % gesteigert werden. Der Konsum betrug im 2004 9.97 Kilo pro Kopf.

Die Rangfolgen der Konsummengen variieren je nach den Segmenten Privathaushalt und Gastronomie. In den Privathaushalten steht beim Frischfleisch zwar auch Schweinefleisch an der Spitze, wird aber nur wenig mehr konsumiert als Geflügel. Mengenmässig ebenso bedeutungsvoll sind der Konsum von Wurstwaren und Charcuterie. Im Gastrosegment ist Rindfleisch klarer Spitzenreiter, gefolgt von Charcuteriewaren, Schweinefleisch und Geflügel.

Quelle Text und Diagramme: Proviande

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