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Sichereres Schweinefleisch

Die Firma IVD GmbH aus Hannover will gemeinsam mit der Universität Braunschweig und der Tierärztlichen Hochschule Hannover neue Methoden zum Nachweis von Campylobacter und Salmonellen entwickeln. Damit soll es künftig möglich sein, infizierte Schweine zu erkennen und die Übertragung durch Schweinefleisch auf den Menschen zu verringern.

von Foodaktuell Importer

Infektiöse Erreger in der Nutztierhaltung stellen eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher dar. Lebensmittelinfektionen durch Salmonellen und Campylobacter treten mit Abstand am häufigsten auf. Schweinefleisch ist nach Geflügelprodukten die zweithäufigste Überträgerquelle. Während die Mikroorganismen den Stalltieren vielfach nichts anhaben, können sie beim Menschen schwere Durchfallerkrankungen verursachen. Ein Teil der bei Schweinen vorkommenden Bakterien-Stämme ist inzwischen resistent gegen mehrere Antibiotika.

«Die Situation kann nur durch die Verringerung des Erreger-Eintrags in die Lebensmittelkette verbessert werden», meint Projektleiterin Katrin Strutzberg-Minder. «Dies erfordert Untersuchungen direkt bei den Tieren». Die bisher üblichen Methoden für den Erregernachweis seien jedoch arbeitsintensiv, zeitaufwendig und damit zu teuer.

Neue Diagnostik-Tests

Die Gesellschaft für innovative Veterinärdiagnostik GmbH will nun die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren zum direkten Erregernachweis und indirekten Nachweis über Antikörper vorantreiben und diese in Form von Testkits auf dem Markt einführen.

Direkter und indirekter Erregernachweis

Beim direkten Erregernachweis werden Peptide, die den Erreger spezifisch binden, an immuno-magnetische Partikel gekoppelt und die Erreger damit aus den Kot- und Gülleproben angereichert. Beim indirekten Nachweis sollen die erregerspezifischen Antikörper in Serum und Fleischsaft nachgewiesen werden. Mit diesem automatisierbaren Analyseverfahren lassen sich die Erreger dann noch empfindlicher nachweisen.

Quellen:
Text: idw
Bild: Proviande