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Emmentaler verschärft Produktions-Normen

Obwohl sich die AOC-Registrierung verzögert, gelten seit dem 1.5. strengere Produktionsnormen für «Emmentaler Switzerland».

von Foodaktuell Importer

Ausländische Einsprachen gegen die Registrierung «Emmentaler AOC» behindern und
verzögern die Eintragung ins Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen.
Dies bewog die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland ES, die AOC-Normen vorzeitig auf privatrechtlicher
Basis einzuführen, um den Kurs der Qualitätsführerschaft weiterzuführen.

Da die Mitglieder heute schon auf hohem Qualitätsniveau produzieren, bedeuten die neuen Vorschriften für
die meisten Akteure im Emmentaler-Geschäft keine grossen Änderungen.
Neue Anforderungen betreffen etwa die Fütterung der Kühe oder den schonenden
Transport der Milch.

Ferner werden strengere und häufigere Qualitätskontrollen auf
allen Stufen wie Milchproduzenten, Käseherstellern und Affineuren eingeführt
(im Bild: eine neue oder professionelle Art von Qualitätskontrolle ist der Lochgrösse-Fingertest nicht).
Begleitet und überwacht werden die Qualitätsanstrengungen durch die
unabhängige interkantonale Zertifizierungsstelle OIC.

Dank dem neuen Pflichtenheft kann dem Konsumenten ein Herkunfts- und Qualitätsversprechen
abgegeben werden: Emmentaler Switzerland ist ein in Dorfkäsereien
traditionell hergestelltes Produkt aus frischer Schweizer Rohmilch, naturbelassen,
ohne Zusatzstoffe und ohne Gentechnik.

Zusammen mit der bereits eingeführten
Käsereimarke, welche jedes Stück auf der Rinde mit dem geschützten Markenzeichen und der
Käsereinummer kennzeichnet, kann der Konsument via Internet selber
prüfen, ob es sich um einen Original Emmentaler Switzerland aus kontrollierter Produktion
handelt und in welcher Käserei er hergestellt wurde.

Mit der Einführung des strengen Pflichtenhefts macht Emmentaler Switzerland einen weiteren Schritt zur
Sicherung der Qualitätsführerschaft im weltweiten Markt für Grosslochkäse.

Quelle Text: Sortenorganisation Emmentaler Switzerland