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IP-SUISSE-Getreidepreise und –Ernte-Aussichten

In der vergangenen Verkaufskampagne wurde das IP-SUISSE-Getreide auf Wunsch der Müllerschaft zum ersten Mal in sechs Ausschreibungen vermarktet.

von Foodaktuell Importer

Das Überangebot beim ÖLN-Brotgetreide und das Wissen um eine kommende Zollsenkung bei Getreideimporten für die
nächste Kampagne drückten auch die IP-SUISSE-Getreidepreise! Erfreulicherweise sind trotzdem
bei der Klasse 1 und 2 die Richtpreise praktisch erreicht. Aber die durchschnittlich erreichten IP-SUISSE-Getreide-Verkaufspreise sind tiefer als im Vorjahr und liegen knapp unter
(Klasse I und 2) bzw. deutlich unter dem Richtpreis (Klasse Top).

Aussichten Ernte 2005:

Von rund 5200 Weizenproduzenten (mit UrDinkel ca. 5500) sind ca. 110’000 to IP-SUISSE Weizen zu
erwarten. Da die durchschnittliche Anbaufläche pro Betrieb gegen 10 % erhöht wurde und praktisch
alle bisherigen Produzenten sich wieder angemeldet haben, konnten wenig Neuinteressenten
berücksichtigt und viele mussten auf eine Warteliste gesetzt werden.

Die laufend sinkenden
Richtpreise erschweren die Kosten des Hilfsstoffeinsatzes beim konventionellen ÖLN Anbau über den
Mehrertrag zu kompensieren. Dies scheint mehr Produzenten zum extensiven Anbau zu motivieren.
Diese Tendenz ist auch richtig, sollte doch so die gesamte Brotgetreidemenge reduziert werden, was
sich allgemein positiv auf die Produzentenpreise auswirken könnte. Neben den ökologischen
Aspekten kommt auch aus dieser Sicht dem Extenso-Beitrag eine grosse Bedeutung zu.

Marktinformation

Einige neue, erfolgreiche Backwaren sind in der vergangenen Kampagne lanciert
worden: UrDinkel Brote bei NaturaBeck’s (z.B. Panur) und Migros, Pain-Pirouette und Emmerbrot bei
der Migros. Dank Hiestand AG (z.B. Tankstellenshops), McDonalds, Migros und 120 gewerblichen
Bäckereien sind IP-SUISSE Brote in der ganzen Schweiz zu kaufen. Mit dem Billigtrend wird die
Vermarktung von Produkten mit einer Mehrleistung und einem Mehrwert jedoch anspruchsvoller.

Freiwillige Erhöhungen der Leistung (wildtierfreundlicher Anbau), kompromissloses Einhalten der
Richtlinien, erfüllen der Bedarfsansprüche der Abnehmer (Mengen, Klassenanteile), laufend neue
Optimierung (z.B. Erarbeitung und Einführung einer “guten Sammelstellenpraxis“ in Zusammenarbeit
mit Marktpartnern) usw. sind daher unabdingbar. Die Marke IP-SUISSE soll gefestigt werden, denn es
gibt Chancen, sogar gestärkt aus solchen Zeiten hervorzugehen. Billige No-Name Produkte hat jeder,
ein Schweizerprodukt mit einem klaren Mehrwert jedoch nicht!

Vorinformation Ernte 2006:

Dank dem Vertragsanbau sind Mengen und Anteil der Klassen bekannt. Zum ersten Mal sind genügend
IP-SUISSE Getreideflächen vorhanden. Die strategischen Lager sind angelegt, deshalb kann es
in Zukunft zu Anbaubeschränkungen kommen. Für einen ausgeglichenen Brotgetreidemarkt ist
ohnehin die Reduktion der Brotgetreideanbaufläche dringend notwendig.
(Pressemitteilung IP-SUISSE)

Informationen: Fritz Rothen, Geschäftsführer IP-SUISSE, 031 910 52 01