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Käseexporte steigen

In der ersten Hälfte dieses Jahres konnten die Käseexporte weiter gesteigert werden. Die Preise auf den internationalen Märkten sind allerdings nach wie vor gedrückt.

von Foodaktuell Importer

Im Auslandgeschäft ist das Marktumfeld nach wie vor von einem harten Wettbewerb um die Regalplätze im Detailhandel und um die Gunst der Kunden geprägt. Der Preisdruck ist gross und die bedienten Käsetheken – wo Schweizer Käse bisher im Hochpreissegment angeboten wurde – fallen den Rationalisierungsmassnahmen des Detail-handels zum Opfer.

Schweizer Exporteure setzen deshalb zunehmend auf das Selbstbedienungsregal. Mit den vor Jahresfrist lancierten neuen Angebotsformen können sie zunehmend Fuss fassen, obschon Schweizer Käse hier im direkten Wettbewerb zu ausländischen Billigprodukten steht.

Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die Käseexporte von Januar bis Juni 2005 um 570 Tonnen (+2,3%) auf 25’677 Tonnen. Dabei stiegen die Ausfuhren von Naturkäse um 619 Tonnen, während bei Schmelzkäse und Fertigfondue ein leichter Rückgang um 49 Tonnen zu verzeichnen war. Im Zweijahresvergleich (Januar bis Juni 2003/05) stieg die gesamthaft exportierte Käsemenge in die Normalmärkte sogar um 11,4 Prozent, wie die Käseorganisation Schweiz (KOS) mitteilt.

Erstmals haben die Statistiker die Exporte von traditionellem Emmentaler und von Switzerland Swiss, einem foliengereiften, emmentalerähnlichen Grosslochkäse, separat ausgewiesen. Zusammen stiegen die Ausfuhren beider Sorten im Vergleich zum Vorjahr um 248 Tonnen (+2,0%) auf 12’733 Tonnen. Davon entfielen 11’889 Tonnen (93,4%) auf traditionellen Emmentaler und 844 Tonnen (6,6%) auf Switzerland Swiss. Letzterer ist bereits die viertwichtigste Exportsorte bei Naturkäse.

Ebenfalls gestiegen ist die Ausfuhr von Le Gruyère, und zwar um 96 Tonnen (+2,1%) auf 4’735 Tonnen. Die Auslandverkäufe von Le Gruyère entwickelten sich in den letz-ten Jahren erfreulich. Stark gestiegen sind die Exporte von Appenzeller, welche um 188 Tonnen (+8,4%) auf 2’422 Tonnen zulegten. Weitere Käsespezialitäten – wie Raclette, Tête de Moine, Tilsiter und Freiburger Vacherin – konnten ihre Verkäufe im Aus-land ebenfalls deutlich steigern. (Medienmitteilung KOS)