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Rekord-Ergebnis in der Schokoladeindustrie

Die Schokoladeindustrie hat das Vorjahres-Ergebnis deutlich übertroffen, vor allem dank Exporten. Sie erzielte im 2005 einen Allzeit-Rekord.

von Foodaktuell Importer

Die 18 Schweizer Schokoladehersteller erzielten letztes Jahr sowohl mengen- wie wertmässig das mit Abstand beste Verkaufsergebnis aller Zeiten. Die Verkäufe stiegen um 8,2 % auf 160’323 Tonnen und der Branchenumsatz um 7,5 % auf 1’466 Mio. Franken. 57 % der Gesamtproduktion wurde im Ausland abgesetzt (Vorjahr: 52,9 %). Positive Impulse brachte das für die Schokoladeindustrie wichtige Tourismusgeschäft.



Die Inlandverkäufe der Schweizer Fabrikanten beliefen sich auf 68’979 Tonnen, was 1,2 % unter dem Vorjahresergebnis liegt. Der wertmässige Umsatz erreichte 803 Mio. Franken, d.h. 1,3 % weniger als im Jahr 2004. Der Import-Anteil erhöhte sich ein weiteres Mal und liegt nun bei 27,4 %.



Für einmal entwickelten sich die Verkäufe von Halbfabrikaten wie Couverturen und Füllmassen ähnlich wie die Fertigprodukte. Überdurchschnittlich gefragt waren gefüllte Tafelschokoladen, ein Segment mit vielen attraktiven Neuheiten (+ 3,7 %), assortierte Pralinés (+ 4,3 %) sowie Saisonartikel für Ostern und Weihnachten.



Der Exportanstieg setzte sich im 2005 fort. Die Auslandverkäufe erreichten 91’344 Tonnen, was einem Plus von 16,6 % entspricht. Der wertmässige Umsatz konnte sogar um 20,4 % gesteigert werden und beläuft sich nun auf 663 Mio. Franken. Das grösste Wachstum unter den Fertigprodukten verzeichnete wie bereits im Vorjahr das Segment der Schokoladepralinés (+ 22,9 %), während Tafelschokoladen – das wichtigste Exportprodukt – 16,2 % entsprechend dem Gesamttrend zulegten.



An der Spitze der über 130 Exportmärkte stand erneut Deutschland vor Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA. Besonders erfolgreich verkaufte sich Schweizer Schokolade ferner in einigen EU-Staaten (Dänemark, Spanien, Slowakei und Tschechien) sowie in Australien, Brasilien, Bulgarien und Südafrika.



Für das Jahr 2006 hofft die Branche im Export weiter zuzulegen. Für den Heimmarkt setzt sie auf eine Belebung des Konsums und auf weiterhin steigende Tourismusfrequenzen. Mit Engagement entwickelte Produkte von hoher und konstanter Qualität sind weiterhin unabdingbare Voraussetzungen für das Erreichen der Ziele.

Eckdaten der Schweizer Schokoladeindustrie 2005:

Pro-Kopf-Konsum: 11,6 kg



Anzahl Unternehmungen: 18

Anzahl Mitarbeitende: 4’342

– davon Frauen: 2’061

– davon Männer: 2’281



Verkäufe in Tonnen: 160’323

– davon Inland: 68’979

– davon Ausland: 91’344



Verkäufe in Mio. Franken: 1’466

– davon Inland: 803

– davon Export: 663



Wichtigste Exportmärkte (Anteil am Exportumsatz):

Deutschland 19 %

Frankreich 13 %

Vereinigtes Königreich 10 %

USA 8 %



Bedeutendste Produkte (Anteil an den Verkäufen):

– Tafeln: 50,5 %

– Kleinformate: 5,5 %

– Schokoladekonfiserie: 22,1 %

– Halbfabrikate (inkl. Pulver): 17,4 %

– Übriges (Festartikel usw.): 4,6 %

(Medienmitteilung Chocosuisse)