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Süsswaren-Trends an der ISM-Messe

Die Fussball-WM ist «in» beim Süsswaren-Marketing. Die Trends zu Fantasie, Gesundheit, Herkunftsbetonung und Premiumqualität setzen sich fort, war an der Messe in Köln zu sehen.

von Foodaktuell Importer

Die jährliche internationale Süsswarenmesse ISM in Köln ist am 1.2.2006 zu Ende gegangen.
Für die Mehrzahl der 1.634 Anbieter, die sich auf der weltweit grössten und wichtigsten Handelsplattform für Süsswaren und Knabberartikel präsentierten, verlief die 36. Internationale Süsswarenmesse (ISM) überaus positiv. Entscheidungsträger des deutschen und des internationalen Handels waren nahezu vollzählig vor Ort.

Insgesamt registrierten die Veranstalter – ähnlich wie im Vorjahr – gut 34.000 Fachbesucher aus über 150 Ländern. Übereinstimmend beurteilten die ausstellenden Unternehmen die Geschäftsperspektiven optimistisch. Zusätzliche Saisonhöhepunkte wie die Fussball-Weltmeisterschaft oder das Mozartjubiläum sorgten für Impulse. Einen neuen Stellenwert nahmen Qualitätsprodukte bei einer Vielzahl von Anbietern ein – ein Thema, das die Einkäufer stark honorierten.

Etwa 60 Prozent der Fachbesucher kamen 2006 aus dem Ausland. Damit blieb der Auslandsanteil auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Neben der gewohnt starken Präsenz von Fachbesuchern aus den EU-Ländern wurden vor allem Einkäufer aus Osteuropa registriert. Mehr Besucher kamen auch aus dem nordamerikanischen Wirtschaftsraum, aus Mittel- und Südamerika, aus Nordafrika und dem Nahen Osten. Der Besuch aus Ostasien war leicht rückläufig.

Beeindruckt zeigten sich die Anbieter von der Qualität der Fachbesucher. “Die wichtigen Entscheidungsebenen waren vertreten. Dementsprechend substantiell waren die Verkaufsgespräche – bis hin zu konkreten Abschlüssen”, so ein Hersteller.

Das Thema Fussball zog sich wie ein roter Faden durch das Angebot in den Messehallen und umfasste alle Sparten: Von Zuckerwaren über Schokoladenprodukte bis hin zu Knabberartikeln. Die Branche erhofft sich vom sportlichen Höhepunkt 2006 Umsatzimpulse. Aber auch die Olympischen Winterspiele in Turin stehen für steigenden Süsswaren- und Snacks-Verbrauch. Nicht zuletzt das Mozartjubiläum spiegelt sich in zahlreichen kreativen Einfällen der “süssen Branche” rund um den grossen Komponisten wider.

Dennoch: Auch Konzepte für die Zeit nach der WM sind gefragt – und die Hersteller und Importeure von Süsswaren und Knabberartikeln halten sich mit Ideen keineswegs zurück. Auffallend war die Dominanz dunkler, hochwertiger Schokoladen mit hohem Kakaoanteil – in grosser Produktbandbreite.

Zucker- und fettreduzierte Süsswaren bildeten einen weiteren Schwerpunkt im Angebot – vom zahnschonenden Kaugummi bis hin zu kalorienärmeren Fruchtgummis, Erdnüssen und Chips. Ein ebenfalls international verankerter Trend: Eine deutliche Hinwendung zu qualitativ hochwertigen Produkten, die auch vermehrt auf die Akzeptanz beim Verbraucher treffen. Dem entspricht eine Initiative des deutschen Fachhandels, der sich zur ISM mit dem neuen Qualitätssiegel “Club der Confiserien” vorstellte. (Medienmitteilung Koelnmesse)

Bild: foodaktuell