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Welches Cola-Getränk ist am beliebtesten?

Diese Woche im K-Tipp: Colagetränke wurden in einer Blind-Degustation und im Labor geprüft. Coca-Cola war klarer Degustations-Sieger. Aber alle sind überzuckert.

von Foodaktuell Importer

Billigprodukte und Eigenmarken liegen im Trend: Markenartikel erhalten immer mehr Konkurrenz. Der K-Tipp liess daher zehn verschiedene Colagetränke von 20 Schülerinnen und Schülern im Alter von rund 16 Jahren blind degustieren plus von vier erwachsenen Testpersonen. Die Notenskala reichte von 6 bis 1 («sehr gut» bis «sehr schlecht»).

Coca-Cola war klarer Degustations-Sieger: «Feiner Geschmack, erfrischend, durchschnittlich», lauteten die Kommentare – keine Note lag unter 4. Eine Schülerin schrieb: «Schmeckt normal» – und gab der Probe eine gute Note.

Damit bestätigte sie den so genannten Konditionierungseffekt: «Die Gewöhnung an den Geschmack eines Produktes kann einen Einfluss auf das Resultat eines Beliebtheitstests haben», sagt Jeannette Nuessli vom Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften ILW der ETH Zürich. Es überrasche nicht, dass Coca-Cola-Trinker diesen Geschmack als vertraut und damit auch als gut empfinde. Doch das Getränk ist teuer: Einzig Afri-Cola, das auch an Gastrobetriebe geliefert wird, kostet noch mehr als das Original.

Den zweiten Platz teilen sich Pepsi und die Coop-Eigenmarke. Pepsi wurde als «prickelnd, leichter Geschmack nach Zimt, gut aber auch als zu süss und fad» umschrieben.

Beim Zuckergehalt gibt es fast keine Unterschiede. Geht man von einem 3,7-Gramm-Zuckerwürfel aus, enthält ein Liter Cola rund 30 Stück. Wer im Restaurant ein 3.3 dl-Fläschchen Cola trinkt, nimmt zehn Stück Zucker zu sich. Einzig Leader-Price-Cola enthält «nur» etwa die Hälfte, weil dieses zuckerreduziert ist. All jenen Cola-Liebhabern, die den Zuckerkonsum reduzieren wollen, bleibt nur ein Light-Produkt. Zucker verursacht Karies und liefert «leere» Kalorien.

Auszug aus dem K-Tipp vom 22. Februar 2006