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Schnaps- und Alcopop-Konsum zurückgegangen

Der Spirituosenkonsum ging im letzten Jahr leicht zurück. Abgenommen hat auch der Alcopopkonsum. Die neue Promillegrenze zeigte Wirkung bei Automobilisten.

von Foodaktuell Importer

Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) hat Statistiken zum Schweizer Spirituosenmarkt 2005 publiziert. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, liegt aber immer noch auf hohem Niveau.

Eine weitere Abnahme war insbesondere bei den Alcopops zu verzeichen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an gebrannten Wassern zu 40 Volumenprozenten ging von 3,9 auf 3,8 Liter zurück, wie aus der Spirituosenstatistik 2005 hervorgeht. Der Gesamtkonsum zu 100 Volumenprozenten betrug 114’093 Hektoliter, was einer Abnahme um 1,6 Prozent entspricht.

Die vor allem bei Jungen beliebten süssen Alcopos werden seit dem 1. Februar 2004 massiv besteuert, was die Hersteller zu einer Änderung der Rezeptur bewog und den Absatz einbrechen liess. Laut EAV hat die seit Anfang 2005 geltende 0,5-Promillegrenze zu einem generell zurückhaltenden Trinkverhalten der Automobilisten geführt.

Aber der Spirituosenkonsum lag 2005 noch immer um 14 Prozent höher als 1998. Die Mitte 1999 eingeführte Einheitssteuer für einheimische und importierte Spirituosen hatte unter anderem bei Whisky und Cognac eine Steuersenkung um 50 Prozent bewirkt und damit den Konsum nachhaltig belebt.

Im Brennjahr 2004/2005 wurden in der Schweiz 22 656 Hektoliter Kernobst- und Spezialitätenbranntwein (reiner Alkohol) produziert, was einem geringfügigen Rückgang um 0,2 Prozent entspricht. Deutlich verringerte sich dabei der Anteil des Kernobstbrandes, von dem rund ein Drittel weniger erzeugt wurde.

Der Schweizer Spirituosenmarkt ist einerseits stark vom Import geprägt, andererseits hält der Boom zum selber Brennen lassen an. Mehr als drei Viertel der in der Schweiz konsumierten Spirituosen stammen aus dem Ausland. (Medienmitteilung EAV)