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Pistor weiter auf Wachstumskurs

In schwierigem Umfeld erzielte Pistor wiederum ein ausgezeichnetes Ergebnis. Der Umsatz stieg dank allen Betriebgesellschaften um sechs Prozent, der Gewinn um 14 Prozent.

von Foodaktuell Importer

Zum Umsatz- und Gewinnwachstum haben alle Betriebsgesellschaften beigetragen. Die Pistor steigerte ihren Umsatz sowohl im Kerngeschäft der Bäckereien-Konditoreien-Confiserien als auch in der Gastronomie. Die Nachfrage nach den Beratungsleistungen der Proback AG wächst von Jahr zu Jahr und 2005 sind nochmals neue Dienstleistungen dazugekommen.

Die Fairtrade SA meisterte die anhaltenden Turbulenzen auf dem Trockenfruchtmarkt erfolgreich und erzielte ebenfalls ein gutes Resultat. Auch die Pitec AG, an welcher die Pistor Holding seit Herbst 2004 eine Minderheitsbeteiligung hält, verzeichnete ein Umsatzwachstum.

Das wichtigste Unternehmen der Firmengruppe, die Pistor Betriebsgesellschaft, erzielte 2005 einen Gesamtumsatz von CHF 587,8 Mio., was einer Steigerung von CHF 30,9 Mio. oder +5,6% entspricht. Ein Umsatzwachstum resultierte sowohl im Eigenlager (+6,1% oder CHF 26 Mio.) als auch im Verrechnungsverkehr (+3,8% oder CHF 4,9 Mio.).

2005 stand die optimale Erfüllung der Kundenbedürfnisse im Vordergrund. Eine repräsentative Kundenbefragung zeigte, dass Pistor das Vertrauen der Kunden geniesst und mit dem hohen Servicegrad im Umfeld von Grossverteilern und Grosskonzernen konkurrenzfähig ist. Im Gastrosegment hat sich Pistor dank des vielfältigen Dienstleistungsangebotes weiter etabliert und eine breite Vertrauensbasis geschaffen.

Dazu trug auch das sich in einer ausgezeichneten Unternehmenskultur widerspiegelnde gute Betriebsklima bei. Erfreulich entwickelte sich darum der Eigenlagerumsatz, der um über 10% auf CHF 111 Mio. gestiegen ist. Im angestammten Bäckersegment stieg der Eigenlagerumsatz um CHF 15 Mio. auf CHF 342 Mio. Dies trotz der wiederum gesunkenen Anzahl Genossenschafter der Pistor Holding (-2,3%).

Kühlhaus erweitert

Das Sortiment konnte 2005 weiter auf rund 7’500 Artikel ausgebaut werden. Nach Vollendung der Kühlhauserweiterung sind im Tiefkühl- und Kühlbereich neue Produkte dazu gekommen. Ebenfalls neu in Betrieb genommen wurde auf dem angrenzenden Areal die Leergebindeaufbereitung. Die gereinigten Rollbehälter und Kisten gelangen nun über eine Passerelle aus der modern ausgebauten Werkhalle zurück in den Rüstprozess im Hauptlager. Damit können die laufend steigenden Hygieneanforderungen noch besser erfüllt werden.

Im vergangenen Jahr setzte Pistor mit Produktinnovationen und Verkaufsförderungsaktivitäten einen Schwerpunkt bei der Profilierung der gewerblichen Bäckereien als moderne, lokal verankerte Verpflegungsbetriebe. Mit der Imagekampagne „Gutes besser…vom regionalen Beck“ wurde diese Botschaft auf verschiedenste Weise kommuniziert: Von Konsumentenbroschüren über Verpackungsmaterialien bis hin zur Beschriftung von Pistor-Lastwagen und mit einer nationalen TV-Kampagne. Pistor macht 2006 erstmals in der 90-jährigen Geschichte Konsumentenwerbung zugunsten der Bäckerschaft. Die Kampagne kommt auch in der Gastronomie als Türöffner für die regionalen Bäcker zum Einsatz.

Tochterfirmen behaupten sich erfolgreich

Auch die übrigen Tochterfirmen haben 2005 trotz des schwierigen Marktumfeldes gut abgeschlossen:
Die Förderung von Jung- und Neuunternehmern stellte 2005 für die Proback AG einen Schwerpunkt dar. Die von der Pistor finanzierte Dienstleistung „Start up“ fand in der Deutsch- und Westschweiz regen Zuspruch. Auch die übrigen Dienstleistungen und Seminare wurden rege genutzt. Dank vermehrter Eigenleistung fiel der Betriebsaufwand geringer aus. Unter anderem aufgrund dieser Reduktion konnte der Leistungsbeitrag der Pistor gegenüber dem Vorjahr auf CHF 420’000 reduziert werden.

Das Rohstoff-Handelsunternehmen Fairtrade SA erarbeitete trotz Turbulenzen auf dem Haselnuss- und Mandelmarkt ein gutes Resultat. Die gesteckten Ziele wurden erreicht. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Bruttogewinn um +5% und der Umsatz wegen der hohen Preise sogar um +23,8%.

Nach dem Teilverkauf der Pitec AG an die Kolb GesmbH im September 2004 stand das letzte Jahr im Zeichen der Positionierung als Gesamtanbieter der Schweiz mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis. Dank des gemeinsamen Einkaufs innerhalb der Kolb-Gruppe konnten viele Produkte zu attraktiven Bedingungen angeboten werden. Nach der Hochwasserkatastrophe im August zählten viele betroffene Bäckereibetriebe auf die schnelle und kompetente Hilfe von Pitec. Für das Geschäftsjahr 2005 resultierte ein Gesamtumsatz von CHF 29.5 Mio., was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von +22.0% entspricht.


Über Pistor

Pistor ist in der Schweiz das führende Handelsunternehmen für die Bäcker-Konditor-Confiseur-Branche und ein bedeutender Grosshändler im Gastronomiebereich. Sie wurde 1916 von Bäckern als Selbsthilfeorganisation zum Einkauf von Lebensmitteln gegründet und ist noch immer eine echte Genossenschaft.

Zur Pistor Holding gehören neben Pistor auch das Beratungsunternehmen Proback AG und das Rohstoffhandelsunternehmen Fairtrade SA. Beide sind 100-prozentige Tochterfirmen der Pistor Holding. An der mit Bäckereitechnik, Gerätschaften und Service operierenden Pitec AG (mit Sitz in Oberriet) ist die Pistor Holding mit 35 Prozent beteiligt. Die Firmengruppe beschäftigt rund 360 Mitarbeitende (ohne Pitec AG).

Pistor beliefert Standorte in der ganzen Schweiz und verfügt über eine leistungsstarke Logistik. Dank moderner 2-Zonen-Camions können tiefgekühlte, gekühlte und ungekühlte Artikel kombiniert ausgeliefert werden. Pistor-Kunden profitieren von einem umfassenden und spezialisierten Warensortiment mit über 7’000 Artikeln. Zudem stehen ihnen individuelle Dienstleistungen, wie Bestell- und Kontierungshilfen zur Verfügung. (Medienmitteilung Pistor)