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Rekord beim Schweizer Käsekonsum

Der Schweizer Käsekonsum stieg auf fast 20 kg pro Jahr. Am beliebtesten sind Firschkäse und Halbhartkäse. Schweizer Käse legte stark zu und erreichte fast 80 Prozent Anteil.

von Foodaktuell Importer

Der Käsekonsum stieg im letzten Jahr auf den Rekord von 149’991 Tonnen bzw 19,74 Kilo pro Kopf. Der Absatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 1015 Tonnen. Vor allem Schweizer Käse wurde mehr gekauft, wie die Käseorganisation Schweiz (KOS) mitteilte. Zu fast vier Fünftel (79 Prozent) stammte der verzehrte Käse aus Schweizer Produktion, der Rest wurde importiert.

Am liebsten ass die Schweizer Bevölkerung im letzten Jahr Frischkäse, etwa Mozzarella, Quark und Mascarpone (6,34 Kilogramm pro Kopf). Weiter wurden 5,59 Kilogramm Halbhartkäse wie Appenzeller, Tilsiter und Raclette verzehrt und 3,54 Kilogramm Hartkäse. Unter diese Kategorie fallen Gruyère und Emmentaler.

Deutlich weniger begehrt sind Weichkäse. Pro Kopf wurden 1,72 Kilogramm konsumiert. Schmelzkäse und und Fertig-Fondue wurden 1,53 Kilogramm verkauft. Produkte aus Schaf- und Ziegenmilch spielten mit einem Pro-Kopf-Absatz von 0,12 Kilogramm im Schweizer Käsemarkt lediglich eine marginale Rolle.

Käse wird gemäss den Erhebungen der KOS als Nahrungsmittel immer beliebter. Seit 2001 stieg der Absatz um insgesamt 2,4 Prozent (3456 Tonnen). Überproportional zugenommen habe mit einem Anstieg von 3’189 Tonnen der Absatz von Schweizer Käse. (Quelle: KOS, LID)

1300 Tonnen mehr Käse exportiert

Im Jahr 2005 wurden total 56 940 Tonnen Käse exportiert, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Importe nahmen um 47 Tonnen (0,15 Prozent) auf 31 508 Tonnen zu, wie die Käseorganisation Schweiz KOS mitteilt. Sie stützt sich dabei auf die neusten Zahlen der TSM Treuhand GmbH, Bern.

Im letzten Jahr exportierte die Schweiz 56 940 Tonnen Käse, Schmelzkäse und Fertigfondue. Das bedeutet zum Vorjahr eine Steigerung von 1328 Tonnen. Das vergangene Jahr kann somit gesamthaft als gut betrachtet werden. Insbesondere wurde die Ausfuhr von Halbhartkäse um 1246 Tonnen (+16,2%) gesteigert. Darunter erzielten Appenzeller mit 544 Tonnen (+11,0%) und die „kleineren“ Halbhartkäse- Spezialitäten mit 374 Tonnen (+68.1%) die grössten Mengensteigerungen.

Auch Vacherin Fribourgeois AOC, Tête de Moine AOC und Raclette legten zwischen 12,7% und 18.3% zu. Eine Steigerung um rund 321 Tonnen (+3,1%) erreichte Le Gruyère AOC, ein Hartkäse der immer mehr Liebhaber im Ausland findet. Deutlich gesteigert wurde auch der Export von Fertigfondue mit einem Plus von 806 Tonnen (+17,1%) auf 5518 Tonnen.

Beim Export von Emmentaler Switzerland wurde erstmals der Switzerland Swiss (1322 Tonen) in einer anderen Kategorie ausgewiesen. Somit sind die Zahlen mit dem Vor-jahr nicht mehr vergleichbar. Rückgänge im Export mussten vor allem bei Schmelzkäse und bei Sbrinz AOC hingenommen werden. Die Hauptexportländer sind Italien, Deutschland, Frankreich und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Importe von Käse und Schmelzkäse nahmen um 47 Tonnen (0,15%) auf 31 508 Tonnen zu. Mengenmässig haben die Einfuhren vor allem bei Grosslochkäse, «andere Hartkäse» und «andere Frischkäse» zugenommen. Dagegen sanken die Importe von Mozzarella (–713 Tonnen) und bei verschiedenen Halbhartkäsesorten. Bei der in der Rubrik „Andere“ der Kategorien Hart-, Halbhart- und Frischkäse handelt es sich meist um preisgünstige Industrieware, welche in den Grossverbraucherund Industriesektor fliesst. (Medienmitteilung KOS)