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«Gastronomie-Oscars» verliehen

Gastro-Preise für Verdienste in Gastronomie und Tourismus gingen an: Rolf Beeler, Margriet und Peter Schnaibel, Philippe Chevrier und Urs Wandeler.

von Foodaktuell Importer

Anlässlich der Gala vom 26. August im Zürcher Opernhaus, setzen die Edition Salz&Pfeffer und GastroSuisse ihre Pfefferzeichen und zeichnen fünf Preisträger für ihre hervorragenden Verdienste in und um Gastronomie und Tourismus aus (Bild).

Der Mutmacherpreis für mutige Ideen und deren Umsetzung wurde verliehen an den Aargauer Maître Fromager Rolf Beeler: Rolf Beeler versteht nichts von Käse; er versteht den Käse. Im neuen Buch «Cheese – a connaisseurs guide to the world’s best» des Käse-Doyen Max Calman figurieren denn auch 17 seiner Käse unter den dreissig besten.

Der Tourismuspreis für hervorragende Leistungen im Tourismus wurde verliehen an Maria und Felix Dietrich-Kienberger und Urs Kienberger vom Hotel Waldhaus in Sils-Maria: Grosse Geister aus Kunst, Kultur und Literatur trafen und treffen sich im Hotel Waldhaus, das seit vier Generationen fest in Familienbesitz ist. Schon ein Blick auf ein Foto des Waldhauses, so wird gesagt, reiche, um Jahre lang davon zu träumen, eines Tages eine Nacht dort zu verbringen.

Der GastroSuisse-Preis für einen rundum gut geführten Gastrobetrieb wurde verliehen an Margriet und Peter Schnaibel vom Restaurant Taggenberg in Winterthur: 2003 schlug das Schicksal die Familie Schnaibel mit aller Härte. Bei einem Autounfall brach sich Margriet Schnaibel den Rücken, danach wollte die Stadt Winterthur den Taggenberg verkaufen und den Schnaibels fehlten 200’000 Franken.

Dass Stammgäste innerhalb von 36 Stunden 20 zinslose Privatdarlehen à je 10’000 Franken spendeten, spricht für die ausserordentliche Leistung der Schnaibels, die 2005 von Gault Millau verdient zu den Aufsteigern des Jahres gewählt wurden.

Der Salz&Pfeffer-Preis für hervorragende Leistungen in Küche und Service wurde verliehen an Sternekoch Philippe Chevrier von der Domaine de Châteauvieux in Satigny, Genf. Künstler sind selten Unternehmer. Philippe Chevrier ist eine der seltenen Ausnahmen. Nebst seinem Châteauvieux unterhält Chevrier noch zwei Bistros, ein Event-Catering und eine Delikatessen-Boutique. Trotz dieser Betriebsamkeit hält er sich auf höchstem Kochniveau.

Der Zukunftsträger-Preis für hervorragende Leistungen in der Nachwuchsförderung wurde verliehen an Urs Wandeler vom Hotel-Restaurant Schönbühl im Berner Oberländischen Hilterfingen. Ein guter Lehrling will geschubst werden. Hinein in den Beruf, in das Wissen, in die Begeisterung. Die besten Ausbildner sind die Schubser. Urs Wandeler ist so einer.

Die Laudatio für Urs Wandeler wurde gehalten von Louis Bischofberger vom Kreuz Egerkingen, dem vorjährigen Preisträger. Der Zukunftsträger-Preis mit einer Preissumme von 10’000 Franken wurde von Bischofszell Culinarium gestiftet und verliehen. Eine exklusive Jury unter dem Vorsitz von Kochverbandspräsident Georges Knecht bestimmte den Preisträger.

Namhaft ist die Jury, welche die Preisträger auserkoren hat:
André Jaeger, Kochkünstler der Fischerzunft Schaffhausen;
Peter Roth, Chef de Bar in der Kronenhalle Zürich;
Medienberater Medard Meier;
Heinz Witschi, Kochvirtuose in Witschi’s Restaurant Unterengstringen;
Hans Peter König, Verwaltungsrat der Horego AG,
Ellen Gesess, Assist. Vice-President Marketing Credit Suisse Financial Services;
Ursula Klein vom gleichnamigen Verlag Klein Report;
Barbara Schneider, Vorstandsmitglied GastroSuisse
Romeo Brodmann, Geschäftsführer und Verlagsleiter der Edition Salz&Pfeffer AG.

Durch die Preisverleihung führte Radio- und Fernsehmann Röbi Koller unterstützt durch das Komiker-Duo Lapsus mit ihren nicht alltäglichen Filmportraits der Preisträger und einem fulminanten Schlussbouquet. Umrahmt wurde der Anlass von einer kulturellen Feier mit illustren Gästen aus Politik, Medien, Tourismus und Gastronomie. Neben der Aufführung des «Heiteren Mozart» durch das Opernhausorchester, rundete Tenor Erkan Aki das Programm ab. (Medienmitteilung und Bild: GastroSuisse und Salz+Pfeffer)