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Nur noch grossfruchtige Zwetschgen

von Foodaktuell Importer


Eine Woche später als im letzten Jahr hat die inländische Zwetschgensaison begonnen.

Die
Schweizer Produzenten erwarten eine sehr gute Ernte von über 3000 Tonnen
Tafelzwetschgen. Damit liegt die Ernteprognose höher als im Vorjahr und etwa auf dem
Niveau der Jahre 2003 und 2004. Die Haupternte beginnt in diesen Tagen. Dank einer guten
Erntestaffelung sind Schweizer Zwetschgen bis Anfang Oktober erhältlich.

In den letzten Jahren hat eine deutliche Verschiebung zu Gunsten der grossfruchtigen
Sorten stattgefunden. Im Gegensatz zu früheren Jahren sind heute nur noch Sorten im
Durchmesser von mehr als 33 mm erhältlich. Darunter befinden sich die neu angebauten
Sorten wie Tegera, Cacaks Schöne, Felsina, Hanita oder Elena. Hier sehen die
Ernteprognosen sehr gut aus. Aber auch der Ertrag der Sorte Fellenberg dürfte in dieser
Saison wieder gut ausfallen.

Die Fellenberg-Zwetschge gilt wegen ihres attraktiven
Aussehens und dem sehr guten Geschmack als Königin unter den Zwetschgen. Etwa die
Hälfte der gehandelten Zwetschgen fällt auf diese Sorte.

Die wichtigsten Produktionsgebiete sind die Nordwestschweiz, die Ostschweiz und das
Waadtland. Kleinere Mengen reifen in praktisch allen Gebieten der Schweiz. Während die
meisten Fellenberg in den Kantonen St. Gallen und Thurgau gehandelt werden, ist die
Nordwestschweiz die wichtigste Region für die übrigen Tafelzwetschgen.

Pro Jahr essen die Schweizer durchschnittlich etwa 1 Kilogramm der mit 50 – 60 Kilokalorien
(je nach Sorte) sehr energiearmen Frucht. Zwetschgen enthalten viel Fruchtzucker, sind sehr
bekömmlich und eignen sich, nebst dem Frischkonsum, hervorragend zum Dörren, für
Kuchen oder Kompott. Neben Mineralstoffen und organischen Säuren liefert die Zwetschge
auch die Vitamine B, C und E. Sie reinigen zudem den Darm und helfen als mildes
Abführmittel bei Verstopfung.

Kleine Warenkunde

Was ist der Unterschied zwischen einer Zwetschge und einer Pflaume? Bei vielen Sorten ist
eine eindeutige Unterscheidung gar nicht möglich, da es sich um Kreuzungsprodukte
zwischen Sorten beider Gruppen handelt. Alle Sorten unterscheiden sich in Grösse, Farbe,
Form, Steinlösbarkeit, Konsistenz, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit. Allgemein gilt:

Zwetschgen sind länglich-oval, etwas plattrund mit spitzem Ende. Sie sind meist ohne
Furche mit nur schwacher Bauchnaht, überwiegend blauviolett, im Fruchtfleisch grüngelb,
saftig, süss, aromatisch und steinlösend. Der Stein ist länglich, flach und beiderseits
zugespitzt. Der überwiegende Teil der inländischen Produktion fällt auf diese Gruppe.

Pflaumen sind rundliche bis ovale Früchte mit einer ausgeprägten Längsnaht und rundlich
bauchigem Stein. Das Fruchtfleisch ist grünlich gelb bis goldgelb, weich, sehr saftig, süss,
aber nicht immer steinlösend. Wegen ihrer hohen Standortansprüche (Boden, Klima) wird
diese Gruppe in der Schweiz wenig angebaut.

Mirabellen sind gelb bis goldgelb, oft rot punktiert. Das Fruchtfleisch ist fest, grünlich gelb
bis orangegelb, süss, aromatisch und gut steinlösend. Sie werden seit 4 Jahren wieder
vermehrt angebaut, vor allem die neuen grossfruchtigen Sorten Bellamira und Miragrande.

Die Europäische Pflaume ist wahrscheinlich in der Region zwischen Kaukasus und
Altaigebirge entstanden. Heute wird sie in allen Erdteilen kultiviert. China ist mit Abstand der
grösste Produzent, gefolgt von Deutschland, Serbien/Montenegro und Rumänien. (Medienmitteilung SOV)