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AOC-Produkte an der «Woche der Genüsse»

AOC-IGP-Produkte kombinieren Swissness und Tradition par excellence

von Foodaktuell Importer


Die Schweizerische Vereinigung zur Förderung der Herkunftsgarantien AOC-IGP ist dieses Jahr zum vierten Mal Partner der Association pour la promotion du Goût.

An zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der „Woche der Genüsse“ vom 14. bis 24. September können Sie die typisch Schweizerischen Spezialitäten mit einer AOC oder IGP näher kennen lernen. Sie schauen einem Käsermeister über die Schulter und erleben mit, wie sich die Milch zu einem AOC-Käse verwandelt, oder Sie staunen über die Kreativität von Köchen, welche aus den traditionsreichen AOC-IGP-Produkten „Haute Cuisine“-Köstlichkeiten zaubern.

Die Schweiz hat eine riesige Palette von traditionellen Spezialitäten, welche durch ihren Namen, aber auch im Bewusstsein des Konsumenten fest mit ihrer Ursprungsregion verbunden sind.

Wer denkt nicht an die grünen, saftigen Weiden des Freiburger Landes, wenn er in ein Stück Gruyère AOC beisst, oder an rot-weisse Kühe vor dem Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau, wenn er „Berner Alpkäse AOC“ hört?

Bild: Demonstration der Greyerzer-Herstellung an der Goût & Terroir-Messe in Bulle (dieses Jahr im November)


AOC-IGP: Swissness und Tradition par excellence

20 traditionelle Schweizer Spezialitäten tragen bisher das offizielle Gütezeichen „AOC“ oder „IGP“. Diese Köstlichkeiten – sei es Käse, Charcuterie, Getreideprodukte, Gemüse (Bild: Kardygemüse aus Genf) und Frucht-Schnäpse – werden alle in ihrer Heimatregion – ihrem „Terroir“ – hergestellt, nach althergebrachtem Rezept und dem traditionellem Savoir-Faire der Bäckermeister, Käser und Metzger.

Wussten Sie, dass die Kühe, welche die Milch für einen AOC-Käse liefern, keine Silage (konserviertes Grünfutter) zum Fressen erhalten sondern Gras und Heu?
Die Gütezeichen AOC-IGP garantieren dem Konsumenten aber nicht nur höchste Qualität, und Sicherheit, sondern auch Genuss.

Die AOC-IGP-Kontrolleure bewerten nämlich auch die geschmacklichen Eigenschaften. Nur ein Produkt, welches die strengen Kriterien der Kontrolleure erfüllt, darf das AOC- oder IGP-Logo tragen.

An der «Woche der Genüsse» haben Sie die Gelegenheit an vielen Veranstaltungen AOC- und IGP-Produkte zu entdecken und geniessen. Helfen Sie also mit, der Globalisierung des Geschmacks ein Schnippchen zu schlagen.

AOC-IGP – kurz erklärt:

AOC =Appellation d’origine contrôlée oder Geschützte Ursprungsbezeichnug (GUB)

IGP = Indication géographique protégée oder Geschützte geografische Angabe (GGA)

Die Logos AOC-IGP versprechen dem Konsumenten:

traditionelle Herstellung im Ursprungsgebiet der Spezialität

Bezug zum “Terroir” und Typizität

lückenlose Rückverfolgbarkeit

strenge, zertifizierte Kontrollen – von der Fütterung bis zur Etikettierung

Genossenschaftliche Organisation, welche die ganze Verarbeitungskette verbindet

Bei einem AOC-Produkt müssen alle Verarbeitungsschritte gemäss einem Pflichtenheft in seiner Ursprungs-Region durchgeführt werden. Das Produkt muss einen historischen Bezug zum „Terroir“ haben und nach althergebrachtem Wissen verarbeitet werden. Beim Käse wird also die Milch in der Region gemolken, und die Verkäsung und die Pflege des Käses bis zur Reife findet in dieser Region statt.

L’Etivaz, ein würziger Halbhartkäse aus dem gleichnamigen Waadtländerdorf, war das erste Schweizer AOC-Produkt (abgesehen vom Wein)

Im Gegensatz zum AOC darf bei einem IGP-Produkt eine Stufe ausserhalb der Ursprungs-Region statt finden. So ist es bei Fleischspezialitäten oft unmöglich, genügend Fleisch aus der Region zu erhalten, da aus ökonomischen, hygienischen und tierschützerischen Gründen die Schlachtung und Fleischzerlegung in wenigen zentralen und modernsten Schlachthöfen erfolgt.

Daher sind viele Fleischspezialitäten mit einem IGP geschützt. Ansonsten erfüllt ein IGP-Produkt die gleichen, strengen Anforderungen wie ein AOC, was traditionelle Verarbeitung, historischer Bezug zum « Terroir » und unvergleichlicher Geschmack und Qualität angeht. (Medienmitteilung AOC-IGP-Vereinigung)

Bündnerfleisch ist ein Beispiel für IGP (das Rindfleisch kann aus andern Kantonen oder importiert sein).

Bild: Produkt von Peduzzi, Marke «Natura».

AOC und IGP sind offizielle Qualitätszeichen des Bundes. Beide sind zertifiziert durch eine akkreditierte Stelle (z.B. ProCert). Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW führt das AOC-IGP-Register der Schweiz.

Anerkannte Ursprungs-Bezeichnungen: aktueller Stand

Apricotine / Eau-de-vie d’abricot du Valais
Berner Alpkäse / Berner Hobelkäse
Bündnerfleisch
Cardon épineux genevois (Kardy)
Eau-de-vie de poire du Valais
Formaggio d’alpe ticinese
L’Etivaz
Gruyère
Munder Safran
Rheintaler Ribel
Saucisse d’Ajoie
Saucisson neuchâtelois / Saucisse neuchâteloise
Saucisson vaudois
Saucisse aux choux vaudoise
Sbrinz
Tête-de-Moine
Vacherin fribourgeois
Vacherin Mont-d’Or
Walliser Trockenfleisch
Walliser Roggenbrot

Weiterlesen:

Goût & Terroir-Messe in Bulle im November 2006

Woche der Genüsse startbereit (Vorschau)