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Regionale Herkunfts-Konzepte haben Erfolg

"Aus der Region für die Region" findet bei Nahrungsmitteln auch in Deutschland immer mehr Anklang. Regionales vermittelt Heimat, Transparenz und kurze Transportwege.

von Foodaktuell Importer

“Aus der Region für die Region” findet beim Einkauf von Nahrungsmitteln auch in Deutschland immer mehr Anklang. Regionales liege im Trend und vermittle ein Stück Heimatgefühl in einer immer weniger durchschaubaren Welt, berichtet der deutsche Landvolk-Pressedienste LPD.

Die niedersächsische Land- und Ernährungswirtschaft habe diese Chance erkannt und genutzt. Derzeit seien 82 regionale Vermarktungsinitiativen zwischen Harz und Nordsee tätig, die Hälfte von ihnen immerhin mit Umsätzen von mehr als 200’000 Euro.

Erfolgreiche Beispiele seien unter anderem die bereits seit einigen Jahren etablierten “Ochsenwochen” in der Wesermarsch und analog dazu die “Lammwochen”, in denen Restaurants der Region Spezialitäten aus Ochsen- oder Lammfleisch auf die Speisekarte setzten, oder die “Iseland” mit ihrer Fleischvermarktung im Raum Gifhorn.

Als Bundesland, in dem mehr Nahrungsmittel produziert als verbraucht werde, könne Niedersachsen aber nicht nur den Weg der Regionalvermarktung gehen, stellte der klar.

Vielmehr müsse sich die Ernährungswirtschaft auch auf anderen Märkten positionieren und dürfe den Weltmarkt nicht aus den Augen verlieren. Auch bei den führenden Entscheidungsträgern der Ernährungswirtschaft habe die Regionalität nicht die höchste Priorität.

Gleichwohl spiele die regionale Vermarktung eine wichtige Rolle. Die nachvollziehbare Herkunft bringe ein hohes Mass an Transparenz und schaffe Vertrauen; kurze Transportwege böten zudem ökologische Vorteile.

Schliesslich trage Regionalität in besonderem Masse dazu bei, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft im ländlichen Raum zu erhalten und zu schaffen. Und nicht zuletzt könnten bekannte regionale Spezialitäten auch “Botschafter der Region” nach aussen sein, was insbesondere für Feriengebiete gelte. (Quelle: LPD, LID)