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Coop lanciert Bergprodukt-Label «Pro Montagna»

Coop lanciert ein «echtes Schweizer Bergprodukt-Label», das nicht nur die Produktion, sondern auch die Verarbeitung in den Bergregionen garantiert.

von Foodaktuell Importer

Im Gegensatz zur Heidi-Linie von der Migros erhalten die Bergbauern für «Pro Montagna»-Produkte von Coop mehr Geld und Unterstützung für Projekte in der Bergregion.

Mit Pro Montagna lanciert Coop «die erste echte Bergprodukt-Linie der Schweiz, denn dieses Label garantiert nicht nur die Produktion, sondern auch die Verarbeitung und die Veredlung in den Bergregionen», schreibt Coop heute in einer Medienmitteilung. Nur so können dringend benötigte Arbeitsplätze in Bergmolkereien und -käsereien gesichert und diese wirtschaftlich benachteiligten Regionen nachhaltig unterstützt werden.

Zudem gibt Coop einen Teil des Verkaufspreises an die Coop Patenschaft für Berggebiete ab – diese unterstützt seit 65 Jahren Projekte zugunsten der Bergbevölkerung.
Ob konventionell oder biologisch hergestellt, Pro Montagna-Produkte bieten echten Nutzen und Mehrwert für alle.

Coop bringt Swissness aus den Bergen in die Läden: Pro Montagna heisst das neue Label bei Coop. Pro Montagna beinhaltet originale Produkte von Schweizer Bergbauern. Coop will damit die Wirtschaftsregion in den Schweizer Bergen stärken. Weiter sollen Tradition und Verarbeitungsstrukturen wie zum Beispiel Berg- und Alpkäsereien sowie weitere handwerkliche Familien- und Kleinbetriebe erhalten und Arbeitsplätze gesichert werden. Dadurch bleibt die Wertschöpfung in der Schweizer Bergregion.

Für die Pro Montagna-Produkte gelten folgende Anforderungen: Sie müssen aus den Schweizer Berggebieten (Bergzone 1 – 4 gemäss Landwirtschaftlicher Zonenverordnung) stammen. Das heisst, die Aufzucht der Tiere erfolgt in der Bergregion, Pflanzen müssen dort angebaut werden.

Ebenso findet die Verarbeitung der Rohstoffe (z. B. Fleischtrocknerei) in der Bergregion statt. Für die einzelnen Produkte heisst dies: Produkte aus nur einem Rohstoff (z. B. Milch) müssen zu 100 Prozent aus den Bergzonen 1 – 4 stammen. Bei zusammen gesetzten Produkten wie etwa einem Joghurt stammen die Hauptrohstoffe aus der Bergregion.

Coop startet mit 23 Artikeln, davon 6 in Bio-Qualität.

Sortimentsschwerpunkte werden primär Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Käse, Butter, Fleisch, Fleischwaren, Tee sowie Blumen und Pflanzen sein. Die Linie soll bis Ende Jahr 40 bis 50 Artikel umfassen. Zu den nächste Woche eingeführten Artikeln gehören unter anderem 4 Bergjoghurts. Diese werden in Bever, in der höchstgelegenen Molkerei Europas (1’700 m ü. M.), hergestellt.

Ein anderes Produkt ist der Bio Bregaglia Bergkäse, der in der einzigen Bergeller Käserei produziert wird und die Pro Montagna-Bergbutter kommt aus einer kleinen Molkerei auf den Jurahöhen bei Saint-Imier auf knapp 1’000 m ü. M.

Engagement für Bergregionen

Pro Montagna-Produkte unterstützen auch Projekte in den Bergregionen. Denn von jedem verkauften Pro Montagna-Produkt geht ein Teil des Verkaufspreises an die Coop Patenschaft für Berggebiete. Coop rechnet mit zusätzlichen Mitteln im Betrag von etwa 500’000 Franken im 1. Jahr zugunsten dieser Non-Profit-Organisation.

Das Hilfswerk setzt sich seit 65 Jahren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bergbevölkerung ein. Die Verwaltungskosten werden von Coop getragen, so dass jeder gespendete Franken vollumfänglich der Bergbevölkerung zugute kommt. Unterstützt werden Projekte mit Zukunftsperspektiven, welche die Bergbauern wegen ihrer knappen Ertragslage nicht vollständig selbst bezahlen können. (Medienmitteilung Coop)

Lob vom Bauernverband

Bauernpräsident Hansjörg Walter findet lobende Worte: “Pro Montagna von Coop ist aus meiner Sicht ein sehr positives Projekt, weil es einer benachteiligten Region neue Chancen auf und neben dem Markt bietet.” Er mache sich aber keine Illusionen: Coop wolle mit Pro Montagna nicht zuletzt auch Image-Superpunkte sammeln und sich profilieren. Er hoffe, dass das Projekt den Erfolg haben werde, den es verdiene und dass es “über lange Zeit Bestand hat.” (Quelle: LID)

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