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Natura-Beef im Aufwind

Bei Natura-Beef zeigt sich ein positiver Trend: Coop hat die Bestellmenge aufgestockt.

von Foodaktuell Importer

Coop erhöhte fürs laufende Jahr die Naturabeef-Bestellmenge um zehn Prozent auf 30’000 Tiere, wie die Schweizerische Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH) mitteilte. Damit einher gehe auch eine Produktionserweiterung. Die SVAMH hat rund 200 Betriebe aus den Reihen ihrer Mitglieder neu ins Programm aufgenommen, welche die hohen Anforderungen bezüglich Genetik, Haltung, Fütterung und Rückverfolgbarkeit erfüllen.

Für das Coop-Label Naturafarm, das künftig für tierische Produkte aus tierfreundlicher Auslaufhaltung aber ohne Bio-Knospe steht, haben SVAMH und Coop in Zusammenarbeit mit Bell und dem Viehhändler Vianco das Projekt “Kalbfleisch aus Mutterkuhhaltung” gegründet.

Das zwei Jahre laufende Projekt, finanziert mit Mitteln aus dem Coop Naturaplan Fonds, strebt eine Verbesserung der Schlachtkörper- und Fleischqualität und eine Minimierung des Tierarzneimittel-Einsatzes an. Die Voraussetzungen sind laut SVAMH mit der Fleischrassengenetik sowie der Ausmast auf dem Geburtsbetrieb vielversprechend und sollen Gründlandbetrieben neue Produktionschancen bieten.

Über Natura-Beef

Natura-Beef ist ein Markenfleischprogramm der Schweizerischen Vereinigung der Ammen- und Mutterkuhhalter (SVAMH) und Fleisch von Kälbern aus der Mutterkuhhaltung. Neben strengen Qualitätsanforderungen an das Fleisch, zeichnet sich das Programm durch umfangreiche Haltungs- und Fütterungsbestimmungen im Sinne einer naturnahen und tierfreundlichen Fleischproduktion aus. Die natürliche Haltung und Fütterung macht Natura-Beef zart und aromatisch!

Die Kälber bleiben im Stall und auf der Weide mit ihren Müttern (oder Ammen) zusammen. Freilandhaltung mit Sommerweide und Winterauslauf, sowie eingestreute Liegeflächen, sind Voraussetzung. Die Tiere nutzen Wiesen und Weiden auf extensive Weise. Die Kälber werden direkt nach dem Absetzen im Alter von 10 Monaten geschlachtet.

Die Fütterung besteht vorwiegend aus Muttermilch, später auch aus Gras und Heu. In 10 Monaten trinkt das Kalb rund 3000 bis 4000 Liter Muttermilch. Der Einsatz von wachstumsfördernden Zusatzstoffen, tierischen Eiweissen oder Fetten und gentechnisch veränderten Futtermitteln ist verboten. Die Betriebe stehen unter ständiger Kontrolle einer durch die SVAMH beauftragten Organisation.

Die Mutterkuhhaltung ist die Urform und weltweit die verbreitetste Art der Fleischproduktion. Seit den 70-er Jahren wächst das Interesse an der Mutterkuhhaltung in der Schweiz stetig an. Trotz der grossen Zahl an neuen Betrieben nimmt die Mutterkuhhaltung mit einem Anteil von ca. zehn Prozent des Rindviehbestandes bei uns einen kleinen Stellenwert ein. (Quelle: SVAMH)

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