Datum:

KURZNEWS 30. Mai 2007

von Foodaktuell Importer


Datum: 30.5.2007

Forschungsprojekte zur Gentechnik vergeben

(lid) – Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat im Rahmen eines nationalen Forschungsprogramms 27 Forschungsprojekte rund um die Gentechnik bewilligt, für die 12 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Mit dem Forschungsprogramm sollen Anwendungsmöglichkeiten von gentechnisch veränderten Pflanzen untersucht werden, die mit der Schweizer Landwirtschafts- und Umweltpolitik vereinbar seien. Zudem solle der rechtliche und administrative Rahmen in der Schweiz beurteilt werden. Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) würden weltweit bereits kommerziell genutzt, der heutige Wissensstand über Nutzen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen sei beträchtlich, schreibt der SNF in einer Medienmitteilung vom Mittwoch, 30. Mai 2007.

Dennoch seien viele Aspekte noch nicht geklärt. Dazu gehöre beispielsweise die Frage des Nebeneinanders von gentechnisch veränderten und konventionellen Pflanzen. Der Nutzen von GVO in der Schweiz sei umstritten und es bestünden Bedenken wegen möglicher Risiken für die Umwelt, schreibt der SNF weiter. Das nationale Forschungsprogramm dauert vier Jahre, 2011 werden die Projekte abgeschlossen sein. Bis Ende 2009 sollten wesentliche Zwischenergebnisse vorliegen.

Auswahl der Forschungsprojekte wird kritisiert

(lid) – Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) kritisiert die Auswahl der Forschungsprojekte, um die Nutzen und die Risiken der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen abzuklären. Das Hauptprojekt ziele an den Forschungsbedürfnissen der Schweizer Landwirtschaft vorbei, schreibt die SAG in einer Medienmitteilung vom Donnerstag, 30. Mai 2007.

Insbesondere kritisiert die SAG ein Projekt der ETH und der Universität Zürich, welches gentechnisch veränderten Weizen untersucht, um die Mehltau-Resistenz zu verbessern. Die geplanten Freisetzungsversuche mit Weizen würden nicht die drängenden Fragen der Schweizer Landwirtschaft entsprechen, schreibt die SAG. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) will die Auswahl der Forschungsprojekte noch nicht beurteilen. Um zu klären, ob die offenen Fragen der Schweizerischen Landwirtschaft beantworten werden können, will er die Projekte in den nächsten Monaten überprüfen.


30.05.2007 – Fenaco: Schlechtes Wetter drückt auf Umsatz

(lid) – Die Fenaco-Gruppe hat 2006 den Umsatz um acht Prozent auf 4,75 Milliarden Franken gesteigert. Die Umsätze entwickelten sich in allen Geschäftsfeldern positiv. Das schlechte Wetter im vergangenen Geschäftsjahr drückte den Umsatz im Agrarbereich, schreibt die Fenaco in ihrem Geschäftsbericht. Zusammen mit den Preissenkungen für Produktionsmittel fiel das Umsatzplus in diesem Segment mit 3 Prozent (1,3 Mio. Franken) bescheiden aus. Beim Detailhandel mit den Verkaufskanälen Volg und Landi konnte die Fenaco den Umsatz um über 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Franken steigern. Mit 1 Mrd. Franken realisierte die Fenaco 2006 über einen Fünftel des Gesamtumsatzes mit dem Verkauf von Brenn- und Treibstoffen unter der Marke “Agrola”.

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Datum: 29.05.2007

Migros senkt Fleisch-Preise

(Die Migros reduziert ab dem 29. Mai 2007 beim Frischfleisch die Preise. M-Budget Pouletschenkel beispielsweise kosten pro Kilogramm neu 15 statt 16 Franken, M-Budget Hinterschinken 19 statt 23 Franken. Auch in Zukunft wolle man regelmässig Preissenkungen anbieten, die noch deutlicher ausfallen als bisher, teilt der Grossverteiler mit.

Die Preissenkungen seien möglich, weil die Migros bei der Verpackung und der Logistik Kosten einsparen könne. So werde das günstige Frischfleisch teilweise in grösseren Einzelportionen angeboten. Die Preisabschläge hätten weder Einfluss auf die Fleischqualität noch auf das Tierwohl, heisst es weiter. Dank der genauen Deklaration können sie bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Bei allen Frischfleisch-Positionen handle es sich um Schweizer Fleisch. (LID, 29.5.07)

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Datum: 25. Mai 2007

Bio Suisse lässt mehrere Zertifizierer zu

(lid) – Das Institut für Marktökologie (IMO) wird ab dem nächsten Jahr nicht mehr nur als Kontroll-, sondern auch als Zertifizierungsstelle für das Bio-Suisse-Label zugelassen. Bis vor kurzem war es bio.inspecta als einzige Firma erlaubt, Knospe-Betriebe zu zertifizieren. Nun können Knospe-Betriebe zwischen mehreren Zertifizierungsstellen wählen. Damit soll die Qualität der Schweizer Biolandwirtschaft gesteigert werden. Zudem sollen durch effiziente Kontrollen die Kosten gesenkt werden können, schreibt das IMO in einer Medienmitteilung vom Freitag, 25. Mai 2007.

Seit 20 Jahren ist IMO als Zertifizierer von Herstellern und Produkten umweltfreundlicher und sozial verantwortlicher Produktion in der Schweiz und weltweit tätig. Neben den bekannten Richtlinien im Bereich der Bioprodukte und der Lebensmittelsicherheit zertifiziert IMO auch Projekte für nachhaltige Fischerei und Forstwirtschaft. (25. Mai 2007)

Obstbauern sind gegen Agrarfreihandel

Die Schweizer Obstproduzenten und Obstverarbeiter lehnen ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU ab, bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben. “Falls der Bundesrat ein solches Abkommen beschliesst, müssen wir mit einem Preiszerfall von mindestens 50 Prozent rechnen”, sagte Pius Jans, Präsident des Schweizerischen Obstverbands SOV an der heutigen Delegiertenversammlung in Yverdons-les-Bains. (Schweizerischer Obstverband, 25. Mai 2007)

Termin notieren: Wer macht was am FiBL?

Tag der Offenen Tür am FiBL am Sonntag, 19. August, 10 bis 17 Uhr: Am Sonntag, dem 19. August, öffnet das FiBL zusammen mit bio.inspecta, Agrofutura und IAVET in Frick seine Türen. Eingeladen sind Bäuerinnen und Bauern, Fachleute aus Handel und Verarbeitung, interessierte Konsumentinnen, Familien mit Kindern – kurz: alle Freundinnen und Freunde des Biolandbaus.

Internationaler Forschungstag am FiBL (Freitag, 17. August): Am 17. August präsentiert das FiBL mit einem “research day” seine Aktivitäten. Es werden aktuelle Ergebnisse vorgestellt und die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, mit den FiBL-Mitarbeitenden zu diskutieren. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Tagungssprache ist Englisch. (fibl.org, 25. Mai 2007)

Täglicher Kaffeekonsum senkt Gicht-Risiko

Der tägliche Konsum von Kaffee senkt das Risiko, an Gicht zu erkranken. Das haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Männer, die mindestens vier Tassen Kaffee pro Tag trinken, erkranken erheblich seltener an Gicht als Männer, die nie Kaffee trinken, ergab eine Umfrage unter 46.000 Männern. Bei einer Studie unter 14.000 Männern und Frauen kamen die Forscher zu einem ähnlichen Ergebnis. Der tägliche Kaffeekonsum senkt den Harnsäurespiegel im Blut, der in einem engen Zusammenhang mit Gichterkrankungen steht. (wissenschaft.de, 25. Mai 2007)

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Datum: bis 24. Mai 2007

Müllerei-Leader Groupe Minoteries leicht rückläufig

Die Groupe Minoteries SA meldet per 31. Dezember 2006 einen leicht rückläufigen Umsatz (-2.2%) von 123.7 Mio. Franken gegenüber
126.5 Mio. Franken im Jahr 2005, was der Entwicklung des Gesamtmarktes entspricht. Dank
den internen Massnahmen zur Optimierung und Kostensenkung konnte sich der Leader der
Schweizer Mühlenwirtschaft (Bereich Weichweizenmüllerei) auf einem äusserst umkämpften
Markt gut behaupten. Bei einem weitgehend unveränderten Marktanteil von 24% des Branchenersten im Bereich
der Weichweizenmüllerei, stieg der Absatz um 0.8% auf 89’208 Tonnen im Berichtsjahr. (minoteries.ch, 26. April 2007)

Weichkäserei Baer leidet unter Wettbewerbsdruck

Der Wettbewerbs- und Preisdruck im Detailhandel hat der Weichkäserei Baer einen Dämpfer versetzt. Das Innerschweizer Unternehmen erlitt 2006 Umsatz- und Gewinneinbussen. Der Umsatz schrumpfte im vergangenen Geschäftsjahr um 3 Prozent auf 41,4 Millionen Franken, teilte Baer am Dienstag, 15. Mai 2007 mit. Der Cashflow reduzierte sich laut der Nachrichtenagentur SDA um 31 Prozent auf 3,8 Mio. Franken und der Gewinn halbierte sich praktisch von 1,5 Mio. Franken auf 0,7 Mio. Franken.

Nach einem erfolgreichen Jahr 2005 habe das Ergebnis 2006 unter Absatzverlust und gestiegenen Fabrikationskosten gelitten, heisst es. Auf den Markteintritt ausländischer Harddiscounter hätte der Schweizer Detailhandel mit eigenen Tiefpreisprodukten und der Profilierung mit eigenen Handelsmarken reagiert. Dadurch seien die Baer-Weichkäse gleich von zwei Seiten konkurrenziert worden. Der Marktanteil reduzierte sich von 20,5 auf 19,7 Prozent. Der Absatz der Baer-Weichkäse belief sich auf 3’133 Tonnen. Der Exportanteil belief sich auf 11 Prozent. Hauptsächlich geht der Käse nach Deutschland. (lid, 15. Mai 2007)

Mehr Halbfabrikate – weniger Guetzli bei HUG AG

Nach drei überdurchschnittlich erfolgreichen Jahren hat die HUG AG in Malters/Luzern im vergangenen 2006 den Umsatz des Vorjahres mit 78,3 Millionen Franken nicht ganz erreicht (- 0,6 %). Die Eigenproduktion in Malters und Willisau konnte leicht auf 4’388 Tonnen gesteigert werden. Der Konsum von hochwertigen Guezli war infolge der Billigpreis-Offensive der Grossverteiler 2006 rückläufig. Diesen Umsatz-Rückgang konnte HUG durch eine Exportsteigerung bei den Halbfabrikaten für die Gastronomie weitgehend wettmachen.

Die HUG AG mit Sitz in Malters / Luzern beschäftigt an den beiden Standorten Malters und
Willlisau 238 Mitarbeitende. HUG wurde 1877 als Bäckerei in Luzern gegründet. Der Zwieback
war das erste Produkt und die Erfindung des Firmengründers Joseph Hug-Meyer. Zur
Produktepalette zählen heute Brot Cracker (unter anderem DAR-VIDA), typische Schweizer
Guezli (z.B. Willisauer Ringli), Tiefkühlbackwaren-Snacks (z.B. Chäschüechli) und Gastro-
Backwaren (z.B. Tartelettes). Die HUG AG ist noch heute in Familienbesitz, und zwar in der
vierten Generation. Die beiden Brüder Werner Hug (Delegierter des Verwaltungsrates) und
Andreas Hug (Geschäftsleitung) führen das Unternehmen nach drei Grundsätzen: herzlich,
unternehmerisch und gewissenhaft – HUG eben. (hug-luzern.ch, 1.1.2007).

Wieviel Vitamine braucht der Mensch?

Ein Bericht in der Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Association“ sorgt mit der Aussage „manche Vitamine können das Leben verkürzen“ für Schlagzeilen. Das Problem der Überdosierungen mit Vitaminen ist seit langem bekannt. Aus diesem Grund wurden in der Schweiz die Höchstwerte für Vitamine in Nahrungsergänzungsmitteln sehr vorsichtig festgelegt. In der erwähnten Studie wurden Einnahmemengen berücksichtigt, welche beträchtlich höher liegen als die Mengen die in der Schweiz bei normalem Konsum erreicht würden. Ein Faktenblatt des BAG zum Thema „angereicherte Lebensmittel“ gibt einen Überblick über die Situation in der Schweiz. (bag.admin.ch)