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Fulminanter Start in Glacesaison 2007

Rekordverkäufe im sommerlichen Frühling mit Neuheiten

von Foodaktuell Importer


Der sonnige und warme April hat den Glacen und Ice Creams einen noch nie gesehenen
Start in den Sommer beschert. Welche Neuheiten lancieren die industriellen Glacehersteller diesen Frühling?

Die Umsätze stiegen im frühsommerlichen Frühling 2007 im Vergleich zu den Vorjahren
um gut 30 %. Auch der Mai verspricht nach den bislang vorliegenden Zahlen nochmals
eine deutliche Zunahme der Verkäufe. Die für das Glacegeschäft wichtigsten Monate
Juni, Juli und August stehen erst noch bevor – dann wird sich entscheiden, ob das Rekordjahr 2003 übertroffen wird! Für die Saison 2007 haben sich die Hersteller wieder viele Neuheiten einfallen lassen:

Mövenpick bringt neu Joghurt-Glacen mit 4 % Fettgehalt in den Aromen “Wild Strawberry”,
“Mango”, “Forest Fruit” und “Mocca”.

Bei Emmi wirbt Globi für die “Flipino”-Lutscher – ein Evergreen! – und weitere spannende
Kinderprodukte. Die “Shàlin”-Linie sind Jogurt-Glacen in drei Sorten (Himbeer, Mango und
Caramel). Mit über 50 % Jogurt, mehr als 20 % Fruchtanteil und unter 0,5 % Fett (Caramel
2 %).


Von Frisco kommt mit den “Maxibon Pops” (Bild) ein neuartiges Konsumerlebnis mit mundgerechten
Glace Stücken auf den Markt. “Pralinato Noir” spricht die Liebhaber dunkler Schokolade
an. Die Linie “Sveltesse” bringt für kalorienbewusste Verbraucher neue Variationen wie
“Sveltesse Joghurt Waldfrucht”.

Lusso setzt auf hochwertige Zutaten, wie Arabica Qualitätskaffee und Kakao aus Ecuador
und Java für neue Varietäten der “Magnum Origin”. “Carte d’Or” Selection gibt es neu auch
im 200ml-Naschformat und neuen Varietäten wie Cappuccino, Passione di Cioccolato
und Spagnola Romantica. “Magnum Temptation”: zarte Milchschokolade umhüllt die Vanilleglace mit Caramelsauce und kalifornischen Mandelstückchen.

Rückblick auf die Saison 2006

Der Sommer 2006 hatte nur ein mittelmässiges Ergebnis gebracht. Der Pro-Kopf-Konsum
lag mit 7,3 Litern etwa gleich hoch wie in den beiden Vorjahren. Von den konsumierten 54
Mio. Litern entfielen 49,4 Mio. Liter auf die Verkäufe der Industrie (Cornets, Lutscher, Becher,
Blöcke und Bidons sowie Dessertspezialitäten), 1,9 Mio. Liter auf Soft-Ice und ca. 2,8
Mio. Liter auf gewerblich hergestellte Glacen, einschliesslich die “Glacen vom Bauernhof”.
Erfreulich hat sich der Export entwickelt. Er nahm nochmals um 20 % auf 15 Mio. Liter zu.

Statistiken zur Glacesaison 2006



Verkäufe nach Produktgruppen und Absatzkanälen 2006 (mit Vergleich zu 2005)
(in Millionen Litern):

Impulsartikel und Heimkonsum (Lutscher, Cornets, Becher, Multipacks, Blöcke, Torten): 39’622

Grossverbraucher (Bidons ab 4 Liter, Torten, portionierte Spezialitäten etc.): 9’796

Gesamtmarkt: 49’418

Die Statistik erfasst die Verkäufe an industriell hergestelltem Speiseeis (ohne gewerbliche
Produkte).

Die Saison 2006 verlief – entsprechend dem Wetter – durchzogen. Der Konsum von 49,4 Mio. (- 0,8 % zum Vorjahr) lag leicht unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre und blieb erwartungsgemäss weit hinter dem Rekordsommer 2003 mit 55,5 Mio. Litern zurück.

Generell ist ein Trend zu “leichteren” Glacen mit reduziertem Kaloriengehalt festzustellen.
Der Glace-Genuss soll nicht durch ein schlechtes Gewissen vor der nächsten Gewichtskontrolle auf der Waage getrübt werden. Für Kinder hat die fettfreie Wasserglace (Bild) ausserdem den Vorteil des tieferen Preises.

Der witterungsbedingte Rückgang bei den so genannten “Impulsartikeln” (Einzellutscher, Cornets etc.)
wurde teilweise durch Mehrverkäufe im Heimkonsum kompensiert. Der Pro-Kopf-Konsum an industriell hergestelltem Speiseeis lag bei 6,5 Litern. Rechnet man die gewerblich hergestellten Glacen und das Soft-Ice hinzu, so ergibt sich ein Pro-Kopf-Konsum von
7,3 Litern.

Entwicklung des Konsums von Speiseeis

Der Konsum von Speiseeis stieg in den Jahren 1970 bis 1990 kontinuierlich von ca. 30 Mio.
Litern auf 50 Mio. Liter. Seither liegt er relativ konstant bei dieser Marke. Die Entwicklung verläuft parallel zum Einzug von Tiefkühlschränken und -truhen in den privaten
Haushalten in der Zeit zwischen 1970 und 1990. Seither ist der Verlauf des Wetters (in den Sommermonaten) der marktbestimmende Faktor. Der Hitzesommer 2003 hat mit 55,5 Mio. Litern die Rekordmarke gesetzt.

Quartalsvergleich 2003 – 2006

Auf die beiden Sommerquartale entfallen 35,7 Mio. Liter oder 72,2 % der Jahresverkäufe. Die Verkäufe lagen in allen 4. Quartalen nahe bei den mehrjährigen Durchschnittswerten, so dass auch unter diesem Gesichtspunkte “Normalität” herrschte.

Impulsartikel nach Produktegruppen 2006

Cornets 22%
Becher 44%
Übrige 5%
Lutscher 28%

Heimkonsum nach Produktegruppen 2006

Blöcke + Bidons (alle Grössen) 50%
Multipack Lutscher 26%
Multipack Cornets 15%
Bûches + Torten 7%
Verschiedene 2%

Text und Statistiken: Verband schweiz. Glace- und Eiscream-Fabrikanten, swissfoodind.ch
Bilder: foodaktuell und Frisco

Weiterlesen: Glacebranche im Überblick