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KURZNEWS 28. August 2007

Emmi in Frankreich / Gold für Schweizer Wein / Hochdorf prosperiert / Käseroll-Meisterschaft / Neuer AOC-Direktor / Bundesrat will Cassis-de-Dijon-Prinzip / Entwarnung für Acrylamid

von Foodaktuell Importer

Zusammenschluss im französischen Markt: Ambrosi Emmi France SA

28.08.2007 – (lid) – Emmi hat sich per 1. Juli 2007 mit 25 Prozent an der Ambrosi SpA Italien beteiligt. Emmi und der italienische Käsespezialist Ambrosi wollen international gemeinsam wachsen. Mit dem Zusammenschluss ihrer Tochtergesellschaften zur Ambrosi Emmi France SA per 1. Januar 2008 wollen die beiden Unternehmen erste Synergien nutzen. Emmi beteiligt sich mit einer Minderheit und nimmt Einsitz in den Verwaltungsrat.
Die Ambrosi SpA ist eine führende italienische Käsespezialistin und produziert, reift und vermarktet hauptsächlich Parmigiano Reggiano und Grana Padano sowie andere italienische Käseklassiker wie Mozzarella und Gorgonzola.

Zwei Schweizer holten Gold an der Pinot Noir-WM

27.08.2007 – (lid) – Bei den Pinot Noir-Weltmeisterschaften in Siders VS sind zwei Schweizer Weine mit einer Goldmedaille “Grand Or” ausgezeichnet worden. Einer wurde im Wallis, der andere im Graubünden gekeltert. Zwei weitere Gewinnerweine kamen aus Chile und aus dem Burgund. Dies berichtet die Nachrichtenagentur SDA.

An der zehnten Ausgabe der Blauburgunder-WM wurden so viele ausländische Weine degustiert wie nie zuvor. Wie aus dem Communiqué der Organisatoren am Montag, 27. August hervorgeht, stammte ein Drittel der Weine, die sich dem Urteil der internationalen Fachjury stellten, aus dem Ausland. Neben Schweizer Weinen wurden Blauburgunder aus zwanzig anderen Ländern bewertet. Die Hauptgewinner werden Ende dieser Woche zum Auftakt der Weinmesse Vinéa in Siders ausgezeichnet. An der wichtigsten Schweizer Weinmesse werden am 1. und 2. September 120 Kellereien über 1’500 Weine vorgestellt. Über 10’000 Weinliebhaber werden erwartet.

Hochdorf-Gruppe steigert Umsatz und Gewinn

27.08.2007 – (lid) – Der Lebensmittelhersteller Hochdorf hat im ersten Halbjahr 2007 den Umsatz um 5,7 Prozent auf 174,6 Millionen Schweizer Franken gesteigert.
(lid) – Der Lebensmittelhersteller Hochdorf hat im ersten Halbjahr 2007 den Umsatz um 5,7 Prozent auf 174,6 Millionen Schweizer Franken gesteigert. Der Reingewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und beträgt 7,6 Millionen Schweizer Franken. Dies schreibt die Nachrichtenagentur SDA.

Mit ein Grund für das gute Resultat sei der Verkauf der Multiforsa AG (Tiergesundheit) per 1. Januar 2007, teilte die Hochdorf-Gruppe am Montag, 27. August mit. Nebst den Einnahmen durch den Verkauf sei aber auch der Umsatz gewachsen. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um rund ein Fünftel auf 3,9 Millionen Schweizer Franken. Im ersten Semester 2007 wurden 175,8 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet, fast 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut der Mitteilung haben sich die Preise für Magermilchpulver beinahe verdoppelt; Hochdorf lasse davon auch ihre Lieferanten profitieren. Auch das Geschäft mit Kindernahrung entwickle sich dynamisch. Geschäftsführer Damian Henzi erwartet denn auch für das ganze Jahr einen guten Abschluss.

Luzerner Käser Peter Limacher siegt an der 1. Käseroll-Meisterschaft

Der Sieger der 1. Käseroll-Meisterschaft vom 25. August 2007 heisst Peter Limacher. Der Luzerner rollte die hundert Kilo schwere Emmentaler Käse-Attrappe im Zürcher Hauptbahnhof in 44,07 Sekunden gekonnt durch den anspruchsvollen Parcours. Im Prominenten-Rennen siegte der Snowboarder Nicolas Müller.

Eine Meisterschaft dieser Art gab es bisher noch nie! Emmentaler Switzerland organisierte anlässlich der AOC-Registrierung des Emmentaler Käses am 24. und 25. August 2007 im Zürcher Hauptbahnhof die 1. Käseroll-Meisterschaft. Mit viel Geschick mussten die Teilnehmer eine knapp 100 Kilogramm schwere Käselaib-Attrappe durch einen Parcours mit Rampen, Wippen und einem Slalom rollen. Dieser Wettkampf hat einen historischen Ursprung: Während heute die Käselaibe mechanisch gehoben und verschoben werden, mussten die Käser diesen Kraftakt früher von Hand vollbringen.

Für die 1. Käseroll-Meisterschaft waren 32 Männer aus der ganzen Schweiz angereist. Sie boten den Anwesenden am Samstag in der grossen Halle des Zürcher Hauptbahnhofs ein grosses Spektakel. Nach einer spannenden Vorrunde am Vormittag rollten Peter Gisler und Peter Limacher im Duell um den ersten Platz. Als Sieger erkoren wurde schliesslich Peter Limacher aus Schötz/LU.

Der sportliche 36-Jährige meint: «Durch meinen Beruf als Käser betreibe ich täglich Sport. In meiner Freizeit gehe ich oft in die Berge.» Der Frischgekührte darf nebst der Siegerehre auch ein Flyer Elektrofahrrad im Wert von 3’500 Franken in Empfang nehmen. Auf dem 2. Rang platziert ist der 46-jährige Peter Gisler aus Arbon/SG mit einer Zeit von 48,55 Sekunden. Er erhält als Anerkennung ein Wochenende im Emmental für zwei Personen. Der drittplatzierte Marcel Züger aus Lömmenschwil/SG, 38, gewinnt einen attraktiven Hotelgutschein. (Medienmitteilung Emmentaler 25.8.2007)

claro fair trade weiter auf Wachstumskurs

claro fair trade erzielt im Geschäftsjahr 2006/07 mit 14,5 Prozent
das stärkste Umsatzwachstum ihrer Geschichte. Die Firma wächst seit
2000/01 kontinuierlich mit Wachstumsraten zwischen 5,3 und 13,6
Prozent pro Jahr. So konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2006/07, das
per 30. Juni abgeschlossen wurde, erneut um 14,5 Prozent auf 24,4
Millionen Franken gesteigert werden. Der Inlandumsatz nahm um 0,8
Prozent auf 10,2 Millionen Franken zu, der Export wuchs um 27 Prozent
auf nunmehr 14,2 Millionen Franken.

Der Bruttogewinn konnte um
521’104 Franken auf über 4,7 Millionen Franken gesteigert werden.
Somit kann claro fair trade für das Geschäftsjahr 2006/07 einen
Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) von 373’589
Franken ausweisen. Das Unternehmensergebnis beläuft sich auf 9’873
Franken und ist somit das dritte Geschäftsjahr in Folge positiv.

Die claro fair trade AG handelt seit dreissig Jahren mit
qualitativ hochstehenden Spezialitäten aus nachhaltiger Produktion.
Die Partner von claro sind in erster Linie Kleinproduzentinnen und
Kleinproduzenten aus den Randregionen des Südens und Europas.
claro-Produkte sind in über 140 claro Vertragsläden erhältlich. claro
fair trade beliefert zudem über 500 weitere Welt-, Bio-, Öko- und
Quartierläden sowie Partnerorganisationen in Europa und in der ganzen
Welt. (claro fair trade 26. August 2007)

Alain Farine ist neuer Direktor der AOC-IGP-Vereinigung

24.08.2007 – (lid) – Die Schweizerische Vereinigung zur Förderung der AOC-IGP hat ihren neuen Direktor bestimmt. Alain Farine wird seine Tätigkeit am 1. Oktober 2007 offiziell aufnehmen, wie die Vereinigung in einer Medienmitteilung vom Freitag, 24. August schreibt.
Es wird die Aufgabe von Alain Farine sein, die von der Vereinigung festgelegte Strategie umzusetzen, die Promotionspolitik der Mitglieder zu koordinieren, Partnerschaften zu entwickeln und Synergien auszulösen.

Die Vereinigung wurde am 24. Februar 1999 in Bern gegründet. Mit der bis heute offiziellen Anerkennung und dem Rechtsschutz von 21 Produkten unter der Bezeichnung Appellation d’origine contrôlée (AOC) oder Indication géographique protégée (IGP) hat sich die Vereinigung seit ihrer Gründung stetig weiterentwickelt. Heute nimmt sie die Interessen von 17 Branchenorganisationen und rund 4’000 im ganzen Land verteilten Produzenten wahr.

Bundesratsparteien stehen hinter Cassis-de-Dijon Prinzip

24.08.2007 – (lid) – Vertreter der Bundesratsparteien und eine Bundesratsdelegation trafen sich am Freitag, 24. August zu den Von-Wattenwyl-Gesprächen. Laut der Nachrichtenagentur SDA sind sich die Parteien einig, dass das Cassis-de-Dijon-Prinzip einseitig eingeführt und nur ein kleiner Ausnahmekatalog vorgesehen werden soll.

Der Bundesrat werde dem Parlament die Botschaft über die freie Zulassung von EU-geprüften Produkten vermutlich Anfang 2008 unterbreiten, sagte Bundesratssprecher Oswald Sigg. Keine Einigkeit bestehe bei einem Agrarabkommen mit der EU, gegen das sich die SVP sperre. Nach Angaben Siggs wird der Bundesrat Ende Jahr über die Aufnahme von Verhandlungen und allfällige flankierende Massnahmen entscheiden. Nach Angaben von Bundesrätin Leuthard beträgt das Einsparungspotenzial zwei Milliarden Schweizer Franken. Bei der Zulassung von Parallelimporten opponierten FDP und SVP. Die SP sei für eine völlige Liberalisierung, die CVP für eine europäische Lösung. Der Bundesrat entscheidet vermutlich Ende Jahr.

Erneut Entwarnung: Kein Krebsrisiko durch Acrylamid in Lebensmitteln

Acrylamid in Lebensmitteln erhöht nicht das
Brustkrebsrisiko. Das ergab die bislang umfangreichste Studie an mehr
als 100.000 amerikanischen Frauen zur Wirkung von frittierten und
gerösteten Lebensmitteln. Diese Ergebnisse wurden jetzt anlässlich
einer Tagung der “American Chemical Society” in Boston vorgestellt.

Studienleiterin Frau Professor Lorelei Mucci von der “Harvard School
of Public Health” in Boston bezeichnete es als unwahrscheinlich, dass
die in Lebensmitteln vorkommenden Mengen an Acrylamid Brustkrebs
auslösen könnten. Die Epidemiologin und ihre Studiengruppe hatten
zuvor schon ein Krebsrisiko für Enddarm, Dickdarm [1],
Blase und Nieren [2] durch Acrylamid in Lebensmitteln
ausgeschlossen.

Die in der Vergangenheit durchgeführten Tierversuche
seien sehr wahrscheinlich zu einem anderen Ergebnis gekommen, weil die
Tiere mit einer 1.000- bis 100.000 – fach höheren Mengen an Acrylamid
gefüttert wurden, so die Wissenschaftler in einer Pressekonferenz.

In der jüngeren Vergangenheit waren immer wieder selbsternannte Laien
– Konsumentenschützer in der Öffentlichkeit aufgetreten und hatten
vor einem vermeidlichen Krebsrisiko gewarnt. Selbst sonst seriös
arbeitende TV – Stationen hatten derartige Aussagen ungeprüft
übernommen, obwohl eine Vielzahl von seriösen Wissenschaftlern ein
Krebsrisiko durch Acrylamid nicht nachweisen [3] konnte. Eine
Studie belegt sogar, dass Arylamid-Blutspiegel [4] durch
Acrylamid in Lebensmittel nicht beeinflusst werden können. (LME 22. August 2007)

Neuer Leiter Forschung und Entwicklung bei Wernli

Zum 1. Oktober wird Patrick Bürgisser,
Dipl.Lebensmittel-Ingenieur ETH mit Nachdiplom in Betriebswirtschaft,
beim Trimbacher Guetzlihersteller Wernli AG, die Leitung des
Geschäftsbereichs Forschung und Entwicklung übernehmen. Bürgisser war Leiter Produktentwicklung bei der Hero AG, danach
Director Research & Development bei der Mövenpick Ice Cream Products
Ltd. Seit 2003 leitet er den Bereich Forschung, Entwicklung und
Qualitätskontrolle bei der Nestlé Division Swiss Premium Ice Cream
Mövenpick. (Wernli 22. August 2007)