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Guter Geschäftsgang für Fenaco

Der Agrokonzern Fenaco bezeichnet das Geschäftsjahr 2006 als zufrieden stellend. Die Umsätze wuchsen sich in allen Geschäftsfeldern jedoch unterschiedlich stark.

von Foodaktuell Importer

Das schweizerische Agrarhandelsunternehmen Fenaco bezeichnet das zurückliegende Geschäftsjahr als zufrieden stellend. Trotz schwierigen Witterungsverhältnissen und zunehmendem Druck auf die Margen entwickelten sich die Umsätze in allen Geschäftsbereichen positiv. Vor allem der Detailhandel, wo gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 10,8 Prozent erzielt wurde, und der Bereich Brenn- und Treibstoffe (+16,8 Prozent) trugen zum Ergebnis bei.

Der Umsatz der Fenaco-Gruppe nahm um 8,4 Prozent auf 4,75 Milliarden Franken zu. Der Jahresgewinn blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der Margendruck habe dazu geführt, dass trotz 370 Millionen Franken Mehrumsatz der Gewinn nicht gesteigert werden konnte, erklärte Willy Gehriger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, anlässlich der Fenaco-Delegiertenversammlung am 28. Juni in Lausanne.

Gehriger geht davon aus, dass mittelfristig vor allem der Bereich Detailhandel weiter zulegen wird. Obwohl die Fenaco mit den Landi-Läden nicht mit den Grossverteilern konkurrenzieren könne und wolle, spreche das Konzept der einfachen und übersichtlichen Läden die Konsumenten an. Für die anderen Geschäftsbereiche (Agrar, Lebensmittel sowie Brenn- und Treibstoffe) sagt Gehriger stagnierende oder zum Teil sogar sinkende Tendenzen voraus. Allerdings würde vieles von den politischen Entscheidungen im Inland sowie den internationalen Entwicklungen und der Liberalisierung der globalen Märkte beeinflusst.

Die Fenaco vermarktet über 50 Prozent der in der Schweiz produzierten Kartoffeln, die Hälfte des Getreides, fast zwei Drittel der Ölsaaten und ein Drittel des Obsts und Gemüses. Zunehmende Bedeutung erlangt das Unternehmen auch bei Fleisch und Eier: Rund ein Viertel der Schweine und jedes zehnte Grossvieh wird von Fenaco-Betrieben verarbeitet und jedes fünfte Schweizer Ei wird vom Produzenten übernommen und verkauft.

Fenaco ist gegen Freihandel mit der EU

Die Fenaco stehe für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft ein und wolle diese nachhaltig fördern. Das erklärte Lienhard Marschall, Präsident des Agrarunternehmens, anlässlich der Delegiertenversammlung vom 28. Juni in Lausanne. Um diesem Auftrag auch in Zukunft gerecht zu werden, würden jährlich über 150 Millionen Franken für neue Produktions- und Verarbeitungsbetriebe, für Logistik und das Marketing investiert. Es handle sich dabei um rationelle Betriebe, die der Schweizer Landwirtschaft langfristig dienen, hielt Marschall fest.

In seiner Rede kam Lienhard Marschall auch auf das seit Monaten diskutierte Agrarfreihandelsabkommen mit der Europäischen Union zu sprechen. Dieses “politische Abenteuer” sei kategorisch abzulehnen, sagte der Fenaco-Präsident, denn eine solche Marktöffnung werde in erster Linie zu mehr Lebensmittelimporten führen, was den Preisdruck auf einheimische Produkte massiv erhöhen werde. Die Verarbeitung und Vermarktung von Schweizer Lebensmitteln würde ein solches Abkommen mittelfristig sehr schwierig machen, zeigte sich Marschall überzeugt. (Quelle: LID)

Fenaco über sich selbst

Die fenaco, Unternehmensgruppe der Schweizerischen Agrarwirtschaft, ist eine genossenschaftlich
organisierte, moderne Selbsthilfeunternehmung der Schweizer Bauern.
Sie verfolgt das übergeordnete Ziel, eine möglichst hohe Inlandproduktion von
Lebensmitteln zu erhalten und dadurch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bauern zu
fördern.

In verbindlicher Partnerschaft mit den LANDI (landw. Genossenschaften) versorgt
sie die Landwirte mit allen Produktionsmitteln (Sämereien, Futtermittel, Pflanzennahrung
und anderes mehr) die sie benötigen, um qualitativ hochwertige Lebensmittel
produzieren zu können. Gleichzeitig übernimmt die fenaco die Erzeugnisse der Bauern
wie Saatgut, Getreide, Ölsaaten, Kartoffeln, Schlachtvieh, Eier, Mais, Gemüse, Obst
und Weintrauben, veredelt diese und vermarktet sie.

Als wichtige Ergänzungsgeschäfte
betreibt die fenaco die Detailhandelsketten Volg und LANDI und verkauft unter der
Marke AGROLA Heizöl, Diesel, Biotreibstoffe und Benzin.

Einige Tochterfirmen der Fenaco

Die frigemo-Gruppe befasst sich mit der Herstellung und Vermarktung von Kühl- und Tiefkühlprodukten. Mit diesem breiten Leistungsangebot ist frigemo der Spezialist für Kartoffel-, Gemüse- und Pastaprodukte, Salate und Eier. In der Gastronomie werden Kühl- und Tiefkühlprodukte unter der Marke frigemo über den Fachhandel, die eigenen Handelsfirmen, die Cash&Carry-Betrieben und durch die meisten grossen Gruppen und Ketten vertrieben.

Mit der Marke McCain sowie mit verschiedenen Handelsmarken ist frigemo in den meisten wichtigen Detailhandelskanälen vertreten. Produktionsbetriebe sind in Cressier NE, Zollikofen, Mellingen, Bern, Märstätten. Frigemo ist der grösste Kartoffel-Veredelungsbetrieb in der Schweiz (Bild Pommes-frites-Linie) und Lizenznehmer der Marke McCain für die Schweiz (Herstellung und Vertrieb von Kartoffelprodukten).

Die Unidrink AG mit Sitz in Hitzkirch ist mit ihrem Vollsortiment eine der bedeutendsten Getränkeproduzenten der Schweiz und produziert die Marken RAMSEIER, SINALCO, ELMER citro und ELMER mineral, GRANADOR sowie PEPSI.

Die Anicom ist ein Unternehmen der fenaco, des LV-St. Gallen, des GVS Schaffhausen und der Tierhalter. Sie vermarktet als gesamtschweizerisch tätiges Handelsunternehmen landwirtschaftliche Nutztiere zur Zucht, zur Mast und zur Schlachtung.

Die Geschäftsbereichsgruppe Getreide, Ölsaaten und Futtermittel (GOF) ist ein Handelsbereich mit Büros in Puidoux, Bern, Herzogen-buchsee, Sursee und Winterthur.

DIVINO ist eine Marke der VOLG Weinkellereien. Kompetente Wein-Experten mit internationalen Know-how, deren Ziel es ist, selektionierte und prämierte Weinspezialitäten aus dem In- und Ausland zum bestmöglichen Preis- Genussverhältnis anzubieten.

Die VOLG Weinkellereien sind heute einer der bedeutendsten Schweizer Anbieter von Qualitätsweinen – und der grösste Eigenkelterer in der Deutschschweiz. Die Volg-Weinkellereien produzieren seit über 100 Jahren Ostschweizer Weine und betreibt gemeinsam mit der Caves Garnier SA einen florierenden Weinhandel.

Die UFAG LABORATORIEN AG sind das marktführende, unabhängige und neutrale Vertrauenslabor für Untersuchung und Forschung. Zur Erfüllung nationaler und internationalen Qualitätsnormen sind die UFAG LABORATORIEN AG der Partner für Unternehmen in den Bereichen Pharma, Lebensmittel und Agrarökologie. Es werden alle erforderlichen Dienstleistungen sowohl für standardisierte Verfahren als auch für individuelle Problemlösungen erbracht.

Die Halag Chemie AG produziert und vertreibt Reinigungs- und Desinfektionsmittel für sämtliche Branchen der Ernährungswirtschaft. Die Halag ist heute mit ihren rund 40 Mitarbeitenden das führende Schweizer Unternehmen im Bereich der Betriebshygiene. (Quelle Text und Bild: fenaco.com)