Datum:

KURZNEWS 21. August 2007

Migros lanciert neues Magazin / Agrarproduktpreise / Kooperation SQS und bioinspecta / Neue AOC / Biofleischmarkt / Milchpreis-Erhöhung? / Nestlé macht Rekordgewinn

von Foodaktuell Importer

Neuer Verkaufsleiter bei Bombasei Decor AG

Als neuer Verkaufsleiter wird André Küpfer zukünftig die Vertriebsaktivitäten von Bombasei in der Schweiz wie auch international steuern. In die neue Position bringt Küpfer weit reichende Erfahrung aus dem Vertrieb ein. Mit ihm will Bombasei die Position als einer der weltweit führenden Anbieter von bedruckten Lebensmitteln weiter ausbauen und die internen Vertriebsstrukturen auf weiteres Wachstum vorbereiten.

“André Küpfer hat in der Vergangenheit seine Sales- und Führungs-Qualitäten bei Top-Unternehmen unter Beweis gestellt”, so Patrick Weiss, CEO Bombasei. “Mit seiner Unterstützung wollen wir die Geschäftsbeziehungen zu neuen und bestehenden Kunden weiter ausbauen und die gesamte Palette der Bombasei-Produkte, national wie auch international weiter positionieren. Zudem werde ich mich nun stark aus dem Tagesgeschäft
zurückziehen und auf strategische Aufgaben konzentrieren”, schliesst Patrick Weiss ab.

Bombasei Decor AG über sich selbst

Das Schweizer Traditionsunternehmen Bombasei Decor AG ist seit bald einem Jahrhundert einer der weltweit führenden
Anbieter von Dekors für die Lebensmittelbranche. Die Produkt-Palette umfasst nebst den neueingeführten Convenience-Produkten weit über 2000 Standard-Artikel die, zusammen mit den personalisierten Auflegern, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. (Bombasei 21. August 2007)

Migros lanciert Lifestile-Gesundheitsmagazin für Kunden

Die Migros lanciert ein neues Lifestyle-Gesundheitsmagazin. Es soll im September mit einer Startauflage von einer Million dem Kundenmagazin “Migros-Magazin” (migrosmagazin.ch) beigelegt werden. Dies bestätigte Migros-Sprecherin Monica Glisenti auf Anfrage von Pressetext Schweiz. Zugestellt wird das Magazin, dessen Name noch nicht feststeht, den Genossenschaftern und Cumulus-Kunden der Migros.

Als Grund für die Lancierung nennt Monica Glisenti den bereits existierenden starken Bezug der Migros zum Thema Gesundheit und Wellness. “Die Migros ist mit ihren Fitness-Center, mit den Kursen an den Klubschulen und durch ihre Produkte für dieses Thema prädestiniert”, betont Glisenti. Entstanden sei die Idee für ein eigenes Lifestyle-Gesundheitsmagazin aus dem Marketing für die Produktelinie Actilife der Migros.

“Das Magazin wird aber mehr sein als ein Marketinginstrument für die Actilife-Produkte”, versichert Monica Glisenti. “Es wird keine PR-Broschüre sein, sondern ein journalistisch gemachtes Magazin zu Wellness und gesunder Ernährung.” In einer Anfangsphase werde man mit schlanken Strukturen, sprich vielen Freelancern arbeiten und sehen, ob das Produkt bei den Lesern ankommt. “Wir wollen kein Magazin, das direkt im Altpapier landet”, so die Migros-Mediensprecherin.

Die Migros-Konkurrentin Coop gibt ihrerseits seit letztem Jahr das Beauty-, Wellness- und Lifestyle-Magazin “Beauty & Life” beautyundlife.ch/ heraus. Es liegt in einer Auflage von gegen 145.000 in allen grösseren Coop-Supermarktfilialen und den Coop-City-Warenhäusern auf und erscheint sechs Mal jährlich plus in zwei Sonderausgaben. (MGB 20. August 2007)

Preise für Agrarprodukte steigen bis 2009 weiter

Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die Preise für Agrarrohstoffe wie Getreide und Mais noch mindestens bis 2009 steigen werden. Dies schreibt der Onlinedienst agrarheute.com.
“Verglichen mit der enormen Verteuerung der Energie- und Kupferpreise sind pflanzliche Rohstoffe immer noch billig”, sagte Michael Lewis, Leiter der Abteilung Rohstoff Research bei der Deutschen Bank in London, dem “Tagesspiegel am Sonntag”.

Die Preise für Mais und Getreide müssten noch einmal um 200 Prozent zulegen, um ihr Allzeithoch zu erreichen. Er rechnet nicht mit einem baldigen Ende des Preisanstiegs. “Wir erwarten bei den Nahrungsmitteln und vor allem bei Getreide die längste Rallye der Geschichte, die Preise werden voraussichtlich bis Anfang 2009 steigen.” Nach den kräftig gestiegenen Preisanhebungen für Milch und Butter erwarten Marktforscher, dass andere Warengruppen folgen werden. Auch bei der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) geht man davon aus, dass im Windschatten der Milchpreiserhöhung weitere Verteuerungen anstehen. 20.08.2007 – (lid)

SQS und bio.inspecta arbeiten enger zusammen

Die Lebensmittelproduzenten, -verarbeiter und der Handel können für die
Zertifizierung von Managementsystemen, Lebensmittelsicherheitsstandards und
Labelanforderungen künftig auf eine starke Kompetenzgemeinschaft zählen. Die
zwei grossen Anbieter in diesem Bereich haben am 2. August 2007 vereinbart, in
enger Zusammenarbeit nachhaltige Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten.

Die Firmen bio.inspecta und q.inspecta in Frick konzentrieren sich künftig auf Biound
konventionelle Lebensmittel-Labels, während die SQS die Zertifizierungen
von Lebensmittelsicherheitsstandards und internationalen ISO-Normen für
Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit wahrnimmt. Die SQS übernimmt im Rahmen dieser neuen Zusammenarbeit 5 % des
Aktienkapitals von bio.inspecta. Beide Organisationen nehmen zudem
gegenseitig Einsitz in die Führungsorgane.

SQS und bioinspecta über sich selbst

Die SQS ist als unabhängige Non-Profit-Organisation als Verein organisiert und
in der Schweiz führend im Bereich der Managementzertifizierung (Qualität,
Umwelt, Arbeitssicherheit, Lebensmittelsicherheit). Sie wurde 1983 als eine der
weltweit ersten Organisationen für Bewertungs- und
Zertifizierungsdienstleistungen gegründet und ist heute international tätig. Mit
ihren qualifizierten Mitarbeitenden bietet die SQS massgeschneiderte Audit- und
Zertifizierungsdienstleistungen an, die weltweit anerkannt sind.

Die bio.inspecta wurde1998 gegründet, um eine neutrale, unabhängige und
glaubwürdige Kontrolle und Zertifizierung von Bio-Produkten zu garantieren.
Heute kontrolliert und zertifiziert sie als Markführerin mit fachkundigen und
praxiserfahrenen Mitarbeitenden über 80% aller Bio-Landwirtschaftsbetriebe in
der ganzen Schweiz und mehr als 1000 Händler und Verarbeiter von Bio-
Produkten. National und international besiegelt bio.inspecta heute aufgrund
dieser hohen Kompetenz die Glaubwürdigkeit dieser Produkte. (Bioinspecta 17. Aug. 2007)

AOC für “Poire à Botzi” und “Damassine”

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hat entschieden, die Bezeichnungen “Poire à Botzi” und “Damassine” als geschützte Ursprungsbezeichnungen AOC einzutragen. In seinen Einspracheentscheiden kommt das BLW zum Schluss, dass es sich in beiden Fällen um traditionelle Bezeichnungen handelt. Dies teilt das BLW am Donnerstag, 16. August mit.

Der Begriff “Poire à Botzi” weise auf ein typisches Erzeugnis hin, das sein Ursprungsgebiet nicht verlassen habe, selbst wenn der Begriff als Name einer Obstsorte verstanden werden könne. Die Ausdehnung des geografischen Gebiets auf den gesamten Bezirk Moudon lehnte das BLW jedoch ab, da der Nachweis weder für eine Tradition noch für eine kommerzielle Verwendung der Bezeichnung erbracht werden konnte. Auch der “Damassine”, ein Fruchtbrand aus Pflaumen aus dem Kanton Jura, erhält die geschützte Ursprungsbezeichnung. Die Anträge auf Ausdehnung des geografischen Gebiets wurden vom BLW abgelehnt, da eine Tradition nicht nachgewiesen werden konnte. 16.08.2007 – (lid)

Ein Drittel des Biofleisches konventionell vermarktet

Bis zu einem Drittel des Schweizer Bio-Fleisches gelangt als konventionelles Fleisch in den Verkauf. Das haben
Recherchen der Sendung “Espresso” vom Schweizer Radio DRS 1 ergeben.
Dabei handelt es sich zumeist um Rind- und Lammfleisch. Großverteiler
wie Coop und Migros sehen nur eine geringe Nachfrage bei Bio-Fleisch.
Man müsse sich an den Kundenwünschen orientieren. Für die
Branchenorganisation Bio Suisse liegt es daran, dass die Großverteiler
den Absatz von Biofleisch zu wenig fördern. (LME 16. August 2007)

Milchproduzenten fordern höheren Milchpreis

Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) fordert einen höheren Milchpreis. In einem ersten Schritt soll der Preis per 1. September 2007 um mindestens 2 Rappen auf ein Niveau von mindestens 70 Rappen pro Kilogramm Milch ab Hof erhöht werden. In einem zweiten Schritt soll per 1. Januar 2008 eine zusätzliche Erhöhung um mindestens 5 Rappen pro Kilogramm Milch erfolgen. Dies schreibt die SMP in einer Medienmitteilung vom Mittwoch, 15. August. Sofern dieser Produzentenmilchpreisanstieg auf die Konsumentenpreise übertragen werde, ergebe sich eine Mehrbelastung für die Konsumentinnen und Konsumenten von 2.25 Franken pro Monat.

Analog dem Vorgehen in Deutschland seien Präsidium und Direktion der SMP beauftragt worden, sofort zusammen mit den Verarbeitern, konstruktive aber bestimmte Verhandlungen mit dem Detailhandel aufzunehmen, schreibt die SMP weiter. Die Marktpartner der Milchproduzenten (Verarbeiter, Migros, Coop) seien über die Beschlüsse direkt orientiert worden. In der EU werde bis Ende Jahr ein Produzentenmilchpreisanstieg von bis zu 20 Prozent erwartet. Aufgrund der Liberalisierungsschritte zwischen der Schweiz und der EU im Milchbereich beeinflusse der Preisanstieg für Milch und Milchprodukte in der EU auch den schweizerischen Milchmarkt. 15.08.2007 – (lid)

Nestlé meldet fast fünf Milliarden Halbjahresgewinn

Trotz steigender Rohstoffpreise hat Nestlé im ersten Halbjahr einen Gewinn von fast fünf Milliarden Schweizer Franken realisiert, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Mit einer Umsatzsteigerung von 8,4 Prozent auf gut 51 Milliarden Schweizer Franken schickt Nestlé sich an, im Geschäftsjahr 2007 die 100-Milliarden-Schwelle zu übertreffen.

Wie die SDA weiter schreibt, habe Nestlé den Kostendruck bei Rohstoffen wie Milch und Getreide weitergeben können. Aufgrund der höheren Verkaufsvolumen und Kostensenkungsprogramme seien die höheren Rohstoffkosten mehr als ausgeglichen worden. Mit Preiserhöhungen habe Nestlé im ersten Halbjahr zudem die Entwicklung vorwegnehmen können. Nestlé profitiert dabei vom hohen Wert seiner Marken wie Nespresso, Nescafe, Nestea oder auch Kitkat, Maggi und Perrier.
15.08.2007 – (lid)