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KURZNEWS 16. Oktober 2007

Tierschutz-Rating bei Produkten / Neuartiger Zucker gegen Diabetes / Olma eröffnet / Fenaco hält 96 Prozent an Granador / Deklaration «Vanille» bei Verwendung von Vanillin.

von Foodaktuell Importer

Coop an erster Stelle beim Tierschutz-Rating

16.10.2007 – (lid) – Produkte aus tierfreundlicher Haltung haben bei den Grossverteilern in den letzten zwei Jahren zugelegt. Das zeigt das aktuelle Tierschutz-Rating des Schweizer Tierschutzes (STS).Beim Tierschutz-Rating, in dem der STS sechs Lebensmitteldetaillisten auf die Herkunft und Produktionsformen von Eiern, Fleisch und Käse untersucht hat, schneidet Coop am besten ab und wird gefolgt von Migros und Manor.

Freilandeier und Labelfleisch erreichten bei den Detaillisten mittlerweile Marktanteile von 50 bis 75 Prozent, schreibt der STS in einer Medienmitteilung vom Dienstag, 16. Oktober. Trotz der zunehmenden Grenzöffnung und der Einführung von Billiglinien legten Produkte aus tierfreundlicher Haltung im Vergleich zum Tierschutz-Rating vor zwei Jahren zu. Dies ist laut STS ein starkes Indiz dafür, dass das Tierwohl eine wesentliche Komponente für die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Produkten sei.

Das Tierschutz-Rating wurde mittels Fragebogen bei den sechs Lebensmitteldetaillisten Migros, Coop, Volg, Manor, Carrefour und Denner durchgeführt. Deren Marktanteil bei Fleisch, Eiern und Käse schätzt der STS auf über 90 Prozent. Nicht mitgemacht haben laut STS unter anderem Aldi, Spar und die Valora Holding AG.

Neuartiger Zucker gegen Diabetes

Im Rahmen von wissenschaftlichen Studien hat der
Hamburger Jobst Krauskopf einen Wirkstoffkomplex in Molke entdeckt,
aus dem natürlicher und laktosefreier Zucker entwickelt werden kann,
der die Anzahl der Diabetes-Fälle weltweit drastisch reduzieren
könnte. Die S.u.K. Beteiligungsgesellschaft mbH Wien hat die
entsprechenden Entwicklungs- u. Verwertungsrechte erworben.

Da es
sich bei Molke um ein Nahrungsmittel handelt, könnte dieser
innovative Zucker ohne Diabetes-Risiko künftig herkömmliche
Süssungsmittel in Lebensmitteln ersetzen. Für die weitere
Entwicklungsarbeit an “PanSan”, so der Projektname und die Einführung
zur Marktreife werden nun Investoren gesucht.

In einer Versuchsreihe mit Ratten am Institut für Diabetes in
Karlsburg, Deutschland, wurde entdeckt, dass die Testsubstanz, das
Auftreten und Fortschreiten von Glukosetoleranzstörungen, die
letztlich zu Insulin-Resistenz und damit zu Diabetes Typ 2 führen,
verzögert bzw. verhindert. Bei den an Diabetes
leidenden Versuchstieren, die mit dem Wirkstoff aus der Molke
gefüttert wurden, regenerierten sich die insulinproduzierenden
Betazellen der Bauchspeicheldrüse (s. Bild). Die Testsubstanz hat
bionische Eigenschaften, d. h. biologische Regelmechanismen werden
optimiert.

Die besondere Wirkung von “PanSan” in Bezug auf Diabetes ist
bislang in einer Tierstudie und biochemischen Tests nachgewiesen. Für
die Entdeckung sind Patente angemeldet. Die ungewöhnliche Wertigkeit wird
vom unabhängigen und international renommierten deutschen
Fraunhofer-Institut bescheinigt. (ots, 16. Oktober 2007)

Micheline Calmy-Rey plädiert an der Olma für Marktöffnung

11.10.2007 – (lid) – In St. Gallen hat am Donnerstag, 11. Oktober die 65. Olma ihre Tore geöffnet. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey würdigte in ihrer Ansprache die Leistungen der Schweizer Landwirtschaft und plädierte für eine weitere Marktöffnung gegenüber der EU. “Wir müssen die Öffnung über die Abschottung stellen. Aber nicht irgendeine Öffnung”, sagte Calmy-Rey laut der Nachrichtenagentur SDA an ihrer Eröffnungsrede. Eine kontrollierte und sozialverträgliche Marktöffnung könne die Absatzchancen der Schweizer Landwirtschaft verbessern. So mache die Schweiz gute Erfahrungen mit dem seit Mitte 2007 geltenden Freihandel für Käse. Ein Agrar-Freihandelsabkommen mit der EU beunruhige zwar die Landwirtschaft und die vor- und nachgelagerten Branchen, räumte Calmy-Rey ein.

Ein solches Abkommen verdiene aber eine vertiefte Prüfung. Dabei gehe es auch darum, die nötigen flankierenden Massnahmen zu bestimmen. Die Bundespräsidentin lobte die Schweizer Landwirte für “ihre grossen Anstrengungen, die sie in den letzten Jahren im Rahmen der Reformen auf sich nehmen mussten”. Das Tempo des durch die Globalisierung ausgelösten Wandels sei enorm. An der diesjährigen Olma präsentieren sich knapp 650 Aussteller in acht Hallen und der Arena. Zur 65. Olma gehören 20 Sonderschauen. Die Messe dauert bis zum 21. Oktober. Es werden rund 400’000 Besucher erwartet, schreibt die SDA weiter.

Fenaco hält 96 Prozent an Granador

10.10.2007 – (lid) – Die Hitzkircher Getränkegruppe Granador ist praktisch in die Fenaco übergegangen. Nach Ablauf der gesetzten Frist hält die Genossenschaft der Schweizer Agrarwirtschaft 96 Prozent an Granador. Dies schreibt die Nachrichtenagentur SDA.
Am 30. Oktober findet die ausserordentliche Generalversammlung der Granador statt, an welcher ein neuer Verwaltungsrat gewählt werden soll, schreibt die SDA weiter. Der abtretende Verwaltungsrat hatte den 750 Aktionären den Verkauf ihrer Aktien an Fenaco empfohlen. Die Übernahme von Granador ist Bestandteil der Restrukturierung der Fenaco-Getränkesparte. Fenaco will die Strukturen vereinfachen.

Das Gemeinschaftsunternehmen Unidrink wird mit der Übernahme vollumfänglich zur Fenaco-Tocher. Vor dem Verkauf hielt Granador 36 Prozent und Fenaco 64 Prozent an Unidrink. Ein Wermutstropfen bleibe die mit der Restrukturierung verbundene Verlagerung der Getränkeproduktion- und abfüllung von Hitzkirch nach Sursee, heisst es. Doch komme es zu keinen Entlassungen. Die meisten Mitarbeiter wechselten zur Unidrink nach Sursee. Einige wenige Mitarbeiter hätten eine Stelle in einem anderen Unternehmen gefunden.

Deklaration und Abbildungen bei “Vanille”-Erzeugnissen

In verschiedenen Konsumententests und vereinzelt
auch über Beanstandungen des kantonalen Vollzugs
wird der Industrie vorgeworfen, “Vanille”-
Produkte in täuschender Form anzubieten, indem
an Stelle von natürlicher Vanille bzw. Vanilleextrakt
das synthetische Vanillin eingesetzt wird.
FBH – Das Kantonale Labor Zürich (KLZH) hat einen
Verhältniswert zwischen Vanille und Vanillin festgelegt
(Vanillin aus natürlicher Quelle zu p-Hydroxybenzaldehyd
[pHBA] von 174:1), bei dessen Überschreiten
davon ausgegangen wird, dass die sensorischen
Eigenschaften des Enderzeugnisses überwiegend
durch das synthetische Vanillin bestimmt werden. Nach Art. 34 LKV ist in diesen Fällen die Abbildung
von Vanilleschoten oder -blüten nicht zulässig.

Die Methodik des KLZH wird von der Aromenindustrie
und von den Verwendern von Vanillearomen
in Frage gestellt. Am 10. Juli 2007 fand beim KLZH
eine Aussprache statt. Es wurde beschlossen, in einer
kleineren Arbeitsgruppe Sensoriktests durchzuführen,
mit denen geklärt werden soll, ob das typische
Vanillearoma vom natürlichen Vanilleextrakt oder
von dem zur Abrundung zugegebenen Vanillin
stammt und welche Verhältniszahl massgebend sein
soll. Die Ergebnisse werden bis ca. Ende September
2007 vorliegen. Sie sollten dann eine Grundlage bilden
für die Überprüfung des umstrittenen Art. 34
LKV. (FIAL-Newsletter 31.8.2007)

MARKTPLATZ: Sugus mit vier neuen Geschmacksrichtungen

Sugus gibt es jetzt auch als Apfel-, Kirsche-, Birnen und
Pfirsich-Kaubonbons. Die neuen Sugus, die wie aus dem heimischen
Obstgarten schmecken, sind ab Mitte Oktober 2007 als fruchtig frische
Ergänzung zu den traditionellen bekannten Geschmacksrichtungen von
Sugus erhältlich. Schweizer geniessen wieder verstärkt Schweizerisches – und das
Markenbewusstsein für Produkte mit helvetischen Wurzeln liegt derzeit
voll im Trend. Darauf setzt auch die Traditionsmarke Sugus, die
gemäss einer aktuellen Marktstudie erneut zu den 20 beliebtesten
Marken der Schweiz zählt.

Es erstaunt also nicht, dass es neben dem
eher exotischen Standardsortiment mit Ananas, Orange, Zitrone und
Erdbeere nun auch heimische Baumobst-Sugus gibt. Äpfel, Birnen,
Kirschen und Pfirsiche gehören hierzulande zu den meistkonsumierten
Früchten und sind nun auch in Form von Sugus erhältlich – als kleiner
Aufsteller für Zwischendurch, für das Lager, die Reise oder eine
Wanderung.

Entstehung des Sugusbonbons

Als 1929 Güter wie Kakao und Kaffee
selten und entsprechend überteuert waren, suchte der Direktor der
Neuenburger Schokoladenfabrik Suchard nach Alternativen. Und wurde
schliesslich in Krakau fündig: Dort stellte der polnische Ableger des
Unternehmens in Lizenz ein fruchtiges Kaubonbon her. Der Direktor
erwarb die Lizenz für die Schweiz, überzeugte seinen Verwaltungsrat
und bereits 1931 wurde Sugus auf dem Schweizer Markt eingeführt.
1991 wurde Suchard von Kraft Foods übernommen, die vor zwei Jahren die
Marke Sugus an die Wm. Wrigley Jr. Company verkaufte. Wrigley bekennt
sich klar zu Sugus und bewies bereits bei der letztjährigen
75-Jahr-Feier der Marke sein Engagement für das Produkt. Dies zeigt
sich auch darin, dass Wrigley mit den neuen Sugus die erste
Innovation seit 1988 auf den Markt bringt. (11. Oktober 2007, Wrigley GmbH)