Datum:

KURZNEWS 23. Oktober 2007

Japaner ist weltbester Chocolatier / Natürliches Mittel gegen Feuerbrand / Migros lässt Gestelle durch Lieferanten auffüllen / Viel Salz in Fastfood von Pizza Hut und KFC

von Foodaktuell Importer


Naomi Mizuno aus Japan gewinnt den World Chocolate Masters 2007

Bei den World Chocolate Masters vom 20. bis 22. Oktober 2007 in Paris sind die zwanzig
weltweit talentiertesten Künstler aus dem Schokoladenbereich gegeneinander
angetreten. Der prestigeträchtige internationale Wettbewerb wurde bereits zum
zweiten Mal ausgetragen und fand dieses Jahr im Rahmen der ersten Fachmesse
“Salon du Chocolat Professionnel” statt. Thema der World Chocolate Masters war
“Nationale Mythen und Legenden“. Erste Prüfung für die Teilnehmer
waren die nationalen Vorentscheidungen. Der Sieg dort öffnete die Tore
zum grossen Finale der World Chocolate Masters in Paris. Auch dort konnten sie ihrem
Talent freien Lauf lassen.

Im Verlauf des Wettbewerbs hatten die begeisterten Kandidaten das hohe Niveau
ihrer Kunst unter den wachsamen Augen der Sachverständigenjury unter Beweis zu
stellen. Den Vorsitz der Jury hatte Francisco Torreblanca, „der“ spanische Schokoladenhersteller inne. Auch dem fachkundigen Publikum war Gelegenheit gegeben,
diese aussergewöhnlichen Augenblicke höchster Feinschmeckerkunst über den gesamten
Wettbewerb mit zu verfolgen. In Kabinen konnten die Besucher beobachten, wie die Kandidaten durch Geschicklichkeit und Technik regelrechte Kunstwerke zum Leben erweckten.

Neben dem Sieger der Endausscheidung und dem Zweit- und Drittplatzierten vergab
die Jury einzelne Auszeichnungen für die besten Realisierungen aus Schokolade im
Bereich Süssspeise, abgeformte und überzogene Schokoladenbonbons, Tellerdessert
und künstlerische Kreation. Der Sieger und neue World Chocolate Master Naomi Mizuno erhält den grossen Preis,
der von dem niederländischen Designer Rob Verhoeven realisiert worden ist. Die
Sieger der Endausscheidung erhalten insgesamt ein Preisgeld von 100 000 Euro.

Ergebnisse:

1. Platz: Naomi Mizuno (Japan),

2. Platz: Yvonnick Le Maux (Frankreich)

3. Platz: Carmelo Sciampagna (Italien)

Die folgenden Kandidaten wurden zusätzlich prämiert: Naomi Mizuno für seine Schokoladen-Süssspeise, Naomi Mizuno für sein Schokoladeschaustück, Yvonnick Le Maux für seine Schokoladenpralinés, Carmelo Sciampagna für sein Tellerdessert. (Medienmitteilung Barry Callebaut 23. Oktober 2007)

Rekord-Crèmeschnitte wird verlängert

1’100 Meter lang wird die Rekord-Patisserie, die am kommenden Wochenende zur Eröffnung der Tunnel zur Ortskernumfahrung von Aarburg produziert wird. Die Bäckerei-Konditorei Allenspach verlängert die Riesen-Crèmeschnitte um 300 Meter.
Sie wird zu Ehren von Paradiesli- und Festungstunnel erstellt und soll dem Einweihungsfest eine ganz besondere Note verleihen: Die längste Crèmeschnitte der Welt. Aufgrund der nun schriftlich vorliegenden Bestätigung der Guinness World Records Ltd, London, liegt der bisherige Rekord für die längste Crèmeschnitte der Welt (the longest cream puff pastry) bei 1’037.25 Metern. Sie wurde 1992 in Belgien erstellt.

„Wir nehmen die Herausforderung an und verlängern unsere Patisserie um 300 Meter auf 1’100 Meter“, erklärt Andreas Allenspach, Geschäftsleiter der Bäckerei-Konditorei Allenspach, Aarburg. Wie bereits angekündigt, wird das in der Nacht von Freitag auf Samstag frisch zubereitete Gebäck am Samstag, 27. Oktober 2007, zwischen 7 und 10 Uhr, im Eventtunnel in Aarburg in beliebig grossen Stücken der Öffentlichkeit verschenkt. Andreas Allenspach hofft auf einen Riesenaufmarsch von Naschkatzen. Ein Spendentopf zugunsten des neu gegründeten Vereins Tagesstätte für alte Menschen in Muhen ist bereitgestellt. (Medienmitteilung Allenspach AG 23. Oktober 2007)

Alternative zum Antibiotika-Einsatz gegen Feuerbrand

Am 2. Annual Biocontrol Industry Meeting in Luzern (ABIM-Lucerne Konferenz) wurde ein natürlicher Gegenspieler gegen den Feuerbrand vorgestellt. Es handelt sich um ein Pilzpräparat (Aureobasidium pullulans). Das neue Produkt «Blossom-Protect» der Firma «Bio-Protect» hat in Deutschland sehr gute Wirkung gegen den Feuerbrand gezeigt und gilt als wesentlich umweltverträglicher als das umstrittene Antibiotikum Streptomycin, welches in der Schweiz noch nicht zugelassen ist. Diese Alternative zur Antibiotika-Anwendung im Obstbau ist bereits beim Bundesamt für Landwirtschaft zur Zulassung als Pflanzenschutzmittel angemeldet. Die Firma Bio-Protect aus der Bodenseeregion ist ein Vertreter einer rasch wachsenden Industrie, die innovative und umweltverträgliche biologische Alternativen zu synthetischen Pestiziden entwickelt. (FiBL 22. Oktober 2007)

Migros lässt künftig Lieferanten Regale füllen

19.10.2007 – (lid) – Migros will die Kosten im Logistikbereich weiter senken. Deshalb sollen sich Lieferanten um den Nachschub für die Filialen kümmern. Kaum macht sich ein Artikel rar im Migros-Regal, ist schon der Lieferant zur Stelle und füllt die Bestände auf. Möglich machen soll das eine elektronische Kooperationsplattform, wie der Obst- und Gemüsehandelsverband Swisscofel unter Berufung auf “cashdaily.ch” am Freitag, 19. Oktober berichtet. Über die elektronische Kooperationsplattform sollen die Lieferanten genauen Einblick in die Verkaufszahlen ihrer Produkte in den rund 600 Migros-Läden erhalten. Das Zwischenlager werde überflüssig, Nachlieferungen gingen direkt in die jeweilige Filiale.

Mit der Kooperationsplattform steige die Verfügbarkeit der Waren und die Migros könne schneller auf das Kaufverhalten ihrer Kunden reagieren. Im Gegenzug würden die Kosten für die Administration und die Lagerhaltung sinken. Allein die rein elektronische Abwicklung des Rechnungswesens dürfte laut Schätzungen von “cashdaily.ch” Einsparungen in Höhe mehrerer Millionen mit sich bringen. Im hart umkämpften Detailhandel gehörten Infrastruktur und Logistik zu den wenigen Bereichen, in denen sich noch Kosten senken liessen.

Nestlé ist weiterhin auf Kurs

19.10.2007 – (lid) – In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ein Umsatzwachstum von neun Prozent realisiert. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Milliarden auf 78,7 Milliarden Franken, wie Nestlé am Donnerstag, 18. Oktober bekannt gab. Dank den starken Marken hätten die steigenden Rohstoffkosten durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden können.

Am meisten zugelegt hat Nestlé in der Zone Asien, Ozeanien und Afrika mit einem Plus von knapp neun Prozent. Auch in Nord- und Südamerika konnte laut Nestlé mit einem Plus von 7,5 Prozent ein solides Wachstum realisiert werden. Die Zunahme in Europa um 2,5 Prozent war vergleichsweise bescheiden. Trotz des steigenden Kostendrucks bei den Rohstoffen rechnet Nestlé für das ganze Jahr 2007 mit einem guten Jahresergebnis. Nach der Ernennung von Paul Bulcke zum CEO kündigte Nestlé weitere Änderungen im Management an. Paul Polman wird Nachfolger von Paul Bulcke als Generaldirektor für Nord- und Südamerika. Den freigewordenen Posten als Finanzdirektor übernimmt James Singh, der damit als neues Mitglied zur Generaldirektion stösst.

Hohe Salzgehalte in Fastfood: Empfohlene Tagesmengen mehrfach überschritten

(pte/19.10.2007/10:00) – Ein Besuch in einem Fastfood-Restaurant könnte Kinder einer unglaublich hohen Salzmenge aussetzen. Zu diesem Ergebnis ist die Überprüfung durch die Consensus Action on Salt and Health (CASH, actiononsalt.org.uk) gekommen. Eine Mahlzeit bei Pizza Hut zum Beispiel enthält vier Mal so viel Salz wie pro Tag für einen Sechsjährigen empfohlen wird. Auch Kentucky Fried Chicken KFC schnitt bei der Untersuchung von Hunderten Lebensmitteln schlecht ab. Ebenfalls bewertet wurden McDonalds und Burger King. Alle Restaurantketten erklärten laut BBC, dass die Salzmengen in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden seien.

Die britische Regierung empfiehlt für Erwachsene maximal sechs Gramm Salz pro Tag, fünf Gramm für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren und drei Gramm für Kinder zwischen vier und sechs Jahren. Laut CASH-Studie nimmt eine vierköpfige Familie bei einem Pizza Hut-Menü bestehend aus einem Cheesy Bites Meat Feast, einem mittelgrossen Super Supreme, einem Knoblauchbrot, einer Portion Potato Wedges, Chicken Wings und einem Topfenkuchen als Dessert pro Person durchschnittlich rund 12,3 Gramm Salz zu sich. Diese Salzmenge entspricht mehr als dem doppelten Maximalwert für Erwachsene und vier Mal dem eines Sechsjährigen.

Auch das Familienmenü bei KFC schlägt sich mit 5,2 Gramm Salz pro Person zu Buche. Kindermenüs enthielten bei Pizza Hut 4,3 Gramm Salz. Mit 0,6 Gramm Salz schnitt das Happy Meal von Mc Donalds vergleichsweise gut ab. CASH erklärte, dass alle Restaurantketten im Internet Informationen über den Salzgehalt der angebotenen Speisen geben. Pizza Hut und KFC boten an den Verkaufsorten keine Informationen zum Salzgehalt an. Die Lobbyisten fordern daher, dass alle Restaurants die notwendigen Informationen für eine bewusste Auswahl zur Verfügung stellen.

Ackerbau ist in der Schweiz doppelt so teuer wie in Deutschland

18.10.2007 – (lid) – Der Anbau von fünf Ackerfrüchten ist in der Schweiz doppelt so teuer wie im benachbarten deutschen Baden-Württemberg. Dies, obwohl die klimatischen und topografischen Bedingungen gleich sind. Zu diesem Schluss kommt die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon wie die Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag, 18. Oktober mitteilt. Anhand einer Vollkostenrechnung wurden die fünf Kulturen Weizen, Futtergetreide, Raps, Zuckerrüben und Kartoffeln untersucht.

Für den grossen Kostenunterschied gebe es mehrere Ursachen: Das allgemein höhere Preisniveau in der Schweiz schlägt sich zum einen bei den Arbeitskosten, den Pachtzinsen und den Direktkosten (Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz) nieder. Die grössten Unterschiede machten aber die Maschinenkosten aus. Dabei falle im Wesentlichen die Auslastung der Maschinen ins Gewicht. Sie sei in der deutschen Nachbarschaft höher, weil grössere Betriebe bewirtschaftet werden. Und die Bauern teilten sich dort weit häufiger eine Maschine als in der Schweiz. Zudem sei in Baden-Württemberg der pfluglose Anbau verbreiteter. Einsparungen erzielen die deutschen Landwirte auch durch den gemeinsamen Ankauf von Hilfsstoffen wie Dünger.
18. Oktober 2007

Emmi-Neubauprojekt in Langnau im Fahrplan

Mit der am 18. Oktober erfolgten Grundsteinlegung des neuen Produktionsgebäudes in Langnau realisiert Emmi einen weiteren Schritt in der Zusammenlegung der Produktionsbetriebe von Thun und Langnau ins Emmental. Emmi wird bis spätestens Ende 2009 die Produktion Fondue, Schmelz- und Frischkäse an diesem Standort konzentrieren und die Produktion in Thun ab 2009 schrittweise ins Emmental verlagern. Die Investitionen für den Ausbau am Standort Langnau belaufen sich auf über CHF 30 Millionen. (Emmi 18. Oktober 2007)

Frutarom übernimmt Gewürzmüller

Frutarom Industries Ltd. gab bekannt, dass sie eine Vereinbarung über die Übernahme von 100% des Aktienkapitals der deutschen Unternehmen Gewürzmüller GmbH und Blessing Biotech GmbH („Gewürzmüller“ bzw. „Blessing Biotech“, zusammen die „Gewürzmüller-Gruppe“) gegen eine Zahlung von USD 67 Mio. (EUR 47,3 Mio.) in bar unterzeichnet hat.

Gewürzmüller wurde 1896 von der Familie Rendlen (dem Verkäufer) gegründet und ist heute eine führende internationale Unternehmensgruppe mit einem hervorragenden Ruf. Gewürzmüller beschäftigt 190 Mitarbeitende. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt einzigartige und innovative Gewürze, Gewürzmischungen und funktionale Ingredienzen für die Nahrungsmittelindustrie, insbesondere für die fleischverarbeitende Branche und die Hersteller von Convenience Food.

Blessing Biotech entwickelt, produziert und vermarktet Starterkulturen. Dabei handelt es sich um natürliche Produkte, die auf mikrobiologischen Prozessen wie der Fermentation durch Mikroorganismen und Enzymen beruhen und bei der Herstellung von Nahrungsmitteln, insbesondere Fleischwaren, Milchprodukten und Backwaren zur Anwendung kommen. Starterkulturen ermöglichen es Nahrungsmittelherstellern, Geschmack, Farbe, Textur und Haltbarkeit der Produkte massgeblich zu steuern. Die Gewürzmüller-Gruppe betreibt zwei Produktionsstandorte in Stuttgart, Deutschland.

Gewürzmarkt wächst

Der weltweite Markt für Gewürzprodukte wächst jährlich um 4–6%. Bedingt durch Veränderungen von Lebensstil, Kaufkraft und Konsumgewohnheiten ist dieses Wachstum in den Schwellenländern, wo Gewürzmüller ebenfalls aktiv ist, noch stärker. Die veränderten Gewohnheiten führen zu einer erhöhten Nachfrage nach industriell hergestellten Lebensmitteln und Convenience Food für den Verzehr zu Hause und ausser Haus. Frutarom sieht Gewürzprodukte als einen wichtigen strategischen Wachstumsmotor an und investiert an ihren weltweiten Standorten stark in innovative und einzigartige Produkte mit hohem Mehrwert.

Frutarom über sich selbst

Frutarom ist ein international tätiges Unternehmen mit bedeutenden Produktions- und Entwicklungszentren auf drei Kontinenten. Die Gruppe vermarktet ihre Produkte auf allen fünf Kontinenten und verkauft sie an mehr als 5’000 Kunden in über 120 verschiedenen Ländern. Die Produkte von Frutarom werden in erster Linie für die Lebensmittel-, Getränke-, Aroma-, Duft-, pharmazeutische, nutrazeutische, Functional Food, Lebensmittelzusatz- und Kosmetikindustrie entworfen.

Frutarom operiert via zwei verschiedene Divisionen: Die Division „Flavors“ beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Aroma- und Würzmittelpräparaten sowie mit Food Systems. Die „Fine Ingredients“ Division entwickelt, produziert und vermarktet natürliche Aromaextrakte, natürliche funktionale Ingredienzen, natürliche pharmazeutische/nutrazeutische Extrakte, Spezialzutaten wie ätherische Öle und Zitrusaromen sowie chemische Aromastoffe. Die Produkte von Frutarom werden in Werken in den USA, Grossbritannien, der Schweiz, Deutschland, Israel, Dänemark, China und der Türkei hergestellt. Frutarom arbeitet zudem mit lokalen Agenten und Distributoren auf der ganzen Welt zusammen und beschäftigt weltweit mehr als 1’300 Personen. (Frutarom 18. Oktober 2007)

Brüssel will illegale Hochseefischerei stoppen

17.10.2007 – (lid) – Die EU-Kommission will der illegalen Hochseefischerei einen Riegel schieben. Sie verlangte am 17. Oktober in Brüssel die Einführung von Zertifikaten.
Nur legal gefangener Fisch soll so in die Europäische Union eingeführt werden können. Illegale Fischerei sei kein harmloses Vergehen, betonte EU-Fischereikommissar Joe Borg. Sie schade der Umwelt und der Wirtschaft. Laut Kommissionsangaben beträgt der Wert der aus der illegalen Fischerei stammenden EU-Importe schätzungsweise über 1,1 Milliarden Euro.

Hauptinstrument für die Schliessung des EU-Markts für illegal gefangene Fische und Fischprodukte sollen Importkontrollen sein. Der Flaggen- oder Exportstaat müsste dann bescheinigen, dass legal gefischt wurde und das betreffende Schiff über die notwendigen Genehmigungen sowie über die Fangquoten verfügt. Für illegal fischende Schiffe und für Staaten, die solches Tun tolerieren, will die EU-Kommission eine Schwarze Liste erstellen. EU-Kommissar Borg geht davon aus, dass dies auch eine abschreckende Wirkung für Reedereien haben wird.

Ziel sei ein möglichst weltweites Vorgehen, forderte Borg. Als eine der grössten Fischereimächte und als weltweit grösster Markt für Fischereierzeugnisse müsse die EU beim Kampf gegen die illegale Fischerei eine wesentliche Rolle übernehmen.
Die Vorschläge der EU-Kommission müssen nun von den Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament beraten werden. Borg hoffte, dass dies bereits im kommenden Jahr erfolgen wird.