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KURZNEWS 30. Oktober 2007

Barriquewein mit Holzspänen / Tessiner Kastanienernte / Blauzungenkrankheit / Cremeschnitten-Weltrekord in Aarburg / Lob für Schokolade von Aldi und Lidl

von Foodaktuell Importer

Eichenholzspäne im Wein nicht verbieten

30.10.2007 – (lid) – Die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates will den Zusatz von Eichenholzspänen zur Aromatisierung von Weinen nicht verbieten. Sie lehnt eine parlamentarische Initiative von Josef Zisyadis (PdA/VD) einstimmig ab.
Wie die Parlamentsdienste laut der Nachrichtenagentur SDA am Dienstag, 30. Oktober mitteilten, würde das vom Initianten geforderte Verbot dazu führen, dass Schweizer Weinbauern nicht die gleichen Produktionsmethoden wie im Ausland anwenden könnten. Der Staat solle den Konsumenten nicht vorschreiben, welche Weine sie geniessen wollen.
In den Kantonen Wallis, Neuenburg und Genf ist die Verwendung von Eichenholzspänen bei der Herstellung von AOC-Weinen nicht zugelassen. Der Bundesrat hat sie als Anpassung an die EU-Vorschriften erlaubt. Die Verwendung von Eichenholzspänen anstelle von Eichenfässern (Barriques) ist bei den Önologen umstritten.

Tessin: Ein Fünftel weniger Kastanien

30.10.2007 – (lid) – Im Tessin sind in diesem Jahr knapp 50 Tonnen Kastanien gesammelt worden, 20 Prozent weniger als 2006. Viele Früchte waren kleiner als in anderen Jahren. Grund war der feuchte und warme Sommer. Der Bedarf für die Lebensmittel-Produzenten könne aber trotz des Ernterückgangs problemlos gesichert werden, sagte Erntekoordinator Paolo Bassetti am 30. Oktober gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Die meisten Kastanien werden getrocknet und zu Mehl verarbeitet. Bloss etwa 13 Tonnen gehen als Frischprodukte auf den Markt. Aus der Kastanie kann man im Prinzip alles Mögliche herstellen. Die Palette der Produkte reicht von Gebäck, Süssigkeiten, Pasta, Honig und Konfitüre bis hin zu Bier und Schnaps.

Wegen ihrem hohen Nährwert galt die Kastanie im Südkanton früher als Hungertöter. Insgesamt erstrecken sich die Kastanienhaine im Tessin auf einer Fläche von 20’000 Hektaren. In Mezzana im Mendrisiotto, in Muzzano bei Lugano sowie in Cadenazzo bei Bellinzona gibt es seit 1995 Sammelzentren, wo die gesammelten Kastanien im Oktober abgegeben werden können. Im langjährigen Vergleich sind die heuer gesammelten 50 Tonnen viel: Noch vor fünf Jahren wurden lediglich 20 Tonnen Kastanien abgeliefert. Der Rest blieb in den Wäldern liegen.

Bundesrätin Doris Leuthard will EU-Agrarfreihandel vorantreiben

Mit einem Agrarhandelsabkommen mit der EU könnte
das Preisniveau von vor- und nachgelagerten Stufen in der
schweizerischen Landwirtschaft an das ausländische Kostenniveau
herangeführt werden, meinte Bundesrätin Doris Leuthard (gemäss
Redetext) am Europa Forum am Montagabend in Luzern. Die dazu
notwendigen Vorabklärungen würden gemacht. Entsprechende Anträge
werde sie demnächst dem Bundesrat unterbreiten. Ferner solle auch mit
der Realisierung des Cassis de Dijon-Prinzips und der Überprüfung des
Kartellgesetzes das hohe Preisniveau in der Schweiz gesenkt werden.

Weil die Nachfrage nach Nahrungsmitteln in nächster Zeit zunehme,
müsse die Landwirtschaft selber ihre Wettbewerbsfähigkeit ständig
verbessern und sich am Markt orientieren, wie das in der Agrarpolitik
(AP) 2001 vorgegeben werde, ergänzte Leuthard. Sie wies überdies
darauf hin, dass die Standortattraktivität der Schweiz nicht allein
mit dem Preisniveau stehe oder falle. Die anderen Faktoren seien für
ausländische Investoren ebenso wichtig: ein flexibler Arbeitsmarkt
und eine funktionierende Sozialpartnerschaft, hohe Investitionen in
Forschung und Entwicklung, unser wirtschaftsnahes und qualitativ
hochstehendes Berufsbildungssystem sowie gute Infrastrukturen oder
politische Stabilität.

Am Beispiel der EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich,
Italien und Österreich legte Staatssekretär Jean-Daniel Gerber dar,
dass sich in den letzten zehn Jahren die Preisniveaux in den
erwähnten Ländern praktisch angegeglichen hätten, wohingegen in der
Schweiz nach wie vor ein höheres Preisniveau herrsche. Gerber
plädierte für weitere Marktliberalisierungen, weil sie den
Produzenten zu mehr Effizienz im Vergleich mit der Konkurrenz
anspornten. Für den Kunden brächte Liberalisierung mehr Wahlfreiheit,
neben dem Aspekt, dass der Konsument über die Preise an der
Effizienzsteigerung partizipiere. (ots 29. Oktober 2007)

Schweizer Jura erhält Zuschlag zur Durchführung der Bergkäseolympiade 2009

Der bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Joseph Miller, übergab den Führungsstab an die Delegation aus dem Schweizer Jura, vertreten durch die Präsidentin des jurassischen Parlaments, Nathalie Barthoulot, den Minister für Wirtschaft, Kooperation und Gemeinden des Kantons Jura, Michel Probst, sowie den Abgeordneten des Amts für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern, Samuel Winkler. Für die nächste Veranstaltung im Herbst 2009 hat Bundesrätin Doris Leuthard das Patronat übernommen. Die Kantone Bern und Jura, sowie die Sortenorganisation Tête de Moine und die Schweizer Käsehersteller FROMARTE erwartet eine grosse Herausforderung, um in zwei Jahren den in- und ausländischen Besuchern ein interessantes Programm bieten zu können. (Fromarte 29. Oktober 2007)

«5 am Tag Früchte und Gemüse» lanciert das Portionenlogo

Früchte- und Gemüse sind unverzichtbar in einer gesunden
Ernährung. Deshalb engagieren sich die Krebsliga Schweiz, Gesundheitsförderung
Schweiz und das Bundesamt für Gesundheit, für die Kampagne «5 am Tag». Bereits 10
Lizenznehmer nutzen das «5 am Tag»-Logo. Als erste Detailhändlerin kennzeichnet Coop
die Verpackung von gesunden Lebensmitteln mit dem neuen Portionenlogo der
Kampagne. Auch Produkte für Kinder werden mit dem Logo versehen, denn: gesunde
und ausgewogene Ernährung beginnt bereits bei den Kleinsten.
Neben den acht bisherigen Lizenznehmern der Kampagne «5 am Tag» kommen neu healthy & snacky ag sowie Coop dazu.

«Mit Coop hat die Kampagne «5 am Tag» eine weitere gute und
starke Kooperationspartnerin gefunden, die sich langfristig gemeinsam mit der Trägerschaft der
Kampagne engagiert, damit in der Schweiz mehr Früchte und Gemüse gegessen werden», sagt
Ursula Zybach, Leiterin der Kampagne.
Bessere Orientierung für Kundinnen und Kunden
Statt der empfohlenen 5 Portionen Gemüse und Früchte am Tag essen Schweizerinnen und
Schweizer viel weniger, nämlich durchschnittlich nur drei Portionen. Das Logo von «5 am Tag»
erleichtert es den Konsumentinnen und Konsumenten sich für eine gesunde Ernährung zu
entscheiden.

Das neue Portionenlogo kennzeichnet Produkte, die in einer verzehrsfertigen
Portion 120 g Früchte oder Gemüse enthalten. Das Logo darf nur auf Produkten angebracht
werden, die maximal zehn Prozent der Energie aus zugeführtem Zucker und maximal 30
Prozent der Energie aus Fett enthalten. Zudem ist auch der Salzgehalt beschränkt. Dank diesen
strengen Kriterien können nur Produkte mit dem Label der Kampagne ausgezeichnet werden,
die einen sehr hohen Frucht- und Gemüseanteil haben.

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) hat die
Kampagne «5 am Tag» die Portionengrössen für Kinder definiert. So machen 100 g rohe
Früchte und 70 g rohes Gemüse je eine Portion aus. Coop kennzeichnet seine «JaMaDu»
Produkte, die für Kinder im Alter zwischen vier und neun Jahren entwickelt wurden, ebenfalls
mit dem Portionenlogo aus. «5 am Tag» ist eine Kampagne zur Förderung des Gemüse- und Früchtekonsums der Krebsliga
Schweiz, Gesundheitsförderung Schweiz und des Bundesamtes für Gesundheit. (Krebsliga Schweiz 29. Oktober 2007)

Blauzungenkrankheit: Massnahmen getroffen

Nach dem erstmaligen Auftreten der Blauzungenkrankheit in der Schweiz wurde um den betroffenen
Betrieb in Bettingen (BS) eine 20 km – Schutzzone festgelegt. Betroffen sind die Kantone
Basel Stadt, Basel Land, Solothurn und Aargau. In Absprache mit den Kantonstierärtzen hat
das Bundesamt für Veterinärwesen heute entschieden, dass auf Betrieben, auf denen Blauzungenkrankheit
auftritt, nur Tiere mit schweren Symptomen eingeschläfert werden. Die Blauzungenkrankheit
ist eine Tierkrankheit, die für den Menschen ungefährlich ist.

Seit mehreren Monaten hat sich die Blauzungenkrankheit in Europa sehr rasch ausgebreitet und ist
von Süddeutschland her immer näher an die Schweiz gekommen. So muss man davon ausgehen,
dass die Mücken, die die Krankheit übertragen, schon sehr verbreitet das Blauzungenvirus in sich
tragen. Daher wurde beschlossen, dass auch zukünftig auf einem betroffenen Betrieb nur schwer
erkrankte Tiere getötet werden. Dies war auch auf dem Betrieb in Bettingen der Fall, wo am Samstag
eines der 6 viruspositiven Tiere eingeschläfert wurde.
Alle Tiere auf dem benachbarten Betrieb des betroffenen Hofes wurden ebenfalls getestet: Alle Resultate
waren negativ.

Die von der Schutzzone betroffenen Betriebe der Kantone Basel Stadt, Basel Land, Solothurn und
Aargau werden durch ihre Kantonstierärzte schriftlich über die getroffenen Massnahmen informiert.
Lebende Wiederkäuer dürfen die Schutzzone nicht verlassen – ausser zur direkten Schlachtung mit
Genehmigung des Kantonstierarztes. Innerhalb der Schutzzone gibt es keine Einschränkungen im
Tierverkehr. Schutzmassnahmen vor den Mücken, die die Krankheit übertragen, müssen in der
Schutzzone eingehalten werden, wie zum Beispiel das Aufstallen der Tiere eine Stunde vor der Dämmerung.

Alle Massnahmen zielen darauf ab, die Ausbreitung der Tierseuche durch Vermeidung von
Tierbewegungen in die übrige Schweiz und durch Begrenzung des Kontakts der Tiere mit Mücken
einzudämmen.
Empfehlungen für die betroffenen Bauern in der Schutzzone sowie weiterführende Informationen über
die Krankheiten finden sich unter bluetongue.ch. (29. Oktober 2007 Bundesamt für Veterinärwesen BVET)

Erster Fall der Blauzungenkrankheit in der Schweiz

Die Blauzungenkrankheit wurde in der Schweiz in einem Rindviehbestand im Kanton Basel
Stadt festgestellt. Der Kantonstierarzt hat in Absprache mit dem Bundesamt für Veterinärwesen
Sofortmassnahmen auf dem betroffenen Bestand eingeleitet. Eine Schutzzone von 20 km
wird um den betroffenen Betrieb errichtet werden. Die Blauzungenkrankheit ist eine Tierseuche
der Wiederkäuer und für den Menschen ungefährlich.

In einem Rindviehbestand im Kanton Basel Stadt wurden 6 von 19 Rinder positiv auf die Blauzungenkrankheit
getestet. Ein Tier, das schwere Krankheitssymptome zeigte, wurde eingeschläfert. Ab Montag
wird eine Schutzzone von 20 Km um den betroffenen Bestand errichtet. Lebende Wiederkäuer
dürfen die Schutzzone nicht verlassen – ausser zur direkten Schlachtung mit Genehmigung des Kantonstierarztes. Angesichts
der schnellen Ausbreitung der Krankheit in Europa in den letzten Wochen muss auch mit weiteren
Fällen in der Schweiz gerechnet werden. (29. Oktober 2007 Bundesamt für Veterinärwesen BVET)

1’130 Meter neuer Crèmeschnitten-Weltrekord

Am Tunnelfest in Aarburg wurde letzte Nacht Geschichte geschrieben: Die Bäckerei-Konditorei Allenspach aus Aarburg erstellte mit 1’130 Metern die längste Crèmeschnitte der Welt und übertrifft damit den bisherigen Weltrekord um fast einhundert Meter. Bevor das Riesenbackwerk der zahlreich aufmarschierten Bevölkerung verschenkt wurde, wurde es von zwei urkundsberechtigten Personen geprüft. Die Riesenpatisserie soll nämlich im Guinnessbuch der Rekorde verewigt werden. Hocherfreut auch der Verein Tagesstätte für alte Menschen in Muhen als Nutzniesser der Spendenaktion.

Ein ganz besonderer Höhepunkt bereits zu Beginn des Tunnelfestes in Aarburg: Während sich die Bevölkerung in der Freitagnacht vergnügte, wurde im Eventtunnel auf Hochtouren gearbeitet. Andreas Allenspach und seine Mitarbeitenden der Bäckerei-Konditorei Allenspach waren auf dem Weg zur längsten Crèmeschnitte der Welt. Kurz nach sechs Uhr in der früh wurde das Riesenbackwerk von Notar Hans Beat Diriwächter und Gemeindeschreiber Stefan Niklaus aus Aarburg vermessen. Nachher durfte sich die zahlreich aufmarschierte Bevölkerung davon überzeugen, dass die Crèmeschnitte nicht nur Aufsehen erregend aussah, sondern auch köstlich schmeckte. Um zehn Uhr Vormittags waren die gut 22’000 Portionen verschenkt. Dem Spendentopf zugunsten des Vereins Tagesstätte für alte Menschen in Muhen wurde grosszügig zugesprochen. (Samstag, 27. Oktober 2007, Allenspach AG)

Emmi übernimmt belgische Handelsgesellschaft

Emmi übernimmt per 1. Januar 2008 die belgische Haerten & Interimex S.A in Brüssel. Die 1870 gegründete Handelsgesellschaft ist auf den Vertrieb von Käse in Belgien und Luxemburg spezialisiert. Mit der Übernahme gewinnt Emmi in Belgien und Luxemburg zusätzlich an Vermarktungskraft. Emmi ist seit Jahren im belgischen und luxemburgischen Markt mit Käse- und Frischprodukten präsent. Haerten & Interimex ist bereits ein langjähriger Kunde von Emmi. Mit der Übernahme der ausgezeichnet etablierten Handelsgesellschaft gewinnt Emmi in Belgien und Luxemburg an lokaler Kompetenz und Vermarktungskraft. Diese neue Emmi-Tochtergesellschaft wird ab Anfang 2008 das gesamte Produkte-Sortiment von Emmi in Belgien und Luxemburg vertreiben. Haerten wurde bereits 1870 als Handelsgesellschaft für Qualitätsprodukte gegründet und ist auf Käse, Fondue und andere Spezialitäten für den Detailhandel spezialisiert. Haerten & Interimex S.A. beschäftigt sechs Mitarbeitende und wird unter der Leitung des heutigen Geschäftsführers Marc Clarys weitergeführt. (Emmi, 26.10.07)

Test.de lobt Schokolade von Lidl und Aldi

Bei einem Test von Milchschokolade führen drei Produkte der Discounter Lidl und Aldi die Riege der elf „guten“ Schokoladen an, eine Schokolade von Penny war hingegen nur „mangelhaft“. Das schreibt die Zeitschrift test in ihrer November-Ausgabe, für die die Stiftung Warentest 20 Milchschokoladen getestet hat. Am besten schnitt die Vollmilchschokolade Fairglobe von Lidl ab. Sie trägt das Transfair-Siegel und kostet 1,19 Euro pro 100 Gramm. Mit 35 Cent ist die „gute“ Alpenvollmilchschokolade Fin Carré, ebenfalls von Lidl, deutlich günstiger. Ganz vorne liegt auch Aldi/Moser-Roth für 68 Cent.

Die Tester können gut die Hälfte der geprüften Tafeln empfehlen. Aber es gab auch Schokoladen, mit denen sie nicht zufrieden waren. Die Bioschokolade Gepa 3 Fairena zeigte in Geruch und Geschmack nicht nur Fremdnoten und schmeckte sehr fettig, sondern enthielt in der Schokolade auch ein Konservierungsmittel, das aus der Verpackung stammte. „Mangelhaft“ lautete deshalb das Qualitätsurteil, das auch die van d’Or-Schokolade von Penny bekam. Sie hatte einen viel zu hohen Nussanteil, der nicht deklariert war und für Menschen mit einer Nussallergie eine echte Gefahr darstellen kann.
Die ausführlichen Ergebnisse finden sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter test.de (25. Oktober 2007 test.de)
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Neues Feuerbrandmittel: Obstverband ist skeptisch

24.10.2007 – (lid) – Der Schweizerische Obstverband hält nicht viel vom neuen Pflanzenschutzmittel “Blossom-Protect” gegen Feuerbrand. Dieses sei “keine Alternative zum Antibiotikum” Streptomycin. Entgegen der Darstellung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) vom 24. Oktober komme der Wirkungsgrad des Mittels nicht an denjenigen des Antibiotikums Streptomycin heran, sagt Rolf Matter, Sprecher des Obstverbandes, gegenüber dem LID. Umfassende Freilandversuche in Deutschland, in Österreich und der Schweiz zeigten dies. Dies bestätigen Esther Moltmann vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Stuttgart und Eduard Holliger von der Eidg. Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW. “Blossom-Protect” wurde am 24. Oktober am 2. Annual Biocontrol Industry Meeting (ABIM) in Luzern vorgestellt.

Ein grosses Problem bei mehrmaliger Behandlung mit dem neuen Mittel ist ferner die so genannte Berostung: Die Oberfläche der behandelten Früchte ändert die Farbe und wird aufgerauht. Das gab auch FiBL-Mitarbeiter Lucius Tamm zu, er meinte aber, man werde dieses Problem noch in den Griff bekommen. Der Obstverband hält demgegenüber fest, dass berostete Früchte auf dem Tafelobstmarkt nicht abgesetzt werden können. Ausserdem erschwere das Mittel die Bekämpfung von anderen Pflanzenkrankheiten, wie z.B. dem Schorf.