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KURZNEWS 27. November 2007

Weko prüft Coop-Carrefour-Deal / Award für Compass / Bühler übernimmt Mitbewerber / EU skeptisch zu GVO-Mais / Frustessen / Zukunft Schweizer Hotellerie / Zitrone mit Grüntee

von Foodaktuell Importer

Weko prüft Coop-Carrefour-Deal genauer

27.11.2007 – (lid) – Die Wettbewerbskommission (Weko) will die Übernahme von Carrefour durch Coop einer vertieften Prüfung unterziehen. Eine erste vorläufige Prüfung habe Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die geplante Übernahme eine kollektiv marktbeherrschende Stellung auf dem Detailhandelsmarkt in der Schweiz begründen oder verstärken könnte, schreibt die Weko in einer Medienmitteilung. Ferner könnte es sein, dass sich die Position von Coop gegenüber den Lieferanten verstärken könnte und diese in eine wirtschaftliche Abhängigkeit gegenüber Coop geraten könnten. Auch für allfällige neue Konkurrenten könnte es schwieriger werden, geeignete Standorte für grosse Verkaufsflächen zu finden. Die Weko hat bis zum 27. März Zeit, um den Zusammenschluss zu untersuchen.

Neuer Fall der Blauzungenkrankheit

27.11.2007 – (lid) – Im Kanton Basel-Land ist ein neuer Fall der Blauzungenkrankheit aufgetreten. Damit steigt die Zahl der Blauzunge-Fälle in der Schweiz auf vier.
Das betroffene Rind dürfte sich bereits zwischen Mitte Oktober und Anfang November infiziert haben, schreibt das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) in einer Medienmitteilung vom Dienstag, 27. November. Das Tier stamme aus der Überwachungszone, welche 170 Rinderbetriebe umfasse. Der Fall hänge somit mit den anderen Fällen zusammen, welche in dieser Gegend aufgetreten sind.
Die Schutzzone, die um diese Fälle eingerichtet wurde, bleibt laut BVET unverändert. Die momentanen tiefen Temperaturen schränkten die Aktivität der Überträgermücken ein, die Blauzungen-Saison werde für dieses Jahr zu Ende gehen, schreibt das BVET weiter.

Compass Group gewinnt Business & Care-Award.

26. November 2007 (Compass) – Compass Group (Schweiz) AG wurde am Montag 19. November mit dem 1. und 2. Preis der «Best of Swiss Gastro Awards» in der Kategorie Business & Care ausgezeichnet. Der 1. Platz ging an das Restaurant Sunrise Tower in Zürich, dem Restaurant für Sunrise Mitarbeitende sowie externe Besucher. Den 2. Platz erreichte das PWC Inn, das Personalrestaurant der Firma PriceWaterhouseCoopers in Oerlikon. Die Preisverleihung fand im Rahmen der IGEHO in Basel statt, bei der in acht verschiedenen Kategorien die besten Gastronomie Betriebe ausgezeichnet wurden.

In jeder Kategorie hatte die Öffentlichkeit die Möglichkeit, aus zehn Restaurants Ihren
Favoriten zu wählen. Zusammen mit der Bewertung der Juri wurden anschliessend die
Gewinner erkoren.
Thomas Kobsa, Direktor Deutschschweiz der Compass Group (Schweiz) AG: „Ich freue mich sehr über diese doppelte Auszeichnung und ich gratuliere den Teams und Betriebsleitenden ganz herzlich zu diesem wohlverdienten Erfolg. Es ist eine Motivation für uns alle.“

Bühler beteiligt sich an der G.W. Barth AG

23. November 2007 (Bühler, Uzwil (CH) und Freiberg (D)) – Der Schweizer Technologiekonzern Bühler AG übernimmt rückwirkend per 1. Juli 2007 die Mehrheit der deutschen G.W. Barth AG, einem Anlagebauer für die Süsswaren- und Nahrungsmittelindustrie. Die G. W. Barth AG liefert Dienstleistungen, Maschinen, Anlagen und schlüsselfertige Fabriken für die Süsswarenindustrie vorwiegend für die Be- und Verarbeitung von Kakao und Nüssen und ergänzt somit das Portfolio von Bühler in optimaler Weise. G.W. Barth wird als Bühler Barth in den Bühler Geschäftsbereich Schokolade & Kakao integriert, wobei der heutige Standort von G.W. Barth im deutschen Freiberg bestehen bleibt und zu einem gemeinsamen Kompetenzzentrum ausgebaut wird.

Im Sinne einer positiven Zukunftsgestaltung verkaufen die Aktionäre der G.W. Barth AG 51% der Aktien an Bühler. Unter Ihrer Leitung hat das Unternehmen in den vergangenen 27 Jahren eine führende Technologie- und Marktstellung im Bereich der Kakao- und Nussverarbeitung aufgebaut. Günter Daiss wird weiter im Aufsichtsrat von Bühler Barth Kontroll- und Lenkungsfunktionen tragen .
Mit der Übernahme von Barth stärkt der Geschäftsbereich Schokolade & Kakao von Bühler seine Aktivitäten im Kakao- und Nussgeschäft. Mit dem von Barth entwickelten NARS-Verfahren (Nibs-Alkalizing-Roasting-Sterilizing), das 1975 eingeführt wurde gehört Barth zu den weltweit verfahrenstechnisch führenden Herstellern von Röst-Anlagen. Für Kunden des Unternehmens steht ein komplett eingerichtetes Technikum zur Produktentwicklung in den Bereichen Kakao und Nuss zur Verfügung.

Das Know how des Geschäftsbereichs Schokolade & Kakao von Bühler und von Barth im Bereich Behandlung von Kakaobohnen wird gebündelt. Am heutigen Standort von G.W. Barth wird das gemeinsame Kompetenzzentrum Bühler Barth entstehen. Die Forschung und Entwicklung der Verkauf sowie das Engineering und die Fertigung bleiben ebenfalls in Freiberg bestehen und werden ausgebaut.

Das Unternehmen G.W. Barth AG wurde 1890 durch Georg Wilhelm Barth in Ludwigsburg gegründet und liefert Maschinen, Anlagen und schlüsselfertige Fabriken für die Süsswaren- und Lebensmittelindustrie vorwiegend für die Be- und Verarbeitung von Kakao und Nüssen. G.W. Barth beschäftigt rund 70 Mitarbeitende und erwirtschaftete einen Umsatz von über EUR 25 Mio.

Bühler ist ein global führendes Unternehmen der Verfahrenstechnik, insbesondere für Produktionstechnologien zur Herstellung von Nahrungsmitteln und technischen Materialien. Bühler ist in über 140 Ländern tätig und beschäftigt weltweit rund 6’600 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von CHF 1’613 Mio.

EU-Kommissar äussert sich skeptisch zu GVO-Mais von Syngenta

22.11.2007 – (lid) – EU-Umweltkommissar Stavros Dimas steht dem gentechnisch veränderten Bt-11-Mais von Syngenta kritisch gegenüber. Er denke darüber nach, für das Anbaugesuch in der EU einen negativen Bescheid vorzuschlagen, sagte er.
Dimas, der sich am Donnerstag, 22. November in Brüssel erstmals öffentlich zum Thema äusserte, verwies dabei auf das Vorsorgeprinzip. Man müsse absolut sicher sein, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt habe, betonte er. Es gebe “einige Hinweise für Langzeitfolgen”, zitiert ihn die Nachrichtenagentur SDA.

Der Bt-11-Mais von Syngenta ist in der EU für den Nahrungs- und Futtermittelimport zugelassen, bisher allerdings nicht für den Anbau. Die EU-Staaten sind im Umgang mit der Gentechnik uneinig, und der Streit scheint nun auch die EU-Kommission erreicht zu haben. Laut verschiedenen Medienberichten teilt die Mehrheit der anderen EU-Kommissare die Haltung von Dimas nicht.

Die Umweltorganisationen Global 2000 äusserten sich bereits mehrfach kritisch zu Bt-11 und dem Mais 1507 von Pioneer, zu dem ebenfalls ein Anbaugesuch hängig ist. Sie verwiesen dabei auf Studien, die belegten, dass die Folgen nicht absehbar seien. Eine Studie zeige, dass der Genmais, der das Insektengift des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) produziert, schwere Schäden für Ökosysteme im Wasser anrichten könne. Laut den Umweltorganisationen sind zudem bislang die Folgen für den Lebensraum Wasser durch den Eintrag von Pollen und Ernteabfällen nicht berücksichtigt worden. Der Bt-Mais stehe zudem im Verdacht, für nützliche Insekten schädlich zu sein und sich langfristig auch auf die Böden negativ auszuwirken.

Hotelierverband «hotelleriesuisse» feiert 125 Jahre

22. November 2007 – (ots) – “Die Zukunft der Schweizer Hotellerie”, so heisst die Studie, die hotelleriesuisse zu ihrem 125-Jahre-Jubiläum beim Gottlieb Duttweiler Institut in Auftrag gegeben hatte. Heute werden die Resultate der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation durch David Bosshart, dem CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts, bildet den gehaltvollen Auftakt zum Jubiläumsfest, das der Unternehmerverband der Schweizer Hoteliers im Beisein von 600 geladenen Gästen im Berner Kursaal feiert.

Anlässlich des 125-Jahre-Jubiläums beauftragte hotelleriesuisse, der Unternehmerverband der Schweizer Hotellerie, das Gottlieb Duttweiler Institut als unabhängigen Think Tank mit der Erarbeitung einer Trendstudie. “Die Zukunft der Schweizer Hotellerie” vereinigt das neuste Fachwissen mit Erkenntnissen aus Experten-Workshops sowie einer Online-Befragung von Branchenkennern und Hoteliers. Entstanden ist ein praxisorientiertes Werk, das die wichtigsten Zukunftstrends auf dem Hotelmarkt aufspürt und vielfältige Anregungen für Hotellerie und Tourismus gibt. Patentrezepte hat die Studie keine auf Lager, aber sie zeigt viel versprechende Wege und ruft die Branche zu mehr Mut und Innovationskraft auf. hotelleriesuisse zählt 3’200 Mitglieder, darunter 2’200 Hotels. Diese generieren rund 77 Prozent der Hotelübernachtungen.

Frust-Essen: Wer aus seelischen Gründen mehr isst, nimmt schlechter ab

21. November 2007 (aid – Schmid-Altringer) – Übergewicht kann nicht nur gesundheitliche Folgen haben, sondern auch eine psychische Belastung sein. Deshalb sind eine Vielzahl von Diäten und Abnehmprogrammen auf dem Markt. Trotz erfolgreicher Gewichtsreduktion erreichen aber viele Betroffene innerhalb weniger Jahre wieder ihr Ausgangsgewicht oder nehmen sogar noch mehr zu.

Amerikanische Wissenschaftler haben deshalb untersucht, warum viele Abnehmwillige auch mit verhaltenstherapeutischer Begleitung ihr Ziel nicht erreichen oder das erreichte Gewicht nicht halten können. Ihr Ergebnis ist signifikant und gleichzeitig menschlich nachvollziehbar: Wer aus seelischen Gründen isst, der nimmt schlechter ab und eher wieder zu als jemand, den äußere Einflüsse zum Essen verleiten. Basis der Studie waren Fragen zu psychologischen Aspekten des Essens, die die über 3 000 Teilnehmer zwei verschiedener Abnehmstudien beantwortet hatten.

Die Forscher unterteilten die Ursachen für übermäßiges Essen in zwei Kategorien: Externe Faktoren verleiten dazu, über den Hunger hinaus nach Essen zu verlangen, beispielsweise auf Partys oder bei Einladungen mit Menü, wie in der Weihnachtszeit. Interne Faktoren beziehen sich dagegen auf Gedanken oder Gefühle, die Essen als Ersatz für emotionale Bedürfnisse wie Trost oder Nähe versprechen.

Je häufiger die Studienteilnehmer emotionale Gründe fürs Essen nannten, desto weniger nahmen sie trotz verhaltenstherapeutischer Begleitung ab beziehungsweise desto häufiger hatten sie nach einem Jahr wieder an Gewicht zugenommen. Die Wissenschaftler fordern Ernährungsberater und Therapeuten deshalb auf, zusätzlich zu den bisher erprobten Programmen gezielt auch auf den “seelischen Hunger” der Patienten einzugehen. Erst dann, vermuten sie, kann das Abnehmen dauerhaft Erfolg haben – eine Erkenntnis, die aus psychosomatischer und psychotherapeutischer Sicht nicht neu ist. Denn rund um das Gewicht spielen sehr unterschiedliche Faktoren eine Rolle – von kultureller, gesellschaftlicher Prägung bis hin zum Schönheitsideal.

Fruchtsäure und Vitamin C stabilisieren Antioxidantien im Aufguss

15. November 2007 (Mitteilung der Purdue-Universität, Lafayette) – Grüner Tee mit einem Schuss Zitrone ist besonders gesund: Der saure Zitronensaft verhindert, dass im Tee enthaltene sogenannte Catechine schon während der Verdauung zerfallen, ohne dass sie ihre positive Wirkung entfalten können. Diese Antioxidantien mindern das Risiko, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln und Schlaganfälle zu erleiden. Neben Zitronensäure hilft auch das chemisch als Ascorbinsäure bezeichnete Vitamin C dabei, Catechine durch die Verdauung zu schleusen, haben Ernährungsforscher um Mario Ferruzzi von der Purdue-Universität in West Lafayette herausgefunden.

Die Forscher untersuchten in einer chemischen Apparatur, die Teile der Verdauungsprozesse simuliert, wieviel der Catechinmenge des grünen Tees unzerstört hindurchgelangt. Catechine machen einen Großteil der Trockenmasse des Tees aus. In den Umgebungsbedingungen des Darms sind sie allerdings eher instabil. Die Verdauungssimulation von Ferruzzi reduzierte die ursprüngliche Catechinmenge auf zwanzig Prozent. Gab der Forscher indes Zitronensäure, Ascorbinsäure, Saft von Orangen, Limonen und Grapefruit dazu, so stieg die verfügbare Wirkstoffmenge auf ein Vielfaches. Die Spitzenreiter waren dabei Tees mit einem Schuss Zitronensaft oder zugesetztem Vitamin C.

Ferruzzi rät Verbrauchern, einem Teeaufguss eine geringe Menge Zitronensaft oder Vitamin C zuzugeben, um einen bestmöglichen gesundheitlichen Nutzen daraus zu ziehen. Bei abgefüllten Grüntee-Getränken sollten Verbraucher auch auf Zitronensäure oder Vitamin C als Zusatz achten. Allerdings ist die menschliche Nahrungsaufnahme komplizierter als die Simulation des Forschers, schränkt Ferruzzi ein. In weiteren Versuchen will er herausfinden, wieviel der Wirkstoffe auch tatsächlich im Körper des Menschen ankommt.

Compass gewinnt den Vertrag mit World Trade Center Lausanne

14. November 2007(Compass Group) – Compass Group (Schweiz) AG hat die Ausschreibung der Führung der Verpflegungsbetriebe des World Trade Centers Lausanne gewonnen, welches das bediente Restaurant „le Wings“, ein Selbstbedienungsrestaurant, die Bar „le Rotor“, eine Cafeteria und eine Traiteurabteilung beinhaltet. Das internationale Geschäftszentrum bietet Unternehmen aus verschiedenen Bereichen professionelle Dienste an für die Organisation von Tagungen, Büroräumlichkeiten und Verkaufsflächen. Die Lage im Herzen von Lausanne und die gute Erreichbarkeit machen das World Trade Center zum idealen Sitz für einen erfolgreichen Geschäftsanlass.

Der Vertrag erstreckt sich über 7 Jahre, eine Zeitspanne welche Compass nutzen wird um die Verpflegungsangebote vor Ort, unter dem Motto Dienstleistung, Kompetenz, Produkte, Kreativität und Vielfältigkeit, zu optimieren. Das neue Angebot wird, in einer modernen und gastfreundlichen Umgebung, den heutigen Trends und Ernährungsprinzipien angepasst. Einen besonderen Fokus werden saisongerechte Produkte und schonende Zubereitungsmethoden sein, welche sowohl die ernährungsphysiologischen wie die geschmackliche Qualität gewährleisten werden. Zusätzlich wird ganz im Sinne der Compass Group Politik darauf geachtet, dass lokale, umweltfreundlich erzeugte Produkte verarbeitet werden.

Compass Group (Schweiz) wird den Betrieb im Eigenrisiko führen. Der Vertrag ist zu 100% auf den Konsumenten und die grösste Zufriedenheit der Gäste ausgerichtet. Die Mitarbeiter des gegenwärtigen Cateringbetriebs werden übernommen, und das Team wird mit neuen, kompetenten Personen erweitert. Stephan Bucher, Operations Director von Compass Group (Schweiz) AG für die Westschweiz: „Der Zuschlag dieses Vertrags ist für das ganze Westschweizer Team eine grosse Ermutigung. Er beweist, dass die in den beiden letzten Jahren getroffenen Entscheide zum Stärken der Region richtig waren und jetzt Früchte tragen“.

Compass Group (Schweiz) AG bietet massgeschneiderte Dienstleistungen in der Gemeinschaftsgastronomie an. Das Kerngeschäft sind Business & Industrie sowie der Bildungs- und der Gesundheitsbereich. In der Schweiz ist Compass Group mit den
Marken Eurest, Restorama, Scolarest, Medirest, Ritazza und Compass Catering
vertreten. Die Compass Group (Schweiz) AG führt schweizweit rund 300 Restaurants.
Das Unternehmen beschäftigt 2200 Mitarbeitende. Der budgetierte Umsatz für das
Finanzjahr 2006/07 beläuft sich auf CHF 260 Mio. Die Compass Group (Schweiz) AG ist
dem Mutterkonzern Compass Group PLC angeschlossen, welcher auf dem FTSE 100 in
Grossbritanien gelistet ist und zu den grössten Catering Unternehmen weltweit gehört.