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Sonntagszeitung testet Qualität von Ofenfrites

Heute in der Sonntagszeitung: «Pommes frites aus dem Ofen im Test: Nur zwei von acht konnten überzeugen». Testsieger ist die Marke Findus von Nestlé FoodServices.

von Foodaktuell Importer

Backofenfertige Pommes der Marke Findus von Nestlé FoodServices erreichten als einzige die Bestnote 4 im Test der Sonntagszeitung.

Heute in der Sonntagszeitung: Acht Sorten Backofen-Frites, sieben tiefgefrorene, ein gekühltes Frischprodukt, hat die SonntagsZeitung getestet und schreibt dazu: «Nur zwei haben uns überzeugt, allen voran die Ofen-Pommes von Findus, die sogar lauwarm knusprig blieben und ihren Kartoffelgeschmack bewahrten». Testpersonen waren zwei Konsumenten und zwei Journalisten.

Ofen-Pommes-frites werden vom Hersteller vorfritiert. Auch wenn sie bei der Zubereitung weder mit Öl noch mit Butter bestrichen werden müssen – fettfrei sind sie nicht. Findus gibt 6 Gramm Fett und 145 Kalorien pro hundert Gramm auf dem Beutel an. Die 1-2-3 Frites von Mc Cain enthalten 5 Gramm Fett und 137 Kalorien.

Was uns überrascht hat, sind die verhältnismässig langen Garzeiten. Wer glaubt, dass er das Halbfertigprodukt in wenigen Minuten zum Steak servieren kann, wird enttäuscht. Mit einer halben Stunde plus Aufwärmzeit des Backofens muss gerechnet werden. Die ungefrorenen Fritten von Betty Bossi brauchen noch länger – gut vierzig Minuten im vorgeheizten Umluftofen.

Die von Betty Bossi genannten 35 Minuten genügen ebenso wenig wie die von den übrigen Herstellern empfohlenen 18 bis 22 Minuten. Wir haben, um die Knusprigkeit der Pommes frites zu gewährleisten, die Garzeiten um etwa zehn Minuten verlängern müssen.

Bei der Temperatur hingegen sollte man sich an die Angaben der Hersteller halten, will man die Acrylamid-Belastung auf ein Minimum reduzieren. Gemäss Empfehlung des kantonalen Labors Zürich sollte der Ofen auf maximal 220 Grad – Umluft 190 Grad – aufgeheizt werden.

Die Notenskala:

1: Ofen kalt lassen

2: Wenn’s denn sein muss

3. Für den Gault Millau fehlt wenig

4. Besser als bei Muttern

Text: Auszug aus dem Bericht in der SZ am 2. Dezember 2007. Bild: Rational AG


Kommentar von foodaktuell.ch:

Produkttests in den Medien stossen auf Interesse bei den Lesern, auch wenn sie nicht immer fundiert sind. Die Auswertung der Sonntagszeitung des Ofenfrites-Tests besteht aus Zitaten («wie selbst gemacht» und ähnlichen) und die Notenskala aus Definitionen, deren Unterhaltungswert grösser ist als deren Objektivität. Ohne das Lob für den Testsieger Findus zu schmälern sei bemerkt, dass man nebst der Hauptbotschaft der grossen Qualitätsbandbreite («von aufgeweichtem Karton bis lecker») kaum sachliche Informationen aus diesem Bericht gewinnen kann.

Backofenfrites sind zwar immer ein Kompromiss, aber man sollte die Resultate nicht überinterpretieren: die vier Degustatoren waren keine Experten und hatten daher Mühe mit dem sensorischen Vokabular. Auch der Fragebogen mit nur zwei Fragen bzw einer Doppelfrage (Erster Eindruck / Konsistenz und Geschmack) verhalf nicht zu einem systematischen Vorgehen. Man kann zwar Produkte bei Konsumenten testen und sogar nur eine Frage stellen (wie gern sie das Produkt haben auf einer Skala von ..bis..). Aber dann sind eine grosse Zahl von Prüfern nötig, um daraus Schlüsse über die Beliebtheit zu ziehen.

Bei diesem Test sind die Resultate trotz der methodischen Vorbehalte keine Überraschung: Der Unterschied zwischen ölfritierten und heissluft-gebackenen Frites ist etwa so gross wie derjenige zwischen reifer, frischer Ananas und Dosen-Ananas (beide Produktarten können mehr oder weniger gut sein, aber sie gehören verschiedenen Klassen an).