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KURZNEWS 18. Dezember 2007

Ozon als Reinigungsmittel / Neuer Direktor der Metzgereifachschule ABZ / Bundesrat unterzeichnet Kaffeeabkommen / 2007 guter Honigjahrgang / Primess-Linie von Denner

von Foodaktuell Importer

Ozon bald in Lebensmittelindustrie einsatzfähig

Der „Zweite Bremerhavener Workshop zur Anwendung von Ozon in der Lebensmittelindustrie“, der im November 2007 am ttz Bremerhaven statt fand, brachte neue Erkenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten des Gases Ozon zur Reinigung. Neben Forschern, Anlagenbauern und Vertretern der Lebensmittelindustrie kam der Jurist Dr. Tobias Teufer zu Wort und gab eine Einschätzung aus lebensmittelrechtlicher Sicht zum Einsatz von Ozon.

Die juristische Einschätzung von Dr. Teufer macht den Weg frei für den Einsatz von Ozon zur Desinfektion in der Lebensmittelindustrie. Seine Ausführungen im Rahmen des Workshops zeigten, dass sich der Einsatz von Ozon nach den geltenden Sicherheitsvorschriften für Lebensmittel und deren Herstellung richtet (Artikel 14 der EG-Verordnung 178/2002). Aus diesen Vorschriften ergeben sich keine weiteren Beschränkungen oder Zulassungsverpflichtungen für die Verwendung von Ozon im Rahmen der Lebensmittelherstellung.

Neben den juristischen Rahmenbedingungen wurden Grundlagen, Verfahren und zahlreiche Fallbeispiele von den Referenten aus Forschung und Praxis vorgetragen und diskutiert. Mit über 50 Besuchern war der Workshop sehr gut besucht und übertraf die Erwartungen der Veranstalter Dr. Gerhard Schories und Miguel Ángel Prieto Arranz vom ttz Bremerhaven.

Im nächsten Jahr werden Schories und Prieto Arranz zum „Dritten Bremerhavener Workshop zu Anwendung von Ozon in der Lebensmittelindustrie“ einladen. „Dort können wir mit neuen, handfesten Forschungsergebnissen aufwarten, die derzeit im EU-Projekt OZONECIP erarbeitet werden“, erläutert Prieto Arranz. An der im Projekt entwickelten Demonstrationsanlage wird die Anwendung von Ozon im CIP(Cleaning in Place)-Verfahren unter praktischen Bedingungen erprobt.

Bis zum Abschluss des dreijährigen Projektes Ende 2008 werden Ergebnisse zum Einsatz der Ozonreinigung in Brauereinen, Molkereien und Weingütern vorliegen. Der technische Leiter des Umweltinstitutes am ttz Bremerhaven, Dr. Gerhard Schories, ergänzt: „Diese Ergebnisse werden unter anderem im November 2008 präsentiert. Sie unterstützen Lebensmittelindustrie und Anlagenbauer bei der Umstellung ihrer Reinigung auf das das umweltschonende und kosteneffiziente Ozonreinigungsverfahren.“
(Quelle: TTZ Bremerhaven)

Wechsel in der Direktion der Metzgereifachschule ABZ in Spiez

Auf den Jahreswechsel stehen wichtige personelle Änderungen im Bildungswesen des Schweizer Fleisch-Fachverbandes und in der Direktion des Ausbildungszentrums für die Schweizer Fleischwirtschaft bevor. Sepp Zahner, neuer ABZ-Direktor nimmt am 1. Januar 2008 seine Tätigkeit auf.

Nachdem Peter A. Schlatter den Verwaltungsrat der Genossenschaft ABZ ersuchte, um zu entlasten, hat die Trägerorganisation des Ausbildungszentrums die Position des ABZ-Direktors ausgeschrieben. Die Wahl ist auf den 41-jährigen Sepp Zahner gefallen, der sich Führungserfahrung bei den SBB und in der Leitung eines Seminarhotels erworben hat. Sepp Zahner begann seine Karriere als SBB-Bahndisponent.

Er leitete während fünf Jahren den SBB-«Rail Service» und das Reisebüro SBB sowie den Verkauf im Hauptbahnhof Zürich. Verschiedene Stationen im grössten Verkehrsunternehmen der Schweiz führten Sepp Zahner unter anderem an die Spitze des betriebsinternen Ausbildungswesens. In dieser Funktion war der künftige ABZ-Direktor selber auch Kunde unseres ideal gelegenen Ausbildungszentrums in Spiez.

Dessen Qualität und Potenzial kann Sepp Zahner sehr gut einschätzen, da er persönlich für ein Kultur- und Seminarhotel samt dessen Kursprogramm in der Ostschweiz verantwortlich zeichnete. Sepp Zahner ist verheiratet und wohnt in Thun.

Peter A. Schlatter wird seinen Nachfolger in der operativen Leitung des ABZ unterstützen. Er wird mit speziellen Projekten betraut und ist an der Generalversammlung der Genossenschaft ABZ vom 23. April 2008 als Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen.
(Quelle: Fleisch+Feinkost)

“Goldenes Lügenschwein” für Coop

Die Westschweizer Bauernorganisation Uniterre überreichte dem Grossverteiler Coop am 14. Dezember in Basel das “goldene Lügenschwein”. Uniterre-Mitarbeiter Rudi Berli überreicht Coop das “Goldene Schwein”. Sybil Anwander und Felix Wehrle von Coop tragen es mit Fassung.

Coop habe behauptet, dass die Grenzschutzzölle für die Erhöhung des Brotpreises verantwortlich seien. Das sei falsch, begründet Uniterre die “Preisverleihung”. Vielmehr finde die Preiserhöhung auf dem Weltmarkt statt. Ferner seien die Produzentenpreise in den letzten 15 Jahren um ein Viertel gesunken, während die Konsumentenpreise um 15 Prozent gestiegen sind. Daraus zieht Uniterre den (arithmetisch falschen) Schluss, dass die Margen von Coop um 40 Prozent gestiegen seien.

Ferner mache Coop in unzulässigem Mass die Schweizer Landwirtschaft für die Preiserhöhungen verantwortlich. Obschon die Produzenten laut Uniterre nur drei Rappen mehr pro Kilogramm erhielten, habe Coop den Milchpreis um zehn Rappen erhöht. Das sei “unverschämt” und zeuge von einer “unfairen Haltung gegenüber den einheimischen Produzenten”.
(Quelle: LID)

Bundesrat unterstützt eine nachhaltige Kaffeewirtschaft

Die Schweiz hilft mit, die globale Kaffeewirtschaft zu stärken und deren nachhaltige Entwicklung zu fördern. Der Bundesrat hat am Freitag, 14. Dezember beschlossen, das Internationale Kaffee-Übereinkommen von 2007 zu unterzeichnen.

Das Übereinkommen bietet den Mitgliedstaaten der Internationalen Kaffee-Organisation (ICO) eine Informations- und Diskussionsplattform, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Es ziele darauf ab, bei Erzeugung und Vertrieb des Kaffees verstärkt einer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen.

Die Schweiz setzte sich auch ausserhalb der ICO für einen nachhaltigen Kaffeehandel ein, beispielsweise mit einem Beitrag zur Entwicklung entsprechender Standards. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstützt laut der SDA zudem Nischenprodukte, um den fairen Handel mit Kaffeespezialitäten und Biokaffee zu fördern
(Quelle: LID)

Thomas Jemmi neuer stellvertretender Direktor des BVET

An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat den Veterinärmediziner Thomas Jemmi zum stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) ernannt. Jemmi tritt damit die Nachfolge von Stephan Häsler an, der dieses Jahr in Pension gegangen ist.

Der 48-jährige Thomas Jemmi studierte an der Universität Bern, wo er 1984 auch seine Dissertation einreichte. Bereits 1986 trat Jemmi in die Dienste des Bundesamtes für Veterinärwesen. Ab 1988 war er dort Leiter der mikrobiologischen Laboratorien. 2002 übernahm Thomas Jemmi die Leitung der Stabsstelle, später des Bereichs Internationales des BVET und wurde Mitglied der BVET-Geschäftsleitung. Heute wurde er nun vom Bundesrat zum stellvertretenden Direktor des BVET ernannt.

Neben seiner Tätigkeit am BVET war Thomas Jemmi auch immer wieder als Experte des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe, der WHO und der FAO im Auslandeinsatz. Auf diesen Missionen brachte er in Entwicklungs- und Schwellenländern sein Wissen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Öffentliche Gesundheit (Veterinary Public Health) ein. Zudem engagierte er sich für den neuen Studiengang in Veterinary Public Health an der Universität Bern und der Vetsuisse-Fakultät und gab auch selbst Vorlesungen.

Zwei Hauptthemen ziehen sich durch alle Tätigkeiten von Thomas Jemmi: Seine Leidenschaft für Zoonosen, also für Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind und sein Einsatz für einen effizienten Veterinärdienst. Für diese Themen engagierte er sich als Forscher, Universitätslehrer und internationaler Experte. Diese Themen bringt er auch in seine Führungspositionen beim Bundesamt für Veterinärwesen ein.
(Quelle: BVET – Bundesamt für Veterinärwesen)

2007 ist ein guter Honig-Jahrgang

Dieses Jahr konnten im Durchschnitt 21,5 Kilogramm Honig pro Bienenvolk geerntet werden. Das sind gut 3 Kilogramm mehr als im Jahr 2006.
Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Imkern, die vom Verein deutschschweizer und räteromanischer Bienenfreunde (VDRB) durchgeführt wurde. So viel Honig haben die Bienen letztmals im Jahr 2003 geliefert. 2005 konnten durchschnittlich nur 15 Kilogramm, im letzten Jahr 18,3 Kilogramm Honig pro Volk geerntet werden.

Das gute Jahresergebnis ist geprägt durch regionale Unterschiede. Spitzenergebnisse wurden mit 36 Kilogramm pro Volk im Kanton Basel-Stadt und mit 32 Kilogramm pro Volk in Schaffhausen erzielt. Hingegen konnten in Bern und Uri lediglich 15,2 Kilogramm pro Volk geerntet werden. Den Schlussplatz belegt der Kanton Wallis mit einem Durchschnittsertrag von 8,5 Kilogramm pro Bienenvolk.

Diese Schwankungen zwischen den einzelnen Kantonen sind laut René Zumsteg vom VDRB nicht weiter verwunderlich. In anderen Kantonen wie Basel-Stadt und Schaffhausen blühe viel und es blühe lange, somit seien auch die Honigernten höher. In den Bergregionen wie dem Wallis hingegen würden die Bienen generell weniger Ertrag einbringen.

Auch in diesem Jahr kann laut Anton Imdorf von der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ein vermehrter Verlust von Bienenvölkern festgestellt werden. Es zeichne sich ab, dass das Bienensterben im kommenden Winter weitergehe. Über das Ausmass und die Ursachen kann Imdorf derzeit jedoch nichts sagen.
(Quelle: LID)

Avec – Mehr Shops, mehr Umsatz, mehr Frische

Per Ende Jahr wird die cevanova ag, Bern, mit ihrem Convenience Shop-Konzept “avec.” über 90 Betriebe führen und einen Gesamtumsatz von CHF 265 Mio. erwirtschaften. Der Umsatzzuwachs und die stetig steigende Kundenzahl zeigen, dass das Konzept sowohl an Bahnhöfen, als auch an Tankstellen erfolgreich ist. 2008 soll “avec.” weiter wachsen.

Die cevanova ag, das Gemeinschaftsunternehmen des Migros-Genossenschafts-Bundes und der Valora AG, ist auf Erfolgskurs: 2007 wurden die 31 von der cevanova ag eigens geführten “avec.”- Shops an das neue zeitgemässe Erscheinungsbild angepasst. DenKundenbedürfnissen entsprechend wird nun mehr Gewicht auf Frischeprodukte wie Früchte, Gemüse und Brot gelegt.

Zudem wurden Produkte der Premiumlinie “Séléction” ins Sortiment aufgenommen. Die cevanova ag wird noch dieses Jahr drei weitere Shops in der Ostschweiz eröffnen. Das 2005 gebildete Jointventure, durch welches das “avec.”-Konzept auch an ehemaligen Aperto- und k-Snack-Standorten sowie Migrol-Tankstellen umgesetzt wird, hat sich bewährt und bleibt bestehen.

Das “avec” Konzept wird per Ende 2007 an über 90 Standorten in der Schweiz “eine gute Gelegenheit” darstellen – als kompetenter Nahversorger. Der konsolidierte Umsatz des Netzes wird sich voraussichtlich auf CHF 265 Mio. belaufen, was gegenüber Vorjahr einem Wachstum von 44 Betrieben und knapp CHF 100 Mio. entspricht (Ende 2006: 51 Betriebe / CHF 168 Mio. Umsatz). Expansionsbereinigt beträgt der Umsatzzuwachs stolze 14%.

Und “avec.” soll 2008 noch mehr “gute Gelegenheiten” bieten: Nächstes Jahr werden – ohne allfällige Shell Standorte – zirka 30 weitere Neu- und Umbauprojekte realisiert und voraussichtlich CHF 375 Mio. erwirtschaftet. Mit der Vergrösserung des Netzes kommt “avec.” dem Ziel, der Erreichung der Marktführerschaft im Convenience-Geschäft einen wesentlichen Schritt näher.

Grund für Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der cevanova ag ein durchwegs positives Fazit zu ziehen: “Der beim Projektstart verlorene Boden wird grösstenteils wieder gutgemacht und der ursprünglich für das Jahr 2008 vorgesehene Abschluss der “Integrationsphase” wird eingehalten werden können”, freut sich VR-Präsident Markus Voegeli.
(Quelle: Pressedienst ots)

Preiserhöhung für Wurstwaren

Die Kosten der Produktion von Wurstwaren sind seit der letzten allgemeinen Preiserhöhung im Jahre 2004 deutlich angestiegen. Sie werden im Detailverkauf um bis zu 5 Prozent teurer. Dies bedeutet einen Aufschlag in der Grössenordnung von 10 Rappen pro 100 Gramm. Die mit Wurstwaren erzielbare Bruttomarge ist seit 2005 kontinuierlich gesunken, was die Anbieter zu einer Neubeurteilung der Kosten- und Preiskalkulation zwingt.

Der Gesamtaufwand für die Herstellung von Wurstwaren setzt sich zu etwa einem Drittel aus dem Fleisch als Rohmaterial und zu ca. zwei Dritteln aus den Verarbeitungs- und Verkaufskosten zusammen. In den Jahren 2005 bis 2007 haben sich die Rohmaterialpreise für Wurstfleisch vom Rind um über 15 Prozent erhöht. Die Kostensteigerung wurde zeitweise durch günstigeres Schweinefleisch kompensiert. Mit dem Anstieg der Schweinepreise seit Oktober 2007 tendieren die Rohmaterialkosten auch in diesem Bereich nach oben.

Bei den Verarbeitungs- und Verkaufskosten fällt die allgemeine Teuerung von 2,5 Prozent seit 2005 nun ebenfalls stark ins Gewicht. Aktuell müssen vor allem die in der Fleischverarbeitung bedeutsamen Energie-, Transport- und Personalkosten als preistreibende Kostenfaktoren einkalkuliert werden.
(Quelle: Pressestelle Schw. Fleischfachverband SFF)

Denner lanciert mit Primess eine neue Premiumlinie

Zum Weihnachtsgeschäft lanciert Denner eine neue Eigenmarkenlinie im Premium Segment: Primess. Ausgewählte Köstlichkeiten von höchster Qualität werden zu attraktiven Discountpreisen angeboten. Seit dem 5. Dezember ist Primess in allen Denner Filialen erhältlich. Denner lanciert mit Primess eine neue Eigenmarkelinie im Premium Segment. „Damit möchten wir einerseits dem zunehmenden Kundenbedürfnis nach nicht alltäglichen Produkten gerecht werden und anderseits das Sortiment attraktiver gestalten“, so CEO Philippe Gaydoul.

Primess bietet ausgewählte Köstlichkeiten zu höchster Qualität und günstigstem Preis an. Das Sortiment umfasst 23 Produkte für den alltäglichen Genuss, 14 aus dem Food- und die restlichen aus dem Frischebereich. Einige Produkte aus der Primesslinie:

Pata Negra Jamón Ibérico Bellota, Spanischer Rohschinken, 24 Monate gereift Carpaccio Piemontese – mit Parmigiano Reggiano und Carpaccio Sauce nach altem Piemonteser Rezept «Brie au Beurre de Truffes», «Brie gefüllt mit Trüffelbutter Fettuccine Artigianali», handgefertigte 7-Eier-Teigwaren
(Quelle: Denner)