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KURZNEWS 8. Januar 2008

Coop & Volg aber auch Aldi & Lidl 2007 im Umsatzplus / Wein gegen Karies / Politiker an der Messe «Grüne Woche» in Berlin / Bald CO2-Label bei Lebensmittel in der Schweiz?

von Foodaktuell Importer

Parlament diskutiert CO2-Label

Bund und Parlament prüfen, ob auch die Schweiz ein CO2-Label auf Lebensmittel einführen soll, wie der Tages-Anzeiger in der Ausgabe vom Dienstag schreibt. Als Vorbild dient Grossbritannien, wo bereits ein Dutzend Grossverteiler und Lebensmittelproduzenten eine CO2-Etikette auf ihren Produktverpackungen zu sehen sind. Auch Österreich prüft die Einführung eines solchen Labels.

Die parlamentarische Umweltkommission (Urek) diskutiert diese Woche einen Vorschlag, wonach der Bundesrat die Vorschrift einer solchen CO2-Etikette im Umweltgesetz verankern soll. Bereits letztes Jahr haben sich 79 Nationalräte, darunter die ganze Bauernlobby, für die Einführung eines solchen Labels ausgesprochen.

Die CO2-Bilanz von importierten und oft per Flugzeug transportierten Früchten und Gemüse ist gegenüber Inlandware meist klar schlechter. Deswegen unterstützen auch SVP-Nationalrat und Urek-Präsident Toni Brunner und Urek-Vizepräsident Jacques Bourgeois, der zudem Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes ist, den Vorstoss.
(Quelle: Tages-Anzeiger 8.1.2008)

Volg schliesst 2007 mit Umsatzplus von 5,1 Prozent ab

Die 573 Volg-Läden (im Vorjahr waren es 588) erreichten laut einer Medienmitteilung einen Umsatz von 990,8 Millionen Franken, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Die 196 Freien Detaillisten (Vorjahr 207) erzielten ein Umsatzplus von 13,8 Prozent und trugen 74 Millionen Franken (Vorjahr 65,0 Mio.Fr.) zum Gesamtumsatz bei. Freie Detaillisten werden von der Volg Konsumwaren AG beliefert, haben aber einen individuellen Marktauftritt.

Die 43 belieferten Tankstellenshops (Vorjahr 32) steigerten den Umsatz um 34,8 Prozent auf 83,7 Millionen Franken (Vorjahr 62,1 Mio.Fr.). Das Volg-Sortiment wurde überdies im vergangenen Jahr um 0,4 Prozent billiger.

(Quelle: LID – 8.1.2008)

Auch deutsche Discounter im Plus

Die gestiegenen Lebensmittelpreise lassen die Konsumenten in Deutschland vermehrt bei Discountern einkaufen. Das belegten neue Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wie agrarheute.com einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Focus” zitiert. Demnach konnten die Discounter ihren Umsatz zwischen Januar und November 2007 um 3,6 Prozent steigern. Supermärkte und die grösseren Verbrauchermärkte legten hingegen nur um 1,0 bzw. 0,4 Prozent zu. Dieser Trend verstärkte sich den Angaben zufolge im Herbst: Im September und Oktober lag das Plus der Billigketten bei über vier Prozent, während die Erlöse der Konkurrenten stagnierten.
(Quelle: LID – 4.1.2008)

Coop-Gruppe 2007 im kräftigen Wachstum

Coop steigerte den Detailhandelsumsatz im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 15,7 Mrd. Franken. Dies teilte der Grossverteiler am 4. Januar mit. Mit einer Minusteuerung von 1,6 Prozent in der ganzen Gruppe betrage der reale Zuwachs sogar 8,8 Prozent.

Im Jahresumsatz bereits enthalten ist der Dezemberumsatz der neu zur Gruppe gestossenen Dipl. Ing. Fust AG von rund 100 Millionen Franken. Nominell und unter Ausklammerung von Fust betrage der Umsatzzuwachs der Coop-Gruppe 6,4 Prozent. Preissenkungen gab es laut Coop 2007 bei fast 800 Artikeln. Gegen Ende Jahr habe es allerdings rohstoffbedingte Preiserhöhungen etwa bei Milchprodukten oder Brot gegeben. Erneut um rund sieben Prozent zugenommen habe der Umsatz der Bio-Produkte, womit Coop seine Marktleader-Stellung in diesem Bereich weiter ausgebaut habe.
(Quelle: LID – 4.1.2008)

Wein hilft gegen Karies

Milch macht starke Knochen und Zähne. Und Wein sorgt dafür, dass die Zähne gesund bleiben. Polyphenole aus Weintrauben wirken gegen Bakterien, die Karies auslösen können.
Die Bestandteile von Weintrauben vermindern die Entstehung von Plaque und Karies in den Zähnen: Diese sogenannten Polyphenole lassen sich aus gepressten Trauben gewinnen und machen den wichtigsten Kariesverursacher Streptococcus mutans unschädlich, sagen Forscher um Hyun Koo von der Universität von Rochester. Sie könnten in zukünftigen Mundspülungen als Kariesschutz dienen.

Bakterien der Art Streptococcus mutans greifen die Zähne auf zweierlei Arten an: Einerseits produzieren sie eine Säure, in deren Milieu nur sie überleben können. Andererseits bilden sie einen schmierigen Biofilm als Schutzmauer gegen äussere Einflüsse und teilweise gegen Antibiotika.

Gegen diese Plaques erwiesen sich aus Weintrauben gewonnene Extrakte als sehr wirksam: Kamen die Bakterien mit den Extrakten in Berührung, bildeten die Bakterien bis zu 85 Prozent weniger Plaque. Ausserdem setzten die Bakterien weniger Säure frei, konnten die Wissenschaftler beobachten. Sie vermuten, dass diese Stoffe den Prozess hemmen, mit dem die Bakterien Energie aus Zucker herstellen und indem ebenfalls Säure gebildet wird.

Die Besonderheit der Polyphenole war jedoch, dass sie die Bakterien nicht abtöten, sondern nur deren schädliche Auswirkungen bremsen, betonen die Forscher. Auf diese Weise lasse sich die Entstehung von Biofilmen gezielter beeinflussen und verhindern. Extrakte aus verschiedenen Weinsorten zeigten bei den Experimenten auch unterschiedlich starke Wirkungen auf die Erreger, wobei rote Trauben generell mehr Polyphenole enthielten als weisse. Mit der Nutzung von Traubenextrakten könnten die beim Weinbau anfallenden Abfallprodukte künftig weiter sinnvoll genutzt werden, hoffen die Forscher.
(Quelle: Universität von Rochester – 4.1.2008)

Politforum an der Messe «Grüne Woche» in Berlin

EU-Kommissarin Mariann Fischer Boel, der deutsche Minister Horst Seehofer und die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard werden an der Eröffnungsveranstaltung des 28. Internationalen Forums Agrarpolitik des deutschen Bauernverbandes dabei sein. Ein grosses internationales Ministertreffen schliesst sich an. Das 28. Internationale Forum Agrarpolitik des DBV am 21. Januar 2008 diskutiert unter dem Titel «Gesundheits-Check der EU-Agrarpolitik – Wie machen wir uns fit für die Zukunft?».

Der Präsident des deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, bezeichnete es als sehr positiv, dass diese einzigartige Messe zum Jahresauftakt eine ebenso einzigartige Bühne für Politik, Wirtschaft, Verbände und Wissenschaft darstelle. Was «Davos» für die Wirtschaft sei, müsse die IGW für die Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft sein, stellte Sonnleitner fest. Seiner Ansicht nach gibt es kein anderes derartig erstklassiges agrarpolitisches Stelldichein auf der Welt.
(Quelle: LID – 3.1.2008)

Führungswechsel bei Pistor

Markus Lötscher (42) übernimmt am 2. Januar 2008 die Gesamtleitung von Jürg Waeffler (65), der per Ende 2007 pensioniert worden ist. Jürg Waeffler führte die Firmengruppe während 9 Jahren und hat zusammen mit der Geschäftsleitung das Unternehmen erfolgreich weiterentwickelt, sodass er eine gut strukturierte Pistor mit engagierten Mitarbeitenden übergeben kann. Auch finanziell ist Pistor gesund und im Markt gut positioniert.

Sein Nachfolger Markus Lötscher arbeitete die letzten 3 Jahre bei Hiestand Schweiz AG, wo er die Gesamtverantwortung für die Bereiche Produktion, Einkauf, Technik sowie Hausdienst in Schlieren (ZH), Lupfig (AG) und Hicopain, Dagmersellen (LU) innehatte. Der dipl. Bäcker-Konditor hat sich zum Lebensmitteltechnologen und Betriebsökonomen FH weitergebildet.

Während 7 Jahren sammelte er zunächst Erfahrungen in seinem erlernten Beruf. Während gut 3 Jahren war Markus Lötscher bei der Mövenpick Produktions AG als Produkteentwickler Ice Cream in Birmensdorf (ZH) tätig. Weitere nahezu 8 Jahre stand er als Betriebsleiter der Mövenpick Ice Cream Productions SA in Bursins (VD) vor. Nach der Übernahme durch Nestlé arbeitete er noch über 1 Jahr bei Mövenpick Ice Cream, zuerst als Produktionsleiter, danach als Controller.

Im Verkauf des Bäckersegmentes kommt es zu einem bedeutsamen Wechsel. Nach 36 Jahren bei Pistor tritt Kurt Hueber (64) per 31. März 2008 in den Ruhestand und übergibt die Führung des Verkaufsteams per 1. Januar 2008 an Peter Kocher (42). Kurt Hueber arbeitet bis Ende März 2008 noch in verschiedenen Projekten mit und bleibt bis dahin auch Mitglied der Geschäftsleitung. Die Funktion des Verkaufsleiters B ist neu nicht mehr Mitglied der Geschäftsleitung.

Seine Karriere bei Pistor startete der gelernte Bäcker/Konditor Kurt Hueber 1972 als Telefonverkäufer. Es folgte der Wechsel in den Aussendienst 1974 und die Übernahme der Marketingleitung sowie Ernennung zum Mitglied der Geschäftsleitung im Jahre 1978. Seit 1981 führt er mit viel Engagement das Verkaufsteam des Bäckersegmentes.

Nach 7 Jahren verlässt der bisherige Leiter Marketing Services, Patrick Wicki (38) die Pistor per 31. Januar 2008. Er wechselt als Marketingleiter Handelsprodukte zur Post. Die Leitung des Bereichs Marketing Services übernimmt per 1. Januar 2008 Hubert Koch (42).

Unter der Leitung von Patrick Wicki ist die Abteilung Marketing Services auf 10 Mitarbeitende ausgebaut und neu strukturiert worden. Zusammen mit seinem Team hat er viele erfolgreiche Konzepte realisiert. Darunter Faserino Balance, Fresh + Fit, Swiss Snack, Frischback. Sein umfangreichstes Projekt jedoch ist die im Mai 2005 lancierte Imagekampagne „Gutes besser … vom regionalen Beck!“. Neben einer breiten Palette an Werbe- und Verpackungsmaterialien sowie einer speziellen Webseite umfasste diese Kampagne erstmals auch einen TV-Spot zugunsten der Bäckerschaft.

Hubert Koch ist bereits seit 10 Jahren bei Pistor im Marketing tätig. Neben seiner neuen Funktion wird er weiterhin das Marketingteam Gastronomie betreuen. Der gelernte Koch hat in der Gastrobranche zunächst mehrere Jahre Erfahrungen gesammelt. Danach war er im Marketing & Verkauf eines Gastrozulieferers tätig und hat sich zum Marketingplaner und eidg. dipl. Verkaufsleiter weitergebildet. In seiner Zeit bei Pistor hat er das Kundenmagazin Pistretto aufgebaut und als Redaktionsleiter inzwischen 38 Ausgaben realisiert. Unter seiner Projektleitung ist PistorPlus als Weiterentwicklung des Verrechnungsverkehrs eingeführt worden.
(Quelle: Pistor – 3.1.2008)

Partielle Preiserhöhung für Milchprodukte bei Migros

Ab 1. Januar 2008 erhöht die Migros bei diversen Milchprodukten aus der eigenen Produktion die Preise um durchschnittlich vier Prozent. Von der Preiserhöhung ausgeschlossen sind mit wenigen Ausnahmen M-Budget-Milchprodukte.

Die Migros habe ihr Versprechen gegenüber ihren Kundinnen und Kunden eingehalten. Die Preise der Milchprodukte der Eigenindustrie Elsa wurden bis Ende Jahr nicht erhöht obwohl die Milchproduzenten bereits ab 1.11.2007 mit mindestens vier Rappen pro Liter Milch entschädigt wurden. Diese Preisaufschläge hat die Migros in der Vorweihnachtszeit zugunsten ihrer Kunden selbst getragen.

Die Forderung der Milchproduzenten für eine Milchpreiserhöhung von 6 Rappen musste indes bereits auf einem Teilsortiment von Drittlieferanten seit Anfang November schrittweise umgesetzt werden. Davon betroffen waren rund 30 Produkte wie Butter und Pastmilch. Zusätzlich wurden die Preise von einigen Importkäsen angepasst.

Ab 1. Januar 2008 kostet ein Liter Vollmilch Hochpast Fr. 1.40 und der Liter UHT Milch in der Brik-Packung Fr. 1.45. Das sind je 5 Rappen mehr wie bisher. Der hauseigene Milchverarbeiter Elsa verrechnet der Migros ab Januar den vollen Preisaufschlag von 6 Rappen pro Liter Milch, den die Migros jedoch nicht auf allen ihren Produkten linear umsetzt.

So bleibt ein Grossteil der M-Budget Milchprodukte von den Preiserhöhungen ausgeschlossen obwohl auch diese Produkte im Einstandspreis teurer werden. Ein weiterer Artikel, UHT-Kaffeerahm in den Portionengrössen 20 x 12 g wird sogar 30 Rappen günstiger. Mit dem Entscheid, die Preise der M-Budget-Milchprodukte mehrheitlich zu belassen und den sehr populären Kaffeerahm sogar fast 20 % günstiger anzubieten, verzichtet die Migros zugunsten ihrer Kunden auf einen Peisaufschlag.

Einige Produkte, wie beispielsweise die Joghurts der Premiumlinie Excellence schlagen hingegen um 10 Rappen auf. Grund dafür sind die stark erhöhten Rohstoffpreise für Milch, Rahm, Schoko-Toppings, Fruchtzubereitungen und andere hochwertige Zutaten. Insgesamt liegt die durchschnittliche Preiserhöhung bei den Molkereiprodukten der Migros bei vier Prozent. Ab 1. Januar 2008 bezahlt die Elsa den Bauern den vollen Milchpreisaufschlag von 6 Rappen.
(Quelle: Migros – 31.12.2007)