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KURZNEWS 29. Januar 2008

Herkunftsschutz für Walliser Trockenfleisch / Kartoffelimportfreigabe / Gute Jahreszahlen bei Micarna und Hügli / Konsumentenschutz mit neuer Chefin / Orior übernimmt Bündnerfleischproduzent

von Foodaktuell Importer

Herkunftsschutz für Walliser Trockenfleisch

29.01.2008 – (lid) – Trockenfleisch aus dem Wallis ist definitiv geschützt. Das Bundesamt für Landwirtschaft hat das Fleischprodukt am 29. Januar unter dem Namen “Walliser Trockenfleisch” als geschützte geografische Angabe (GGA/auf Französisch: IGP) anerkannt. Wie die Vereinigung der Produzenten von Walliser Trockenfleisch mitteilte, ist die fünfjährige Übergangsfrist zur Einführung des IGP-Labels abgelaufen. Vorbei sind damit die Zeiten, als Hersteller von Trockenfleisch ihr Produkt als “Walliser Trockenfleisch” verkaufen konnten, obwohl sie die Anforderungen des IGP-Pflichtenhefts nicht erfüllten.
Fortan dürfen Produkte, die unter dem Begriff “Walliser Trockenfleisch” verkauft werden, ausschliesslich aus Schweizer Rindfleisch bestehen. Zudem müssen sie im Wallis verarbeitet worden sein.

Das Label GGA/IGP ist weniger bekannt als die geschützte Ursprungsbezeichung AOC (auf Deutsch: GUB). Auf das AOC-Label mussten die Walliser jedoch verzichten, weil die Bedingungen dafür zu streng sind. AOC-Produkte müssen nämlich in einem definierten Gebiet produziert, verarbeitet und veredelt werden. Im Wallis wird jedoch zuwenig Fleisch produziert, um die erste Bedingung zu erfüllen. Deshalb dürfen die Walliser nun auch Fleisch aus der restlichen Schweiz zu “Walliser Trockenfleisch” verarbeiten. Zurzeit sind 21 Produzenten zertifiziert. Sie verarbeiten jährlich 400 Tonnen Frischfleisch zu 220 Tonnen Trockenfleisch. Dies entspricht etwa 15 Prozent des Marktvolumens in der Schweiz.

Importfreigabe von 6‘000 Tonnen Kartoffeln

Gute Kartoffelverkäufe in den letzten Monaten und Qualitätseinbussen in den Lagern führten dazu, dass die Kartoffelvorräte nicht bis zur nächsten Ernte reichen werden. Trotz einer zufrieden stellenden Kartoffelernte 2007 würden die vorhandenen Mengen nicht ausreichen, um die Verarbeitungsindustrie voll zu beliefern, schreibt die Branchenorganisation Swisspatat in einer Medienmitteilung. Die Branche hat sich deshalb am 17. Januar darauf geeinigt, zusätzliche Importmengen von 6’000 Tonnen Kartoffeln freizugeben. Diese Menge muss bis 31. Juli ausgenützt werden. Zu der knappen Situation trug einerseits der vermehrte Frites- und Chipskonsum in den letzten Monaten bei, der deutlich über den Erwartungen der Verarbeiter liegt. Andererseits führte Fäulnis in den Lagern dazu, dass gewisse Mengen ausfielen.
(Quelle: LID/25.1.2008)

Hügli hat hohe Gewinnerwartungen und wächst zweistellig

Der Konzernumsatz von Hügli entwickelte sich mit +13.2% (+8.6% in Lokalwährungen) auf 345.4 Mio. CHF weiterhin dynamisch, wobei 6.0% auf organisches (davon 5.5% Volumenwachstum) und 2.6% auf akquisitionsbedingtes Wachstum entfallen. Alle Ländersegmente und Divisionen leisteten einen guten Beitrag zu diesem positiven Ergebnis. Für die Jahresrechnung 2007 wird eine überproportionale Steigerung von EBIT und Gewinn erwartet.

Wie in den Vorjahren entwickelte sich der Umsatz in allen geographischen Konzernsegmenten positiv, wobei sich im 2. Halbjahr das Wachstum klar beschleunigte. Osteuropa erzielte mit +25.0% erneut die höchste Zuwachsrate und trägt mittlerweile gut 13% zum Konzernumsatz von Hügli bei. Trotzdem erfüllte dieser Bereich nicht in allen Marktsegmenten unsere internen Vorgaben. Die in den Segmenten Deutschland und Schweiz / Übriges Westeuropa erzielten Mehrumsätze beurteilen wir in Anbetracht der gesättigten Märkte als gut. Die Akquisition Ali-Big in Italien ist mit 8.5 Mio. CHF (für 6 Monate) im Segment Schweiz / Übriges Westeuropa enthalten.

In der Gliederung nach länderübergreifenden Kundensegmenten erzielte die Division Food Service – Verkauf an Hotels, Restaurants, Caterer, Spitäler und andere Institutionen – mit +17.0% (+10.7% ohne Akquisition) erneut ein starkes Wachstum, das in erster Linie durch eine gute Entwicklung in Deutschland sowie durch die erfolgreiche Erschliessung der neuen Märkte in Osteuropa genährt wurde. Die Division Private Label – Verkauf an grosse Einzelhandelsunternehmen unter deren eigenen „Labels“ – hat wegen der Preissteigerung auf den Rohmaterialmärkten sowohl in West- wie auch in Osteuropa ein eher schwieriges Jahr hinter sich, erzielte aber dennoch einen Mehrumsatz von 11.0%.

Die Division Health and Natural Food – Verkauf an den europäischen Bio- und Reformfachhandel – konnte sich den Trend zu organischen, biologischen Lebensmitteln weiterhin zunutze machen und mit +11.9% ihre Marktführerschaft im europäischen Fachhandel in ihrem Produktebereich weiter ausbauen. Die Division Industrial Foods – Verkauf von Fertig- und Halbfertigprodukten an die Lebensmittelindustrie – ist einer der gezielt geförderten Wachstumsbereiche im Hügli-Konzern und erreichte mit +19.3% (+18.2% ohne Akquisition) die stärkste Zuwachsrate. Der Minderumsatz bei Diverse ist auf die Konzentration auf das Kerngeschäft, beziehungsweise die damit verbundene Aufgabe des Versandhandels in der Schweiz (2.6 Mio. CHF in 2006), zurückzuführen.

In Bezug auf Ertrag erwarten wir nach dem Zwischenjahr 2006, in welchem wir durch bedeutende Vorleistungen in die Erschliessung neuer Märkte und in unsere Infrastruktur die Basis für weiteres Wachstum gelegt haben, für das Geschäftsjahr 2007 wie angekündigt eine deutliche, im Verhältnis zum Umsatz überproportionale Steigerung von EBIT und Gewinn.

Auch die weiteren Aussichten – für 2008 und die Folgejahre – beurteilen wir dank der Qualität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer erfolgreichen strategischen Positionierung als gut und chancenreich, wenn auch die deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Gesamtlage sowie die anhaltend hohen Rohstoffpreise zusätzliche Herausforderungen bringen werden.
(Quelle: Hügli / 25.1.2008)

Micarna steigert Umsatz im harten Marktumfeld

Die Micarna SA konnte auch 2007 in allen vier Kernprozessen weiter wachsen. Die Projektarbeiten rund um die Fusion mit der ehemaligen Optigal SA konnten per 31. Dezember 07 abgeschlossen werden. Die umgesetzten Massnahmen wirken sich laufend auf das gute Ergebnis aus. Seit Juli 2007 zeichnet die Micarna SA neu auch verantwortlich für den Bereich Fisch innerhalb der Migros.

Der Gesamtumsatz stieg auf hohem Niveau um 9.1 %. Der Absatz konnte total um weitere 10.2 % gesteigert werden. Der Umsatzanteil der Neuheiten liegt bei beachtlichen 8.7%. Das Projekt Micarna 200X, welches 2006 aufgrund der Fusion zwischen Micarna SA und Optigal SA initialisiert wurde, konnte per Ende 2007 abgeschlossen werden. Dabei wurden verschiedene Arbeitsabläufe überprüft, die Strukturen angepasst und so die Produktivität gesteigert. Auch die SAP-Integration wurde für alle Prozesse und Standorte durchgesetzt.

Das Migros-Unternehmen sah sich auch 2007 mit einer weiteren Verschärfung von Konkurrenz- und Preisdruck in der Schweizer Fleischbranche konfrontiert. Die Micarna SA nimmt dies sportlich, ist für die neuen Herausforderungen bestens gerüstet und konnte in allen Kernprozessen weiter wachsen. Im Geschäftsbereich Frischfleisch drückte eine Verknappung des Angebots auf die Marge, da diese Entwicklung nur moderat auf den Verkaufspreis abgewälzt werden konnte. Die Beschaffungspreise für Kalbfleisch erreichten einen neuen Höchstpreis innerhalb der letzten zehn Jahre. Ebenfalls angezogen haben die Schweinepreise. Um die Qualitätsführerschaft weiterhin zu garantieren, wurden im Oktober 2007 mit den Schweinemästern die Qualitätsanforderungen präzisiert und klare Richtlinien festgelegt.

Im Geschäftbereich Charcuterie wurde die Sortimentsplanung mit den einzelnen Kunden harmonisiert. Zudem trugen bedeutende nationale Aktionen zum Geschäftsgang bei.

Geflügelprodukte liegen bei ernährungsbewussten Konsumenten im Trend. Die Nachfrage hat sich nach dem Einbruch 2006 vollständig erholt und stark gesteigert. Zum äusserst erfreulichen Resultat haben aber auch die vielen Neuheiten im Grill- und im M-Budget-Bereich wie auch die innovativen Geflügelprodukte in der Backschale beigetragen.

Der Fischbereich wurde per 1. Juli 2007 vom Migros-Genossenschafts-Bund in die Micarna überführt. Am Standort Zürich wird in Zusammenarbeit mit der ansässigen Migros-Genossenschaft produziert. Auslöser war das Projekt „Neue Migros Frische“, das die Kompetenzen Frische und Qualität stärker bündelte. Im Geschäftsjahr 2007 konnten auch die Exportaktivitäten ausgeweitet werden. Die Geschäftsbeziehungen zu den Nachbarländern entwickelten sich erfreulich. Das kleine aber feine Exportsortiment mit hochwertigen Charcuterie-Produkten mit Swissness-Charakter erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.

Wichtige Etappenziele wurden auch bei den Investitionen erreicht. So befindet sich in Courtepin die Charcuterie-Sanierung in der Realisierungsphase. Zudem steht der Neubau für die Tiefkühlproduktion bereits als Rohbau und dürfte somit im Herbst 2008 in Betrieb genommen werden. Nach einem längeren Zwischenstopp aufgrund der Fusion wurden 2007 auch die Planungsarbeiten für das Projekt Optifutura wieder aufgenommen; die Umsetzung erfolgt in den nächsten Jahren. Als Kompetenzzentrum Fleisch auch innerhalb der Migros lud die Micarna SA erstmals zu einer zweitägigen Geflügelfachtagung ein. Dabei konnten sich die Geflügelspezialisten ein Bild machen von der komplexen Wertschöpfungskette, angefangen in den Legehallen über die Brüterei und die Geflügelfarmen bis hin zur Schlachtung und Veredelung.

Kompetenz hat auch intern einen festen Stellenwert. So hat sich die Micarna auch der Mitarbeiterförderung und -entwicklung verschrieben. Nebst individuell auf den Mitarbeitenden ausgerichteter Aus- und Weiterbildung wurde für die Kader das Weiterbildungs-Programm „der Weg zu den Besten“ entwickelt, das zum Ziel hat, die Motivations- und Leistungsfähigkeit zu fördern. Im Sommer 2007 absolvierte das obere Management auf dieser Basis einen Quadrathlon. Die weiteren Führungsstufen folgen in Etappen in den kommenden Jahren.

Im April 2007 richtete die Micarna SA ihr soziales und sportliches Engagement mit dem Projekt Goodwill neu aus. Im Vordergrund stehen die Aspekte Lebensqualität, Sozialkompetenz, Sport/Leistung sowie Wirtschaftlichkeit. 15 Spitzensportler aus verschiedensten Disziplinen werden als Micarna-Botschafter und Vorbilder sowohl für die eigenen Mitarbeitenden wie auch für die Geschäftspartner eingesetzt. Diese Spitzensportler wollen durch ihre Inputs neue Perspektiven aufzeigen und zu Spitzenleistungen anleiten.

Der Absatz steigerte sich von 100’568 (2006) auf 110’855 (2007), was einem Plus von 10.2 % entspricht. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 978,9 Mio. Franken, was einer Steigerung von 9,1 % gegenüber dem Vorjahr (897,6 Mio. Fr.) entspricht. Micarna wies 2010 Vollzeitstellen aus; im Jahre 2006 waren es 1859 Stellen.
(Quelle: Micarna / 24. Januar 2008)

Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) wählt neue Geschäftsführerin

Der Stiftungsrat der Stiftung für Konsumentenschutz SKS hat Frau Sara Stalder (41), wohnhaft in Sumiswald, zur neuen Geschäftsführerin der SKS gewählt. Sara Stalder bringt langjährige Führungserfahrung sowie Erfahrungen in den Bereichen Projektmanagement und Organisationsentwicklung mit. Sie hat den Stiftungsrat mit ihrer Kommunikationsfähigkeit und ihrer Sozialkompetenz überzeugt. Sara Stalder ist Mutter von drei Kindern (11, 9, 7) und teilt Haus- und Betreuungsarbeit mit Ihrem Mann. Sie wird die Stelle als Geschäftsleiterin der SKS am 1. April 2008 antreten und sich dann der Öffentlichkeit vorstellen.
(Quelle: SKS / 24.1.2008)

Foodverpacker Wipf auch international erfolgreich

Bern/Volketswil, 16. Januar 2008 – Mit einem weltweiten jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 4,5 Prozent entwickelte sich die Verpackungsindustrie in den letzten Jahren zu einer klaren Wachstumsbranche. In der Schweiz setzt sie jährlich an die 6 Milliarden Schweizer Franken um. Neue Herausforderungen warten mit der Erschliessung neuer Märkte, namentlich im Osten, auf die Industrie. Claude R. Cornaz, Präsident des Schweizerischen Verpackungsinstituts, betonte am SVI-Neujahrsgespräch bei der Wipf AG in Volketswil, dass die Branche zuversichtlich ist: «Trotz hoher Marktsättigung und starker globaler Konkurrenz kann sich die schweizerische Verpackungsindustrie gut behaupten.»

Es ist eine SVI-Tradition, jeweils zum Jahresauftakt ein besonders innovatives Mitgliedunternehmen den Medien vorzustellen. Dieses Mal war die Wipf Gruppe in Volketswil im Focus. Sie trägt regelmässig bedeutendste nationale und internationale Verpackungsauszeichnungen nach Hause: erst kürzlich als «Swiss Star»- und «World Star»-Preisträgerin für den neuen Standbeutel «Ecovel» mit 96 Prozent Bio-Materialien. Das bald 100-jährige Familienunternehmen wird in 3. Generation von Christian Wipf geleitet. Es beschäftigt an verschiedenen Produktionsstandorten, hauptsächlich in der Schweiz und Österreich, 600 Mitarbeitende, wovon 200 Personen in Volketswil.

Die Unternehmen der international tätigen Wipf Gruppe operieren in den zwei klar definierten Sparten flexible Verpackungen sowie Briefumschläge und Direktwerbe-Lösungen. Der Gesamtumsatz von rund 203 Millionen CHF verteilt sich hälftig auf die beiden Sparten. Hauptumsatzträger für flexible Verpackungen ist mit 42 Prozent die Schweiz, gefolgt von Deutschland und Österreich mit 22 und 13 Prozent. Der Rest entfällt auf andere EC/EWR-Länder. Die zweite Sparte produziert in der Schweiz täglich bis zu 15 Millionen Stück Briefumschläge, Blöcke und Direkt-Werbeprodukte.

Alles was mit hochdichten Verpackungsfolien umhüllt ist, kann seinen Ursprung bei den Wipf-Werken haben: etwa Beutel für Rösti, Reis, Biscuits, Katzen- und Hundefutter, Medizinalprodukte oder Produkte im Non-Food-Bereich. Von der Erzeugung und Veredelung der Verpackungsfolien, über die Beutelherstellung bis zur Ausgusseinsiegelung läuft die Fertigung über alle Stufen bei Wipf inhouse. Dazu zählt auch das Bedrucken der Verpackungen im Tief- oder Flexodruck mit bis zu zehn Farben. Für die Beutelherstellung mit den modernsten Conveniencehilfen stehen insgesamt 16 Anlagen mit jährlichen Kapazitäten von an die 800 Millionen Stück zur Verfügung. 50 Prozent des Absatzes für nasse und trockene Füllgüter entfallen auf die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, aber auch Non-Food-Bereich wie Bau-, Agro- oder Haushaltchemie. Ein weiterer Viertel wird für Kaffeeverpackungen und der Rest für Pet-Food und Sonstiges eingesetzt.

Ein erfahrenes Entwicklungsteam von Verpackungsingenieuren und Chemikern ermöglicht die individuelle Herstellung von Klein- und Grösstaufträgen. Im Labor wird jede neue Verpackungsversion bis zum Äussersten geprüft: auf Lesbarkeit des EAN-Codes, Farbhaftung, Restmittel, Siegelnahtfestigkeit, Verbundhaftung, Berstdruck usw. Der brandneue Standbeutel wird zu 96 Prozent aus Bio-Materialien hergestellt. Die Verbundfolien für den Beutel werden neben dem bewährten Rohstoff Papier (Holz) zusätzlich und neu aus Stärke von Pflanzen wie Kartoffeln und Mais hergestellt. Die Bio-Verbundfolien von Wipf eignen sich für trockene oder leicht feuchte Füllgüter wie Kaffee, Instant-Produkte, Tee, Kartoffelstärke, Getreide, Müesli usw.
(Quelle: Wipf-Gruppe / 16.1.2008)

Forscher züchten nahrhafteren Reis

15.01.2008 – (lid) – Nach jahrzehntelangen Versuchen ist es Forschern gelungen, den Eiweissgehalt einer weit verbreiteten Reissorte zu erhöhen. Das amerikanisch-indische Forscherteam stellt seine besonders nahrhafte Züchtung im “Journal of Agricultural and Food Chemistry” vor, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Die Kreuzung aus einer weit verbreiteten kultivierten und einer wilden Reissorte enthalte 18 Prozent mehr Protein (Eiweiss) als die bereits landwirtschaftlich genutzte Sorte.

Reis ist die Nahrungsgrundlage für rund die Hälfte der Weltbevölkerung. Wissenschaftler hätten seit fünf Jahrzehnten versucht, den Proteingehalt des Getreides zu erhöhen, schreiben die Forscher um Hari Krishnan vom US-Agrarforschungsdienst in Columbia (US-Staat Missouri). Von einem erhöhten Eiweissgehalt würden vor allem Millionen arme und unterernährte Menschen in Entwicklungsländern profitieren.

Die Wissenschafter kreuzten die weit verbreitete Sorte IR64 der Reisart Oryza sativa mit der eng verwandten wilden Reisart Oryza nivara. Die Kreuzung besitze einen Proteingehalt von 12,4 Prozent – 18 Prozent mehr als IR64 und 28 Prozent mehr als die verwendete wilde Reisart, berichten Krishnan und seine Kollegen. Die Kreuzung könnte nun als Grundlage für neue Reissorten dienen, die einen besonders hohen Proteingehalt mit den hervorragenden Kocheigenschaften und dem hohen Ertrag der bereits angebauten Sorte IR64 vereinen, heisst es weiter.
(Quelle: LID/ 15.1.2008)

Süsshirse für Tank und Teller

22.01.2008 – (lid) – Neue Getreidesorten wie Süsshirse könnten den Kampf um knappe Anbauflächen entschärfen und so Tank und Teller füllen. Zu diesem Ergebnis kommt das International Food Policy Research Institute in Washington, wie das deutsche Nachrichtenmagazin “Focus” in der Ausgabe vom 14. Januar 2008 berichtet. Süsshirse stammt aus Afrika, sie liefert mit ihrem zuckerhaltigen Stengel den Grundstoff für Bioethanol, die Körner der Süsshirse können als Nahrungsmittel verwendet werden. Die Pflanze gilt als anspruchsvoller als Mais und wird derzeit vor allem im Süden der USA sowie in Indien kultiviert. In Deutschland proben laut “Focus” Landwirte in sieben eher trockenen Testregionen den Anbau.
(Quelle: LID / 22.1.2008)

Orior AG übernimmt die Albert Spiess Holding AG

Die Orior AG, einer der namhaftesten Schweizer Hersteller im Bereich Premium Convenience Food, übernimmt vom Unternehmer Albert Spiess die Albert Spiess Holding AG. Die Spiess Gruppe mit Hauptsitz in Schiers/Graubünden ist im In- und Ausland berühmt für ihre beliebten Spezialitäten wie unter anderem Bündnerfleisch und Rohschinken. Mit über CHF 100 Mio. Umsatz und 200 Mitarbeitern ist Spiess ein erfolgreiches und führendes Unternehmen in der schweizerischen Food Industrie.

Albert Spiess hat seine Nachfolge frühzeitig geregelt und hat sich nach einem strukturierten Verkaufsprozess, unterstützt durch Bank Vontobel AG, entschieden, seine traditionsreiche Unternehmensgruppe (Spiess Australien ausgenommen) der Orior AG zu verkaufen. “Diese Nachfolgelösung ist ein weiterer, grosser Schritt in eine Zukunft voller Perspektiven für beide Unternehmensgruppen und unterstreicht die gemeinsame Strategie der Festigung unseres wichtigsten Absatzmarktes: der Schweiz.”, wie Albert Spiess erläutert. Die Spiess Gruppe wird als eigenständiges Kompetenzzentrum in Orior integriert und von Albert Spiess weiter geleitet.

Es wird Orior und Spiess auch in Zukunft darum gehen, mit Innovationen und dem Besetzen neuer, attraktiver Marktsegmente im Premium Convenience Bereich für Detailhandel und Gastronomie zu wachsen. In diesem Zusammenhang sind weitere strategische Zukäufe und die Intensivierung des Auslandgeschäftes geplant.

Zur Orior Gruppe gehören die Lebensmittelfirmen und Marken Rapelli, Fredag, Le Patron, Pastinella, Nature Gourmet, Lineafresca, Ticinella und Traiteur Seiler. Die Orior Gruppe betreibt sechs Produktionsstandorte in der Schweiz und beschäftigt rund 1’000 Mitarbeiter.

Im Jahr 2006 hatten Capvis, die führende Beteiligungsgesellschaft in der Schweiz, als Mehrheitsaktionär und das Management die Orior AG von der Pargesa Holding SA übernommen. Die Transaktion ist von den Wettbewerbsbehörden noch zu bewilligen.
(Quelle: Orior-Gruppe / 16.1.2008)