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Erfolgreiche Käsemesse Fromage 2008 im Rückblick

Käsemesse mit Laib, Seele und Schmunzelfaktor

von Foodaktuell Importer


Fromage, 3. Internationale Fachmesse für Käse, Molkereiprodukte und
Lebensmittelindustrie im Rückblick

Am 3. Februar 2008 schloss die «FROMAGE»
auf dem Gelände der BEA bern expo AG ihre Tore.
Während vier Tagen war die Fachmesse voller kulinarischer Höhepunkte und vermittelte viel Wissenswertes. Sowohl
Aussteller als auch die Organisatorin BEA bern expo AG
waren mit dem Besucherecho zufrieden.


Nicht immer ist Schokolade im Goldkartonetui, das man vom Souvenirladen kennt. In diesem «Schweizer Gold» ist Rohmilch-Halbhartkäse der St.Galler Käserei Oberli in eckiger Form, schmieregereift mit 12 Monaten Reifezeit. Solche Goldbarren sind pure Swissness und wertbeständiger als UBS-Aktien.

Vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2008 verwandelte sich das
Messegelände der BEA bern expo AG in ein Käse-Eldorado:
Mehrere Tonnen Käse, über 500 verschiedene Sorten und
rund 100 Hersteller und Händler auf 7 500 Quadratmetern
luden an zwei Tagen Fachleute und an weiteren zwei Tagen das Publikum zum
Geniessen und Einkaufen ein.


Hat die Schweiz im Export von Scheibenkäse den Anschluss verpasst? Beim Emmi meint man ja. Fromalp erkannte den Trend und verkauft sortenreine «Gourmet-Scheibenkäse». Diese Neuheit sei qualitativ nahe beim Naturkäse aber geschmeidiger und cremiger.

Viele Käseneuheiten präsentierten sich erstmals an der
«FROMAGE» und warteten darauf, von Gourmets,
Käseliebhabern und Fachkundigen entdeckt zu werden. Ergänzt wurde die Messe mit
spannenden Podiumsdiskussionen, Sonderschauen und
prominenten Gästen.


Weichkäse-Spezialist BAER verkauft steigende Mengen von Grillkäse. Fromella ist ein Rahmkäse mit 34% Fett. Warum die Rahmstufe, wenn dadurch der Fettgehalt höher steigt als bei einer Saucisson? «Auf der Halbfettstufe wird er zu gummig», meinen die BAER-Experten.

Hört ihr Käser und lasst euch sagen: Der zarte fettarme Grillkäse harrt noch seiner Erfindung.

Die «FROMAGE» soll nicht nur Treffpunkt für Käse sondern
auch für weitere Delikatessen werden. «Wir wollen uns
kontinuierlich zu einer branchenübergreifenden Messe entwickeln.» so Messeleiter Bruno Zaugg. «Mit dem Label ‘Suisse Food &
Beverages’ haben wir den Grundstein bereits gelegt.»


Nicht alles war Käse: Walliser Metzger Stephan Müller mit der Walliser Randenwurst aus Kabis, Lauch und Kartoffeln – und natürlich mit Schweine- und Rindfleisch. Weitere solche Nichtkäse-Delikatessen sollten an einer «Delikatessenmesse» geboten werden.

Dank der Erweitung mit komplementären Gütern ist die Messe
auch interessant für das breite Publikum. 6 800 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt. Die vierte
Internationale Messe für Käse, Molkereiprodukte und
Lebensmittelindustrie in zwei Jahren darf mit Spannung
erwartet werden.

Glarner Schabziger ist das zweitälteste Markenprodukt der Welt (eine Tschechische Biermarke ist angeblich noch 2 Jahre älter). Muss man Glarner sein, um den Bockshornkleegeschmack zu mögen? Im neuen Kochbuch der Geska findet man die Antwort (Fona Verlag).

Hört ihr Käser und lasst euch fragen: Könnte man Schabziger auch mit Alpenrosenblüten herstellen?

Schmelzkäse hat Chancen im Export. Amerikaner lieben den «Processed Cheese», weil er keine Rinde hat. Für seine Herstellung bietet die Firma Neumeyer den passenden Prozessautomaten der Marke Inotec.

Text: BEA bern expo. Bilder und Bildlegenden; foodaktuell.ch

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