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Schokoladerekord 2007 im In- und Ausland

Letztes Jahr hat die Schweizer Schokoladeindustrie das im Vorjahr erzielte Rekordergebnis mengen- und wertmässig nochmals deutlich übertroffen. Die gegenüber dem Vorjahr realisierte Steigerung ist grösstenteils auf das Exportgeschäft zurückzuführen, das sich überaus erfreulich entwickelte. Aber auch auf dem auf hohem Niveau gesättigten Heimmarkt konnte die Branche im 2007 mengen- und wertmässig zulegen.

von Foodaktuell Importer

Die Schoggi-Verkäufe ins Ausland stiegen mengenmässig um 11,0%, wertmässig sogar um 13.8%. Besonders erfolgreich waren die Verkäufe in der EU. Ausserhalb Europas realisierte die Branche in den USA, Australien, Brasilien, Singapur, Thailand (Bild) und China beeindruckende Mehrverkäufe.

Die 18 Schweizer Schokoladehersteller erzielten im Jahr 2007 sowohl mengen- wie wertmässig erneut ein Rekordergebnis. Im Vorjahresvergleich konnten die Verkäufe nochmals um 7,7 % auf 181’266 Tonnen und der Branchenumsatz um 9,0 % auf 1’662 Mio. Franken gesteigert werden. Die Gesamtproduktion wurde zu 60,5 % im Ausland abgesetzt. Die Branche konnte rund 300 neue Stellen schaffen.

Die anhaltend freundliche Konsumentenstimmung in der Schweiz wirkte sich weiterhin günstig auf die Nachfrage nach Schokoladeprodukten aus. Ein Teil des Mehrabsatzes ist den stark gestiegenen Tourismusfrequenzen zu verdanken. Das ab dem Osterwochenende einsetzende warme Sommerwetter dämpfte die Nachfrage vorübergehend deutlich, aber der relativ nasse Sommer und ein kühler Herbst belebten die Nachfrage wieder spürbar. Ein erfreulich verlaufenes Weihnachtsgeschäft setzte den positiven Schlusspunkt.

Die Inlandverkäufe der Schweizer Herstellerfirmen beliefen sich auf 71’657 Tonnen, was 3,1 % über dem Vorjahr liegt. Der wertmässige Umsatz erhöhte sich um 4,6 % auf 829 Mio. Franken. Der Anteil der Importschokoladen am Inlandkonsum nahm ein weiteres Mal zu und liegt nun bei 30,5 %.

Kopfkonsum gestiegen

Aus dem Inlandverbrauch an Schokoladewaren von 93’501 Tonnen (inklusiv Importe, ohne Kakao- und Schokoladepulver) kann ein gegenüber dem Vorjahr um 400 g auf 12,3 kg gesteigerter durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum abgeleitet werden.

Die Verkäufe von Halbfabrikaten – hauptsächlich Couverturen und Füllmassen für die gewerbliche und industrielle Weiterverarbeitung – konnten gegenüber dem Vorjahr um 7,3 % gesteigert werden. Bei den Fertigprodukten legten Pralinés mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 20,7 % kräftig zu. Ein respektabler Zuwachs wurde ferner mit Branches (9,0 %) erzielt.

Boom im Export

Die Schweizer Schokoladeindustrie konnte das Exportgeschäft im Jahr 2007 mit einer beachtlichen Zuwachsrate weiter ausbauen. Die Verkäufe ins Ausland erreichten 109’609 Tonnen, was einer Zunahme von 11,0 % entspricht. Der wertmässige Umsatz konnte sogar um 13,8 % gesteigert werden. Er beläuft sich nun auf 833 Mio. Franken.

Das grösste Wachstum unter den umsatzstarken Fertigprodukten verzeichneten gefüllte Schokoladetafeln (21,1 %) sowie Pralinés (17,0 %). Zulegen konnte die Branche aber auch beim Verkauf von Couverturen (13,7 %). An der Spitze der gegen 150 Exportmärkte stand erneut Deutschland (18,7 % Exportanteil) vor dem Vereinigten Königreich (13,7 %), das Frankreich (9,6 %) auf Rang 3 verdrängte, und den USA (7,9 %).

Besonders erfolgreich verkaufte sich Schweizer Schokolade in der Europäischen Union (EU), wo mit einer Mehrmenge von 13,9 % eine Umsatzsteigerung von 18,8 % erzielt werden konnte. Die grössten Zuwachsraten auf EU-Märkten wurden mit Lieferungen nach Belgien (67,3 % mengen- und 68,4 % wertmässig) sowie ins Vereinigte Königreich (49,8 % mengen- und 52,9 % wertmässig) erreicht. Ausserhalb der EU konnte die Branche in den USA, Australien, Brasilien, Singapur, Thailand und China beeindruckende Mehrverkäufe realisieren.

Im Jahr 2008 wollen die Schweizer Schokoladehersteller auf den Exportmärkten weiter zulegen und ihren Anteil am Inlandmarkt halten. Mit Liebe zum Metier entwickelte Produkte von hoher und konstanter Qualität sind weiterhin die entscheidenden Voraussetzungen dafür.

Eckdaten der Schweizer Schokoladeindustrie

Anzahl Unternehmungen: 18

Anzahl Mitarbeitende: 4’564
– davon Frauen 2’214
– davon Männer 2’350

Verkäufe in Tonnen: 181’266
– davon Inland 71’657
– davon Ausland 109’609

Verkäufe in Mio. Franken: 1’662
– davon Inland 829
– davon Export 833

Wichtigste Exportmärkte: (Anteil am Exportumsatz)
Deutschland 18,7 %
Vereinigtes Königreich 13,7 %
Frankreich 9,6 %
USA 7,9 %

Bedeutung Produktkategorien: (Anteil an den Verkaufsmengen)
– Tafeln 49,9 %
– Schokoladekonfiserie 21,9 %
– Halbfabrikate (inkl. Pulver) 18,7 %
– Kleinformate 5,3 %
– Übriges (Festartikel usw.) 4,2 %

Text: Medienmitteilung Chocosuisse. Bild: foodaktuell.ch

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