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KURZNEWS 12. Februar 2008

Handykamera identifiziert Flaschenweine / Medaille für Schweizer Käse an der Biofachmesse / Rote Beete senkt Blutdruck / Österreich setzt auf Bio und Herkunft

von Foodaktuell Importer

Handykamera zur Etikettenentschlüsselung

Das Istituto Superiore Mario Boella (www.ismb.it) hat ein neuartiges System zur Identifizierung von Flaschenweinen entwickelt. Mit Hilfe von 2D-Barcodes oder RFID-Chips können wichtige Auskünfte über die Qualität und Herkunft der Weine abgerufen werden. Von grossem Vorteil ist die elektronische Visitenkarte vor allem für grosse Weinnationen wie Italien, das durch eine kaum überschaubare Anzahl von Winzer- und Abfüllbetrieben gekennzeichnet ist.

“Am einfachsten und derzeit praktikabelsten ist der Einsatz der handelsüblichen Strichcodes” , erklärt der ISMB-Entwickler Paolo Mulassano. “Das Weinetikett wird mit einem gewöhnlichen Photohandy fotografiert. Dann wird das dazugehörige File per MMS an eine vom Hersteller betriebene Database verschickt und über diese die angeforderte Information vermittelt. Etwas schwieriger wird es beim RFID, da es bisher kaum dafür ausgerüstete Handys gibt. Bei dieser Alternative ist deshalb die Verwendung eines Palmcomputers oder eines speziellen Lesegerätes erforderlich.”

Als weiterer Vorzug neben Ursprungsnachweis und Schutz vor Fälschungen gilt vor allem die Möglichkeit einer zusätzlichen Produktdifferenzierung und Qualitätskennzeichnung für den Hersteller. Gleichzeitig kann die geografische Verbreitung ermittelt werden, was die Durchführung von gemeinsamen Marketingaktionen verschiedener Hersteller und eine bessere Kontrolle durch Organe wie Handelskammern oder Konsortien erlaubt.

Ausserdem könnten alle zum Weinvertrieb gehörenden Logistikabläufe automatisiert und sogar eine integrierte Logistikstruktur speziell für den Weinhandel geschaffen werden, meint der italienische Wissenschaftler. Längerfristig sei auch an eine Übertragung des Modells auf andere Landwirtschafts- und Gartenbauprodukte zu denken.

Das im Jahre 2000 von der Turiner Grossbank Istituto San Paolo und dem Turiner Polytechnikum gegründete ISMB beschäftigt sich überwiegend mit industriellen Anwendungen von Wireless-, Satelliten- und Multimedia-Technologien. Inzwischen sind es 250 Wissenschaftler und Techniker, die an insgesamt 80 von öffentlich rechtlichen Institutionen und Industriekooperationen finanzierten Projekten arbeiten.

(Quelle: pte / Istituto Superiore Mario Boella / 9.2.2008)

Käse aus Andeer holt Silbermedaille an der „Bio Fach“ Nürnberg

Der Biokäse „Andeerer Christall“ der Sennerei Andeer erhält die Silbermedaille des internationalen Käsewettbewerbs Biocaseus. Die Verleihung der Wettbewerbsauszeichnung erfolgt am 21. Februar 2008 innerhalb der Bio-Fachmesse „Bio Fach“ in Nürnberg. Nach dem grossartigen Erfolg der Sennerei Andeer an der Käseolympiade 2007 in Österreich (3 Medaillen) sammelt die kleine Sennerei im neuen Jahr bereits wieder erste internationale Auszeichnungen. Am Wettbewerb Biocaseus (www.biocaseus.eu), dem internationalen Wettbewerb für Biokäse unter der Schirmherrschaft der IFOAM (Internationale Bioorganisation) ist der Bio Andeerer Christall von Maria Meyer und Martin Bienerth mit der Silbermedaille ausgezeichnet worden. alpinavera, die Vermarktungsplattform für Alp- und Bergprodukte aus den Kantonen Uri, Glarus und Graubünden, gratuliert ihrem Vertragspartner, der Sennerei Andeer ganz herzlich.
(Quelle: alpinavera, Chur / 7.2.2008)

Bio legt in Österreich kräftig zu

07.02.2008 – (lid) – Der Bio-Boom bleibt ein Erfolgsfaktor der österreichischen Land- und Ernährungswirtschaft. Der Gesamtumsatz stieg 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 590 Millionen Euro, wie der Agrarpressedienst AIZ aus dem Lebensmittelbericht 2008 zitiert. In den letzten drei Jahren gab es eine massive Zunahme beim Bio-Konsum um 35 Prozent, wobei 65 Prozent der Bio-Lebensmittel über den Lebensmittel-Einzelhandel abgesetzt werden. Nur neun Prozent der österreichischen Konsumenten wählen nie Bio-Produkte. Im Konsumverhalten gibt es neben dem Trend zu Bio auch eine Entwicklung zur gesünderen Ernährung. Die Österreicher assen 2006 pro Kopf um 8 Kilogramm mehr Obst und 18 Kilo mehr Gemüse als 1995. Zudem setzt sich die Tendenz zu einem abnehmenden Fleisch-Konsum fort, das Minus beträgt 1 bis 3 Prozent pro Jahr. Stabil ist lediglich der Absatz von Schweinefleisch. Dieses ist mit 63 Prozent nach wie vor die beliebteste Fleischsorte der Österreicher.
(Quelle: LID / 7.2.2008)

Österreicher achten bei Einkauf vermehrt auf Herkunft

War den österreichischen Konsumenten 2005 noch der Preis wichtigster Entscheidungsfaktor beim Einkaufen von Lebensmitteln, wurde 2007 mehr auf die Herkunft geachtet, gefolgt von Qualität, Regionalität und Frische.
Speziell bei “sensiblen” Produkten wie Fleisch und Milch zeigt sich der Konsumpatriotismus am deutlichsten, schreibt der Agrarpressedienst AIZ. Der Preis rangiert hingegen nur noch auf Platz 5. Dies sei auch im internationalen Kontext etwas einzigartiges, betonte Landwirtschaftsminister Josef Pröll am 7. Februar anlässlich der Präsentation des Lebensmittelberichts 2008. Dieser zeige vor allem drei Bereiche auf, mit denen die österreichische Lebensmittelwirtschaft besonders erfolgreich ist: Innovation, Regionalität und Export.
(Quelle: LID / 7.2.2008)

Rote-Beete-Saft senkt Blutdruck

Das Trinken von 500 Milliliter Saft der Roten Bete täglich kann laut einer britischen Studie den Blutdruck deutlich senken. Entscheidend scheint das enthaltene Nitrat zu sein, das auch in grünen, blättrigen Gemüsesorten vorkommt. Wissenschaftler der Barts and the London School of Medicine (www.smd.qmul.ac.uk) und der Peninsula Medical School (www.pms.ac.uk) haben nachgewiesen, dass sich der Blutdruck bei gesunden Freiwilligen innerhalb von einer Stunde nach der Einnahme senkte. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Hypertension veröffentlicht. Damit könnte ein kostengünstiger Weg zur Behandlung von Bluthochdruck gefunden worden sein. Bisher wurden die schützenden Wirkungen einer gemüsereichen Ernährung auf ihren Gehalt an antioxidativ wirkenden Vitaminen zurückgeführt.

Eine Stunde nach der Einnahme war ein Sinken des Blutdrucks zu bemerken. Nach drei oder vier Stunden nahm die Wirkung weiter zu. Die Wirkung hielt zu einem gewissen Grad bis zu 24 Stunden lang an. Die Forscher wiesen nach, dass das Nitrat im Saft im Speichel durch Bakterien auf der Zunge in Nitrit umgewandelt wird. Wird dieser nitrithaltige Speichel geschluckt, wird er im Magen entweder in Stickoxid umgewandelt oder gelangt als Nitrit wieder in den Blutkreislauf. Die grösste Verringerung des Blutdrucks entsprach den höchsten Nitrit-Werten im Blut. Kein Sinken des Blutdrucks konnte bei einer zweiten Gruppe Freiwilliger festgestellt werden, die ihren Speichel während des Trinkens und auch drei Stunden danach nicht schluckten.

Die leitende Wissenschaftlerin Amrita Ahluwalia betonte, dass das Trinken des Saftes von Roten Beten oder das Essen von anderen nitratreichen Gemüsearten ein einfacher Weg sein könnte, gesund zu bleiben. Mehr als 25 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung leidet laut BBC an Bluthochdruck. Es wird geschätzt, dass dieser Wert bis zum Jahr 2025 auf 29 Prozent ansteigt. Bluthochdruck ist für rund 50 Prozent der koronaren Herzerkrankungen und rund 75 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Allein in England sterben jährlich mehr als 110.000 Menschen an kardiovaskulären Erkrankungen.
(Quelle: pte / 4.2.2008)

Pasta Gala exportiert ein Zehntel der Produktion

Der Teigwarenhersteller Pasta Gala (www.pastagala.ch) meldet für das Geschäftsjahr 2007 ein gutes Jahresergebnis. Der Umsatz stieg um 3%. Dazu hat vor allem der Export mit einem Plus von 20% beigetragen. Mit einer Jahresproduktion von 14’000 Tonnen zählt Pasta Gala zu den grössten Teigwarenherstellern der Schweiz.

“Das Produktionsvolumen konnte im Vorjahresrahmen gehalten werden”, berichtet Verkaufsleiter bei Pasta Gala Markus Nussli. Pasta Gala mit Sitz in Morges VD ist eine Coop-Tochter. Während der Absatz im Inland mit 12’500 Tonnen leicht rückläufig war, erhöhte sich der Export um über 20 % auf 1’500 Tonnen. Markus Nussli: “Diese Entwicklung liegt genau in unserer Marketingstrategie.”

Neben der Coop gehören Einzelhandelsunternehmen genauso zum Kundenstamm wie Gastronomiegrosshandel sowie Nahrungsmittel-Herstellbetriebe. Der Nettoumsatz von 26 Mio CHF (+3%) wurde von 48 Mitarbeitenden erbracht. Im Berichtsjahr wurde der Betrieb mit einem Investitionsvolumen von 1 Mio CHF weiter modernisiert, um die verschiedensten Kundenwünsche zu befriedigen; dazu zählen biologische Teigwaren, verschiedenste Rezepturen, unterschiedlichste Ausformungen und Herstellverfahren.

Die Schweizer belegen übrigens europaweit mit einem Jahresverzehr von 10 Kilogramm Teigwaren nach den Italienern und den Griechen den dritten Rang.
(Quelle: ots / Pasta Gala / 2.2.2008)

Fructose führt zu erhöhtem Gicht-Risiko

Einer kanadischen Studie zufolge sind Männer, die mehr als zweimal pro Tag Limonade trinken, besonders gefährdet an Gicht zu erkranken. Gicht zeichnet sich durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken aus und geht mit Symptomen wie geschwollenen Gliedmassen einher.

Bisher wurde angenommen, dass Gicht durch fleischreiche Ernährung entsteht. Dass die schmerzhafte Krankheit durch Fruktose in Limonaden hervorgerufen wird, ist neu. In Gross-britannien leiden bereits 1,5 Prozent der gesamten Bevölkerung an Gicht – Tendenz steigend. Vor allem Fruchtsäfte und fruktosereiche Früchte wie Äpfel und Orangen erhöhen das Risiko, so die kanadischen Forscher. Diätsäfte sind davon aber ausgenommen. Künftig sollen laut Hyon Choi von der University of British Columbia Ärzte Gichtpatienten darauf hinweisen, ihre Fruktosezufuhr zu senken.

Schwedische Forscher konnten darüber hinaus nachweisen, dass Zucker Einfluss auf unsere Gedächtnisleistung hat. Es ist zwar bekannt, dass Diabetes-Patienten ein höheres Risiko haben, an Krankheiten wie Demenz Alzheimer zu erkranken. Bislang war unter Medizinern aber noch unklar, wie Blutzucker allein einen negativen Effekt bei Menschen ohne Diabetes hat. Ebenso fehlten Informationen über jene Regionen im Hirn, die besonders sensibel auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel reagierten.

Das Forscherteam rund um Olov Rolandsson stellte hierbei fest, dass speziell der Hippokampus durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel beeinflusst wird. Der Hippokampus ist jenes Areals im Gehirn, das unter anderem für die Speicherung von Erinnerungen zuständig ist. Beson-ders der Hippokampus der Frauen reagiert sensibel auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel. In weiteren Studien sollen weitere Einflüsse des Blutzuckerspiegels auf die Gedächtnisleistung erforscht werden.
(Quelle: pte / 1.2.08)