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Schweizer Bonbons legen weiter zu

Die Schweizer Zuckerwarenindustrie konnte ihre Verkäufe im Jahr 2007 um 9,6 % auf 28'652 Tonnen steigern und einen um 7,4 % erhöhten Umsatz von 337 Mio. Franken erzielen. Damit konnte das Vorjahresergebnis mengen- und wertmässig zum fünften Mal in Folge gesteigert werden. Auf dem mehr oder weniger gesättigten Heimmarkt lagen die wertmässigen Verkäufe bei einer bescheidenen Mengenzunahme leicht unter Vorjahr.

von Foodaktuell Importer

Die Scweiz ist weltweit führend in der Herstellung von zuckerfreien Süsswaren. Im Export beträgt der Zuckerfrei-Anteil 62%. Die Herstellung ist besonders anspruchsvoll und verlangt viel Sorgfalt – eine der typischen Schweizer Tugenden.

Der Gesamtabsatz (Inland und Export) von industriell hergestellten Schweizer Zuckerwaren
erhöhte sich im Jahr 2007 um 9,6 % auf 28’652 Tonnen. Dazu zählt man zuckerhaltige und zuckerfreie Bonbons, Kaugummis, Dragées, Marzipan, der Heilmittelgesetzgebung unterliegende Husten- und Halsbonbons usw. Die höchsten Zuwachsraten erfuhren Hartbonbons (+ 11,7 %) sowie mit anderen geformten Zuckerwaren wie Kaugummis, Komprimaten, Marzipan, Fondant, Nougat usw. (+ 10,6 %). Der Anteil an zuckerfreien Produkten stieg um 13,7 % auf 55,5 %.

Der Branche gelang es, ihren Gesamtumsatz um 7,4 % auf 337 Mio. Franken zu steigern. Seit 2003 konnte die Branche Jahr für Jahr mengen- und wertmässig zulegen. Der Umsatz und die Tonnagen haben in den vergangenen fünf Jahren um rund 30 % zugenommen.

Stagnation im Inland

Die Schweizer Zuckerwarenhersteller setzten im Inland im Jahr 2007 insgesamt 7’880 Tonnen ihrer Produkte ab, was in etwa der Vorjahresmenge entspricht. Beim Umsatz war eine leichte Einbusse um 0,7 % hinzunehmen. Er beläuft sich auf 105,6 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr wurden mengenmässig 3,7 % mehr Zuckerwaren importiert. Dies führte für die einheimischen Hersteller zu einer weiteren Reduktion ihres Inlandmarktanteils von 31,8 % auf 31,0 %.

Im Inland wurden insgesamt 25’393 Tonnen importierte und einheimische Zuckerwaren abgesetzt. Daraus lässt sich ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter durchschnittlicher Pro-Kopf-Konsum von 3,3 kg ableiten. Der Anteil an zuckerfreien Artikeln am Inlandkonsum verminderte sich von 20,1 % auf 19,9 %.

Boom im Export

Im Export konnte die Schweizer Zuckerwarenindustrie im Jahr 2007 mit 20’772 Tonnen gegenüber dem Vorjahr eine Mehrmenge von 13,7 % absetzen, was zu einem um 11,5 % auf 231 Mio. Franken gesteigerten Umsatz führte. Der Anteil an exportierten zuckerfreien Produkten konnte wie schon in den Vorjahren erneut erhöht werden. Er beträgt jetzt 65,2 % (2006: 63,2 %).

An der Spitze der rund 90 Exportmärkte für Schweizer Zuckerwaren stand erneut Deutschland (20,5 % Exportanteil) vor den USA (19,6 %), welche Frankreich (16,7 %) auf Rang 3 verdrängten, gefolgt von den Niederlanden (10,1 %). In verschiedenen EU-Ländern, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Schweden, konnten die Schweizer Zuckerwarenhersteller stark zulegen.

Die Branche fasste ferner weiter Fuss auf dem polnischen Markt und schaffte – wenn auch noch mit bescheidenen Tonnagen und Umsätzen – in Rumänien und Bulgarien den Markteintritt. Der im Vergleich zu anderen Branchen der Nahrungsmittel-Industrie hohe Exportanteil an der Gesamtproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr mit 72,5 % nochmals an (2006: 69,9 %).

Ausländische Süsswaren sehen oft besser aus als sie schmecken. Bild: Farbiger aber fader Marzipan aus Japan.

Die 15 Schweizer Zuckerwaren-Hersteller beschäftigen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Branche sieht im Export noch weiteres Wachstumspotenzial und setzt sich zum Ziel, im Inland ihren Marktanteil zu halten. Mit Liebe zum Metier entwickelte Produkte mit einer konstant hohen Qualität und die Innovationskraft der Branche sind gute Voraussetzungen dafür.

Eckdaten der Schweizer Zuckerwarenindustrie

Wichtigste Exportmärkte (Anteil an der Exportmenge):
Deutschland 20,5 %
USA 19,6 %
Frankreich 16,7 %
Niederlande 10,1 %

Bedeutendste Produkte (Anteil an den Verkäufen):
– Hartbonbons 67,8 %
– Andere geformte Zuckerwaren 14,8 %
– Gelée- und Gummibonbons 9,8 %
– Weichbonbons 5,1 %
– Dragées 2,4 %

Anzahl Unternehmungen: 15

Anzahl Mitarbeitende: 793
– davon Frauen 448
– davon Männer 345

Verkäufe in Tonnen: 28’652
– davon Inland 7’880
– davon Ausland 20’772

Verkäufe in Mio. Franken: 337
– davon Inland 106
– davon Export 231

Text: Medienmitteilung Biscosuisse. Bilder und Bildlegenden: foodaktuell.ch

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