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KURZNEWS 26. Februar 2008

Grünes Licht für neue Valserwasser-Quelle / DLG-Preis für Biotta-Säfte / Hochdorf expandiert mit Säuglingsmilch / Zuwenig Kalb in der Kalbsbratwurst / Resistente E.coli nehmen zu

von Foodaktuell Importer

Vals stimmt Konzessionsvertrag zur Erschliessung neuer Mineralquellen zu

Die Bevölkerung von Vals hat heute Abend zu 100% dem Konzessionsvertrag zur Nutzung der neuen Quelle zugestimmt. Dies ist ein Meilenstein für das Projekt von Valser Mineralquellen AG ein neues leicht mineralisiertes Wasser ab Herbst 2009 auf den Markt zu bringen. Die Gemeinde Vals profitiert im Gegenzug von Einnahmen von 0.5 Rappen pro verkauften Liter.

Der positive Entscheid der Valser Bevölkerung wird nach Bewilligung des Bau- und Bohrgesuches bei Valser Mineralquellen AG Investitionen in der Höhe von ca. 4.5 Mio. Franken auslösen. “Wir freuen uns über den Rückhalt der Bevölkerung in Vals und werden das Projekt in Abstimmung mit der Gemeinde vorantreiben” so Urs Länzlinger, Betriebsleiter von Valser Mineralquellen AG.

Beabsichtigt ist der Baubeginn in der zweiten Hälfte Mai 2008, wobei die ganze Planung wetterabhängig bleibt. Die Quelle wird voraussichtlich ab Ende August 2008 erschlossen sein. Gleichzeitig beginnt eine längere Testphase. Die Fertigstellung des Bauprojektes ist auf Ende Oktober 2008 beabsichtigt.

Im Spätsommer 2009 wird somit der neu ausgehandelte Konzessionsvertrag umgesetzt. Die Gemeinde Vals kann von diesem Zeitpunkt an mit zusätzlichen Einnahmen von 0.5 Rappen pro verkauften Liter rechnen. Davon fliessen 0.4 Rappen in die Gemeindekasse und 0.1 Rappen in einen Valser Entwicklungsfond. Dieser finanziert Projekte und Aktivitäten, welche die Attraktivität und Bekanntheit von Vals erhöhen und dem Gemeindewohl zugute kommen werden.

Valser Mineralquellen AG wurde 1960 gegründet. Mit dem Valser Service, der nach Hause liefert, wurde das Mineralwasser aus Vals in der ganzen Schweiz bekannt. Heute sind über 80 Mitarbeitende in Vals beschäftigt. Valser Mineralquellen AG vertreibt Valser Classic, Valser Natuelle, Valser Viva und Valser Limelite. Valser ist das beliebteste Mineralwasser der Schweizer Konsumenten.

(Quelle: ots / 25.2.2008)

Die DLG bewertet und prämiert zum zweiten Mal Biolebensmittel

Nach der erfolgreichen Premiere 2006 hat das Testzentrum Lebensmittel der DLG Ende 2007 zum zweiten Mal eine Internationale Qualitätsprüfung für Bio-Produkte durchgeführt. Neben Lebensmitteln aus den Bereichen Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Back- und Süsswaren, Tiefkühlkost, Fertiggerichte, Feinkost sowie Fruchtgetränke, Bier und Wein wurden auch Olivenöl, Tee und Fruchtaufstriche unter die Lupe genommen.

Von den 862 getesteten Produkten wurden 289 Erzeugnisse mit einer Gold, 323 mit einer Silber und 165 mit einer DLG-Medaille in Bronze prämiert. Die Prämierungsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 24 %. Im Mittelpunkt der DLG-Tests steht die Bewertung von Geruch, Aussehen und Geschmack der Lebensmittel. Das Prüferpanel des Testzentrums Lebensmittel setzt sich aus Sensorik-Experten zusammen.

(Quelle: bionetz.ch / DLG / food monitor / 22.8.2008)

1x DLG-Gold und 2x DLG-Bronze für Biotta-Säfte

Unter den von der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführten internationale Qualitätsprüfung von Bioprodukten waren auch Fruchtsäfte. Drei Biotta-Säfte, die einmal Gold und zweimal Bronze erhielten. Die Preisverleihung erfolgte anlässlich der BioFach 2008.

Von Biotta wurden die drei Produkte Biotta Gemüse-Cocktail, Biotta Preiselbeer Plus und Biotta Wellness Drink in der Sparte Fruchtgetränke einer Qualitätsprüfung unterzogen. Die getesteten Säfte wurden einmal mit der Gold- und zweimal mit der Bronzemedaille ausgezeichnet.

Der mit Gold ausgezeichnete Biotta Gemüse-Cocktail überzeugte die Prüfer nicht nur in allen spezifischen Merkmalen, sondern gefiel auch wegen seiner harmonischen, leicht süssen Geschmacksprägung. Dem Biotta Preiselbeer Plus, der eine Bronze-Auszeichnung erhielt, attestierten die Prüfer einen angenehmen, wenn auch leicht herben Geschmack. Der naturtrübe Biotta Wellness Drink wurde als fruchtig, reintönig und harmonisch befunden. Bei allen mit einer DLG-Prämierung ausgezeichneten Produkten kann der Konsument sicher sein, dass es sich um Produkte von besonders hoher, zu 100% biologischer Qualität handelt.

Das Prüferpanel des DLG Testzentrums Lebensmittel setzte sich aus Sensorik-Experten zusammen, die über Erfahrung in der Qualitätsbewertung von Bio-Lebensmitteln verfügen und deren spezifische Merkmale genau kennen. Neben der sensorischen Analyse führten die Qualitätsprüfer zudem mikrobiologische und chemisch-physikalische Untersuchungen durch.

(Quelle: Biotta AG / 22.2.2008)

Coop plant Preisabschlag für 120 Prix Garantie-Produkte

Bei 120 Prix Garantie Produkten senkt Coop ab dem kommenden Montag die Preise um durchschnittlich 12 %. Die Preise werden über den ganzen Warenkorb verteilt, von Frischprodukten über Grundnahrungsmittel bis in den Nearfood-Bereich gesenkt. Mit diesen massiven Preissenkungen sind alle vergleichbaren 200 Produkte des Prix Garantie Sortiments, auf dem Preisniveau der Harddiscounter. Bei diesem Schritt handelt es sich um eine Strategie, die Grossverteiler in den umliegenden europäischen Ländern bereits heute praktizieren: Eine Tiefstpreislinie, die das Grundsortiment abdeckt, auf Preisniveau der Harddiscounter.

Das Geschäftsjahr 2007 war für Coop ausserordentlich erfolgreich. Umsatz und Gewinn konnten erheblich gesteigert werden. Der Erfolg beruht auf der ausgewogenen Berücksichtigung von Umwelt, Vielfalt, Qualität und Preis sowie auf der erneuten Steigerung der Produktivität. Die Einkaufs- und Handelsgemeinschaft Coopernic hat zu deutlich besseren Einkaufskonditionen geführt. Bereits 2007 sind 10 % der Preissenkungen auf Coopernic zurückzuführen. Ein solcher Erfolg ist nur möglich in einem wirtschaftlichen Umfeld mit gesundem Wettbewerb.

Die Mitarbeitenden der Coop wurden mit einer grosszügigen Lohnrunde am Erfolg beteiligt. «Jetzt sollen auch die Kundinnen und Kunden profitieren», sagt Hansueli Loosli, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop «denn schliesslich wollen wir nicht nur bei der Vielfalt, sondern auch beim Preis die Nummer eins in der Gunst der Konsumentinnen und Konsumenten sein».

(Quelle: Coop / 24.2.2008)

Ein Viertel der Kalbsbratwürste enthalten zu wenig Kalbfleisch

Das Kantonale Labor hat auch im vergangenen Jahr wiederum Brühwurstwaren mit Kalbfleisch auf den Kalbfleischanteil untersucht. Die Resultate sind ernüchternd. Ein Viertel der untersuchten Proben hätten aufgrund des zu geringen Kalbfleischgehaltes nicht als Kalbsbratwürste, Kalbscipollata oder Kalbfleischwürste angepriesen werden dürfen.

Wurstwaren, die für ihren Kalbfleischanteil ausgelobt werden, müssen, bezogen auf den Fleischanteil, mindestens 51 % Kalbfleisch enthalten. Für die Produzenten ist es wirtschaftlich interessant, den Kalbfleischanteil niedrig zu halten. Zudem lässt sich geschmacklich ein Unterschreiten der gesetzlichen 50 %-Grenze nicht feststellen.

Da in den Vorjahren in diesen Produkten wiederholt zuwenig Kalbfleisch gefunden wurde (Beanstandungsquote bis zu 20 %), erschien uns eine erneute Untersuchung angezeigt. Ziel war es hauptsächlich, Produzenten des Kantons Zürich zu beproben. Es wurden insgesamt 35 Proben Brühwürste, die für ihren Kalbfleischanteil ausgelobt wurden, untersucht. Fünfzehn Proben (43 %) waren zu beanstanden, die meisten wegen des zu geringen Kalbfleischgehaltes. Tabelle 1 listet die Resultate dieser Untersuchung im Detail auf:

Mehr als die Hälfte der untersuchten Kalbfleischwürste und beinahe ein Drittel der Kalbsbratwürste enthielten nicht genügend Kalbfleisch. Auch bei den untersuchten Kalbscipollata sieht die Situation nicht besser aus. Im Gegenteil. Beide untersuchten Proben genügten den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Die Reihenfolge von Kalb- und Schweinefleisch in der Zutatenliste war bei gut der Hälfte der Fleischkäse und Lyoner nicht korrekt. Entgegen den Angaben auf der Etikette enthielten diese Proben mehr Schweine- als Kalbfleisch. In 3 Produkten waren zudem erhebliche Mengen an nicht deklariertem Schaffleisch nachzuweisen. Drei weitere Proben wurden wegen Kennzeichnungsmängeln beanstandet.

Erfreulich war indes, dass alle Produkte, auf denen 100 % Kalbfleisch ausgelobt war, kein anderes Fleisch enthielten. Bezüglich Präzision und Richtigkeit der Analysen wurden weitere Fortschritte erzielt. Mit dem angepassten Messverfahren ist es möglich, auch kleinere Abweichungen von der geforderten Rezeptur zu erkennen.

Erneute Untersuchungen in diesem Bereich sind nötig, um den gesetzlichen Anforderungen Nachdruck zu verleihen. (KLZH 24. Februar 2008)
(Quelle: Kantonales Labor Zürich / 24.2.2008)

Internationale Auszeichnung für Wasserreinigungsinstrument

Schweizer Unternehmen erhält den “Saatchi &Saatchi Award For World Changing Ideas” für die Entwicklung des LifeStraws, einer cleveren und günstigen Methode, verseuchtes Wasser zu reinigen.

LifeStraw ist ein revolutionäres Wasserreinigungs-Instrument, das man immer auf sich tragen kann und das Bakterien und Viren aussondert. Für diese Entwicklung wurde der in Lausanne beheimatete Unternehmer Mikkel Vestergaard Frandsen mit dem “Saatchi & Saatchi Award For World Changing Ideas” an einer Feier in New York ausgezeichnet.

Dieser globale Award wird alle zwei Jahre von Saatchi & Saatchi für Ideen vergeben, die das Potenzial haben, «die Welt zu verändern». Der Gewinner erhält US-$ 10‘000; US-$ 50’000 als Bargeld und US-$ 50’000 in Form von Marketingunterstützung durch Saatchi & Saatchi.

Für mehr als eine Milliarde Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, ist LifeStraw eine bahnbrechende Erfindung. Das Trinkrohr ist ein 31 Zentimeter langer, drei Zentimeter dicker und 140 Gramm schwerer Plastikbehälter, der gemäss Testresultaten 99,9999 Prozent der Bakterien und 99,99 Prozent der Viren aussondert. LifeStraw besteht aus Textilfiltern und Kammern für chemische Reinigung. Das Trinkrohr hält ein Jahr lang und kann rund 700 Liter Wasser reinigen.

Der LifeStraw-Erfinder Mikkel Vestergaard Frandsen: “Wir sind höchst erfreut über den Gewinn dieses bedeutenden Awards. Er wird die Bekanntheit des LifeStraws erhöhen und die Verteilung des Instruments zu den Ärmsten auf dieser Welt vorantreiben.”

Bob Isherwood, Creative Director von Saatchi & Saatchi Worldwide, sagt: “Alle zehn Finalisten waren ausserordentlich und eine grosse Inspiration für uns alle. Gewonnen hat eine absolut aussergewöhnliche Idee. LifeStraw verspricht zum ersten Mal sauberes Trinkwasser für mehr als eine Milliarde Menschen, was die Welt verändern wird.”

Die Jury bestand aus dem britischen Mediziner und Autoren Edward de Bono, dem britischen Musiker und Video-Künstler Peter Gabriel, dem jordanischen Prinz El Hassan bin Talal, dem britischen Künstler und Modemacher Malcolm McLaren, der amerikanischen Astrologin Carolyn Porco und dem französischen Designer Philippe Starck.

Saatchi & Saatchi Simko ist die zweitgrösste Schweizer Werbeagentur. Sie beschäftigt in Genf und in Zürich 92 Mitarbeiter. Neben ihrer Tätigkeit für den Schweizer Markt erarbeitet sie auch globale Kampagnen für zahlreiche internationale Kunden. Die Agentur gehört zum weltweiten Saatchi & Saatchi-Netzwerk.

Saatchi & Saatchi gehört zur Publicis-Gruppe, der weltweit viertgrössten Communications Holding Company. Mit ihren 153 Büros und rund 7000 Angestellten betreut Saatchi & Saatchi über 40 multinationale Gesellschaften.

(Quelle: ots / 22. Februar 2008)

Bauernbetriebe werden nummeriert

Der Bundesrat hat das Vorgehenskonzept genehmigt, wie das Departement des Innern laut der Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag, 21. Februar mitteilte. Die einheitliche UID soll den Verkehr der Unternehmen mit den Behörden vereinfachen und die Weiterentwicklung von E-Government in der Schweiz fördern. Die Unternehmen sollen mittelfristig alle ihre Behördenkontakte mit einem einzigen Identifikator abwickeln können.

Als Referenzregister für die UID dient das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) des Bundesamtes für Statistik, das mit rund 700’000 Einträgen den grössten Teil der heute bestehenden Unternehmen abdeckt. Als UID wird die im BUR bereits zugeteilte Unternehmensnummer verwendet. Diese Nummer ist zufällig, enthält keine Informationen, ist somit “nicht-sprechend” und besteht aus neun Ziffern. Um die schweizerische Herkunft der Nummer sichtbar zu machen, wird ihr die Landesidentifikation “CHE” vorangestellt (CHE-999.999.998). Die Gesetzesgrundlagen müssen noch geschaffen werden.
Quelle: LID / 21.2.2008)

Hochdorf expandiert stark mit Kindernährmitteln

Die Nahrungsmittelgruppe hat wesentliche Meilensteine in der weltweiten Expansion ihres Babyfood-Geschäfts erreicht. Neu werden die Kindernährmittel aus dem luzernischen Seetal bei den Lebensmittelgruppen Ebro Puleva (Spanien) und Liptis Pharmaceuticals (Ägypten) geführt. Weiter konnte eine in Europa führenden Supermarktkette als Kundin gewonnen werden. Das bestehende Geschäft in Russland, China und Israel entwickelt sich nach Plan und es stehen Verhandlungen für die Durchdringung weiterer Märkte im Nahen Osten, Südamerika und Indien kurz vor Abschluss.

Wie im Dezember 2007 angekündigt, wird «Hochdorf» über 60 Mio. Franken in den Ausbau ihrer Anlagen investieren, um unter anderem auch der stark gestiegenen Nachfrage nach Kindernährmitteln «Made in Switzerland» gerecht zu werden. Die Gruppe erhöhte ihren Babynahrungs-Absatz von 2’845 Tonnen im Jahr 2006 auf 5’651 Tonnen im 2007 (+ 199%), und bis zum Jahr 2013 ist eine weitere Zunahme auf über 20’000 Tonnen oder CHF 100 Mio. vorgesehen.

Bereits Ende 2007 wurde ein Kontrakt mit Ebro Puleva abgeschlossen, so dass im April 2008 die ersten Lieferungen der Säuglingsmilch «Peques» von Hochdorf nach Spanien erfolgen werden. Ebro Puleva ist eine international tätige Lebensmittelgruppe, die mit 6780 Mitarbeitenden einen Umsatz von 2.7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Im Mai wird «Hochdorf» im Rahmen der Partnerschaft mit Liptis Pharmaceuticals, Ägypten, erstmals Säuglingsmilch sowie eine Ergänzungsnahrung für Mütter nach Sudan liefern. Diese Zusammenarbeit bedeutet eine Ausweitung im Nahen Osten in weitere 12 Länder, da Liptis dort sehr gut verankert ist. Diese Woche unterzeichnete Hochdorf einen Vertrag mit einer führenden internationalen Supermarktkette in der EU. Bei den Produkten handelt es sich um verschiedene Säuglingsmilchen, die unter der eigenen Marke in die Regale gelangen werden. Sie werden in Hochdorf und Sulgen hergestellt, abgepackt und fertig ausgeliefert.

Das bisherige Exportgeschäft in Russland, China und Israel läuft gemäss Budget; es hat sich bewahrheitet, dass gerade in ersteren zwei Ländern eine neue wohlhabende Gesellschaftsschicht entsteht, die für sich gerne Exklusivität und Schweizer Spitzenqualität in Anspruch nimmt und dafür einen höheren Preis zu bezahlen bereit ist. Weiteres Potenzial für Marktdurchdringungen sieht HOCHDORF in den Regionen Südamerika sowie Indien und Neuseeland. Die Verhandlungen dazu stehen kurz vor Abschluss.

Im Bereich Milchingredienzien hat «Hochdorf» kürzlich eine Vertriebs- und Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen Meggle für den Vertrieb von hochwertigem Milk Protein Concentrate, MPC, unterschrieben. Meggle ist ein Familienbetrieb und beschäftigt rund 1800 Mitarbeitende. In Deutschland ist Meggle führend bei Butter und bei Pharmalaktose.

(Quelle: Hochdorf / 21.2.2008)

Resistente E.coli-Formen nehmen weltweit zu

Wissenschaftler der University of Calgary fordern die Installation eines Systems, das die weltweite Ausbreitung der gegen Medikamente resistenten Form von E.coli beobachtet. Der ESBL-Typ des E.coli kann eine tödliche Blutvergiftung hervorrufen. Eine Reihe von Ländern hat in den vergangenen Jahren Erkrankungen gemeldet. Die Symptome reichen von einer Blasenentzündung bis zu einer tödlichen Blutvergiftung. Die Forscher schreiben in The Lancet Infectious Diseases, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die einzelnen Bakterienstämme zu beobachten.

Mittels Aufzeichnungen kann festgestellt werden, welche Bakterienstämme für welche Infektionen verantwortlich sind. Zusätzlich kann dann geklärt werden, ob es wirksamere Antibiotika zur Behandlung gibt. Derzeit scheinen ältere Menschen und insbesondere jene, die in Pflegeheimen leben, besonders gefährdet zu sein. Vor allem die resistenten Formen von E.coli bereiten den Gesundheitsexperten in Spanien, Israel, Italien, Griechenland, Grossbritannien und Kanada Probleme. In all diesen Ländern wurden Fälle gemeldet, in denen E.coli gegen vier entscheidende Antibiotika resistent war.

Die Anzahl der Blutvergiftungen verdoppelte sich allein in Grossbritannien zwischen 1995 und 2005. Eine kleine, aber ansteigende Zahl dieser Erkrankungen steht in Zusammenhang mit dieser Resistenz. Die Untersuchung von 54 Todesfällen im Bezirk Shropshire ergab, dass die ESBL produzierende Bakterie direkt für 20 Prozent der Todesfälle verantwortlich war. Die Bakterie war auch der Auslöser für einen schweren Ausbruch von Infektionen der Harnwege in den Jahren 2003 und 2004. Es wird jedoch laut BBC angenommen, dass die Anzahl der Fälle in den letzten beiden Jahren nicht angestiegen ist.

Die Wissenschaftler verglichen die Bedrohung durch E.coli mit der öffentlich übertragenen Form von MSRA («Hospitalkeime»), die in vielen Teilen der Welt bereits zu einem Problem geworden ist. In Amerika verbreitet sich diese MSRA-Form ausserhalb der Krankenhäuser durch Hautkontakt. Derzeit ist sie für zwölf Prozent aller Erkrankungen verantwortlich. Betroffen sind Menschen aller Altersgruppen.

Laut den Wissenschaftlern sind ESBL-Infektionen derzeit selten. “Es ist aber möglich, dass in naher Zukunft Mediziner mit Fällen konfrontiert werden, die ähnliche Auswirkungen wie diese Form von MSRA aufweisen.” (Weitere Informationen unter http://www.ucalgary.ca)

(Quelle: pte / 19.2.2008)

CH-Forellenbestände gingen seit 1980 um zwei Drittel zurück

An einer Tagung am 16. Februar in Olten wurde diese Entwicklung von Fachleuten als besorgniserregend bezeichnet und Gegenmassnahmen diskutiert. Der anhaltende Rückgang der Fangerträge sei ein klares Indiz dafür, dass sich die Lebensbedingungen für Bachforellen und weitere Fischarten in den letzten 20 Jahren verschlechtert hätten, zitiert die Nachrichtenagentur SDA Vertreter des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), kantonaler Verwaltungen und Fischereiorganisationen.

Bachforellen als weitverbreiteste Fischart in Fliessgewässern stellten hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und reagierten empfindlich auf Veränderungen von Wasserqualität und Wassertemperatur. Das mache die Fischart zu einem geeigneten Idikator für die Beurteilung des Zustands von Fliessgewässern.

Um den Fischrückgang aufzuhalten, wurde im Herbst 2007 vom “Netzwerk Fischrückgang Schweiz” (Fischnetz+) ein 10-Punkte-Plan erarbeitet. “Fischnetz+” wird von der EAWAG, dem BAFU, der Universität Basel, den Kantonen und dem Fürstentum Lichenstein getragen.

Als wichtigste Massnahme wird in dem 10-Punkte-Plan die Aufwertung und Vernetzung der Lebensräume bezeichnet. Monotone Gewässer müssten aufgewertet, Wanderungshindernisse beseitigt und Kleingewässer ausgedohlt werden. Zudem sei bei Hochwasserschutzprojekten stets darauf zu achten, dass sie neben dem Hochwasserschutz auch den Fischen dienten.

Als eine der wesentlichen Ursachen für den Rückgang der Bachforelle nennt “Fischnetz+” die proliferative Nierenkrankheit PKD. Noch sei nicht klar, wie der Ausbreitungsmechanismus dieser Seuche funktioniere. Es scheine, dass durch Wanderhindernisse die Ausbreitung des PKD eingeschränkt werden könne. Bis zur Klärung des Übertragungsweges sollten deshalb Fische aus PKD-Gewässern nicht in PKD-freie oder nicht untersuchte Gewässer eingesetzt werden.

(Quelle: LID / 18.2.2008)

Am 19. April ist «Tag der Milch»

Am «Tag der Milch» feiern die Milchproduzenten eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel: die Milch. Am 19. April gibt es in den zehn grössten Schweizer Städten Milchbars mit Attraktionen für Gross und Klein. Organisiert wird der Tag von der Organisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP) zusammen mit den Jungzüchtervereinigungen.

(Quelle: Schweizer Milchproduzenten / 11.2.2008)