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Termin notieren: Süffa-Messe 5.-7.10. 2008

von Foodaktuell Importer

Süffa, die Stuttgarter Fachmesse für die Fleischwirtschaft ist auch ein Trendmesser. Das Barometer steht auf mehr Qualität – auch bei den Konsumenten. Vermehrt kommen auch Fachleute aus dem Ausland an die Messe.

Das Fleischerhandwerk hat in den vergangenen Jahren einiges durchmachen müssen. Gammelfleisch-Skandale in Supermärkten und an Imbissbuden, die dem Handwerk kurzfristig aber eher neue Kunden brachten, zurück gehende Absatzzahlen und Fleischereien-Sterben machten der Branche zu schaffen. Doch jetzt ist Zuversicht angebracht.

Gründe dafür gibt es genug: Die Deutschen sind ein Volk von “Snackern” geworden, die sich ausser Haus im Imbiss, Bistro oder im Fleischerfachgeschäft zwischendurch stärken. Sie entdecken die heimische Küche und damit auch Schnitzel, Braten und Würste wieder. Und auch die Fleisch-Skandale hatten ihr Gutes: Das Qualitätsbewusstsein ist deutlich gestiegen. Man findet wieder häufiger den Weg ins Fachgeschäft, vertraut auf kompetente Beratung und ist bereit, mehr Geld auf den Ladentisch zu legen.

Fleisch- und Wurstwaren in Bio-Qualität gewinnen an Bedeutung. Wie die Branche diese Chancen für sich nutzen kann, ist vom 5. bis 7. Oktober 2008 auf der Fachmesse SÜFFA zu erleben, die erstmals in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart direkt beim Flughafen stattfindet.

An den attraktiven Messestandort sind hohe Erwartungen geknüpft. Wie eine Umfrage während der SÜFFA 2006 zeigte, freuten sich die Aussteller schon vor zwei Jahren auf die attraktiven Präsentationsmöglichkeiten, die das neue Gelände bietet. Viele rechnen mit mehr Besuchern, einer wachsenden überregionalen Bedeutung und einem noch grösseren Angebotsspektrum von Ausstellerseite.

Langweilig wird es den Besuchern auf keinen Fall werden. Es gibt viel zu sehen, auszuprobieren und zu verkosten. Das Spektrum reicht von Geschäftsreinrichtungen und -ausstattungen, über Rohstoffe und Halbfabrikate, Arbeits- und Betriebstechnik, Verkaufsförderung bis hin zu Dienstleistungen und Information.


Frontcooking und andere Trendthemen

Nicht zu vergessen: die zahlreichen internationalen Wettbewerbe für die Profis des Fleischerhandwerks. Allein im Jahr 2006 meldeten sich 170 Teilnehmer an. Mit von der Partie waren darüber hinaus 45 Teams von 13 Berufsschulen. “Die insgesamt mehr als 1350 eingesandten Proben haben gezeigt, dass das Qualitätsniveau der Teilnehmer und das Engagement gerade unserer Lehrlinge äusserst beachtlich ist”, sagte damals Landesinnungsgeschäftsführer Hans-Peter de Longueville.

Die Branche ist hungrig nach neuen Trends und so sind aktuelle Themen, beispielsweise Frontcooking im Imbiss und Wellness-Trends für Theken und Partyservice, besonders verlockend. Laut einer Besucherumfrage auf der Messe vor zwei Jahren gingen 35 Prozent SÜFFA-Gäste davon aus, dass die Bedeutung der Messe künftig zunehmen wird, gerade weil sie als einzige Fortbildungsmöglichkeit in der Region für kleinere und mittelständische Fleischereibetriebe optimal sei.


Viele Besucher aus Handwerksbetrieben

Die Aussteller haben an dem aufgeschlossenen und kompetenten Fachpublikum ihre Freude: “90 Prozent unserer Besucher waren Entscheider, also nicht so viele Familienangehörige wie früher”, sagte Franz Lergenmüller, Verkaufsleiter Süd von Moguntia, bei der SÜFFA-Ausstellerumfrage 2006. Auch für Uwe Braun, Geschäftsführer von Wükaro, war klar: “Die Fachkompetenz des Publikums hat zugenommen.”

Mehr als 70 Prozent der Besucher stammten aus Handwerksbetrieben, 7 Prozent aus Zulieferunternehmen und 8 Prozent aus der Industrie. 2006 waren 35 Prozent der Besucher selbstständige Unternehmer. 40 Prozent der Teilnehmer an der Besucherumfrage besetzten einen Posten in der Geschäfts- oder Unternehmensleitung. 90 Prozent der SÜFFA-Besucher waren bei der Entscheidung über Anschaffungen für den jeweiligen Betrieb mit eingebunden. 35 Prozent reden massgeblich bei Investitionsvorhaben mit. 82 Prozent hatten konkrete Kauf- oder Investitionsabsichten.

Zwei Drittel der 9835 Fachbesucher bei der SÜFFA 2006 stammten aus allen Landesteilen Baden-Württembergs. 18 Prozent des Fachpublikums kamen aus Bayern, gefolgt von Gästen aus Hessen und Rheinland-Pfalz. Auch Interessierte aus dem benachbarten Ausland, wie der Schweiz, Österreich und dem Elsass, reisten zur SÜFFA nach Stuttgart.

“Rund die Hälfte unserer Besucher nehmen eine Anreise von mehr als 100 Kilometer auf sich”, sagt Messegeschäftsführer Ulrich Kromer. Nicht selten sind es deutlich mehr: 2006 reisten 40 Fleischermeister aus Japan an sowie mehrere Besuchergruppen und Delegationen aus Südafrika, Irland, Spanien, Südtirol und Tschechien.

Die nächste SÜFFA findet vom 5. bis 7. Oktober 2008 in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart beim Flughafen statt. Infos: Internet: www.sueffa.de

(Quelle: SÜFFA Messe Stuttgart)