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Aktion „Brot zum Teilen“

In der Zeit vor Ostern haben 350 Bäckereien ein „Brot zum Teilen“ verkauft. Der Aufpreis von 1 Franken pro Brot summierte sich im Verlauf von 6 Wochen zu einem stolzen Betrag: «Fastenopfer» und «Brot für alle» konnten gestern einen Check in der Höhe von 60'000 Franken entgegennehmen. Das Geld wird Kleinbäuerinnen in Südafrika, Unberührbaren in Indien und Landlosen in Brasilien zugute kommen.

von Foodaktuell Importer

Wer hierzulande an Nahrung und Ernährung denkt, wird zuallererst
Brot vor Augen haben. Brot ist zentraler Bestandteil unserer Esskultur und Symbol für Nahrung
schlechthin. So lag es nahe, für die Kampagne „Recht auf Nahrung“ die Zusammenarbeit
mit den Bäckerinnen und Bäckern der Schweiz zu suchen und ein „Brot zum Teilen“ zu
propagieren.

Der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband reagierte unbürokratisch schnell auf
die Idee, und die Bäcker taten es ihrem Verband nach. In 350 Bäckereien überall in der
Schweiz wurden in den Wochen vor Ostern 60’000 „Brote zum Teilen“ verkauft, jedes mit
einem Aufpreis von 1 Franken. „Wir waren positiv überrascht, wie viele von unseren Leuten
mitgemacht haben“, sagt Beat Kläy, Direktor des Schweizerischen Bäcker-
Konditorenmeister-Verbandes SBKV (links im Bild).

Vor dem Gerechtigkeitsbrunnen in Bern übergab er diese Woche den Erlös aus dem Verkauf:
60’000 Franken. Geld, das für Landwirtschafts- und Bildungsprogramme eingesetzt wird,
damit Menschen im Süden ihr Recht auf Land, Wasser und Saatgut einfordern und sich ihre
Nahrung langfristig sichern können.

Die Übergabe vor dem Gerechtigkeitsbrunnen hat Symbolgehalt: Mit dem Verkauf der Brote
verbündeten sich kleine und mittlere Bäckereien mit den beiden Entwicklungsorganisationen,
um die Welt ein klein wenig gerechter zu machen. „Die Aktion zeigt, dass Veränderungen
möglich sind. Wenn wir lokal und ökologisch einkaufen, hat das Auswirkungen auf die Länder
des Südens“, kommentiert Beat Kläy.

Und Beat Dietschy, Zentralsekretär von Brot für
alle, ergänzt: „Damit das Recht auf Nahrung kein frommer Wunsch bleibt, braucht es vielfältigen
Einsatz: Landreformen, nachhaltige Anbaumethoden, gerechte Handelsbeziehungen
und engagierte Menschen. Mit dem ‚Brot zum Teilen’ haben die Bäcker dem Einsatz gegen
den Hunger einen konkreten Ausdruck gegeben. In einer Weise, die man riechen und
schmecken kann“. (Medienmitteilung SBKV)