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Schweizer konsumierten im 2007 mehr Milchprodukte

Die Milchproduzenten lieferten letztes Jahr eine Rekordmenge. Familie Schweizer konsumierte mehr Milchprodukte. Erstmals seit 2000 wurde die Marke von 400kg Milch pro Kopf und Jahr überschritten.

von Foodaktuell Importer



Der Konsum von Käse, Jogurt, Rahm und Butter hat letztes Jahr zugenommen, während weniger Milch und Milchmischgetränke getrunken wurden. Mehr als die Hälfte des ganzen Milchkonsums geht auf das Konto von Käse. Für ein Kilogramm Extrahartkäse werden bis zu 13 Kilogramm Milch verarbeitet, für ein Kilogramm Frischkäse rund 7 Kilogramm. Der Käsekonsum wurde durch neue innovative Produkte beflügelt.

„Das Jahr 2007 war für uns Milchproduzenten, aber auch für die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP alles andere als gewöhnlich“, hält SMP-Präsident Peter Gfeller rückblickend auf das vergangene Jahr fest. „Die Wende am Milchmarkt, das Jubiläum 100 Jahre SMP/ZVSM, der Wechsel an der Direktionsspitze von Samuel Lüthi zu Albert Rösti und die Festlegung der Strategie Milchmarkt 2015 waren Meilensteine, die das vergangene Jahr massgebend geprägt haben und sich auch in die Zukunft auswirken werden“, führt Gfeller im Geschäftsbericht der SMP aus.

Neue Rahmenbedingungen – neue Marktordnung

Im Geschäftsbericht 2007 legen der Vorstand und die Geschäftsstelle der SMP Rechenschaft über die Tätigkeiten der Organe im vergangenen Jahr ab. Nebst der Interessenvertretung im Rahmen der AP 2011 hat sich die SMP intensiv mit der zukünftigen Milchmarktordnung auseinandergesetzt und wichtige Weichen gestellt.

Die Aufhebung der gesetzlichen Milchkontingentierung per 30. April 2009 schafft neue Rahmenbedingungen. So müssen sich die verschiedenen Organisationen der Wertschöpfungskette Milch in Zukunft viel stärker privatrechtlich zu einer gemeinsamen Marktordnung zusammenfinden als dies bisher der Fall war. Vorausschauend hat deshalb die SMP in ihrer Strategie für die Entwicklung des schweizerischen Milchmarktes Ziele und Massnahmen formuliert. Insbesondere in den Bereichen Angebotsbündelung und Absatzförderung konnte die SMP wichtige Projekte anstossen, die im 2008 umgesetzt werden.

Milchmarkt: Preissenkung um 1,7 Rappen und Rekordmenge

Der Milchmarkt entwickelte sich im Jahr 2007 mit einer Dynamik, wie sie kaum vorhersehbar war. Auf dem schweizerischen Milchmarkt wirkten innerhalb von kurzer Zeit preissenkende wie auch preisstützende Einflüsse. Die Milchmenge nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 3’260’088 Tonnen zu. Damit lieferten die Milchproduzenten soviel Milch wie noch nie ab. Von der ab Frühjahr 2007 einsetzenden Hausse an den internationalen Milchmärkten konnten die Schweizer Milchproduzenten nur bedingt profitieren.

Nachdem die Milchproduzenten per 1. Januar 2007 eine massive Preissenkung hinnehmen mussten gelang es erst gegen Ende des Kalenderjahres, den Milchverarbeitern aufgrund der positiven Marktlage Preiserhöhungen abzuringen. Gemäss der Marktbeobachtung des Bundesamtes für Landwirtschaft sank der durchschnittlich ausbezahlte Produzentenpreis im Jahr 2007 um 1,7 auf 70,0 Rappen pro Kilogramm Milch. Die Ende 2007 viel diskutierte Erhöhung des Produzentenpreises von durchschnittlich sechs Rappen pro Kilogramm Milch wurde für die meisten Milchproduzenten erst ab Anfang 2008 spürbar.

Finanzberichterstattung und Statistik

Erstmals ist im Geschäftsbericht 2007 auch die Finanzberichterstattung integriert. Die Liquiditäts- und Finanzsituation der SMP ist gesund und stabil. Insbesondere im Hinblick auf die Neuausrichtung des Milchmarktes im 2009 ist dies unerlässlich. Der Geschäftsbericht enthält weiter eine Zusammenfassung über die Marktlage 2007 sowie einen dokumentarischen Teil mit statistischen Daten. Der Geschäftsbericht 2007 ist im Internet unter swissmilk.ch > Home > Über uns > Die Organisation SMP aufgeschaltet. (Medienmitteilung SMP)