Datum:

KURZNEWS 15. April 2008

Milchpool gescheitert / Hügli sowie Thurella erfolgreich / Valora verkauft Kägi und Roland an Investor / McDonald's floriert / aktiver Veredelungsverkehr für Brotmehl? / Tiefkühlprodukte legen weiter zu

von Foodaktuell Importer

Nationaler Milchpool ist gescheitert

Im letzten Sommer gab die Dachorganisation der Schweizer Milchproduzenten (SMP) bekannt, bis zum Start des Milchjahres am 1. Mai 2008 einen nationalen Milchpool gründen zu wollen.

Dieser sollte mindestens 80 Prozent der Molkereimilch umfassen, die an die vier grossen Molkereien Emmi, Cremo, Hochdorf und ELSA fliesst. Daraus wird nun nichts: Am Milchpool beteiligen würden sich derzeit lediglich die drei Produzentenorganisationen Lobag, Prolait und Nordostmilch, damit kämen nur 35 Prozent der Molkereimilch zusammen. Für die grösste Produzentenorganisation der Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) ist dies der Grund, nicht bei einem Pool einzusteigen.

Die ZMP habe von Anfang an klar gemacht, dass sie nur dabei sei, wenn mindestens 80 Prozent der Milch gebündelt werden könne, erklärte ZMP-Geschäftsführer Benedikt Felder gegenüber dem LID. Sie sei nicht bereit, die Verträge mit Emmi und Hochdorf zu kündigen für eine Organisation, bei der die ZMP angesichts der Machtverhältnisse “überhaupt nichts zu sagen hätte”.

Auch die Emmi-Direktlieferanten, die sich in so genannten Produzenten-Milchverwerter-Organisationen (PMO) organisiert und zu einer “Plattform Emmi Lieferanten” zusammengeschlossen haben, haben derzeit kein Interesse an einem Milchpool. Zuerst müsste man genau wissen, wer “der Mann am Milchhahn” sei und wie die Interventionsmassnahmen für Marktungleichgewichte geregelt würden, sagte Andreas Hitz, Präsident des Milchproduzentenverbandes Mittelland, der Mitbesitzer des Emmi-Betriebes in Suhr ist.

SMP-Direktor Albert Rösti will den Milchpool nicht aufgeben. “Immerhin sind sich alle darüber einig, dass möglichst viel Milch gebündelt werden soll”, sagte er. Man wolle versuchen, trotzdem eine Basis zu finden, um auch die Direktlieferanten einzubinden. Er hoffe nur, dass nicht einen Taucher am Markt brauche, bis eine optimale Bündelung zustande komme.

(Quelle: LID / 11.4.2008)

Hügli steigert Ertrag trotz steigender Rohstoffkosten

Der Konzernumsatz entwickelte sich im Jahr 2007 mit +13.2% (+8.6% in Lokalwährungen) auf CHF 345.4 Mio. weiterhin dynamisch, wobei 6.0% auf organisches und 2.6% auf akquisitionsbedingtes Wachstum entfallen. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 19.1% auf CHF 26.8 Mio., der Gewinn um 18.0% auf 18.8 Mio.

Zwei im Juni 2007 und Januar 2008 abgeschlossene Akquisitionen in Italien und England eröffnen weitere interessante Zukunftsperspektiven. Die Aussichten für 2008 und die Folgejahre werden als gut und chancenreich beurteilt. Im ersten Quartal 2008 konnte ein solides organisches Umsatzwachstum von +13.1% erzielt werden, inklusive Akquisitionen ein solches von +20.1% auf CHF 102.3 Mio. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 14. Mai 2008 eine von CHF 10.50 auf CHF 11.00 erhöhte Nennwertrückzahlung.

Die anhaltend recht dynamische Entwicklung des Konzernumsatzes mit +13.2% auf CHF 345.4 Mio., hiervon 6.0% organisches Wachstum (+5.5% Volumen), beweist erneut die Richtigkeit unserer Marktstrategie und die Verkaufsstärke unserer vier die verschiedenen Kundensegmente bearbeitenden länderübergreifenden Divisionen. Wir sind überzeugt, auf Grund unserer spezifischen Stärken unseren Kunden in diesen Marktsegmenten einen Mehrwert bieten zu können und werden unsere Strategie deshalb mit aller Energie und Innovationskraft weiterführen.

Es war auch ein strategisches Ziel von Hügli, unsere Präsenz auf dem grossen und sehr interessanten englischen Markt, vor allem im Bereich Industrial Foods zu verstärken. Die im Januar 2008 akquirierte Firma Contract Foods beliefert als Outsourcing-Spezialist die englische Lebensmittelindustrie mit Fertig- und Halbfertigprodukten und besitzt ein ausgezeichnetes Know-how im Bereich Functional Foods, d.h. Lebensmittel mit einem ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Zusatznutzen, ein Trend beim heutigen Konsumenten. Contract Foods arbeitet mit der Hügli wohl vertrauten Trockentechnologie.

Mit diesen beiden und den in den letzten Jahren getätigten Akquisitionen besitzen nun alle Hügli-Divisionen zusätzliche bedeutende Wachstumschancen, die es in den nächsten Jahren zu nutzen gilt. Weitere Akquisitionen sind in 2008 nicht geplant.

Hügli verfolgt eine ertragsabhängige Ausschüttungspolitik mit einer Auszahlungsrate von 25% – 30% des Gewinns. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 14. Mai 2008 die Auszahlung einer von CHF 10.50 auf CHF 11.00 pro Inhaberaktie erhöhten Dividende beantragen, was 28% des Gewinns entspricht. Die Ausschüttung soll wie in den Vorjahren durch eine Nennwertreduktion der Inhaberaktien von CHF 20.50 auf CHF 9.50 erfolgen. Eine entsprechende Statutenänderung wird der Generalversammlung beantragt.

Der Start ins 2008 verlief ausgesprochen gut. Das organische Umsatzwachstum im 1. Quartal 2008 belief sich auf +13.1% (davon 9.2% Volumenwachstum). Insgesamt konnte ein Umsatz von CHF 102.3 Mio. erzielt werden, was einer Steigerung von +20.1% zum Vorjahr entspricht (davon +7.5% akquisitionsbedingt). Insbesondere konnte die volatile Division Private Label nach einem leicht rückläufigen ersten Quartal des Vorjahres in 2008 eine bedeutende Umsatzsteigerung von +32.9% erreichen.

Die Divisionen Industrial Foods und Health and Natural Food konnten an die gute Wachstumsdynamik des Vorjahres anknüpfen und realisierten organische Umsatzsteigerungen von +18.4% resp. +12.7%. Die grösste Division Food Service erzielte im schwierigeren Markt der Ausserhausverpflegung eine organische Umsatzerhöhung von +5.8%.

(Quelle: Hügli-Holding / 11.4.2008)

Valora verkauft drei von fünf Produktionsstätten an Investmentgesellschaft.

Im Rahmen der angekündigten Devestitionen hat Valora einen Vertrag für den Verkauf von drei ihrer fünf Produktionsbetriebe, Roland Murten AG, Kägi Söhne AG und Cansimag France SA, unterzeichnet. Käuferin ist Argos Soditic, eine etablierte Investmentgesellschaft mit Vertretungen in Genf, Paris und Mailand. Der Vertrag umfasst den Verkauf von 100% des jeweiligen Aktienkapitals der drei Gesellschaften und dazugehörige Markenrechte.

Argos Soditic beabsichtigt die Produktionsbetriebe künftig unabhängig voneinander zu führen und – je nach Gesellschaft – strategisch neu im Markt zu positionieren. Die Mitarbeitenden werden zu den bisherigen Bedingungen weiter beschäftigt. Zum Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vertragsvollzug erfolgt, sobald das deutsche Bundeskartellamt seine Zustimmung zu den Transaktionen erteilt hat.

Dieser Verkaufsvertrag ist ein weiterer Schritt in der Fokussierung von Valora auf die Kerngeschäfte Retail, Media und Trade Distribution. Der Verkaufsprozess für die zwei verbleibenden Produktionsbetriebe Gillebagaren AB in Schweden und Sørlandschips A/S in Norwegen ist im Gange. Valora wird zu gegebener Zeit diesbezüglich informieren.
(Quelle: Valora / 10.4.2008)

McDonald’s wächst doppelt so schnell wie der Markt

Die Fastfood-Kette McDonald’s Schweiz hat im letzten Jahr den Umsatz um 5,2 Prozent auf 585 Millionen Franken gesteigert. Damit sei man doppelt so stark gewachsen wie der schweizerische Gastronomiemarkt im Schnitt, schreibt das Unternehmen. In 144 Restaurants wurden 2007 täglich mehr als 245’000 Gäste bedient.

McDonald’s Schweiz setze seit dem Start vor 32 Jahren auf Schweizer Qualität, erklärte CEO Martin Knoll vor den Medien. Mehr als 1’300 Bauern gehörten zu den Lieferanten, 70 Prozent des Einkaufsvolumens von 158 Millionen Franken entfalle auf Schweizer Unternehmen. Der lokale Einkauf sei wichtig wegen der hohen Qualität, aber auch wegen der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Auch für das Jahr 2008 erwartet McDonald’s eine Umsatzsteigerung, nicht zuletzt dank der Euro 08, an der das Unternehmen direkt beteiligt ist.

McDonald’s beschäftigte letztes Jahr rund 6’200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet ihnen eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung sowie interessante Aufstiegschancen. Im Jahr 2007 bildete das Gastronomieunternehmen über 40 neue Geschäftsführer aus. Im Januar 2008 eröffnete McDonald’s in Vevey das erste McCafé der Schweiz. McCafé wird hier zu Lande als Shop-in-Shop-Konzept getestet, bei dem die Gäste innerhalb des McDonald’s Restaurants in einem separaten Bereich mit Lounge-Atmosphäre ein erweitertes Angebot an Kaffeespezialitäten, Kuchen und Gebäck geniessen können.

Alle Getränke werden von speziell ausgebildeten Baristas zubereitet und in hochwertigem Porzellangeschirr angeboten. McDonald’s plant noch in diesem Jahr die Eröffnung von vier bis fünf weiteren Testlokalen. Die Fastfood-Kette McDonald’s Schweiz hat im letzten Jahr den Umsatz um 5,2 Prozent auf 585 Millionen Franken gesteigert. Damit sei man doppelt so stark gewachsen wie der schweizerische Gastronomiemarkt im Schnitt, schreibt das Unternehmen. In 144 Restaurants wurden 2007 täglich mehr als 245’000 Gäste bedient.
(Quelle: McDonalds / 10.4.2008)

Veredelungsverkehr beim Mehl – Nestlé bleibt hart

In der Diskussion, ob für Brotmehl der aktive Veredelungsverkehr eingeführt werden soll, ist noch keine Lösung gefunden worden. Erste Vorschläge des Dachverbandes der Schweizer Müller (DSM) beurteilt Nestlé als ungenügend. Man halte am Wunsch nach Veredelungsverkehr fest, schreibt der Konzern in einer Mitteilung, bleibe aber verhandlungsbereit.

Nestlé hatte für die Tochterfirma Leisi kürzlich ein Gesuch um Veredelungsverkehr reaktiviert, weil der Preisausgleich im Rahmen des so genannten “Schoggigesetzes” die tatsächliche Preisdifferenz zwischen Schweizer Weizen und EU-Weizen bei weitem nicht kompensiere.

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Leisi mache es Sinn, anstatt auf importiertes Brotgetreide auf importiertes Mehl zurückzugreifen, schreibt Nestlé. Leisi exportiere 90 Prozent seiner Produkte in EU-Länder. Derzeit werde ohnehin das Getreide für das verfügbare Mehl importiert, weil die inländische Ernte 2007 zu klein war. In beiden Fällen entstünden der Schweizer Landwirtschaft keine Verluste von Marktanteilen. Falls es den Müllern hingegen möglich sei, Mehl aus importiertem Brotgetreide zu wettbewerbsfähigen Bedingungen zu liefern, werde Nestlé die Situation ebenfalls neu beurteilen.

Der DSM hatte vorgeschlagen, zu den 35.50 Franken, die pro 100 Kilogramm Mehl im Rahmen des Schoggigesetzes bezahlt werden, weitere sieben Franken zu bezahlen. DSM-Geschäftsführer Guy Emmenegger erklärte gegenüber dem LID, der DSM sei ebenfalls zu weiteren Verhandlungen bereit. Die Müller hätten ein Interesse daran, dass kein Veredelungsverkehr zustande komme. Man solle jetzt nicht das schlechte Erntejahr 2007 als Basis für eine Einführung des Veredelungsverkehrs nehmen. Wenn dieser einmal eingeführt sei, dann werde er auch weitergeführt.

(Quelle: LID / 10.04.2008)

Volg-Umsatz nun bei einer knappen Milliarde

Dabei konnte erstmals der durchschnittliche Umsatz pro Quadratmeter Verkaufsfläche auf über 10’000 Franken gesteigert werden, schreibt die zum Agrarkonzern Fenaco gehörende Volg-Gruppe in einer Medienmitteilung vom Dienstag, 8. April. Der durchschnittliche Volg-Laden weise eine Verkaufsfläche von 169 Quadratmetern auf und erziele einen Umsatz von 1,73 Millionen Franken.

Bei den Konsumwaren konnte Volg den Umsatz im Jahr 2007 um 39 Millionen auf 646 Millionen Franken steigern. Für diese Umsatzsteigerung seien verschiedene Massnahmen nötig gewesen. Einerseits wurde das Verteilgebiet des Frischdienstes Landquart erweitert, neu könnten nun auch Verkaufsstellen des Gebietes Bodensee von Landquart aus mit Frischprodukten beliefert werden.

Andererseits liefere die Getränkeplattform in Landquart über die Hälfte aller Getränke aus, damit konnte Volg die Verteilerzentrale Winterthur und die Getränkeplattform Herzogenbuchsee entlasten. Unter der Bezeichnung “Feins vom Dorf” verkauft Volg lokale Spezialitäten aus der Umgebung. Mit diesen Produkten, die jeder Volg-Laden lokal beschaffe, könne die Nähe zu den Kunden noch besser spürbar gemacht werden.

(Quelle: Volg / 9.4.2008)

Keine Salzsäure-Verschnittweine im Coop-Regal

Wein wird zurzeit in Italien bezüglich zwei verschiedener Vorfälle diskutiert. Die beiden Vorkommnisse haben nichts miteinander zu tun. Zum einen stehen toskanische Winzer unter Verdacht, Brunello und Rosso di Montalcino mit anderen Traubensortenverschnitten zu haben, zum andern soll ein Billigwein aus Süditalien mit Düngemitteln und Salzsäure versetzt worden sein. Mit dem zweiten Vorfall in Süditalien hat Coop nichts zu tun. Zudem verfügt Coop über ein akkreditiertes eigenes Labor, welches die erwähnten Substanzen erkennen würde. Brunello und Rosso di Montalcino:

Drei betroffene Weine im Sortiment «Brunello di Montalcino» und «Rosso di Montalcino» müssen gemäss AOC / DOCG zu 100 %aus Sangiovese-Trauben hergestellt werden. Nun stehen verschiedene Winzer unter Verdacht bei der Weinherstellung illegalerweise weitere Traubensorten, wie Merlot- oder Cabernet-Trauben, beigemischt zu haben. Vorsorglich hat die italienische Justiz bei einigen Weinproduzenten einen Verkauf- und Exportstopp verhängt.

Coop steht mit verschiedenen dieser Produzenten in geschäftlicher Beziehung. Derzeit hat Coop drei betroffene Weine im Sortiment. Selbst wenn sich der Verdacht als begründet erweisen sollte, wäre die Konsumation dieser Weine absolut unbedenklich und bedeutete für die Konsumentinnen und Konsumenten keinerlei gesundheitliche Gefährdung. Dennoch würde Coop unverzüglich reagieren und die Weine zurückziehen, sie könnten dann nicht mehr unter dem Namen Brunello oder Rosso diMontalcino verkauft werden.

Sämtliche Weine, die Coop heute im Regal hat, verfügen über ein ordentliches Zertifikat des italienischen Staates, mit der Zusicherung, dass es sich um Rosso oder Brunello di Montalcino handelt. Die italienischen Behörden ermitteln in einem zweiten Fall. Ein süditalienischer Weinproduzent soll zur Herstellung seines «Weines» neben Trauben unter anderem auch Salzsäure, Düngemittel und Wasser verwendet haben. Weder Coop noch ihre Lieferanten haben eine geschäftliche Beziehung zu diesem Billigwein-Produzenten.

(Quelle: Coop / 9.4.2008)

Tiefkühlkost weiter auf Erfolgskurs

Immer mehr Verbraucher in Deutschland entscheiden sich für tiefgekühlte Lebensmittel. Auch 2007 verzeichnete die Branche sowohl Absatz- als auch Umsatzrekorde, meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) in Köln. Der Verbrauch von Tiefkühlkost (ohne Speiseeis) im Lebensmittelhandel sowie im Ausser-Haus-Markt kletterte um 0,9 Prozent auf insgesamt 3,14 Millionen Tonnen (plus 28.251 Tonnen).

Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg erstmals über die 38-Kilogramm-Marke auf 38,1 Kilogramm und lag damit um 400 Gramm höher im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz lag bei 10,5 Milliarden Euro, was einer wertmässigen Steigerung von 4,5 Prozent entspricht. Überdurchschnittliche Nachfrage herrschte vor allem bei Tiefkühlfisch, Backwaren und Pizzas, dem Klassiker aus der Tiefkühlung.

Im Lebensmittelhandel (einschliesslich Heimdienste und Discounter) wurden 1,71 Millionen Tonnen Tiefkühlkost im vergangenen Jahr verkauft. Dies entspricht einem Mengenplus von 0,5 Prozent. Der Umsatz wuchs auf 6,25 Milliarden Euro – eine Wertsteigerung von 4,6 Prozent. Besonders beliebt bei den Privatverbrauchern waren neben den Fischangeboten aus der Tiefkühlung auch tiefkühlfrisches Gemüse und hier vor allem Spinat und Kräuter.

Der Verbrauch von Tiefkühlkost in der Hotellerie und Gastronomie, der Betriebs- und Schulverpflegung sowie den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen stieg um 1,4 Prozent auf 1,42 Millionen Tonnen. Das wertmässige Plus lag bei 4,5 Prozent und erreichte 4,25 Milliarden Euro.

(Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut / 8.4.2008)

Thurella: Erstmals über 200 Mio. Franken Umsatz

Die Thurella Gruppe weist für 2007 eine wiederum erfolgreiche Marktbearbeitung auf. So konnte der Umsatz gegenüber 2006 um 4.8% gesteigert werden und überschritt mit CHF 200.942 Mio. erstmals die Marke von CHF 200 Mio. Der Gewinn beträgt CHF 3.973 (+0.5% ggb. Vorjahr). Die Marktpositionen konnten weiter ausgebaut werden dank der langjährigen Erfahrung in der Verarbeitung von Obst, Gemüse, der Herstellung natürlicher Getränke sowie innovativer Marktbearbeitung und Produkte. Die Aktien der Thurella-Gruppe sind an der Berner Börse BX kotiert.

Der Trend zu gesunden, natürlichen Getränken hält sowohl bei in- als auch ausländischen Konsumenten unvermindert an. Davon profitierte die national wie international gut in den Märkten verankerte Thurella Gruppe im 2007. So konnte sie den Umsatz um CHF 9.1 Mio. auf CHF 201 Mio. steigern. Erfreulich entwickelten sich die Umsätze der Thurella Getränke AG (+9.0% ggb. Vorjahr auf CHF 102 Mio.) und der Biotta AG (+18% ggb. Vorjahr auf CHF 22 Mio.).

Für die nächsten Jahre plant die Thurella Gruppe durch weitere, eigene Produkt-Innovationen ihre Marktanteile weiter auszubauen: Für die Thurella Getränke AG als auch für die Biotta AG werden jährliche Zuwachsraten von 2 bis 5% prognostiziert. Im Ausland wird die Biotta AG mit jährlich erwarteten Umsatzsteigerungen von 10 bis 15% sogar noch stärker wachsen. Für diese 100% Tochtergesellschaft wird für das Jahr 2012 ein Umsatz von CHF 40 Mio. bis 60 Mio. angestrebt.

Zum erreichen dieser Ziele werden in Märkten mit hoher Kaufkraft und einem wachsenden Biomarkt wie z.B. USA oder Frankreich, eigene Biotta Handelsfirmen gegründet. Mit lokalen Verkaufsverantwortlichen sollen die Märkte schneller und kompetenter bearbeitet werden können.

Für dieses und das nächste Jahr realisiert die Thurella Gruppe wichtige Investitionen, deren Vorarbeiten im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen werden konnten. In den Betrieben Eglisau und Egnach werden 2008 je eine Prozesswasser-Reinigungsanlage gebaut. Durch den gesteigerten Produktionsausstoss erhöhten sich auch die Prozessabwässer, deren Behandlung eine Herausforderung darstellt. Mit den neuen Prozesswass-Reinigungsanlagen wird dieses Problem langfristig gelöst.

Der Bau des Hochregallagers “Höhenweg” in Eglisau hat Anfangs April 2008 begonnen. Dieser Gebäudekomplex mit einem vollautomatischen Hochregallager umfasst 25’000 Palettenplätze und wird als künftiges Logistikzentrum der Thurella Gruppe dienen. Die Kosten belaufen sich auf rund CHF 23 Mio.

Bei der Gemüsesaft GmbH GESA wurde das Steriltanklager um 3 Mio. Liter erweitert. Die Gebäudeerweiterung ist abgeschlossen, die Steriltanks sollen bis Ende 2009 vollständig geliefert sein. Im November 2007 unterzeichnete Thurella einen Vertrag als Schweizer Vertriebspartner für «Bionade». Dieses biologische Erfrischungsgetränk ist in Deutschland zum Megatrend geworden.

(Quelle: Büro 10 (Thurella) / 8.4.2008)

GDI-Chef Bosshart: Landwirtschaft ist Fundament der Wirtschaft

Im Nahrungsmittelbereich ist es für ausländische Discounter schwieriger, sich in der Schweiz zu etablieren als bei Möbeln oder Kleider. Das findet David Bosshart, Geschäftsführer des Gottlieb-Duttweiler-Instituts im Interview mit dem “Schweizer Bauer”.Ikea und H&M hätten in allen Ländern die gleichen Sortimente, stellten sie in die Regale und träfen damit Kundengeschmack. Essen sei “viel emotionaler und zum Glück auch verwurzelter”.

Es brauche sehr lange, bis die Leute ihre Essgewohnheiten veränderten. Dass sich Lidl aus Norwegen zurückziehen müsse, zeige, dass das Geschäftsmodell von Lidl nicht überall erfolgreich sein könne.

Für Bosshart ist auch klar, dass die Landwirtschaft “global vor einer kompletten Veränderung” steht. Dies hätten leider erst wenige erkannt. Die Globalisierung und Liberalisierung ändere nichts daran, dass die Preise für Nahrungsmittel jetzt wieder ansteigen würden. Die Globalisierung habe zwar den Vorteil, dass die Auswahl an Waren immer grösser werde, aber der Preis dafür – eine hohe gegenseitige Abhängigkeit – sei hoch, das sehe man derzeit an den internationalen Finanzmärkten.

“Eine gesunde Landwirtschaft ist das Fundament der Wirtschaft”, sagt Bosshart, das gelte in Zeiten der Globalisierung mehr denn je. Das heisse nicht, dass man nicht rationalisieren und effizienter werden könne. Aber die Schweiz habe andere Voraussetzungen als andere Länder, kleinere Höfe, weniger zusammenhängende Flächen. “Das hat seinen Preis”. Es mache Sinn, wenn der Markt bis zu einem gewissen Grad spiele, wenn man gewisse Produkte importiere, “aber nur auf der Basis einer starken eigenen Landwirtschaft”.

(Quelle: LID / 7. April 2008)