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KURZNEWS 29. April 2008

Mars kauft Wrigley / Wachstum bei Fair-Trade / Neustart bei Napfmilch / Indoor-Fischfarm im Rheintal / Nestlé investiert in Konolfingen / EU lockert BSE-Vorschriften / Erster Schweizer Tag des Kaffees

von Foodaktuell Importer

Mars übernimmt Kaugummi-Konzern Wrigley

Der Nahrungsmittelkonzern Mars übernimmt zusammen mit dem Investor Warren Buffett den grössten US-Kaugummi-Hersteller Wrigley für 23 Mrd. Dollar. Durch die Übernahme entsteht der grösste Süsswarenhersteller der Welt. Die Finanzierung werde von der Holdinggesellschaft Berkshire und den US-Banken Goldman und JPMorgan sichergestellt, teilte Mars weiter mit. Berkshire des Milliardärs Buffett soll den Angaben zufolge eine Minderheitsbeteiligung an dem neuen Konzern halten.

Die Fusion soll in sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Die Kartellbehörden und die Aktionäre müssen noch zustimmen. Der kombinierte Konzern werde einen Jahresumsatz von rund 27 Mrd. Dollar haben. Wrigley werde auch nach der Übernahme eigenständig bleiben und den Sitz in Chicago behalten, erklärte Mars-Chef Paul Michaels.

Mit Mars und Wrigley kommen zwei Süsswarenkonzerne mit langer Tradition zusammen: Wrigley wurde bereits 1891 in Chicago gegründet. Mars gibt es seit 1911. Mars stellt neben Schokoriegeln wie Mars, Milky Way, Snickers, Twix, M&M’s und Bounty auch andere Lebensmittel und Tierfutter her. Zu den bekanntesten Marken von Wrigley gehören neben Wrigley’s Spearmint unter anderem Altoids, Extra und Eclipse. Die Fusion von Mars und Wrigley könnte nach Einschätzung von Analysten die Konkurrenten Hershey und Cadbury Schweppes ebenfalls zu einem Zusammenschluss bewegen. (Bluewin 28.4.2008)

Rasantes Wachstum bei fair gehandelten Lebensmitteln

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten aus Entwicklungsländern ist im vergangenen Jahr weltweit um 48 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht 2007 der Organisation TransFair hervor. Das zweistellige Wachstum hielt damit im vierten Jahr in Folge an. Grossbritannien und die USA waren die grössten Absatzmärkte für Fairtrade-Erzeugnisse mit jeweils über 700 Millionen Euro. Aber auch in Deutschland wuchs der Umsatz spürbar und zwar um 29 Prozent auf 142 Mio. Euro.

Immer mehr Handelskonzerne und Unternehmen würden erkennen, dass Lebensmittel und Konsumwaren mit dem zertifizierten Fairtrade-Siegel gut geeignet sind, um eine verantwortungsvolle und nachhaltige Geschäftspolitik zu vermitteln, zitiert der Agrarpressedienst AIZ TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath. Längst seien es nicht mehr nur Bioläden und Reformhäuser, die fair gehandelten Kaffee oder Zucker verkauften. Inzwischen bietet sogar der Discounter Lidl unter der Eigenmarke “Fairglobe” Produkte aus dem Fairtrade-Sortiment an.

Biobananen tragen bei Lidl ausnahmslos das Fairtrade-Logo. Die Rewe-Gruppe führte im vergangenen Jahr Rosen aus Kenia mit Fairtrade-Siegel ein. Diese erreichten in Deutschland innerhalb kurzer Zeit einen Marktanteil von 2 Prozent. Wichtige Impulse erwartet Overath auch vom Ausser-Haus-Konsum. Immer mehr Bäckereien, Kantinen und Grossversorger würden Fairtrade-Erzeugnisse in ihr Angebot aufnehmen.

Damit kommen mehr Menschen mit den Produkten die 1,5 Mio. Kleinbauern in der Dritten Welt einen garantierten Mindestpreis sichern, in Berührung. Künftig werde beispielsweise die Billig-Fluglinie Air Berlin ihre Bordverpflegung auf Fairtrade umstellen. Auch der Kaffeeröster Tchibo hat einen Lizenzvertrag mit Fairtrade geschlossen.

(Quelle: LID / 28.4.2008)

Neue Napfmilch AG ist am Start

Das regionale Selbsthilfeprojekt Napfmilch AG ist gerettet. Am 28. April gründeten die Landwirtschaftliche Kreditkasse des Kantons Luzern (LK) und die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) die Auffanggesellschaft Neue Napfmilch AG. Sie löst die in Nachlassstundung stehende Napfmilch AG ab. Die notwendigen Verträge sind unterzeichnet und werden dem zuständigen Amtsgericht Willisau zur Genehmigung unterbreitet. Laut einer Mitteilung gehen LK und ZMP davon aus, dass das Amtsgericht den Verträgen zustimmt. Die Neue Napfmilch AG nimmt ihre Tätigkeit am 1. Mai auf. Die Produktion wird ohne Unterbruch fortgesetzt und die Arbeitsplätze bleiben erhalten, wie es weiter heisst.
(Quelle: LID / 28.4.2008)

Weltweit grösste Indoor-Fischfarm der Welt im Rheintal

Am Samstag, 26. April ist in Oberriet im St. Galler Rheintal die nach eigenen Angaben grösste Indoor-Fischfarm der Welt eröffnet worden. Fünf Tonnen Fisch sollen bei voller Auslastung täglich auf den Markt gebracht werden können.
Das sei halb so viel wie heute in der ganzen Schweiz produziert werde, sagte Hans Raab, Investor und Geschäftsführer der Firma Melander, am Samstag bei der Eröffnung seiner Indoor-Fischfarm laut der Nachrichtenagentur SDA. Raab brachte es in 40 Jahren mit seiner Putzmittelfirma “Ha-Ra” zum Multimillionär.

40 Millionen Franken hat der Unternehmer in die “völlig neuartige” Fischfarm investiert. Mit Wasser, das aus 1’350 Metern Tiefe gewonnen wird, einem geschlossenen Wasserkreislauf, einem autonomen Energiekonzept und einer geplanter Biogasanlage sei die Fischfabrik völlig unabhängig. Der Designerfisch “Melander” – eine Kreuzung verschiedener Welsarten – sei sehr gesund. Dafür sollen das qualitativ einwandfreie Wasser und das natürlich angebaute Futter sorgen. Dank der ausgeklügelten Technik schwimmen die 50’000 Fische in den 300 Becken nie in urin- und fäkalienverschmutztem Wasser.

In den Hallen mit einer Fläche von 38 Tennisplätzen wachsen die blinden Fische in rund 11 Monaten zur Schlachtreife heran. Die Fische werden im 24-Stunden-Betrieb aufgezogen und zu verschiedenen Produkten verarbeitet. Haab produziert nicht nur Fischfilets, sondern auch verschiedene Würste.

Wer Melander in den Regalen der Grossverteiler sucht, tut dies indes vergebens. Nach Auseinandersetzungen mit dem Detailhandel habe er sich für ein eigenes Vertriebssystem entschieden, sagte Raab. Die Fische werden über eigene Verkaufswagen an die Kundinnen und Kunden gebracht. Im Auge hat das Unternehmen vorerst die Schweiz, Deutschland und Österreich.
(Quelle: LID / 28.04.2008)

25. April 2008

Bio Marché Zofingen wächst und wächst

Bio Marché – die grösste und wichtigste Bio-Messe der Schweiz – findet vom 20. bis 22. Juni 2008 bereits zum neunten Mal in der historischen Altstadt von Zofingen statt. Die über 30’000 Besucher/-innen dürfen sich auf rund 10 % mehr Stände als im Vorjahr freuen – was auch auf erneuten Zuwachs bei den Neuausstellern zurückzuführen ist. Bereits Anfang Jahr hat sich ein erneutes Wachstum abgezeichnet, vor allem auch dank zahlreichen Neuausstellern. Darunter finden sich auch solche aus den Bergkantonen: Die Interessenorganisation “alpinavera” ist dieses Jahr Gastregion am Bio Marché und präsentiert ihre grosse Vielfalt an Bio-Produkten aus den Kantonen Graubünden,
Glarus und Uri. Infos unter www.biomarche.ch

Käseorganisation Schweiz ist aufgelöst

Die Käseorganisation Schweiz (KOS) ist aufgelöst worden. Die Aufgaben der 1998 gegründeten Branchenplattform übernimmt die Swiss Cheese Marketing AG (SCM). KOS-Präsident Matthias Kunz blickte auf die Tätigkeit der KOS zurück. Im Rahmen der
Liberalisierung der Agrarpolitik wurden vor neun Jahren staatliche Regelungen und
Institutionen aufgehoben und die Verantwortung der Branche übertragen. So wurde
beispielsweise die Käseunion aufgelöst und planwirtschaftliche Sicherheiten wie fixe
Preise und Margen gestrichen. Dadurch entstand in den Bereichen Marketing-
Kommunikation, Interessenvertretung und Koordination ein Vakuum.

Der Boden war geebnet für die Gründung einer Organisation, welche diese Aufgaben wahrnahm. Die KOS wurde am 19. Mai 1998 aus der Taufe gehoben, 34 Mitglieder sind beigetreten. Die Kernaufgaben lauteten wie folgt: Gemeinsames Basismarketing für Käse aus der Schweiz, Qualitätsförderung und Interessenvertretung. Das Inland-Marketing mit dem einprägsamen Slogan «Esst Schweizer Käse» wurde ins Leben gerufen und stand während mehrerer Jahre auf jeder Botschaft der KOS. Bei der Interessenvertretung setzte sich die KOS zusammen mit Partnerorganisationen erfolgreich gegen verschiedene Abbaumassnahmen des Bundes zur Wehr.

Als der Bundesrat 2002 das Lebensmittelrecht komplett revidierte, wurden im Einklang mit dem EU-Recht 56 Zusatzstoffe neu zugelassen darunter die antibiotisch wirkenden Konservierungsmittel Natamycin, Nisin und Lysozym. Hier hat die KOS eingegriffen. Sie hat über Verzichtserklärungen mit den Mitgliedern einen Branchenkodex erarbeitet, der mehrmals erneuert wurde. Der Kodex gilt noch heute und garantiert den Konsumenten, dass sie beim Kauf von Schweizer Käse ein reines, unverfälschtes Naturprodukt ohne diese Zusatzstoffe kaufen.

Bereits fünf Jahre nach der Gründung wurden Interessenvertretung und Basiskommunikation entflochten. Das Inland-Marketing ging an die SCM, die KOS wurde zur reinen Branchenplattform. Im Sinne einer Vereinfachung der Strukturen und Senkung der Kosten wurde jetzt die KOS rückwirkend auf den 31. Dezember 2007 aufgelöst. Ihre Aktivitäten werden der SCM übertragen.

(Quelle: SCM/KOS / 25. 4.2008)

Nestlé eröffnet neue Kindernährmittelfabrik in Konolfingen

Nestlé hat heute in Konolfingen (Kanton Bern) in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements, ein neues Produktionszentrum eingeweiht. In der Produktionsstätte wird probiotische Kleinkindernahrung der neusten Generation unter der Marke NAN hergestellt, um die steigende Nachfrage von Konsumenten aus über 90 Ländern zu decken.

Die Einweihung bildet den Auftakt für eine Reihe von Investitionen an diesem Standort, die sich über die nächsten drei Jahre auf rund CHF 180 Millionen belaufen. Diese werden Konolfingen als globale Produktionsstätte für hochspezialisierte Kleinkindernahrung und Produkte aus dem Bereich der Gesundheitsernährung stärken. Das neue Nestlé Nutrition Produktionszentrum wird von Synergien mit dem am gleichen Ort bestehenden Nestlé Produkt Technologie Zentrum (PTC) profitieren. Die Errichtung des neuen Nestlé Nutrition Produktionszentrums unterstreicht erneut, dass Nestlé das Nutritionsgeschäft als einen ihrer strategischen Schlüsselbereiche mit einem überdurchschnittlich hohen Wachstums- und Gewinnpotential für die kommenden Jahre ansieht. Nestlé Nutrition ist heute der Weltmarktführer im Bereich spezialisierter Ernährung mit einem Umsatz von rund CHF 11 Milliarden
für 2008.
(Quelle: Nestlé Intern. / 25.4. 2008)

Brotkonsumstatistik April 2008

Der Mehlausstoss war 2007 leicht höher (+1,5%) als im Vorjahr. Der Exportanteil stieg um ca. 10 %.Trotzdem war in absoluten Zahlen die inländische Mehlmenge grösser als 2006, aber leicht unter der Menge von 2005. Der inländische Mehlverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,6 Prozent. Der Konsum von Dauerbackwaren, Konditoreiwaren und die Detailhandelsverkäufe stiegen um 3,75 Prozent, wobei die Steigerung vor allem bei den Dauerbackwaren und den Detailhandelsverkäufen stattfand.

Der Gesamtkonsum von Brot- und Backwaren pro Person und Tag hat sich von 133 g auf 130 g reduziert; das entspricht 2,25 Prozent weniger Konsum als im Vorjahr (vgl. Grafiken). Die Abnahme beim Nettomehlverbrauch, ergibt, bei einer grösseren Bevölkerungzahl, einen tieferen Pro-Kopf-Verbrauch. Der Konsum von Dauerbackwaren (Buchstabe „r“) hat sich im Jahr 2007 pro Person und Tag bei 15 g (Vorjahr 15 g) stabilisiert.

Bei der Aufteilung in „Hausverpflegung“ und „Ausserhauskonsum“ (Seite 4 des Berichtes) fällt auf, dass der Ausserhauskonsum sich von 57,7 g auf 55,4 g pro Person und Tag zurückgebildet hat. Der Konsum von brotähnlichen Gebäcken ist mit 1,7 g unverändert geblieben. Der Konsum über alle Brot-, Backwaren und brotähnlichen Gebäcke hat sich im Berichtsjahr von 49,2 kg um 1’300 g auf 47,9 kg gesenkt (-2,6 %).Die Bevölkerung hat gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) um 1,2 Prozent zugenommen. Die höhere Bevölkerungszahl kompensiert die absolut grössere Mehl- resp. Brotmenge. Das Interesse am Pro-Kopf-Konsum beschränkt sich nicht allein auf die Bäckereibranche, sondernzunehmend auch auf die vor- und nachgelagerten Stufen, Mehlproduktion und Detailhandel.

(Quelle: BLW / 24. April 2008)

Minoteries: Leicht höherer Gewinn im abgelaufenen Jahr

Die Westschweizer Mühlen-Gruppe Minoteries hat letztes Jahr fünf Prozent mehr verdient als noch im Vorjahr. Der Gewinn nahm von 4,9 Mio. auf 5,4 Mio. Franken zu. Der Umsatz stagnierte hingegen aufgrund des Verkaufs von Pâtisserie Artisanale. Er betrug 121 Mio. Franken (Vorjahr: 123 Mio.), wie Minoteries am 24. April mitteilte. Aufgrund des höheren Gewinns beantragt der Verwaltungsrat den Aktionären die Dividende von 3 Franken auf 3.5 Franken zu erhöhen.

Die Gewinnsteigerung führt Minoteries auf die gesteigerten Verkaufsmengen, die strikte Kostenkontrolle, der Abnahme von Abschreibungen sowie auf die Reduktion des Finanzaufwands zurück. Im Bereich der Weizenmüllerei nahm die verkaufte Menge um
2 Prozent zu. Dagegen litt das Geschäft mit Haustiernahrung anhaltend unter den Reorganisationsmassnahmen, die im Herbst 2006 lanciert wurden. Der Umsatz nahm in dieser Geschäftseinheit um 6 Prozent ab.

(Quelle: LID / 24.4.2008)

Ueli Maurer ist neuer Präsident der Gemüsebauern

Ueli Maurer ist zum neuen Präsidenten des Verbandes Schweizerischer Gemüseproduzenten (VSGP) gewählt worden. Mit 119 zu 2 Stimmen wurde der ehemalige SVP-Präsident und schon bald ehemalige Geschäftsführer des Zürcher Bauernverbandes am 23. April 2008 von den Delegierten in Bern zum Nachfolger von Melchior Ehrler gewählt.
Mit einem der wichtigsten Anliegen des Verbandes ist Maurer vertraut: Mit dem Kampf gegen das Agrarfreihandelsabkommens mit der EU. Seine Partei hatte eine Referendum gegen ein solches Abkommen angekündigt. Die Delegierten verabschiedeten in Bern eine Resolution, in der sie sich gegen die Öffnung des Agrarmarktes zur Wehr setzen. Ein weiteres wichtiges Thema des Gemüseproduzentenverbandes ist die Raumplanung.
(Quelle: LID / 24.04.2008) –

24. April 2008

Neue Führungsstruktur der Ospelt-Gruppe

Bendern, FL (ots) – Der Verwaltungsrat der Ospelt Holding Anstalt informiert, dass nach erfolgreicher Restrukturierung der Gruppe, die Unternehmensleitung einvernehmlich in neue Hände gelegt wird. Neu in den Verwaltungsrat der Ospelt Holding Anstalt wurden Prof. Rolf Dubs und Prof. Peter Leibfried berufen. Die Familie Ospelt dankt den bisherigen Verwaltungsräten Dr. Peter Ritter, Mag. Johann Schallert, Peter Knaus sowie CEO Günther Behringer für ihre Tätigkeit. Zum neuen CEO wurde Jörg Asshauer ernannt. Die derzeitige Geschäftsleitung mit Prof. James Bruton (Finanzen, Personal), Ruedi Burkhalter (Organisation, Informatik) und Heinz Garre (Vertrieb, Marketing) wird ihre erfolgreiche Arbeit unter seiner Leitung fortsetzen.

Das Nahrungsmittelunternehmen Ospelt wurde vor 50 Jahren von Herbert Ospelt gegründet. Den Grundsätzen des Gründers – Herstellung von Produkten mit erstklassiger Qualität und Entwicklung neuer und innovativer Produkte – ist die Ospelt-Gruppe bis heute treugeblieben. Das Unternehmen produziert und vertreibt unter anderem die Malbuner- Spezialitäten wie auch eine breite Palette von Convenience- und Tiernahrungsprodukten. Die Gruppe beschäftigt an den Standorten Bendern (FL), Sargans, Weite (SG), Geroldswil (ZH) und Apolda (D) rund 1800 Mitarbeitende.
(Quelle: Ospelt-Gruppe / 24.4.2008)

Erster «Tag des Kaffees» in der Schweiz

Der erste Schweizer Tag des Kaffees am Freitag, 26. September 2008 soll ein intensives, lustiges, nachdenkliches und geschmackvolles Kaffeeprogramm sein. In Deutschland und Österreich besteht ein solcher Tag bereits, an welchem Kaffee zelebriert wir:. Kaffee zum diskutieren, zubereiten, trinken und zum geniessen. Den ganzen Tag sollen die verführerische Qualitäten an Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und anderen Kaffeegetränken verkostet werden, sowie Süsses und Herbes, Kaltes oder Heisses, Leises oder Lautes; alles soll stark oder leicht vom Kaffee berührt sein.

An diesem Tag soll der Kaffee im Mittelpunkt bei Röstereien, Gastrobetrieben, Einzelhändlern, Museen und Konsumenten stehen. Es geht also nicht um mehr Konsum von Kaffeegetränken zuhause oder ausser Hause sondern um bewusstes Zubereiten und Konsumieren dieses wertvollen Getränkes.

(Quelle: SCAE / 23. April 2008)

Tierschutz mit der Verordnung nur halb zufrieden

Der Schweizer Tierschutz (STS) ist mit der neuen Tierschutzverordnung nur halb zufrieden. Zwar müssten nun auch die Heimtiere in der Schweiz artgerecht gehalten werden. Auch Pfere, Ziegen, Schafe, Truten und Fische, die bisher vergessen gegangen seien, erhielten nun verbindliche Schutzbestimmungen. Störend seien aber die langen Übergangsfristen in der Nutztierhaltung, zum Beispiel beim Anbinden der Schafe im Stall, das noch bis 2018 erlaubt sein soll. Ferner habe es der Bundesrat verpasst, den elektrischen Kuhtrainer nun zu verbieten. Und dies, obwhl es seit Jahren praxistaugliche Alternativen dazu gebe. Der Tierschutz kritisiert auch, dass der Bundesrat kein Verbot von Tierversuchen bei Primaten will.

(Quelle: LID / 23. April 2008)

Deklarationspflicht für Käfig-Kaninchenfleisch gefordert

Gemäss Recherchen von KAGfreiland, der schweiz. Nutztierschutz- Organisation, landen jährlich über 1 Million Kilogramm ausländisches Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Käfighaltung auf Schweizer Tellern. Weil für Käfig-Kaninchenfleisch – im Gegensatz zu Eiern aus Käfighaltung – keine Deklarationspflicht besteht, wissen die KonsumentInnen nicht, dass es sich bei ausländischem Kaninchenfleisch oft um Fleisch aus tierquälerischer Haltung handelt, das weit unter den Vorgaben der schweizerischen Tierschutz-Gesetzgebung produziert wird. Die Zürcher Nationalrätin Tiana Moser reicht deshalb in der Sommersession einen Vorstoss ein, in dem sie verlangt, in der landwirtschaftlichen
Deklarationsverordnung eine Deklarationspflicht für Käfig- Kaninchenfleisch festzulegen.

KAGfreiland deckt auf, dass u.a. auch der zum Migroskonzern gehörende Globus Käfig-Kaninchenfleisch verkauft. Im italienischen Produktionsbetrieb von Globus konnte KAGfreiland verdeckt einige Sequenzen filmen (siehe http://www.kagfreiland.ch). Die Tiere werden in engen Drahtgitterkäfigen gehalten. Im Widerspruch dazu schreibt Migros-Konzernchef Bolliger (www.migros.ch unter Nachhaltigkeit – Grundsätze), dass die Migros Wert auf tierfreundliche Produktion lege.

Gegenüber KAGfreiland und gegenüber KonsumentInnen machte der Globus jedoch bei direkten Nachfragen zur Tierhaltung beschönigende Falschaussagen. (detailliertes Papier zu Falschaussagen auf www.kagfreiland.ch) Mit einer Protestaktion vor dem Globus Bern haben heute morgen KAGfreiland-Freiwillige für einen Verkaufsstopp von Käfigfleisch demonstriert. Auch SV Schweiz, der grösste Schweizer Mensabetreiber, serviert Käfig-Kaninchenfleisch. Auf seiner Homepage jedoch schreibt SV, dass der Tierschutz eine ganz wichtige Rolle spiele.

Seit dem Start der KAGfreiland-Kampagne gegen Käfigfleisch vor Ostern ist die Nachfrage nach Schweizer Kaninchenfleisch stark angestiegen. Ein grosser Schweizer Kaninchenfleischhändler sucht per Inserat dringend weitere Kaninchenproduzenten. Und der Aargauer Bauer Michael Notter, der nach dem Bundesprogramm BTS (besonders tierfreundliche Stallhaltung) Kaninchen mästet, kann sich der vielen Anfragen nach
tiergerechtem Fleisch kaum erwehren.
(Quelle: kagfreiland / 23.4. 2008)

22. April 2008

EU lockert BSE-Vorschriften

Nach dem deutlichen Rückgang der Rinderseuche BSE hat die EU-Kommission die Sicherheitsbestimmungen gelockert. Künftig muss die Wirbelsäule erst bei Tieren entfernt werden, die zum Zeitpunkt des Schlachtens älter sind als 30 Monate, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Die Lockerung erfolge auf der Grundlage der wissenschaftlichen Beurteilung der EU-Lebensmittelagentur EFSA, betonte die EU-Kommission am 22. April in Brüssel. Sie sei überzeugt, dass der hohe Konsumentenschutz gewährleistet bleibe, unterstrich die neue EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou. Für die Schweiz ändert sich laut Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) vorerst nichts, da die Altergrenze anhand von Zahnmerkmalen bestimmt wird. Diese Regelung sei äquivalent mit derjenigen der EU, sagte BVET-Sprecher Marcel Falk.
(Quelle: LID / 22.04.2008)

Daniel Kneuss wird CEO der Ernst Kneuss Geflügel AG

Der Verwaltungsrat des 3. grössten Güggeliproduzenten der Schweiz, ernennt Daniel Kneuss zu seinem neuen Unternehmensleiter. Damit steht bereits die 3. Generation an der Spitze jenes inzwischen 48 Jahre alten Familienunternehmens, das die legendären KNEUSS- oder Mägenwiler Güggeli produziert. Mit Daniel Kneuss gewinnt das Unternehmen einen fundierten Branchenkenner und gewieften Unternehmer. Daniel Kneuss verstand schon früh die Devise: «Ohne Einsatz keinen Erfolg!»

Und so bildete sich der gelernte Metzger an verschiedenen Handelsschulen, zum Kaufmann/Unternehmer und schliesslich zum eidg. dipl. Betriebswirtschafter weiter, trat dann als Verkaufsleiter im Jahre 2000 ins elterliche Unternehmen ein. Ab 2006 lancierte er als Produktmanager / Marketing-Services verschiedene Produktlinien, die sich, wegen ihrer ausgezeichneten Qualität, hervorragend auf dem Schweizer Markt behaupten.

(Medienmitteilung: Daniel Kneuss / 22.4.2008)

Produkte vom Hof im Internet

Direkt auf dem Bauernhof einkaufen liegt im Trend. Deshalb stellen Bio Suisse und der Schweizerische Bauernverband eine gemeinsame Internetplattform für die Vermarktung von Angeboten auf dem Bauernhof zur Verfügung. Neben dem bewährten Angebot auf www.landwirtschaft.ch finden KonsumentInnen und Konsumenten auf der neuen Seite www.knospehof.ch ausschliesslich Angebote von Bio-Betrieben. Das Internet ist heute für viele das einfachste Suchinstrument für Angebote und Dienstleistungen aller Art. Die Schweizer Bauernfamilien haben dies erkannt und fassen deshalb ihre Angebote auf einer zentralen Internetseite zusammen.

Auf www.landwirtschaft.ch können KonsumentInnen und Konsumenten in der Rubrik “Vom Hof” einfach nach biologisch oder integriert produzierten Lebensmitteln vom Bauernhof, verschiedenen agrotouristischen Angeboten aber auch nach Dienstleistungen suchen. Neu bietet Bio Suisse zusätzlich auf www.knospehof.ch eine eigens für diesen Zweck geschaffene Homepage an, die Angebote von Knospe-Betrieben enthält.

(Quelle: SBV / Bio Suisse / 22. April 2008)