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KURZNEWS 27. Mai 2008

Tiefer Fettgehalt – tieferer Konsummilchpreis / «ab 18-Weisung» bei Coop / Hero baut Babyfoodfabrik in USA / Denner verkauft keine Stopfleber mehr / EU-Agrarminister gegen Chlordesinfektion bei Geflügel / Neuer AOC-Präsident / M-Budget noch billiger

von Foodaktuell Importer

Tieferer Fettgehalt führt zu Preisabschlag bei UHT-Milch

Der Bundesrat hat die Anforderungen bezüglich Fettgehalt bei Milch auf EU-Niveau
gesenkt. Coop passt entsprechend den Fettgehalt der UHT-Vollmilch auf 3,5% an.
Gleichzeitig gesenkt wird der Fettgehalt des UHT-Milchdrinks auf 1,5%. Der UHTMilchdrink wird somit 10 Rappen günstiger.

Ob eine Milch die Bezeichnung Vollmilch oder Milchdrink tragen darf bestimmt der
Fettgehalt. Dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Bisher galt für Vollmilch ein Fettgehalt
von 3,8% und für Milchdrink ein Gehalt von 2,7%. Der Bundesrat hat diese Vorgaben auf
EU-Niveau angepasst. Vollmilch kann seit dem 1. April 2008 einen Fettgehalt von
mindestens 3,5% aufweisen, Milchdrink einen von 1,5%.

Coop passt nun den Fettgehalt bei den konventionellen UHT-Milchen an. Bei der Coop
Vollmilch beträgt der Fettgehalt noch 3,5%. Angepasst wird auch der Coop Milchdrink auf
neu 1,5% Milchfett. Diese deutliche Senkung des Fettgehaltes ermöglicht zudem eine
Preissenkung auf den Verkaufspreisen. Dank des tieferen Fettgehaltes können die
Milchverarbeiter aus der Milch zusätzliches Milchfett gewinnen. Dieses verarbeiten sie zu
Butter oder Rahm. Dadurch entsteht ein Zusatzertrag, der es ermöglicht, den Preis für die
Milch zu senken. Zum Beispiel kostet 1 Liter Coop Milchdrink neu noch Fr. 1.30, bisher
Fr. 1.40. Die günstigeren Einstandspreise werden somit voll und ganz den Konsumenten
weitergegeben.

Eine Anpassung bei den übrigen Milchsorten wird Schritt für Schritt erfolgen. Keine Änderungim Fettgehalt erfahren dagegen die Biomilchen, egal ob UHT oder Past.
Coop wird sich auch weiterhin für günstigere Lebensmittelpreise einsetzen.

(Quelle: Coop / 26.5.2008)

CH-Erdbeeren – Schmackhaftere Sorten und gestaffelter Anbau

In diesen Tagen beginnt in der Schweiz die Erdbeeren-Haupternte. Die steigenden Mengen erreichen ihren Höhepunkt während den ersten drei Juniwochen. Günstiges Wetter voraus-gesetzt werden die inländischen Produzenten in diesem Jahr eine leicht überdurchschnittli-che Menge von rund 5500 Tonnen ernten. Gemessen an der Erntemenge ist die Erdbeere die drittwichtigste einheimische Tafelfrucht und mit einem Anteil von 75 Prozent die Königin unter den Beerenfrüchten. Nur etwa ein Drittel der hierzulande konsumierten Erdbeeren stammt aus der Schweiz. Der Rest wird im-portiert, hauptsächlich vor der Inlandsaison. Der Pro-Kopf-Konsum beträgt 2.2 kg.

Damit Schweizer Erdbeeren geschmacklich erstklassig bleiben, stehen die inneren Werte wie der Fruchtzuckergehalt immer mehr im Vordergrund. Die beiden Leadersorten, Darselect und Elsanta, erfüllen die hohen Anforderungen bereits. Zusammen belegen sie ein Drittel der Schweizer Erdbeerfläche von total 418 ha. Auf Platz drei der Sortenhitparade folgt die neue, geschmacklich ebenfalls erstklassige Sorte Clery. Sie hat innerhalb eines Jahres um 36 Pro-zent zugelegt auf 44 ha. In der gleichen Zeit hat sich die Fläche der Sorte Marmolada prak-tisch halbiert, auf 9 ha. Marmolada ist eine transportfähige, optisch makellose Sorte, die je-doch wegen ihrem tiefen Fruchtzuckergehalt die Konsumentenbedürfnisse nicht mehr zu erfüllen vermag. Daneben werden in der Schweiz über 20 weitere Sorten angebaut.

Mit neuen Anbautechniken verfrühen oder verspäten immer mehr Produzenten die Reife der Früchte, um so die Ernte zu staffeln. Dadurch beginnt die Erdbeerernte in der Schweiz unter Abdeckungen und Tunnelkonstruktionen jeweils bereits Anfang Mai. Sie erstreckt sich in den späten Höhenlagen bis in den Herbst. Im Gegenzug nehmen die traditionellen Freilandkultu-ren ab. Die wichtigsten Produktionsgebiete sind der Kanton Thurgau (70ha), gefolgt von Bern (58ha), Zürich (44ha), Wallis (43ha), Aargau (39ha), Luzern (27ha) und Waadt (21ha).

(Quelle: Schweizerischer Obstverband, Rolf Matter, 26.5.2008)

Bei Coop gilt «generell ab 18 Jahren» für den Alkoholverkauf

Ab dem 2. Juni 2008 verkauft Coop den Alkohol generell erst ab 18 Jahren. Das geschulte Personal verlangt an der Kasse den Ausweis. Zeitlich verschobene Einführung der Kantone führt zu einer unübersichtlichen Situation. Bis heute gilt in den meisten Schweizer Kantonen für Wein, Apfelwein und Bier die Alterslimite 16 Jahre und für Apéritifs, Spirituosen und Alcopops 18 Jahre. Als erster Kanton hat das Tessin auch die Limite für Wein, Apfelwein und Bier auf 18 Jahre angehoben. In weiteren Kantonen steht die Anhebung bereits zur Diskussion. Durch die individuelle, zeitlich verschobene Vorgehensweise der Kantone entsteht für die Konsumentinnen und Konsumenten eine komplett unübersichtliche Situation.

Gegenüber den Jugendlichen gibt es keine vernünftige Erklärung, weshalb innerhalb weniger Kilometer unterschiedliche Alterslimiten gelten. Für eine gesamtschweizerisch tätige Detailhändlerin ist die aktuelle Situation nicht haltbar. Deshalb hat die Coop-Geschäftsleitung beschlossen, rasch zu reagieren und in allen Coop Verkaufsstellen, bei Coop Pronto und Coop City die Alterslimite ab dem 2. Juni 2008 für den Verkauf von Wein, Apfelwein und Bier auf 18 Jahre anzuheben. Für sämtliche alkoholischen Getränke gilt somit in den Coop Verkaufsstellen neu die einheitliche Alterslimite von 18 Jahren.
(Quelle: Coop 22. Mai 2008)

Bündner Bauern wollen «Marke Graubünden» stärken

Zudem wollen die Bündner Bauern stärker zusammenarbeiten. Dies sind die Schwerpunkte der Zukunftsstrategie des Bündner Bauernverbandes, wie Präsident Hansjörg Hassler an der Delegiertenversammlung vom Donnerstag, 22. Mai in Cazis erklärte. Hassler bereitet die weltweite Liberalisierung der Agrarmärkte Sorgen, wie er weiter sagte. Die Produktionsbedingungen und die klimatischen und topografischen Voraussetzungen seien weltweit derart verschieden, dass man die Landwirtschaft nicht schutzlos diesem Zermürbungskampf ausliefern dürfe. Nahrungsmittel von Kontinent zu Kontinent kreuz und quer hin und her zu schieben, mache keinen Sinn, weil dabei riesige Mengen von Energie verschwendet würden.

Anders sieht dies Bundesrätin Doris Leuthard, welche als Gastreferentin vor den Bündner Bauern sprach. Bei der Öffnung der Märkte könnten sich die Schweizer Bauern auf ihre Stärken besinnen, sagte sie. Die Schweiz verfüge über gute Trümpfe bei den landwirtschaftlichen Rohstoffen und Lebensmittel. Leuthard verwies dabei auf erfolgreiche Beispiele wie Bündner Fleisch und Bündner Bergkäse. Diese Beispiele würden zeigen, dass die Berglandwirtschaft bei einer Öffnung der Märkte nicht unter die Räder komme. Die Deklarationsvorschriften würden es weiterhin erlauben, dass klar ersichtlich sei, woher ein Produkt stammt und wie es hergestellt worden ist.
(Quelle: LID / 22.5.2008)

Hero baut Babynahrungswerk in den USA

Hero hat heute den Grundstein für eine neue hochmoderne Produktionsanlage für Babynahrung im Norden des US-Bundesstaates New York gelegt. Die Gesamtinvestition in dieses neue Werk wird sich auf 125 Millionen USD belaufen. Es handelt sich dabei um das bis anhin grösste Investitionsprogramm der Gruppe für ein einzelnes Projekt. Das neue Werk
soll Ende 2009 den Betrieb aufnehmen.

Mit der sich nunmehr im Bau befindlichen Anlage wird Hero über eine der
weltweit modernsten und effizientesten Produktionsstätten für Babynahrung
verfügen. Stefan F. Heidenreich, CEO von Hero, sagte hierzu: “Mit der
Perspektive eines neuen Babynahrungswerk in Nordamerika sind wir überzeugt,
dass unsere US-Tochter Beech-Nut seine starke Marktposition weiter ausbauen
wird”.

Hero ist ein internationales Markenartikelunternehmen im Bereich
Nahrungsmittel. Das Unternehmen wurde 1886 in Lenzburg (Schweiz) gegründet
und konzentriert sich auf Produkte hoher Qualität und gesunder Ernährung in
den Kernkategorien Babynahrung und Frucht. Schwerpunktmässig ist Hero in
Europa, in Nordamerika, im Nahen Osten und in Afrika tätig. Die Gruppe
erzielte 2007 einen Umsatz von rund 1.875 Mrd. CHF und beschäftigt über
3’500 Mitarbeiter in über 30 Ländern. Mehrheitsaktionär ist Dr. Arend
Oetker.

(Quelle: Hero / 22. Mai 2008)

Forderung bei der WTO für besseren Schutz für Ursprungsbezeichnungen

Sie hat am 21. Mai vor den WTO-Mitgliedern ihre Forderungen vorgestellt. Bislang sind nur die geografischen Angaben von Weinen und Spirituosen im Rahmen des WTO-Abkommens über den Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS-Abkommen) geschützt. OriGin verlangt von der Welthandelsorganisation (WTO), dass die Urspungsbezeichnungen aller Produkte geschützt werden.

Auch die schweizerische Organisation für geschützte Ursprungsbezeichnungen (AOC) gehört zu OriGin. AOC gehe es zum Beispiel um den Schutz von Käse (Gruyère, Sbrinz, Vacherin fribourgeois), Wurstwaren (Bündnerfleisch) oder Uhren, sagte der Geschäftsführer von AOC Alain Farine.

Bis heute wurden die Forderung nach einem stärkeren Schutz der Ursprungsbezeichnungen von den grossen Exportländern wie der USA oder Australien zurückgewiesen. OriGin hat kürzlich sein Sekretariat in Genf eingerichtet und vertritt 80 Produzentenorganisationen aus 30 Ländern.

(Quelle: LID / 21. Mai 2008)

Denner verzichtet auf den Verkauf von Stopfleber

Auch Kaninchenfleisch wird von Denner aus dem Sortiment genommen, wie das Unternehmen mitteilte. Foie Gras und Kaninchenfleisch waren bis anhin vor Festtagen bei Denner erhältlich. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, haben die Erkenntnisse zum Thema Stopfleber und die nicht artgerechte Haltung von Kaninchen Denner dazu bewogen, auf den Verkauf der beiden Produkte ab sofort vollumfänglich zu verzichten.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten freute sich in einem Communiqué vom 21. Mai über den Schritt von Denner. Man hoffe, dass weitere Lebensmittelketten dem Beispiel folgen werden. Im Dezember hatte die Migros den Verkauf von Stopfleber durch den Online-Laden “LeShop” gestoppt, jedoch nur in der Deutschschweiz. In der Romandie bleibt das Angebot bestehen, da dort Stopfleber an Feiertagen Tradition hat. Coop verkauft nur Leber von ungestopften Tieren.

(Quelle: LID / 21. Mai 2008)

EU-Agrarminister lehnen Chlordesinfektion von Geflügel ab

Die EU-Agrarminister lehnen eine Desinfektion von Geflügelfleisch im Chlorbad ab.EU-Gesundheitskommissarin Androula Vasiliou will zwar demnächst einen entsprechenden Vorschlag vorlegen. Sie steht aber nicht nur einer breiten Front der Ablehnung im Agrarministerrat gegenüber, sondern scheint selbst nicht sehr von der Chlordesinfektion überzeugt zu sein, wie die Agrarzeitung “Ernährungsdienst” berichtet. Die Hygienestandards der EU in der Geflügelhaltung seien gut, erklärte sie am 19. Mai während des Agrarministerrates in Brüssel.

Ihr Kollege Günter Verheugen, zuständig für die Industrie, hatte vergangene Woche den USA zugesagt, die Kommission werde noch vor der Sommerpause einen Vorschlag für die Zulassung des Chlorbads vorlegen. Sollten sich die Fachminister sperren, geht Verheugen von einer Entscheidung durch die EU-Staats- und Regierungschefs auf einem EU-Gipfel aus. Neben der Grünen Gentechnik und hormonbehandelten Rindern ist das Chlorbad von Geflügel ein weiterer Streitpunkt im Agrarhandel mit den USA.

(Quelle: LID / 20. Mai 2008)

Neuer Präsident für die AOC-Vereinigung

Der Freiburger CVP-Ständerat Alain Berset ist der neue Präsident der Vereinigung zur Förderung der AOC-IGP. Er wurde an der Generalversammlung vom 15. Mai in Estavayer-le-Lac einstimmig zum Nachfolger von Frédéric Brand gewählt. Im Vorstand der Vereinigung ersetzt ferner Rolf Künzler vom Verein «Rheintaler Ribelmais» Ephrem Pannatier, Direktor der Interprofession Früchte und Gemüse Wallis.

Die Vereinigung will im laufenden Jahr eine neue Anzeigen-Kampagne starten, die für Spezialitäten in ihrem «terroir» wirbt. Die Herkunftsregionen sollen so noch stärker mit den Produkten verknüpft werden.

WTO-Chefunterhändler Luzius Wasescha erklärte in Estavayer-le-Lac, dass die Schweiz zusammen mit Indien sich für ein weltweites Register der geografischen Indikationen (GI) und für die Gleichstellung mit den GI bei Weinen einsetze. Letztere geniessen schon heute einen weltweiten Schutz. Die Opposition der Australier sei aber gewaltig, und die EU manövriere sich bei diesem Thema in eine Zwickmühle. Sie lehne einerseits einen Abschluss der Doha-Runde ohne ein GI-Register ab und dränge andererseits darauf, dass dier Runde so rasch wie möglich abzuschliessen.

(Quelle: LID / 20.05.2008)

Über 300 M-Budget-Produkte werden noch billiger

Ab sofort bietet die Migros ihren Kunden über 300 Artikel des täglichen Bedarfs an, die in der Schweiz nirgends günstiger zu kaufen sind. Ausserdem profitieren Migros-Kunden vom günstigsten Warenkorb und vom besten Preis- Leistungs-Verhältnis. Das heisst, wer das ganze Jahr über in der Migros einkauft, spart rund 10 Prozent. Milch, Brot, Fleisch, Eier, Mehl, Biskuits, Schokolade und viele andere Produkte des täglichen Bedarfs gibt es nirgends in der Schweiz günstiger als in der Migros.

Um den Migros-Kunden jederzeit die besten Angebote bieten zu können, geht die Migros bei über 300 M-Budget-Produkten immer mit dem tiefsten Marktpreis mit. Um diese Produkte auf das Niveau der Harddiscounter zu bringen, hat die Migros die Preise von rund 70 M-Budget-Produkten erneut abgeschlagen. Diese Produkte sind in den nächsten Tagen an den Verkaufspunkten speziell durch “Neuer Preis” gekennzeichnet. “So behält die Migros auch im Vergleich mit den Harddiscountern die Preisführerschaft”, sagt Oskar Sager, Migros-Marketingchef.

Die Preisstrategie der Migros garantiert ihren Kunden aber nicht nur die günstigsten Preise bei diesen Produkten des täglichen Bedarfs. Die Migros verspricht auch ein jährliches Sparpotential von 10 Prozent im Vergleich zu anderen Super- und Verbrauchermärkten. Wer nämlich das ganze Jahr über bei der Migros einkauft, profitiert vom günstigsten Warenkorb und dem besten Preis- Leistungs-Verhältnis auf dem ganzen Sortiment. Dass dem so ist, beweisen regelmässige Auswertungen eines umfangreichen Warenkorbs – für preisbewusste Migros-Kunden ein Grund mehr, bei der Migros einzukaufen, wo sie alles unter einem Dach finden.

(Quelle: Migros (MGB) / 19.5. 2008)