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KURZNEWS 3. Juni 2008

Lactalis übernimmt Weichkäserei Baer / Goût-Mieux-Führer lanciert / Hero will Stück vom Glutenfrei-Markt Italien / Rekordergebnis für Fenaco / Obstverband will keinen Freihandel für Obst / Bell kauft französischen Fleischverarbeiter

von Foodaktuell Importer

Französischer Käsegigant Lactalis übernimmt Weichkäserei Baer

Der europaweit führende französische
Käsehersteller Lactalis übernimmt per 1. Juli 2008 die Baer AG,
vorbehältlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Ziel der
Übernahme ist die Weiterentwicklung des Unternehmens und die
Fortführung der Produktion in Küssnacht am Rigi. Lactalis will mit
der Marke BAER im Schweizer Markt wachsen und für die Weichkäse das
Exportpotenzial erschliessen.

Die Familie Baer hat sich zum Verkauf entschlossen, weil der
Absatz nicht genügend gesteigert werden konnte, um im liberalisierten
Käsemarkt als selbstständiges Unternehmen erfolgreich zu bleiben. Das
ausgezeichnete Image der Marke BAER, das bekannte Sortiment mit
qualitativ hoch stehenden Produkten und das technologische Know-How
haben Lactalis zum Kauf veranlasst. Lactalis wird mit dieser
Akquisition die Präsenz im Schweizer Markt ausbauen und seinen
internationalen Marken Président (Weichkäse), Société (Roquefort) und
Galbani (Mozzarella) die starke Schweizer Marke BAER hinzufügen.

Das
weltweit in 148 Ländern tätige Familienunternehmen Lactalis erzielte
2007 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. Mit seiner internationalen
Stärke wird Lactalis für den Weichkäse aus Küssnacht Exportmärkte
erschliessen, die Auslastung der Produktion steigern und den
Fortbestand der Weichkäserei in der Zentralschweiz sichern. Lactalis
erwirbt sämtliche Aktien der Baer AG inklusive des 35%-Anteils, der
seit 2000 von Emmi gehalten wird.

BAER, der grösste Schweizer Weichkäsehersteller mit
jahrzehntelanger Erfahrung, ist ein erfolgreiches und innovatives
Unternehmen in der Lebensmittelherstellung. Der weit herum beliebte
Käsehersteller geniesst in der Schweiz einen hohen Bekanntheitsgrad. Die rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BAER machen es
sich zur Aufgabe, ihren Kundinnen und Kunden täglich genussvolle
Käsespezialitäten von bester Qualität anzubieten. Mit grosser
Sorgfalt, bestem Fachwissen und Herzblut setzen sie sich für ihr
Unternehmen und ihre Produkte ein. Zur Herstellung der Weichkäsespezialitäten verwendet das
Unternehmen hochwertige Rohstoffe und nutzt modernste und zugleich
umweltschonende Technologien. Auf Konservierungsmittel wird
verzichtet und gentechnologisch veränderte Organismen (GVO) bei
Rohstoffen und Zutaten werden gemieden. Das Unternehmen ist in Küssnacht domiziliert und bezieht die Milch
aus der Zentralschweiz.

Lactalis ist das führende europäische Unternehmen der
Milchindustrie. Das 100%ige Familienunternehmen hat sich zuerst in
Frankreich im Weichkäsebereich entwickelt und später seine
Aktivitäten diversifiziert und auf Europa und die ganze Welt
ausgedehnt. Mit mehr als 130 Betriebsstätten in 22 Ländern vermarktet
Lactalis ein umfassendes Milchproduktesortiment: Käse,
Milchfrischprodukte, Kindernahrung und Industrieprodukte. Das
Unternehmen verfügt über ein grosses Käse-Know-How und stellt
insbesondere 26 französische und italienische AOC-Käsespezialitäten
her.

Lactalis ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat seinen
Umsatz seit 2004 mehr als verdoppelt. Dabei werden mehr als 55% des
Umsatzes ausserhalb von Frankreich realisiert. Obwohl die Lactalis
Gruppe heute weltweit mehr als 35’000 Personen beschäftigt, ist das
Unternehmen seiner Herkunft im Westen Frankreichs treu geblieben, wo
es in Laval in der Mayenne seinen Hauptsitz hat. Die Politik von Lactalis beruht auf der Entwicklung international
starker Marken wie Galbani und Président, aber auch von nationalen
Leader-Marken in den USA, in den GUS-Staaten, im mittleren Osten oder
in Südosteuropa. Die Produkte von BAER werden sich in das grosse
Milchproduktesortiment von Lactalis einfügen und sich dank dem
starken und vielfältigen Verkaufsnetz der Gruppe über die Grenzen
hinaus weiterentwickeln können. (Medienmitteilung BAER)

Emmi verkauft Beteiligung an der Baer AG an Lactalis

Im Rahmen der Übernahme der Baer AG, Küssnacht am Rigi, verkauft
die Emmi Gruppe ihre Beteiligung von 35 % an die Lactalis-Gruppe. Der Verkauf an den
französischen Käsehersteller erfolgt vorbehältlich der Genehmigung der Wettbewerbsbehörden.

McDonald’s eröffnet erstes McCafé der Deutschschweiz

Am Montag eröffnet McDonald’s im Zürcher Niederdorf das erste McCafé der Deutschschweiz. Der Marktführer der Systemgastronomie
bietet den Gästen mit McCafé echten Kaffeegenuss mit schnellem, freundlichem
Service zu attraktiven Preisen. McCafé wird in der Schweiz als Shop-in-Shop-
Konzept getestet, bei dem die Gäste innerhalb des McDonald’s Restaurants in einem
separaten Bereich ein breites Angebot an Kaffeespezialitäten und Gebäck geniessen
können. Alle Getränke und Speisen werden in hochwertigem Porzellangeschirr
angeboten.

Ende Januar 2008 hat McDonald’s in Vevey das erste McCafé der Schweiz eröffnet und ab
dem 2. Juni lädt auch das neu umgebaute McDonald’s Restaurant im Zürcher Niederdorf
mit eigenem McCafé zum Verweilen ein. „Wir wollen unseren Gästen bei jedem Besuch ein
einmaliges Restauranterlebnis bieten. Aus diesem Grund testen wir die Erweiterung
unserer bestehenden Restaurants durch das McCafé-Konzept“, erklärt Martin Knoll,
Managing Director McDonald’s Schweiz. „Die Resonanz auf das McCafé in Vevey ist sehr
vielversprechend, deshalb planen wir bis Ende Jahr insgesamt vier bis fünf Testlokale in
der Schweiz.“

„Wir sind uns unserer Verantwortung als einer der grössten Einkäufer in der Gastronomie
bewusst und verwenden deshalb ausschliesslich Kaffeebohnen mit dem Max-Havelaar-
Gütesiegel“, erläutert Knoll. „Als erste Gastrokette bot McDonald’s bereits 2003 den Gästen
ausschliesslich Kaffee mit dem Fairtrade-Gütesiegel an“, fügt Martin Rohner,
Geschäftsleiter Max Havelaar-Stiftung (Schweiz), an. „Für uns ist es wichtig, dass mehr
Grossunternehmen eine solche Vorreiterrolle übernehmen, damit immer mehr
Kaffeebauern und ihre Familien ein menschenwürdiges Leben führen können. Fairtrade-
Kaffeebauern erhalten einen garantierten Mindestpreis und eine Prämie für soziale
Projekte.“

Speziell geschulte Mitarbeitende bereiten vor den Augen der Gäste eine grosse Auswahl
hochwertiger Kaffeespezialitäten zu – vom reinen Espresso über den Klassiker Cappuccino
bis hin zum beliebten Latte Macchiato. Daneben erwartet den Gast eine Vielfalt an Kuchen,
Muffins und Cookies. Neben modernem Innendesign machen kostenlose WLAN-Hotspots, Flatscreens und ein erstklassiges Soundsystem die Restaurants zu einem idealen Ort für Infotainment. McDonald’s bietet schweizweit das grösste Free-WLAN-Netz der Schweiz.

(Quelle: McDonald Schweiz / 2.6.2008)

600 Stunden Barbecue-Weltrekordversuch an der Euro 08

Mit BIG BOYS BARBECUE, unter Leitung des Präsidenten der World Barbecue Association Rolf Zubler und dem Barbecue Weltmeister Hansruedi Wälchli, will die Schweiz den Weltrekord des Non- Stopp-Barbecue nach Europa holen. Während der Euro 08, direkt am Zürichsee, wird das Team BIG BOYS BARBEQUE unter Mitwirken des World Barbecue Teams Switzerland und vielen weiteren Barbecue Champions einen Weltrekordversuch der besonderen Art für die Schweiz gewinnen.

Der grösste Rotisserie Barbecue Smoker BIG BOY Nr. 1 muss während 600 Stunden beheizt und mit mindestens 100 Kg Fleisch gefüllt, bedient und betrieben werden. Alle Portionen, die gegart werden, müssen auch verzehrt werden. Ziel ist: Mehr als 20’000 Portionen „Real Swiss Barbecue“ zu produzieren und an die Barbecue Liebhaber an der Fanmeile weiterzugeben.

(Quelle: World Barbecue Association / 2.6.2008)

«Goût Mieux»-Gastroführer für Biogenuss lanciert

Die Verwendung von biologischen, tier- und umweltgerechten Zutaten ist Voraussetzung für
die Auszeichnung mit dem Gütesiegel «Goût Mieux». Die Restaurants werden regelmässig
durch eine unabhängige Stelle auf die Einhaltung der «Goût Mieux»-Richtlinien kontrolliert.
In jedem «Goût Mieux»-Restaurant ist daher ein garantiertes Mindestangebot an Bio-
Gerichten zu finden.

Der soeben in seiner 7. Auflage erschienene «Goût Mieux»-Gastroführer lädt ein zu einer
Entdeckungsreise durch die Schweizer Bio-Gastronomie. Die über 70 mit «Goût Mieux»
ausgezeichneten Restaurants sind – übersichtlich nach Kanton und Ortschaft geordnet –
detailliert und mit Bild beschrieben.

Der «Goût Mieux»-Gastroführer ist wiederum mit dem Schweizer Bio-Einkaufsführer ergänzt,
einem der umfassendsten Verzeichnisse dieser Art. Bestellung/Direktdownload des Einkaufs- und Gastroführers und weitere Informationen unter www.goutmieux.ch
(Quelle: Stiftung «Goût Mieux», Zofingen / 2.6.2008)

Hero will in den Zöliakiemarkt

Die Hero AG will Dr. Schär den Markt der glutenfreien Produkte streitig machen. Wie es heisst, will die Hero AG im Juli mit einer ganzen Range an glutenfreien Produkten den italienischen Markt beglücken. Italien gilt als der grösste europäische Markt für diese Art von Lebensmitteln. Italiens Markt für glutenfreie Produkte wird auf 150 Mio. geschätzt, der zweitgrösste Markt ist Grossbritannien mit 100 Mio., Deutschland wir auf derzeit 25 Mio. geschätzt, insgesamt wird der europäische Markt auf 400 Mio. geschätzt.

In Grossbritannien arbeitet Hero mit “The village Bakery” zusammen, die neben glutenfreien Produkten auch eine Reihe anderer Spezialbackwaren wie laktosefreie Gebäcke, solche ohne Hefe, vegetarische Gebäcke oder gluten- und laktosefreie Backwaren sowie Bio-Backwaren herstellt. In Melmerby, Cumbria, betreibt das Unternehmen ausserdem ein Restaurant samt Backwarenverkauf. Ansonsten wird über Gross- und Einzelhandel vertrieben. Auf der Website des Unternehmens village-bakery.com werden die Produkte ausserdem im Online-Shop angeboten.
(Quelle: Backspiegel 30. Mai 2008)

Obstverband möchte Ausnahmeregelung beim Freihandel

Der Schweizerische Obstverband möchte, dass Früchte und Gemüse bei einem Agrarfreihandel mit der EU ausgeklammert werden. “Andernfalls wären die Auswirkungen verheerend”, sagte Bruno Pezzatti, Direktor des SOV, am 30. Mai an der Delegiertenversammlung in St. Gallen. Gestützt auf eine Studie der Universität St. Gallen (HSG) rechnet Bruno Pezzatti mit Preis- und Einkommenseinbussen von bis zu 50 Prozent bei den Schweizer Obst- und Beerenproduzenten.

Hauptgrund seien die hohen Produktionskosten im Vergleich mit anderen Agrarsektoren. Selbst wenn die Schweizer Produzenten alle Kosten für Pflanzgut, Dünger, Pflanzenschutz, Hagelnetze und Bewässerungen abziehen würden, käme ein Kilogramm Äpfel der Sorte Golden Delicious in der Schweiz aufgrund der hohen Lohnkosten immer noch teurer als etwa im Südtirol.

An der Delegiertenversammlung waren auch die Ernteaussichten und der Feuerbrand ein Thema. Bei den Sommerfrüchten erwarten die Schweizer Obstproduzenten laut Pezzatti “gute Mittelernten”. Wegen Blütenfrösten dürften bei den Kirschen, Zwetschgen und Aprikosen die sehr guten Erträge des Vorjahres nicht erreicht werden. Trotzdem rechnet der SOV mit ausreichender Marktversorgung. Bei den Kernobstbäumen sind die Ernteaussichten vom Behang her gut bis sehr gut bei den Tafeläpfeln; bei den Tafelbirnen sind sie mittelmässig bis schwach. Die Mostapfelbäume sind laut Obstverband mittel bis gut behangen, die Mostbirnenbäume tragen je nach Sorte unterschiedlich Früchte. Die Ernte wird insgesamt kleiner ausfallen als 2007.

(Quelle: LID / 30.05.2008)

FAO-Komitee fordert nachhaltige Strategie gegen Hungerkrise

Das Recht auf Nahrung darf durch die Produktion von Agrotreibstoffen nicht gefährdet werden. Diese Position vertritt das Schweizerische Komitee der Welternährungsorganisation FAO im Hinblick auf die FAO-Ministerkonferenz vom 3. bis 5. Juni.

Es fordert deshalb auch den Verzicht auf Fördermassnahmen für Agrotreibstoffe, deren Produktion die menschliche Ernährung konkurrenzieren. Die Landwirtschaft müsse weltweit ihre Produktion steigern, ohne dabei die Ressourcen wie Boden, Wasser oder Biodiversität zu schädigen.

Kurzfristig müsse mit Nahrungsmittelhilfe die Notlage vor allem der städtischen Bevölkerung in den Entwicklungsländern entschärft werden. Langfristig fordert das Komitee die Förderung einer standortgerechten, bäuerlichen Landwirtschaft und erhöhte Investitionen in die ländliche Entwicklung. Im Rahmen der WTO solle eine faire Welthandelsordnung geschaffen werden, die die landwirtschaftliche Entwicklung in den armen Ländern nicht weiter behindere. Dabei seien Exportsubventionen abzuschaffen und und die Agrarmärkte progressiv zu öffnen.
(Quelle: LID / 30.5.2008)

EU-Kommission will Lockerung für gechlorte Poulets

Die EU-Kommission will eine Lockerung des Verbots für die antimikrobielle Behandlung von Geflügelfleisch. Diese für Schweizer Fachleute “unnötige Behandlung” gilt als ein Zugeständnis an die USA, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Den Veterinärexperten der 27 EU-Staaten wird die Zulassung von vier Substanzen vorgeschlagen, wie die EU-Kommission am 28. Mai in Brüssel mitteilte.

Der Vorschlag erfolgt wenige Tage vor einem Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und den USA. Für die USA stellte das europäische Verbot, das die Europäische Union wie auch die Schweiz kennen, schlicht ein Handelshemmnis für den Export von Geflügelfleisch nach Europa dar. Die EU-Kommission will das Embargo unter Einhaltung von bestimmten Umweltstandards für vorerst zwei Jahre aufheben, dann soll der Beschluss überprüft werden. Für die Konsumentinnen und Konsumenten sollen die chemisch “gewaschenen” Pouletschenkel oder Putenbrüste auf der Verpackung deutlich gekennzeichnet werden.

Bereits haben mehrere EU-Staaten Widerstand gegen das Vorhaben angekündigt. Auch für das Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen ist es eine “unnötige Behandlung”, wie Sprecher Marcel Falk gemäss SDA sagte. Normalerweise übernimmt die Schweiz im Rahmen der bilateralen Abkommen die nahrungsmittelhygienischen Massnahmen der EU. Ob dies allenfalls auch diesmal der Fall sein wird, lässt sich laut Falk noch nicht sagen.
(Quelle: LID / 29.05.2008)

Coop verzichtet bei ihren Eigenmarken auf künstliche Farbstoffe

Coop verzichtet in Zukunft als erste Detailhändlerin in der Schweiz auf künstliche Farbstoffe. Sie hat ihre interne Richtlinie über Zusatzstoffe in Lebensmitteln entsprechend geändert. Damit geht sie deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Das Ziel ist klar: Bis spätestens Dezember 2012 enthalten Lebensmittel der Coop Eigenmarken keine künstlichen Farbstoffe mehr.

Die Gesundheit liegt den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten am Herzen. Eine zunehmende Sensibilisierung für Themen wie gesunde Ernährung und Fitness ist deutlich spürbar. Es werden immer häufiger fett- und salzreduzierte Produkte nachgefragt. Auch Zusatzstoffe wie künstliche Farb- und Aromastoffe stehen in der öffentlichen Kritik. Allgemein verwendet Coop so wenig Zusatzstoffe wie möglich und auf künstliche Aromastoffe verzichtet Coop bei ihren Eigenmarken schon seit mehr als 10 Jahren.

Jetzt geht Coop als erste Detailhändlerin in der Schweiz noch einen Schritt weiter. Sie verzichtet gänzlich auf künstliche Farbstoffe und trägt damit einem grossen Kundenbedürfnis Rechnung. Bereits heute enthalten 98% der Coop-Eigenmarken-Produkte keine künstlichen Farbstoffe, bis im Dezember 2012 sollen es 100% sein. Die Richtlinien der Coop Kompetenzmarken Naturaplan, Naturafarm, Max Havelaar, ProSpecieRara, Pro Montagna, Délicorn und JaMaDu verbieten schon heute den Einsatz künstlicher Farbstoffe. Die Umsetzung des Verzichts für die restlichen Produkte ist jedoch aufwändig und kann nur schrittweise durchgeführt werden. Es handelt sich vor allem um Patisserie-Produkte und Verzierungen beispielsweise bei Osterhasen.

(Quelle: Coop / 29. Mai 2008)

Micarna wird 50-jährig

Der Migros-Betrieb Micarna wird 50 Jahre alt. In seinem Jubiläumsjahr setzt der Fleisch-, Geflügel- und Fischverarbeiter vermehrt auf Junge: Die Zahl der Ausbildungsplätze steigt in den nächsten Jahren von heute 50 auf 100.

Das Unternehmen bietet zudem ab diesem Sommer neu Lehrstellen für Mecha- und Elektropraktiker und Logistiker an. Zurzeit umfasst das Ausbildungsangebot sechs Berufe, unter anderem Fleischfachmann und Lebensmitteltechnologe, wie Micarna am 29. Mai mitteilte. Micarna nahm 1958 im freiburgischen Courtepin den Betrieb auf. Heute beschäftigt das Unternehmen an den Standorten Courtepin, Bazenheid SG, Ecublens VD und Granges-près-Marnand VD sowie im Wallis und in Zürich 2’000 Mitarbeitende. Mit Frischfleisch, Charcuterie, Geflügel und Fisch erwirtschaftete die Migros-Tochter 2007 einen Umsatz von 993 Millionen Franken.
(Quelle: Micarna / 29.5.2008)

Bell kauft französischen Fleischverarbeiter

Die Coop-Metzgerei Bell übernimmt in Frankreich den Wurst- und Schinkenproduzenten Polette. Dies sei der Beginn einer Internationalisierungsstrategie, schreibt Bell in einer Medienmitteilung. Die Groupe Polette beschäftigt 230 Mitarbeitende an vier Standorten und erwirtschaftet einen Umsatz von umgerechnet 90 Millionen Franken. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme der bei Clermont-Ferrand beheimateten Gruppe erfolgt rückwirkend auf Anfang 2008. Bell will angesichts des gesättigten Schweizer Marktes vermehrt im Ausland tätig werden. Selber expandieren will Bell allerdings nicht, geplant seien vielmehr Zukäufe oder Kooperationen mit Unternehmen in den Nachbarländern, insbesondere im Charcuterie-Segment.

(Quelle: Bell / 29.5.2008)

Rekordergebnis für die Fenaco

Die Fenaco, die Unternehmensgruppe der schweizerischen Agrarwirtschaft, hat 2007 das beste Ergebnis ihrer 15-jährigen Geschichte verbucht, sagte Willy Gehriger, Vorsitzender der Fenaco-Geschäftsleitung an der ersten Medienkonferenz des Agrarkonzerns. Der konsolidierte Umsatz der Fenaco stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 4,875 Milliarden Franken. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 64 Millionen Franken, im Vorjahr waren es 51,2 Millionen Franken gewesen.

Nahezu ein Drittel des gesamten Umsatzes, nämlich 1,4 Mrd. Franken, entfiel auf den Verkauf von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln und Agrartechnik, den Handel mit Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln sowie den Tierhandel. Das Agrar-Segment habe vom schönen und warmen Frühling profitiert, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz vom 27. Mai in Herzogenbuchsee BE.

Je rund ein Viertel des Umsatzes machte die Fenaco mit der Übernahme, Veredelung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten (1,266 Mrd. Franken) sowie mit dem Detailhandel (1,241 Mrd. Franken). In der Nahrungsmittelindustrie seien wegen des Preiskampf im Detailhandel die Deckungsbeiträge weiter gesunken, hiess es. Die Volg- und Landi-Geschäfte hingegen hätten sich erfreulich entwickelt.

Rund ein Fünftel des Umsatzes entfiel auf den Verkauf von Energieträgern (933 Mio. Franken). Der milde Winter 2006/07 sowie die hohen Preise für Heizöl liessen die Verkäufe einbrechen.

(Quelle: LID / 27.05.2008)

MARKTPLATZ

Prionics Goldstandard-Test zum Nachweis von Salmonellen

Prionics, einer der weltmarktführenden Spezialisten für Nutztierdiagnostik, bringt nun den zuverlässigsten ELISA Test zum Nachweis von Salmonella spp. in Schweinen auf den Markt. Salmonellose, eine Zoonose, die zu schweren Erkrankungen beim Menschen führen kann, wird typischerweise durch den Verzehr von rohen oder zu wenig gekochten Schweine- oder Hühnerprodukten übertragen. Seit 2008 fordert die Europäische Union, dass alle geschlachteten Schweine auf Salmonellen getestet werden. Aufbauend auf der Erfahrung des Danish Veterinary Institute, einer führenden Instanz in der Salmonellen Kontrolle, bietet Prionics jetzt den PrioCHECK® Salmonella Ab porcine an, einen sehr zuverlässigen Test für den Nachweis von Salmonellen in Schweinen.

(Quelle: Prionics AG, Marjan van der Haar / 28.5.2008)