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KURZNEWS 17. Juni 2008

Schweizer Verpackungsindustrie floriert / Suche nach den Gentechfeld-Zerstörern / Vogelgrippe-Übertragung von Wild- zu Hausgeflügel selten / Ricola erhält Taste-Award / World-Barista-Meisterschaft in Kopenhagen / Küchenabfälle-Schweinesuppe

von Foodaktuell Importer

Hochkonjunktur für Schweizer Verpackungen – Kunststoff und Glas mit stärkstem Plus

Die Schweizer Verpackungsindustrie erfreute sich im vergangenen
Jahr blühender Geschäfte, getrieben von einer hohen Konsumnachfrage. Insgesamt wuchs
der Verpackungsmarkt gemäss den Angaben des Branchenverbandes, des Schweizerischen
Verpackungsinstituts SVI, letztes Jahr um 11 Prozent. Die in der Branchenstatistik erfassten
241 Betriebe generierten mit über 19’000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 6,7 Mrd. CHF was in etwa 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entspricht. Umsatzmässig am stärksten zu expandieren vermochten das dominierende Verpackungssegment Kunststoff und die Glasverpackung.

Auch weltweit ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Verpackungsindustrie gross. Sie setzt mit ca. 2,2 Mio. Mitarbeitenden rund 530 Mrd. USD um und ist etwa gleich bedeutend wie die Pharmaindustrie. Auch für 2008 rechnet die Branche trotz Kostendruck durch steigende Rohstoffpreise mit einer positiven Entwicklung.

Neben wenigen grossen, börsenkotierten Unternehmen, darunter die Bobst SA in Lausanne, die Neuhauser SIG-Gruppe, die neu zur Rank Group Neuseeland zählt, die Alcan Packaging mit Werken in Rorschach und Kreuzlingen sowie der Glashersteller Vetropack AG, sind es vor allem KMUs, die unsere Verpackungsszene mitgestalten und durch ihre hohe Innovationskraft prägen. Die relativ hohe Marktsättigung auf dem Heimmarkt nutzen die dynamischen Unternehmen, um sich im Export mit gesamtheitlichen Systemlösungen und vorzüglichen Beratungen zu positionieren.

«Dank der positiven Konsumstimmung können wir von einer Hochkonjunktur in der
Verpackungsindustrie sprechen. Hohe Investitionstätigkeiten bilden zudem eine stabile Basis für weiteres Wachstum», betont der SVI-Vizepräsident, Markus Tavernier, an der Medienkonferenz. Kunststoffe haben sich im vergangenen Jahrzehnt zum bedeutendsten Packmaterial entwickelt. Sie stellen heute beinahe die Hälfte des Marktes. Im vergangenen Jahr steigerten die rund 80 Hersteller ihre Produktion um 20,9 Prozent auf 3,3 Mrd. CHF.

Gemäss Wolfgang Durrer, Geschäftsleiter des Schweizerischen Verpackungsinstituts, wirkt sich vor allem die positive Nachfrage aus dem Lebensmittelbereich auf die boomartige Entwicklung aus. Allerdings konnten die starken Kostensteigerungen nur teilweise an Kunden weitergegeben werden. An Innovationen mangelt es der Kunststoffindustrie nicht, anspruchsvolle Neuentwicklungen vor allem für den Foodbereich geben der
Branche Impulse.

Wellkarton und Karton setzten zusammen 1,1 Mrd. CHF um, und weisen so ein Wachstum zwischen 7 und 9 Prozent aus. Dazu ist zu erwähnen, dass die Zahlen beim Karton bereinigt wurden und sich nicht mit den Vorjahrswerten vergleichen lassen. Die von der Holzbranche erwartete Steigerung konnte mit einem Umsatzwachstum von 8,9 Prozent auf 572 Mio. CHF realisiert werden. Neben Mengenausweitungen ist dieses Wachstum auf anhaltend steigende Holzpreise zurückzuführen. Die Metallpackstoffe Aluminium und Stahlblech wuchsen moderat. Vor dem Hintergrund einer weiteren Produktionseinstellung erwirtschafteten 7 Unternehmen der Stahlindustrie 190 Mio. CHF, + 2,7 Prozent.

Bei den Aluminiumverpackungen erreichten die 8 in der Schweiz angesiedelten Unternehmen ein Plus von 4,2 Prozent auf 365 Mio. CHF. Sehr stark entwickelte sich Glas. Ein anhaltend grosser Nachfrageüberhang generierte ein Umsatzplus von 21,6 Prozent auf insgesamt 101 Mio. CHF. Auf dem Heimmarkt konnte besonders der Bereich Bier signifikant gesteigert werden.

Volle Auftragsbücher melden die Verpackungsmaschinen-Produzenten mit einem Umsatz von 1,02 Mrd. CHF, + 9,4 Prozent. «Vor allem aus Europa und aus den osteuropäischen Ländern war gegen Ende 2007 eine starke Zunahme beim Bestellungseingang zu verzeichnen. Der Export von Verpackungsmaschinen läuft nun auf vollen Touren», freut sich Wolfgang Durrer. Für das laufende Jahr erwartet die Branche eine Fortsetzung der positiven Entwicklung bei Umsatz, Bestellungseingang und Ertrag.

Die Schweizer Abnehmermärkte liegen mit rund 70% im Konsumbereich, der Nahrungsmittel, Getränke und weitere Konsumgüter umfasst. Die restlichen 30% entfallen auf den Industriesektor. Die abpackenden Pharma-, Getränke- und Nahrungsmittelproduzenten zählen zu den wichtigsten Kunden, wobei der Pharmamarkt bisher überdurchschnittlich gewachsen ist. Die Herausforderungen der Branche liegen in der Innovation, der Flexibilität und im Mehrwert. Die Unternehmer müssen einem verschärften globalen Wettbewerb und gestiegenen Ansprüchen von Kunden und Konsumenten Rechnung tragen.

Weitere wichtige Kriterien einer Verpackung sind die Schutzfunktion, die Convenience sowie zunehmend die Recyclingtauglichkeit. Sie unterliegen einer ständigen Verbesserung. Packungsformate sollen zunehmend die Bedürfnisse von Kleinsthaushalten wie auch von Familien abdecken; für die Konsumation zu Hause oder unterwegs ist die jeweils passende Gebrauchsform gefragt. Eine wachsende Anspruchspalette fordert die Industrie und ihre ganze Lieferantenkette permanent.

Im Branchenverband, dem Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI, sind rund 220 Unternehmen der Industrie organisiert, die den gesamten Life-Cycle der Verpackung – vom Rohstoff bis zu Entsorgung und Recycling – repräsentieren. Neben vielen andern Fachbereichen sind die Aus- und Weiterbildung, die Kommunikation und das Lobbying wichtige Eckpfeiler in der Verbandsarbeit. In der branchenspezifischen Aus- und Weiterbildung leistet der Verband mit einem breit gefächerten Angebot Einzigartiges.

Im Licht der Öffentlichkeit steht die Verpackungsindustrie durch die jeweils im Herbst stattfindende Verleihung des Verpackungspreises SWISS STAR. Mit diesem über die
Landesgrenzen hinaus bekannten Verpackungs-Award, der Packstoff übergreifend und ganzheitlich ausgerichtet ist, regt das SVI die brancheninterne Kreativität an. Die Ausschreibung für den diesjährigen SWISS STAR läuft. Noch bis zum 6. August nimmt das SVI neue und innovative Verpackungslösungen für den bedeutendsten schweizerischen Verpackungswettbewerb entgegen.

Generell betrachtet ist die schweizerische Verpackungsindustrie gut in Fahrt sowie fit und robust, um die Zukunft marktgerecht anpacken zu können. Die auf mündlichen Umfragen basierenden Aussichten weisen auf eine positive Entwicklung hin. Sorge bereiten der ganzen Industrie die Preiserhöhungen bei Rohmaterialien und der Energie.

(Quelle: Schw. Verpackungsinstitut (SVI) / 16.6.2008)

Gentech-Versuchsfeld in Zürich zerstört

Rund 35 Personen haben am Freitagmorgen in der Forschungsanstalt Reckenholz in Zürich-Affoltern gentechnisch veränderte Pflanzen zerstört. Fünf Personen wurden verhaftet.

Gegen 7.30 Uhr brach eine Gruppe von rund 35 vermummten Personen das Eingangstor zur Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART auf, wie die ETH Zürich mitteilte. Sie drohten den beiden Angestellten mit Gewalt, falls sie sie behindern würden und verschafften sich so Zugang zum Versuchsfeld, wie ART-Kommunikationschefin Denise Tschamper gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

In einer Blitzaktion zerstörten die Vandalen den Versuch mit gentechnisch verändertem Weizen an mehreren Stellen. Laut Tschamper zertrampelten sie die Pflanzen und schnitten manche mit Sicheln ab. Anschliessend flüchteten sie. Weil die Pflanzen noch keine Samen gebildet hatten, sei eine Verschleppung nach draussen nicht zu befürchten, schreibt die ETH. Das Ausmass des Schadens muss laut Tschamper noch abgeklärt werden.

Die Stadtpolizei leitete umgehend eine Nahbereichsfahndung ein, wie sie mitteilte. Kurze Zeit nach dem Zwischenfall wurden in der Umgebung der Forschungsanstalt fünf mutmassliche Täter festgenommen. Die zwei Männer und drei Frauen sind zwischen 29 und 39 Jahre alt und alle Schweizer. Die Forschungsanstalt sowie ETH und Universität Zürich erwägen laut Mitteilung rechtliche Schritte. Laut Tschamper werden die drei Institutionen darüber gemeinsam beschliessen. Die Pflanzen seien im Besitz von ETH und Universität Zürich. Die Forschunganstalt selbst könnte allenfalls Hausfriedensbruch einklagen.

(Quelle: LID / 13.06.2008)

12. Juni 2008

Vogelgrippe – Übertragungsgefahr auf Hausgeflügel minim

Zwischen wildlebenden Enten und gehaltenen Hühnern, Enten und anderem Hausgeflügel gebe es kaum direkte Kontakte, zitiert die Nachrichtenagentur SDA eine “Constanze”-Mitteilung vom 12. Juni. In Bregenz debattieren rund 80 Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis am 13. Juni über die neuen Erkenntnisse. Bisher standen insbesondere Wasservögel im Verdacht, das auch für den Menschen gefährliche Virus in Geflügelhaltungen einzuschleppen.

Forscher der Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut für Ornithologie hatten von Oktober 2007 bis Januar 2008 bei zwölf Geflügelbetrieben rund um den Bodensee beobachtet, welche Arten von Wildvögeln sich am Gehege aufhielten. Wildenten oder andere Wasservögel waren nicht darunter, sondern nur Haussperlinge, Buchfinken oder Aaskrähen. Daraus schliessen die Wissenschaftler, dass eine Einschleppung der Vogelgrippe durch direkten Kontakt eher selten sein muss.

Zugleich fand das Schweizer Tropeninstitut bei Befragungen von knapp 4’000 Haltern von Freilandgeflügel heraus, dass nur in jedem sechsten Betrieb Wasservögel eingeflogen waren. Die Kontakte waren im Winter nicht häufiger als im Sommer, obwohl im Winter zehnmal mehr Wasservögel auf dem Bodensee leben. Zu “Constanze” gehören auch drei Anlagen in Ufernähe mit flugunfähigen “Wächterenten”. Die Tiere werden kontinuierlich auf Vogelgrippe untersucht. Die Forscher konnten mehrfach Grippeviren feststellen, allerdings nur relativ ungefährliche Virentypen, wie es weiter heisst.

In der internationalen Bodenseeregion waren im Frühjahr 2006 Dutzende toter Wildvögel mit dem hochansteckenden Virustyp H5N1 entdeckt worden. Nach dem Ausbruch der Tierseuche wurde das Forschungsprojekt “Constanze” ins Leben gerufen.

(Quelle: LID / 12.6.2008)

Starbucks überträgt Lizenzen an SSP für neue Filialen

Starbucks Coffee Company und SSP, ein führendes Unternehmen für Getränke- und Nahrungsmittelkonzessionen für Reisende in Europa, gab heute eine strategische Lizenzpartnerschaft bekannt, durch die innerhalb der nächsten drei Jahre über 150 Starbucks-Filialen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten auf dem europäischen Markt eröffnet werden sollen.

Der Vertrag beschreibt ausführlich eine breit gefächerte Zusammenarbeit auf dem gesamten europäischen Reisemarkt, durch die Standorte an Flughäfen wie auch an Bahnhöfen abgedeckt werden. Starbucks wird SSP die Lizenzen an der Starbucks-Marke in einer Reihe von wichtigen Märkten übertragen, die in einigen Segmenten exklusiv sind, u.a. in den Ländern Frankreich, Deutschland und Großbritannien.

„Diese Zusammenarbeit steht mit unserer Strategie in Einklang, unser geschäftliches Wachstum auf internationaler Ebene zu beschleunigen“, sagte Howard Schultz, Vorsitzender, Präsident und CEO von Starbucks. „Sie bietet uns eine starke Plattform, um die Starbucks-Marke in ganz Europa weiter auszubauen. Aufgrund der Erfahrung und führenden Position von SSP sind wir überaus zuversichtlich, gemeinsam mehr Reisenden in Europa die einzigartige Starbucks-Erfahrung vermitteln zu können.“

SSP, der Spezialist für Verkehrsgastronomie, ist der führende engagierte Betreiber von Lebensmittel- und Getränkemarken an Reisestandorten überall auf der Welt. Das Unternehmen verfügt über mehr als 2.000 Einrichtungen in Flughäfen, Bahnhöfen, Autobahnraststätten und Einzelhandelsfilialen in 29 Ländern.

SSP besitzt ein konkurrenzloses Portfolio an internationalen, nationalen, lokalen und Spezialitäten-Lebensmittel- und Getränkemarken, darunter seine eigenen nationalen und internationalen Marken. Zu den Marken gehören Caffè Ritazza, Burger King, M&S Simply Food, Bonne Journée, Caviar House & Prunier, Pizza Hut, Upper Crust und Le Train Bleu. www.foodtravelexperts.com

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

(Quelle: Starbucks / 12.6.2008)
12.6.08

Superior Taste Award 2008 für Schweizer Lebensmittel

Brüssel, 10. Juni 2008 – Die Gremien des International Taste & Quality Institutes – iTQi – die sich aus Chefköchen und Sommeliers, die Mitglieder europäischer, kulinarischer Verbände sind, zusammensetzen, bewerteten 2008 mehr als 700 Produkte aus 57 Ländern blind. Nahrungsmittel und Getränke, die von 2 Schweizer Firmen eingereicht wurden, haben eine sensorische Bewertung von mehr als 70% und daher den angesehenen Superior Taste Award (Super Geschmack Award) 2008 erhalten: eine Auszeichnung, die die Einmaligkeit ihres Geschmacks anerkennt und den Herstellern ein kraftvolles Marketinginstrument zur Steigerung ihrer Verkaufszahlen verleiht.

iTQi ist ein unabhängiges Institut, das 2004 von Louis Frère und Christian De Bauw gegründet wurde. Sein Ziel: mit dem Wissen, dass Geschmack das Hauptkaufkriterium ist, sollen Nahrungsmittel und Getränke mit besonders gutem Geschmack mit Hilfe eines Labels mit der Anerkennung einer aussergewöhnlichen Jury ausgezeichnet werden.

iTQi wird durch eine Jury unterstützt, die sich aus einhundert Chefköchen und Sommeliers zusammensetzt, die Mitglieder der 12 anerkanntesten, europäischen, kulinarischen Verbände, wie zum Beispiel den Maîtres Cuisiniers in Belgien und Frankreich, der Académie Culinaire de France, der Academy of Culinary Arts, Euro-Toques, der Federazione Italiana Cuochi, den Jeunes Restaurateurs d’Europe, den Associaciones de Cocineros de España, dem Verband der Köche Deutschlands, sowie der Association de la Sommellerie Internationale (ASI) sind. Diese grosse Anzahl der Verkoster erhöht die Objektivität der Urteile deutlich.

iTQi folgt einem strengen, sensorischen Analyseprozess. Jedes Produkt wird einer individuellen und blinden Verkostung unterzogen. Die Intensität des globalen Geschmackserlebnisses und der unterschiedlichen organoleptischen Kriterien (äuβere Erscheinung, Geruch, Textur, Geschmack und Nachgeschmack) werden genau analysiert. Die Gesamtanzahl der Punkte spiegelt die Empfindungen der Jury. iTQi stellt eine genaue Graphik mit den Bewertungen und eine Zusammenfassung für die teilnehmenden Unternehmen mit allen Kommentaren und Vorschlägen der Mitglieder der Jury zusammen.

Der Superior Taste Award gliedert sich in die folgenden Bewertungsgruppen:

1 Stern: globale Bewertung zwischen 70 und 80%: sehr guter Geschmack

2 Sterne: globale Bewertung zwischen 80 und 90 %: auβergewöhnlicher Geschmack

3 Sterne: globale Bewertung von 90% oder höher: ausgezeichneter Geschmack

Der Award wird von Herstellern zur Vereinfachung von Geschäftsverhandlungen, sowie als Marketingtool eingesetzt. Das Label befindet sich auch auf der Verpackung der Produkte, so dass Verbraucher sie mit Zuversicht auswählen können, da sie wissen, dass ihr Geschmack von Meinungsführern empfohlen wird: Chefköchen und Sommeliers.

2 Schweizer Unternehmen wurden ausgezeichnet. Deren 7 Produkte haben den Superior Taste Award 2008 erworben. Diese Unternehmen sind:

Auberge de Bogis-Bossey für das Produkt Or des Anges. ( Mr. Olivier A. Martin)

Ricola AG für die Produkte «Ricola Blackcurrant Perle Zuckerfrei», «Ricola Verveine Citronnée Box Zuckerfrei», «Ricola Mini Kräuterzucker», «Ricola Cranberry Box Zuckerfrei», «Ricola Kräuterpastillen Zitrone-Thymian Dose» und «Ricola Sanddorn Box Zuckerfrei».
(Frau Christina Lutz; Head Of Section Innovation)
(Quelle: International Taste & Quality Institute / 11. Juni 2008)

Weltmeisterschaft der Kaffee-Baristi diese Woche

Barista Schweizer Meister Thomas Liebe aus Thun wird sich ab 18.6.08 mit Landesmeistern aus 45 Staaten an den World Barista Championships in Kopenhagen messen. Er hat sich minutiös vorbereitet und will für die Schweiz ein Spitzenresultat erreichen. Und Ingo Rogalla, Kaffee-Sensorikchampion und Kaffeebuchautor aus Luzern wird sich mit der Weltelite im Cup Tasting bewähren. Ein flottes Team von Schweizer Schlachtenbummlern wird die Champions an den Wettbewerben unterstützen. Resultate ab Sonntag Abend 22.6.08 auf der Website der Swiss SCAE: www.swissscae.ch (Speciality Coffee Association Europe). Am Freitag 26. September 2008 wird auf Initiative der SCAE Schweiz der erste Schweizerische Tag des Kaffees stattfinden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Infos auf dem Internet: www.tag-des-kaffees.ch (Newsletter Swiss SCAE, swisssscae.ch)

EU akzeptiert Schweizer Schweinesuppe nicht

Die schweizerische Schweinesuppe (Küchenabfälle) wird in Brüssel nicht goutiert. Sowohl die EU-Kommission wie auch die EU-Staaten lehnen die verschärften Schweizer Vorschriften als unzureichend ab. Die EU-Kommission bekräftigte am Dienstag, 10. Juni in Brüssel, dass das potenzielle Risiko, vor allem für die Tiergesundheit, bei weitem die Vorteile dieser Praxis überwiege. Daher werde innerhalb der Europäischen Union das Verbot von Schweinesuppe aufrechterhalten bleiben, zitiert die Nachrichtenagentur SDA die Kommission.

Laut Cathy Maret vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) reichen auch die verschärften Vorschriften, die der Bundesrat am 7. März beschlossen hatte, der EU nicht. Einhellig hätten sich die EU-Staaten für ein Verfütterungsverbot in der Schweiz ausgesprochen, so Maret. Das bedeutet, “dass es zu Handelseinschränkungen kommen könnte, falls die Schweiz die Massnahme weiterführt”. Ein erneuter Bundesratsbeschluss steht noch aus. Sollte sich die Schweiz für ein Verbot entscheiden, ginge es darum, mit der EU eine Übergangsfrist auszuhandeln.

Die Schweiz verpflichtete sich im bilateralen Agrarabkommen mit der EU auf gleichwertige Tierseuchenregelungen, um den Handel mit Landwirtschaftsgütern zu erleichtern. Ein Grossteil der Agrarexporte geht in die EU. Jährlich fallen in der Schweiz rund 300 000 Tonnen Speise- und Küchenreste an. Etwa 200’000 Tonnen davon sammeln die ie 250 Schweinesuppenköche ein, kochen sie gut durch und setzen sie den Schweinen zum Frass vor.

(Quelle: LID / 10.6.2008)

Ferkel nicht länger kastrieren

Tierschutz, Tierärzte und Bio Suisse sind empört über den Entschluss des Bundesrates, die Übergangsfrist für das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration bis Ende 2010 zu verlängern. Die Impfung ist eine Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration. Das revidierte Tierschutzgesetz hätte ein Verbot für die Ferkelkastration ohne Schmerzausschaltung ab 2009 vorgesehen. Der Bundesrat habe die Übergangsfrist aufgrund von unbegründeten Einwänden verlängert, erklärten die Tierschutzorganisationen Schweizer Tierschutz und Kagfreiland, Bio Suisse und die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte an einer gemeinsamen Medienkonferenz vom Dienstag, 10. Juni 2008 in Zürich.

Insbesondere die Metzger würden sich gegen das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration wehren, obschon mit der Eberzucht, Impfung und Inhalationsnarkose drei vertretbare und praxiskonforme Alternativen umgesetzt werden könnten. Die Eberzucht sei in anderen Ländern schon längst üblich. Kagfreiland habe mit ihrem Pilotprojekt bewiesen, dass die Eberzucht auch in der Schweiz praktizierbar sei. Auch für Bio Suisse soll die Ebermast die Kastration ersetzen, nicht zuletzt weil die Eber weniger Futter bräuchten als Kastraten und daher die Ebermast wirtschaftlicher sei.


(Quelle: LID / 10.06.2008)

Thurella im 2007: Weiterhin erfolgreich

Der Trend zu gesunden, natürlichen Getränken hält unvermindert an. Davon profitierte 2007 die national wie international tätige Thurella Gruppe. Sie steigerte den Umsatz um 4.8% auf erstmals über CHF 200 Mio. An der Generalversammlung vom 6. Juni stimmten die Aktionäre allen Anträgen des Verwaltungsrates zu.

Die Thurella Gruppe weist für 2007 eine wiederum erfolgreiche Marktbearbeitung auf. Der Umsatz stieg um CHF 9.125 Mio. auf CHF 200.942 Mio. und der Gewinn konnte mit CHF 3.973 Mio. (+0.5% ggb. Vorjahr) behauptet werden. Die 245 anwesenden Aktionäre beschlossen einstimmig die Ausschüttung einer Dividende von CHF 16 je Aktie.

„Wir werden in den nächsten Jahren weitere eigene Produkt-Innovationen auf den Markt bringen, um unsere Marktanteile weiter auszubauen“, so Hermann Hasen, Präsident des Verwaltungsrates. Die Thurella Getränke AG soll in der Schweiz eine jährliche Umsatzwachstumsrate von 2 bis 4% erzielen. Eine noch stärkere Wachstumsrate von 10-15% jährlich will die Biotta AG im Ausland erlangen. In Märkten mit hoher Kaufkraft und wachsendem Bio-Markt – wie zum Beispiel USA – wird Biotta eigene Handelsfirmen gründen. „Lokale Verkaufsverantwortliche werden die neuen Märkte schneller und kompetenter bearbeiten können“, so Hasen weiter.

Hermann Hasen orientierte die Aktionäre über die Absicht der Thurella AG, ihre 100%ige Tochter Thurella Agroservice AG im 2008 an die fenaco Genossenschaft, Unternehmensgruppe der Schweizerischen Agrarwirtschaft, zu verkaufen. Damit will die Thurella AG ihre Fokussierung auf die Bereiche Fertiggetränke und Halbfabrikate verstärken.


(Quelle: Thurella / 8.6.08)

MARKTPLATZ

Tag der offenen Tür in einer Fischhalle: FLS Furness Lagerhaus & Speditions AG in Pratteln lädt ein am 27.5.08 von 10 bis 14 Uhr in ihr Tiefkühlterminal, Lachmattstrasse 120 in Pratteln. Es besteht Gelegenheit, die neu umgebaute Fischhalle zu besichtigen (Temperatur in der Kühlhalle: ca. 3 ° C, warme Bekleidung empfohlen). Die moderne Infrastruktur wird Sie von der lückenlosen Kühlkette überzeugen! Einmalig ist auch die Möglichkeit, diverse Frischfischsorten sowie Tiefkühlprodukte zu attraktiven Preisen zu kaufen!
FLS Furness Lagerhaus & Speditions AG, Tel. 061 826 28 00. (Quelle: Casic)