Datum:

Neue Broschüre «Vom Kalb»

Infos über Schweizer Kälbermast und Kalbfleisch

von Foodaktuell Importer


Soeben ist die Broschüre „Vom Kalb“ erschienen. Man finden darin viele interessante Informationen über die Schweizer Kälbermast und Kalbfleisch.

Die 16-seitige Broschüre „Vom Kalb“ enthält Informationen über die Haltung und Fütterung von Mastkälbern, sowie über die Fleischstücke und deren Verwendung. Drei feine Rezepte mit Kalbfleisch laden zum Nachkochen ein. Die farbige Broschüre lehnt sich optisch an die Werbekampagne „Schweizer Fleisch – Alles andere ist Beilage“ an. Sie richtet sich an interessierte Konsumentinnen und Konsumenten. Die Broschüre wird erstmals an der SuisseTier in Luzern (26.-28. Oktober 2007) den Besucherinnen und Besuchern gratis abgegeben.

Die Broschüre kann aber auch ab sofort bestellt werden beim: Schweizer Kälbermäster-Verband, Seilerstrasse 4, Postfach 7836, 3001 Bern (Vorfrankiertes Antwortcouvert C5). Sie wurde von Proviande „Schweizer Fleisch“ und dem Schweizer Kälbermäster-Verband gemeinsam erstellt.


Einfluss des Milchmarkts auf die Kälbermast

Der Vorstand des Schweizer Kälbermäster-Verbands hat an seiner Septembersitzung
die ausserordentliche Situation auf dem Milch- und dem Milchpulvermarkt diskutiert. Er
hat sich von Albert Rösti, Direktor der SMP und Beat Stierli, Geschäftsführer Branchenorganisation
Schweizer Milchpulver aus erster Hand informieren lassen.
Auf dem Schweizer Markt ist Milch gesucht und der Milchpreis steigt. Deshalb nehmen
die Milchproduzenten wenn immer möglich, jedes weibliche Kalb zur Aufzucht. Diese
Kälber werden den Kälbermästern fehlen. Zudem werden vermehrt Milchrassen und
weniger Mastrassen eingekreuzt, was für die Kälbermäster eine schlechtere Tränkerqualität
bedeutet.

Es braucht Fingerspitzengefühl um mit einem Milchrassentyp eine
gute Schlachtkörperqualität zu erzielen. Der Vorstand hat sich aber ganz klar gegen
einen Import von Tränkern ausgesprochen. Der Import von Kälbern unbekannter Herkunft
würde dem Image des Schweizer Kalbfleischs stark schaden. Denn das einheimische
Kalbfleisch hebt sich klar vom ausländischen ab – dank seiner Produktionsweise,
dem strengeren Tierschutz und der Transparenz. Das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in Schweizer Kalbfleisch ist deshalb gross und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Auch auf dem Milchpulvermarkt sind derzeit grosse Veränderungen im Gang. Innert
Jahresfrist ist der Milchpulverpreis auf dem Weltmarkt über das Schweizer Preisniveau
gestiegen. Das kam noch nie vor und entsprechend sind die staatlichen Instrumente für diesen Fall nicht eingerichtet. Für Kälbermilchpulver muss deshalb noch in diesem
Herbst eine grosse Preiserhöhung (60-70 Fr. /100 kg) in Kauf genommen werden. Der SKMV hat beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) eine Umlagerung der Exportbeihilfen für Milchpulver in Inlandstützung verlangt. Leider war die Antwort des BLW negativ.
(Medienmitteilung Schweizer Kälbermäster-Verband SKMV)

Aus der Broschüre: Das Nutztier Kalb

Jede Kuh bringt normalerweise ein Kalb
pro Jahr zur Welt. Ein Teil dieser Kälber
wird zu Milchkühen (Zuchttiere) aufgezogen,
der andere Teil geht in die Kälber-
2 Früher wurden die Kühe so gezüchtet,
dass sie möglichst viel Milch und gleichzeitig
gutes Fleisch hergaben. Man sprach
von der so genannten Zweinutzungskuh.
Heute werden die Milchkühe zumeist gezielt
auf hohe Milchleistung gezüchtet. Die
Kühe haben sprichwörtlich «weniger
Fleisch am Knochen», sie gelten als leerfleischig.
Ihre Kälber sind deshalb für die
Mast weniger geeignet.

Trotzdem sind die
Schweizer Kälbermäster bemüht, durch
gute, gezielte Fütterung aus diesen Kälbern
qualitativ gute Produkte für die
Fleischgewinnung zu erzeugen. Parallel
werden für die Kälbermast eingekreuzte
oder sogar reine Mastrassen gewählt.
Die wichtigsten Mastrassen sind:
Limousin, Charolais, reine Simmentaler
und reines Braunvieh. Daneben gelangen
auch Kälber der Piemonteser, Eringer und
Blonde d’Aquitaine in die Mast.

Rassen und Grossviehmast

Das Fleisch von
Kälbern gilt als besonders zart und ist
von hoher Qualität. Früher kalbten die Kühe meist im Winter
ab, heute tun sie dies während des ganzen
Jahres. Entsprechend wachsen nicht
nur in der ersten Jahreshälfte, sondern
regelmässig Mastkälber heran. Weil in den
Sommermonaten generell eher weniger
Kalbfleisch gegessen wird, wird bei saisonalem
Ungleichgewicht Schweizer Kalbfleisch
eingefroren. Dieses hilft dann, den
erhöhten Inlandbedarf rund um die Feiertage
(z.B. Weihnachten) zu decken.

Produktionszyklus

Die Kalbfleischproduktion (Tonnen Schlachtgewicht)
Pro Jahr werden in der Schweiz heute
rund 260 000 Kälber geschlachtet. Das
deckt den inländischen Markt beinahe
vollständig ab: 2006 stammten 96% des
konsumierten Kalbfleisches aus schweizerischer
Produktion. (SKMV-Broschüre «Vom Kalb»)